Tom Strohschneider
02.12.2011 | 12:40 199

90 Euro im Schnitt

Erwerbslose Immer öfter werden Hartz-Bezieher mit Sanktionen belegt – weil die Jobcenter die Gangart verschärfen. Die Kritiker des Strafsystems kommen nicht recht in die Offensive

Es war vor ein paar Tagen, der Koalitionsvertrag von SPD und Union in der Hauptstadt war noch nicht unterzeichnet, da kündigte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel schon einmal einen „Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik“ an. Man wolle nicht mehr „tolerieren, dass Berliner es sich auf Kosten der Allgemeinheit ohne Arbeit bequem machen. Notfalls müssen die Jobcenter mehr Sanktionen verhängen.“

Was des CDU-Mannes Vorurteil verlangt, widerfährt Erwerbslosen längst. 2010 hat die Zahl der verhängten Strafen um 14 Prozent gegenüber 2009 zugenommen und ist auf den bisherigen Jahreshöchststand von 828.700 geklettert. Und auch in diesem Jahr setzt sich der Trend fort. In der ersten Hälfte 2011 wurden bereits über zwölf Prozent mehr Sanktionen verhängt als ein Jahr zuvor. Im Schnitt kürzten die Ämter die Leistung um knapp 90 Euro.

Sind die Erwerbslosen widerspenstiger als früher? Oder, schlimmer noch als in Steffels Ressentiment behauptet: unwilliger, fauler? Die Bundesagentur sieht mehrere Gründe – und je nachdem, worauf in der Berichterstattung das Schlaglicht fällt, verschiebt sich auch die Interpretation der Sanktionsstatistik. Wegen der guten Konjunktur seien mehr Jobangebote unterbreitet und mehr Einladungen zu Vermittlungsgesprächen ausgesprochen worden, sagt eine Sprecherin der Nürnberger Behörde. „Da erscheinen dann manche Betroffenen nicht oder lehnen schon mal ein Stellenangebot mit der Haltung ab, bei der guten konjunkturellen Lage könnte ja noch was Besseres kommen.“

Vereinbarungen nicht korrekt

Tatsächlich machen abgewiesene Jobangebote nur einen kleinen Teil der Strafgründe aus. Im ersten Quartal 2011 wurden deshalb fast 47.000 Sanktionen verhängt, aber fast viermal so viele, weil Beratungstermine versäumt wurden. 60 Prozent aller Strafen wurden 2010 damit begründet, weitere 18 Prozent kamen zustande, weil sich Betroffene weigerten, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen – ein allerdings oft fehlerhaftes Instrument, wie es aus der Bundesagentur heißt.

Wenn einerseits die Zahl der erwerbsfähigen Bezieher von Arbeitslosengeld sinkt, andererseits aber die verhängten Strafen in die Höhe schnellen, liegt es nahe, dass sich die Sanktionspraxis verschärft hat. Bei der Bundesagentur heißt es, die Jobcenter seien besser geworden, „Verstöße zu ermitteln und zu ahnden“. Von den in der Vergangenheit ausgesprochenen Sanktionen erwies sich ein großer Teil später jedoch als pro­blematisch. 2008 zum Beispiel waren 41 Prozent der Widersprüche gegen solche Maßnahmen ganz oder teilweise erfolgreich, vor den Sozialgerichten erhielten 61 Prozent der Kläger im Nachhinein Recht.

Für Cornelia Möhring ist die Sanktionspraxis ohnehin „nicht rechtens“. Das Bundesverfassungsgericht habe im Februar 2010 ein menschenwürdiges Existenzminimum ausdrücklich als Grundrecht formuliert, argumentiert die Linken-Abgeordnete. „Und eine gesetzliche Regelung und Praxis, die zu einer Unterschreitung dieses Existenzminimums führt, ist verfassungswidrig.“ Ähnlich sehen das auch Politiker von SPD und Grünen, außerdem eine Reihe von Experten und die Initiativen der Erwerbslosenhilfe sowieso. Doch eine öffentlichkeitswirksame Bewegung gegen das Strafsystem ist bisher nicht in Gang gekommen. Das Beispiel zeigt auch, auf welche Schwierigkeiten ein Politikwechsel selbst im Kleinen stößt. Schon 2009 hatte sich ein „Bündnis für ein Sanktionsmoratorium“ gegründet, das Unterstützer in den rot-rot-grünen Parteien fand und allen sozialpolitischen Differenzen zum Trotz einen kampagnenfähigen Kompromiss suchte: die Aussetzung der Strafen. Dazu, hieß es damals, sei „die Bildung eines breiten außerparlamentarischen Bündnisses notwendig“, die Idee des Moratoriums selbst sei „vorwärtsweisend“. Die Erfahrungen geböten zudem „ein schnelles Verhindern weiterer Not“.

