Worte sagen nichts Sprache manches

Diskriminierung Hier wird recht häufig über Rassismus geschrieben und die Diskussionen werden anscheinend gerne abgewürgt. Besonders gerne wird über "Unworte" "diskutiert".
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Diese Wort- oder soll ich besser sagen Schlammschlachten führen mich zu der Frage ob ich hier auf FC wirklich richtig bin.


Das sei kurz erläutert.

Rassismus kann man als Sonderform der Diskriminierung bezeichnen. Ich gehe davon aus, dass wer gegen Rassismus ist auch gegen andere Formen der Diskriminierung ist.
Richtig ?


Dazu einige Zitate :

"Dann kann ich in logischer Ableitung mit meiner wissensbasierten Denke wiedrum hier nur Minderheit sein"

"Was gegen häufige Begriffsänderungen durch PC spricht, ist die Abgrenzung, die dadurch zu wenig gebildeten Menschen entsteht. Es ist schon so: sie machen ihren Mund auf und man hört mit einem politisch inkorrekten Wort, wie weit sie außen vor sind."

"Ich bin sogar der festen Überzeugung, dass Ihr das wirklich tun müsst, es nicht unterdrücken dürft, denn Entwicklungsstufen können nicht einfach so übersprungen werden, wenn eine nicht abgeschlossen ist, dann hängt man in der Luft, erreicht die nächste nicht."

Ist das wirklich frei von Diskriminierung ?


Ja und dann noch - hat sich mal einer die Beiträge hier durchgelesen und sich gefragt ob ein politisch interessierter Berufsschüler sich hier vielleicht ausgeschlossen fühlt. Ganz zu Schweigen von dem Schwarzen mit Migrationshintergrund ?
Zugegeben kompliziertes kann man nicht immer in einfache Worte kleiden, aber man muss einfaches nicht kompliziert ausdrücken. Es sei denn man will sich von der verachteten Masse abheben.

Afrodeutscher ? Das soll nicht diskriminierend sein ? Ich denke dann kann ich einem deutschen Neger
(oder besser einem Deutschen dunkler Hautfarbe ?) auch gleich sagen, dass er sich vom Acker machen soll.
Hier hat er ja als Afro nichts verloren - also ab nach Afrika.
Bayer = Alpendeutscher ?

mit Migrationshintergrund - die Deutschen türkischer Abstammung, die ich kenne, sind hier geboren.
Was also soll dieser Begriff sagen ? Ausgrenzung !


Der Neger ist ein wunderbarer Aufreger bei dem man keine Konsequenzen befürchten muss.
Aber nicht der Rassismus ist das Problem, die Diskriminierung hat sich längst andere Merkmale gesucht.


Wissen Sie was ein Bimbo ist ?

Ja ?

Wirklich sicher ?

Nein Bimbo ist keine Bezeichnung mehr für schwarze Sklaven auch nicht für schwarze Mitmenschen, das war einmal.
Soweit ich das verfolgen musste hat sich die Bedeutung (zumindest in Schulen) ein klitzekleinwenig verschoben.
Bimbos sind heute die Schüler, die sich nicht wehren können und vom Rest der Klasse mehr oder weniger systematisch fertiggemacht werden.

Gut es gibt noch eine andere Bedeutung,
du bist mein Bimbo, wenn du mir hilfst und ich bin dein Bimbo, wenn ich dir helfe.
Also eine etwas seltsame Bezeichung für Freundschaft.

Die richtigen Bimbos zeichnen sich aber meist durch Armut aus.
Das Fehlen eines Smartphones und von Markenklamotten sind die besten Voraussetzungen für eine Bimbokarriere.
Wo das Wort fehlt werden sie einfach nur gemobbt.

Diese Art von Diskriminierung ist wesentlich unangenehmer, denn die gibts garantiert auch im eigenen Umfeld. Oder haben Sie sich schon mal gegen die immer teureren Klassenfahrten in Gymnasien gewehrt? Oder die Orgien bei Kindergeburtstagen, wie wenn nicht diskriminierend wirkt das auf arme Familien ?

Ach ja hier wurde immer wieder behauptet, dass die Betroffenen sich gegen das N-Wort verwahren würden.
Wirklich ?
Also die (wenigen) Dunkelhäutigen in meinem Bekanntenkreis kratzt das Wort nicht. Aber die sind auch nicht wirklich repräsentativ.

Deswegen werde ich es mir besser verkneifen für meine schwarzen Mitmenschen zu sprechen, die werden ja schon genug bevormundet ... ähhh?
wollte natürlich vertreten sagen.

20:05 06.01.2014
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