Anträge im Bundestag

Daraus wurde jedoch nichts. Das Unterfangen spielt zwar heute immer noch bei Erwerbslosen-Initiativen eine Rolle. Trotz der großen Zahl von Betroffenen blieb eine hörbare Gegenbewegung jedoch aus. Und auch derzeit schafft es das Thema nicht aus dem Schatten der Euro-Krise heraus. Zudem hat sich gezeigt, dass die Befürworter einer Abkehr von der bisherigen Strafpraxis nicht einmal im rot-rot-grünen Lager gemeinsam handlungsfähig werden, von einer parlamentarischen Durchsetzbarkeit gegen die schwarz-gelbe Bundestagsmehrheit ganz zu schweigen.

Derzeit stehen zwei Anträge im Bundestag zur Beratung an – einer der Linken, der sich für eine Abschaffung der Sanktionen einsetzt, und einer der Grünen, der für eine Aussetzung plädiert. Letzterer erhielt im Sozialausschuss des Parlaments lediglich die Stimmen von Grünen und Linken. Die SPD, die bereits gegen den Antrag der Linken votierte, enthielt sich.

Linken-Politikerin Möhring sagt, Sozialdemokraten und Grüne seien eben „Hartz-IV-Parteien“ geblieben. Bei der SPD herrscht dagegen die Auffassung vor, dass zwar die Verschärfung der Sanktionen für Arbeitssuchende unter 25 Jahren rückgängig gemacht werden müsse. Bei besserer Anpassung an den Einzelfall blieben die Strafen aber im Grundsatz sinnvoll. Und ein Moratorium, wie von den Grünen eingebracht, halten die Sozialdemokraten rechtlich nicht für möglich.

Immerhin bleibt das Thema auf der Tagesordnung: Am vergangenen Wochenende haben die Grünen in Kiel auf Initiative ihres Sozialexperten Wolfgang Strengmann-Kuhn das Ziel einer „Basissicherung, die ohne Sanktionen auskommt“, in ihren wirtschaftspolitischen Beschluss aufgenommen. Auch beim Berliner SPD-Parteitag kommende Woche stehen die Sanktionen auf der Agenda: „Die Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen“, warnt zum Beispiel der Kreisverband aus dem thüringischen Sömmerda, lasse sich „durch verschärfte Zumutbarkeitsregelungen und Sanktionen nicht abbauen“.

Was „von oben“ über Gesetzesänderungen nicht zu erreichen ist, gelingt anderswo offenbar auf andere Weise – sozusagen „von unten“. Die Gewerkschaft Sud ANPE, in der Mitarbeiter der französischen Arbeitsagentur organisiert sind, hat sich jetzt gegen Streichungen von Leistungen ausgesprochen. „Die Zunahme von Gesprächen, die ständigen Aufforderungen zum Besuch der Agentur werden keine Arbeit schaffen, sondern erhöhen nur das Risiko für die Arbeitsuchenden, gezwungen, schikaniert und abgestraft zu werden“, heißt es in einer Erklärung. Man werde sich künftig weigern, an dieser „Erpressung“ mitzuwirken.

Kommentare (199)

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 14:32

Das wirklich schlimme ist die fiese Rhetorik, der man als Arbeitsloser begegnet und die auch bei eher links denkenden Menschen sehr gut greift: "[...]oder lehnen schon mal ein Stellenangebot mit der Haltung ab, bei der guten konjunkturellen Lage könnte ja noch was Besseres kommen." daraus wird dann sofort das Faulheitsargument gemacht, obwohl das Grundgesetz einem doch Entscheidungsfreiheit einräumt. Das ist Zwangsarbeit, Versklavung und hat nichts mehr mit einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat gemein.

blausax 02.12.2011 | 14:38

Die Praxis der Jobcenter kann auch menschlicher aussehen:
Junge Frau Anfang zwanzig ohne Ausbildung, mit abgebrochenem Studium und Minijob bei Zeitarbeitsfirma bekommt ein Kind und meldet sich ausbildungssuchend, um nach der Elternzeit eine Ausbildung zu beginnen und beantragt Sozialleistungen.
Gibt im Antrag wahrheitsgemäß an, von ihren Eltern mit monatl. 200 € unterstützt zu werden, diese tauchen in der Berechnung auch mit auf.
Geht in Widerspruch, da vermutlich andere Kriterien nicht ausreichend beachtet wurden.
Bekommt einen Anruf von ihrem Jobcenter, wieso sie von ihren Eltern noch unterstützt würde, die müßten das doch nicht, durch die Geburt ihres Kindes habe sich die Unterhaltspflicht erledigt.
Die Eltern sollten doch einen Brief an sie aufsetzen, worin sie die Beendigung der Unterstützung erklären und sie möge diesen mit einreichen. Daraufhin würden ihre Sozialleistungen neu berechnet.

Chapeau!

der Hetiritter 02.12.2011 | 15:12

Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben.
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein viele Menschen von der Geburt bis ins Grab zu allimentieren.
Derzeit gibt es viele freie Stellen und diese können auch von den Arbeitslosen besetzt werden.
Das der Lohn in Deutschland inzwischen zu niedrig ist und ein Mindestlohn schon bei Einführung der Agenda 2010 erforderlich war, steht auf einem anderen Blatt.
Wir können auch gerne die Pflicht zur Jobsuche aufheben und mit einer Schulpflicht tauschen. Jeder Arbeitslose muß sich weiterbilden. Kein Bewerbungstraining, sondern handfeste Ausbildungen, Haupt-, Realschule, Abitur, Studium oder eine Ausbildung. Wem das nicht gefällt, naja verrückte Idee: Der kann arbeiten gehen.
Ein Recht auf Faulheit habe ich übrigens nicht im GG gefunden, vielleicht helfen Sie mir doch mal, damit ich diese Wissenlücke schliessen kann.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:04

Das Hartz-4-System ist an sich eine super Sache, an sich die sozialste Reform der letzten 50 Jahre. Und Peter Hartz ist an sich einer der sozialsten Topmanager der letzten 50 Jahre.
Dumm nur, dass der wertkonservative Flügel den Herrn Hartz mit Hilfe der Bildzeitung für alle Zeiten als gierigen dekadenten Puffbesucher abgestempelt hat. Weiterhin mißbrauchen die wertkonservativen das H4-System um Arbeitslose und Menschen mit weniger schönen Lebensumständen zu schikanieren. Das stellt man dann in den Medien zur Schau, was die SPD für alle Zeiten als asozial brandmarkt. Die Partei kann man dicht machen.

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 16:29

"Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben."

Bitte definieren Sie im Kontext "gemütlich"!

Ich habe im Zuge meiner Arbeitslosigkeit, nach mehr als einem viertel Jahrhundert des mehr als nur Vollzeitarbeitens ALLES verloren wofür ich geschuftet habe und das war nicht wenig. Weder das Schuften, noch das gehabt haben. ALG II sei Dank!
In Folge der Arbeitslosigkeit durfte ich mich dann auch von dem Einzigen verabschieden, was mir noch geblieben war – meiner Gesundheit!

„Es kann nicht Aufgabe des Staates sein viele Menschen von der Geburt bis ins Grab zu allimentieren.“

Bitte quantifizieren Sie "viele" und qualifizieren Sie „allimentieren“ im Kontext.

"Derzeit gibt es viele freie Stellen und diese können auch von den Arbeitslosen besetzt werden."

Wenn man nach einem Jahr Arbeitslosigkeit von ALG I auf ALG II fällt, ändert sich die Zuständigkeit der Sachbearbeiter, entsprechend auch der Arbeitsvermittler. Dem entsprechend hat man dem/der dann Zuständigen seine Vitae, quasi seine Bewerbungsunterlagen zukommen zu lassen. Nach einer entsprechenden Zeitspanne zum Studium dieser Unterlagen durch die/den Arbeitsvermittler – so in der Regel 2 Wochen – folgt darauf hin ein Kennenlerngespräch beim neuen Arbeitsvermittler.

Als ich diesen Termin dann wahrnahm entspann sich folgender kurzer Dialog, als ich die Türklinke noch in der Hand hatte, also bevor ich mich überhaupt setzen konnte.

Ich zitiere wörtlich:

Arbeitsvermittlerin: „Ah Herr XY, wie schade, dass Sie Deutscher sind!“

Ich: „Wie darf ich das verstehen?“

Arbeitsvermittlerin: „In jedem anderen Land der Welt wäre jemand wie Sie keine 3 Wochen arbeitslos, aber ICH HIER kann nichts für Sie tun!“

WÖRTLICHES ZITAT ENDE

„Das der Lohn in Deutschland inzwischen zu niedrig ist und ein Mindestlohn schon bei Einführung der Agenda 2010 erforderlich war, steht auf einem anderen Blatt.“

Hört Hört!!

„Wir können auch gerne die Pflicht zur Jobsuche aufheben und mit einer Schulpflicht tauschen. Jeder Arbeitslose muß sich weiterbilden. Kein Bewerbungstraining, sondern handfeste Ausbildungen, Haupt-, Realschule, Abitur, Studium oder eine Ausbildung. Wem das nicht gefällt, naja verrückte Idee: Der kann arbeiten gehen.“

Ich habe übrigens vier Qualifikationen, wie viele haben Sie, Herr Hetiritter?

Eine Freundin, die es bei ihrer Arbeitslosigkeit nicht dabei beließ „nur“ einen neuen Arbeitsplatz zu suchen, beendete mit Wissen ihres Sachbearbeiters parallel ein Studium. Mit Wechsel des Sacharbeiters hieß es dann, Arbeitslosengeld I II seien Maßnahmen zur Re-Integration ins Berufsleben. Wer studiert hat stand dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Bitte zahlen Sie XXX (fünfstelliger Betrag) zurück.

„Ein Recht auf Faulheit habe ich übrigens nicht im GG gefunden, vielleicht helfen Sie mir doch mal, damit ich diese Wissenlücke schliessen kann.“

Ein Recht auf Ignoranz und Borniertheit sucht man im GG auch vergebens!
Hingegen gibt es im GG durchaus Artikel die sich dagegen wenden, man dürfe sich derart menschenverachtend generieren, wie Sie es tun.

Im Übrigen verbietet es mir die Netiquette des FREITAG Ihnen mitzuteilen, was ich von Ihnen und ihresgleichen halte.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:31

@ der Hetiritter,

bei Ihren Ausführungen ersieht man, dass Sie nicht alle Tassen im Schrank haben. Hier paranoid etwas ablassen, zeichned ihre Unkenntnis aus.
Der Job-Center ist wie ein Häscher, dem keiner entkommt. Und so ist unmöglich, sich hier etwas zu ergattern. Das war vielleicht in der alten BRD so.
Wie wollen Sie Leute vermitteln, die überhaupt keinen Schulabschluss oder Berufsausbildung haben. Das ist die eine Seite. Diesen Leuten könnten Sie vielleicht noch eine Arbeit hinsichtlich Hundeschei.... aufsammeln vermitteln. Würden Sie das machen???????????
Auf der anderen Seite gibt hochqualifizierte Menschen, deren Ausbildung aber auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt ist z.B. Grafik/Designer. Die Leute haben 4-5 Jahre studiert und ihr Studium mit Auszeichnung beendet. Trotz 800 Berwerbungen bundesweit, ist für diese Leute nichts zu bekommen. Wollen Sie diese Leute in die Wüste schicken, oder sollen die nochmal studieren und wieder die falsdche Fachrichtung.
Sie sollten mal einen Gang runter schalten und Ihre blödsinnigen Bemerkungen hier unterlassen.
Übrigens, mit 4 bis 500 Euro kann ich es mir aber gewaltig gemütlich machen. Erst Gehirn einschalten und dann schreiben!!!

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:32

@ der Hetiritter,

bei Ihren Ausführungen ersieht man, dass Sie nicht alle Tassen im Schrank haben. Hier paranoid etwas ablassen, zeichned ihre Unkenntnis aus.
Der Job-Center ist wie ein Häscher, dem keiner entkommt. Und so ist unmöglich, sich hier etwas zu ergattern. Das war vielleicht in der alten BRD so.
Wie wollen Sie Leute vermitteln, die überhaupt keinen Schulabschluss oder Berufsausbildung haben. Das ist die eine Seite. Diesen Leuten könnten Sie vielleicht noch eine Arbeit hinsichtlich Hundeschei.... aufsammeln vermitteln. Würden Sie das machen???????????
Auf der anderen Seite gibt hochqualifizierte Menschen, deren Ausbildung aber auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt ist z.B. Grafik/Designer. Die Leute haben 4-5 Jahre studiert und ihr Studium mit Auszeichnung beendet. Trotz 800 Bewerbungen bundesweit, ist für diese Leute nichts zu bekommen. Wollen Sie diese Leute in die Wüste schicken, oder sollen die nochmal studieren und wieder die falsdche Fachrichtung.
Sie sollten mal einen Gang runter schalten und Ihre blödsinnigen Bemerkungen hier unterlassen.
Übrigens, mit 4 bis 500 Euro kann ich es mir aber gewaltig gemütlich machen. Erst Gehirn einschalten und dann schreiben!!!

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:32

@ der Hetiritter,

bei Ihren Ausführungen ersieht man, dass Sie nicht alle Tassen im Schrank haben. Hier paranoid etwas ablassen, zeichned ihre Unkenntnis aus.
Der Job-Center ist wie ein Häscher, dem keiner entkommt. Und so ist unmöglich, sich hier etwas zu ergattern. Das war vielleicht in der alten BRD so.
Wie wollen Sie Leute vermitteln, die überhaupt keinen Schulabschluss oder Berufsausbildung haben. Das ist die eine Seite. Diesen Leuten könnten Sie vielleicht noch eine Arbeit hinsichtlich Hundeschei.... aufsammeln vermitteln. Würden Sie das machen???????????
Auf der anderen Seite gibt hochqualifizierte Menschen, deren Ausbildung aber auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt ist z.B. Grafik/Designer. Die Leute haben 4-5 Jahre studiert und ihr Studium mit Auszeichnung beendet. Trotz 800 Bewerbungen bundesweit, ist für diese Leute nichts zu bekommen. Wollen Sie diese Leute in die Wüste schicken, oder sollen die nochmal studieren und wieder die falsche Fachrichtung.
Sie sollten mal einen Gang runter schalten und Ihre blödsinnigen Bemerkungen hier unterlassen.
Übrigens, mit 4 bis 500 Euro kann ich es mir aber gewaltig gemütlich machen. Erst Gehirn einschalten und dann schreiben!!!

der Hetiritter 02.12.2011 | 16:35

@ Rahab
Da hat sich nichts versteckt, da geht ihre Fantasie mit Ihnen durch.
@brefcourte
Gemütlich haben es sich viele gemacht, die im Schnitt eine Woche im Monat schwarz arbeiten.
Gemütlich haben es sich auch manche Familien gemacht, denn ab 2 Kindern kann man mit dem Geld schon viel besser auskommen.
Klar tut mir der arme Hartz-IV-Empfänger leid, der wirklich keinen Job findet, aber deshalb will ich ja auch keine Pflicht zur Jobsuche, sondern eine Schulpflicht, damit sich seine Chancen verbessern. Viele würden sich freuen (spätestens im Nachhinein) wenn sie was um die Ohren hätten. Mir also kranke Propaganda vorzuwerfen trifft wohl nicht den richtigen. Da ich in vielen verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet habe, lassen Sie mich aber bitte eines noch sagen: Das deutsche Sozialsystem gehört zu den besseren in der Welt, immer noch!

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:43

Entweder wissen Sie nicht was so ein Leben kostet, oder sie sind ein Unionstroll. (Mit 2 Kindern wird das natürlich deutlich billiger, klar näh...) Ich tippe auf letzteres. Drucken Sie sich Ihre Kommentare eigentlich aus und erhalten eine Prämie/ein Bild-sponsoring auf dem Parteitag ? Ist das lukrativ ? Vermutlich nicht, denn Sie sind ja neidisch auf Sozialhilfeempfänger :)

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 16:43

Entweder wissen Sie nicht was so ein Leben kostet, oder sie sind ein Unionstroll. (Mit 2 Kindern wird das natürlich deutlich billiger, klar näh...) Ich tippe auf letzteres. Drucken Sie sich Ihre Kommentare eigentlich aus und erhalten eine Prämie/ein Bild-sponsoring auf dem Parteitag ? Ist das lukrativ ? Vermutlich nicht, denn Sie sind ja neidisch auf Sozialhilfeempfänger :)

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 16:48

"...lassen Sie mich aber bitte eines noch sagen: Das deutsche Sozialsystem gehört zu den besseren in der Welt, immer noch!"

Wahrscheinlich wird es auch deshalb von der UNO gerügt.

www.welt.de/politik/deutschland/article13470264/Vereinte-Nationen-ruegen-deutsches-Sozialsystem.html

"Klar tut mir der arme Hartz-IV-Empfänger leid, der wirklich keinen Job findet,..."

Niemand will ihr herablassendes Mitleid, ICH will IHREN Job!
Was glauben Sie, wie gut wir uns verstehen würden, wenn Sie dann erstmal an meiner Stelle wären?

der Hetiritter 02.12.2011 | 16:51

Wenn Sie vier Qualifikationen haben, dann haben Sie aber scheinbar nicht die richtigen Qualifikationen. Auch scheinen Sie nicht unbedingt die richtige Qualifikationen zu haben, um meinen Text zu verstehen, denn meine Idee mit einer Schulpflicht statt einer Pflicht zur Jobsuche hätte ihrer Freundin bestimmt gefallen.
Sind Sie vielleicht auch bei den Demos zum bedingungslosen Grundeinkommen in der ersten Reihe zu finden?
"Bitte quantifizieren Sie "viele" und qualifizieren Sie „allimentieren“ im Kontext."
Allimentieren, ich traue Ihnen die Nutzung von Googel schon zu und wenn ich die Anzahl bestimmen könnte, dann würde ich wohl bei den entsprechenden Behörden arbeiten.
Übrigens habe ich auch mein Vermögen verloren, weil ich im Ausland ein Restaurant hatte und wegen der Gewalt das Land verlassen mußte. Jeder muß sein Päckchen tragen, aber wenn man erstmal unten ist, dann kann man sich wenigstens wieder hoch arbeiten.

der Hetiritter 02.12.2011 | 17:01

@brefcourte
Ich habe nie in meinem Leben die Union oder die FDP gewählt, paßt jetzt nicht zu ihrem Bild.
Wo Sie Neid in meinen Beitragen lesen, erschliesst sich mir nicht. Ich habe einen Lösungsvorschlag gebracht und Sie versuchen mit Beleidigungen abzulenken, anstatt darauf einzugehen. Ach, eines noch, auf dem Sozialamt hatte ich auch mal gearbeitet.
@Heiko Zorn-Bürger
Den Bericht kenne ich sehr genau und der 1. Kommentar ist eigentlich der Beste zum Bericht: welches Land macht es besser.
Und mit den armen Kindern, die ohne Frühstück in die Schule müssen. Ich bin ein Anhänger der Ganztagesbetreuung mit Vollverpflegung und gegen Kindergeld. Meine Mutter hatte früher erstmal dafür gesorgt, dass wir Kinder genug zu essen haben und hatte oft selber verzichtet (ohne je Sozialhilfe oder ähnliches in Anspruch zu nehmen).

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 17:11

„Auch scheinen Sie nicht unbedingt die richtige Qualifikationen zu haben, um meinen Text zu verstehen, denn meine Idee mit einer Schulpflicht statt einer Pflicht zur Jobsuche hätte ihrer Freundin bestimmt gefallen.“

Das hatte ich durchaus so verstanden, wie Sie es gemeint haben. Ich wollte nur deutlich machen, dass eine solche Regelung minder an den Arbeitssuchenden/Qualifikationsinteressierten scheitert als an dem ach so tollen Sozialsystem.

„Sind Sie vielleicht auch bei den Demos zum bedingungslosen Grundeinkommen in der ersten Reihe zu finden?“

Nein, bei Demos zum bedingungslosen Grundeinkommen bin ich weder in der ersten noch einer weiteren Reihe zu finden. Vielleicht lösen Sie sich mal von ihrer pauschalen Nassauer-Unterstellung.

„Allimentieren, ich traue Ihnen die Nutzung von Googel schon zu und wenn ich die Anzahl bestimmen könnte, dann würde ich wohl bei den entsprechenden Behörden arbeiten.“

Ich traue mir Netzrecherche ebenfalls zu, aber es ging mit nicht um behördliche Definitionen, sondern um ihre Bewertung. Da sie die behördlichen Quantifikationen jedoch nicht kennen ist ihre Behauptung also eine rein subjektive – das reicht mir ersatzweise auch. Danke!

„Wenn Sie vier Qualifikationen haben, dann haben Sie aber scheinbar nicht die richtigen Qualifikationen.“
Ich gebe zu, Betriebswirt ist nicht darunter. Ansonsten... schon mal was von Überqualifikation gehört!?

Zitat eines Headhunters: „Ihr Problem ist, bei Ihnen sieht man schon aus den Unterlagen, dass Sie nicht nur wollen, sondern auch noch können. Setzt man Sie auf Position XY ist es doch nur eine Frage von einem Jahr und sie drängen auf die nächst höhere. So eine Konstellation wird in den seltensten Fällen gesucht.“

„Übrigens habe ich auch mein Vermögen verloren, weil ich im Ausland ein Restaurant hatte und wegen der Gewalt das Land verlassen mußte. Jeder muß sein Päckchen tragen, aber wenn man erstmal unten ist, dann kann man sich wenigstens wieder hoch arbeiten.“

Achso, ich Depp, ich hab den Teil mit dem „arbeiten“ vergessen!

Avatar
rahab 02.12.2011 | 18:12

das mit deinem englisch mußt du selbst klarkriegen, hetiritter - oder dich arbeitslos schulverpflichtet fortbilden lassen. vielleicht kommt ja außer der protestantischen ethik noch ein bißchen mehr vom hintergrund des gedankens von pursuit of happiness zum vorschein.
anpassung an muslime? ich? - bestimmt nicht. aber zur kenntnis zu nehmen, dass und was so alles auch bei muslims so gedacht, geschrieben, diskutiert und an utopie entwickelt wird - das wäre doch noch ein projekt für arbeitslos schulverpflichtete. oder?

aber:
hatten wir nicht schon mal die frage von mehrwertsteuer und wer eigentlich die ganzen vielen schwarzarbeiter so schlecht bezahlt, dass es für versicherungspflichtig nicht ausreicht?

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 18:20

Herzensgüte ist gar nicht nötig.

Gesunder Menschenverstand, Sachkenntnis und eine grundsätzliche Bereitschaft dem Nächsten nicht per se Faulheit zu unterstellen wären schon ausreichend.

Aber diese Haltung, bin ich oben oder zumindest wieder auf einem guten Wege, so ist das allein mein Verdienst, bin ich hingegen unten ist es umgekehrt ebenso, allein mein Verschulden, ist dermaßen realitätsfern und narzistisch egozentrisch, dass es einen geradezu körperlichen Ekel abnötigt.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 18:30

Das mit der zusätzlichen Bildung bringt längst nichts mehr, nicht im Sinne 'so ein bisschen Bildung ziert den ganzen Menschen'. Nein im Sinne dessen, dass allein in Deutschland dieses Wintersemester 2,3 Mio Studenten angefangen haben. Zizek fragte sinngemäß, wohin mit den ganzen hochqualifizierten Arbeitskräften?

Du richtest den Fokus, wie es leider auch viele Medien tun, auf die wenig bis gering qualifizierten Fälle. Die Masse der Hartz IV Empfänger sind aber zumindest Facharbeiter (nämlich knapp 7 Mio), haben also Schulabschluss und Ausbildung. Versicherungs- und Bankkaufmann waren ursprünglich Berufe die von Realschulabsolventen erlernt wurden, dass machen jetzt nur noch Abiturienten. Die Verlagerung ist momentan dahingehend, vollkommen überzogene Anforderungen an den Bewerber für einfachste Tätigkeiten zu stellen.

Wir haben eine große Fachkräfteschwemme. Je nachdem in welchen Land du gearbeitet hast, wirst du mitbekommen haben wie sich dort Strukturanpassungen zeigen, sprich die Akademikerquote erhöhen.
China hat 2006 vier Mio Universitätsabsolventen produziert (Humankapital wie es ja so schön heißt).

Ich wiederhole mich mit der Erzählung von Peter Frey (ZDF) "Unsere Anforderungen für einen Volontariatsplatz sind mittlerweile so hoch, dass nichteinmal die Chefredakteure selbst die Bedingungen erfüllen"
Du vergisst nämlich dass jeder Arbeiter 40Jahre arbeiten soll/muss. So schnell wie Nachwuchs da ist wachsen aber keine freien Stellen nach ;-)

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 18:45

Ergänzung zu Technixer

Es ist in 'Schland seit 5 Jahren so, dass überproportional viel überdurchscnittlich oder Hochqualifizierte "frei gesetzt" werden.

(Zusätzliche) Bildung bringt IMMER etwas ein, aber nicht unbedingt auf dem Arbeitsmarkt.
Da kann sich dies sogar negativ auswirken. Insbesondere wenn die Qualifikation fächerübergreifend angelegt ist - Fachidiotentum, bei, in Vorstellungsgesprächen gern überprüfter, gleichzeitig limitierter Allgemeinbildung ist hingegen höchst gefragt.

der Hetiritter 02.12.2011 | 20:17

Ich denke, ich werde hier total falsch verstanden. Hier im Hamburger Osten sehe ich viele Hartz-IV-Empfänger und ich bekomme auch ganz gut mit, wie viele davon schwarz arbeiten, manche gehen jedes Jahr 2x in Urlaub und davon gibt es hier halt nicht wenige. 2 wohnen in meinem Haus, einer im Nebenhaus, gegenüber kenne ich auch noch 2. Alle haben sie genug Geld, keiner beschwert sich über Hartz-IV, höchstens dass sie mal zum Jobcenter müssen.
Das bedeutet, dass ich im Umkreis von 100m 5 schwarzarbeitende Hartz-IV-Empfänger kenne. Das entstammt nicht meiner Fantasie, sondern ist hier Teil meiner Umgebung.
Da gibt es andere, die müssen aufstocken, machen alles richtig und können sich keinen Urlaub leisten.
Ich habe wirklich das Gefühl, dass hier einige um ihre Zusatzeinnahmen bangen, wenn es eine Schulpflicht geben würde. Anders kann ich mir die grundlosen Beleidigungen nicht erklären.
Wenn wir hier schon beim Zetieren von Amerikanern waren, warum nicht mit: "Frage nie, was Dein Land für Dich tun kann, frage immer, was Du für Dein Land tun kannst." antworten?
Zusätzliche Bildung bringt nichts? Wenn ich meine 5 Nachbarn so begutachte, 2 ohne Schulabschluß, 2 Hauptschulabschluß, keine Ausbildung und ein Realschüler mit Ausbildung. Da ist noch viel spiel, aber hier mit alle Hartz-IV-Empfänger sind Facharbeiter gesülze die Tatsachen verleugnen wollen.
Zusätzliche Bildung ist ja nur die eine Seite der Idee, die andere ist, dass man sich dann viel besser entscheiden kann, nehme ich die Arbeit an oder gehe ich doch lieber weiter auf die Uni. Das würde den Arbeitnehmer in eine viel bessere Position bringen, aber hier scheinen einige wirklich Angst davor zu haben am frühen Morgen aufzustehen.

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 20:43

„Wir können auch gerne die Pflicht zur Jobsuche aufheben und mit einer Schulpflicht tauschen. Jeder Arbeitslose muß sich weiterbilden. Kein Bewerbungstraining, sondern handfeste Ausbildungen, Haupt-, Realschule, Abitur, Studium oder eine Ausbildung.“

Gegen diesen Ansatz hätte wohl kaum jemand etwas gesagt. Möglicherweise Details der These diskutiert, aber sicher nicht ihren Charakter zum Thema gemacht.

Aber dies:

„Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben.“

dies:

„Ein Recht auf Faulheit habe ich übrigens nicht im GG gefunden, vielleicht helfen Sie mir doch mal, damit ich diese Wissenlücke schliessen kann.“

usw. usf. war per se üble Nachrede und Verleumdung.

Und wenn Sie in ihrer Nachbarschaft schwarzarbeitende Hartz-IV-Empfänger haben, die de jure also das Sozialwesen missbrauchen, dann steht es Ihnen frei diese anzuzeigen.
Manch einer würde Ihnen dies sogar als Zivilcourage anrechnen.

Aber statt dessen ihren Frust über ihre Nachbarn hier pauschal als Herabwürdigung vom Leistungsempfängern unter Pseudonym ins Forum zu kotzen ist schäbig.
Damit verletzen Sie nur Mitmenschen, die gar nicht ursächlich für ihren Ärger sind und ohnehin schon reichlich mit Demütigungen leben dürfen.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 02.12.2011 | 20:54

Ah verstehe, die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind Gesülze, aber hier Hamburger Privatumfeld ist natürlich viel repräsentativer.
Den dicken Pathos mit "was du für dein Land tun kannst" kannst du dir hier sparen, wie wäre es mal wenn die oberen 10% Steuern zahlen würden?

Und mit dem hochqualifizierten Nachwuchs und den 40 Arbeitsjahren willst du wohl auch nicht so ganz wahrhaben. Ein mickriges Wirtschaftswachstum von irgendwas um 1-2% Pünktchen schafft gar nicht genügend Arbeitsplätze für die geburtenstarken Jahrgänge.

Die Schwarzarbeit, ok, Deal macht ja mittlerweile am BIP um die 30 Mrd.€ aus. Dann frag dich doch mal WARUM die Leute schwarzarbeiten und Rechtsbruch begehen, welcher hohe Strafsummen nach sich ziehen kann?

Und nochwas, ich bin in Marzahn-Hellersdorf aufgewachsen und weiß wie der Hase in Sachen Bildung läuft. Alle meine FB Freunde haben mittlerweile Abitur oder Fachabi und den meisten gehts nicht sonderlich gut.
Hamburg als eines der wirtschaftlich stärksten Bundesländer, die überproportional vom Exporthandel profitieren kannst du hier nicht wirklich als Referenz ranziehen. Siehst du noch klare Bilder?

Heiko Zorn-Bürger 02.12.2011 | 21:04

„Ritterlichkeit“ beinhaltete das Ideal eines nicht-kodifizierten Ethos des Rittertums, das folgende persönliche Normen und sozialen Wertvorstellungen umfasste:

mâze: maßvolles Leben, Zurückhaltung
zuht: Erziehung nach festen Regeln, Anstand, Wohlerzogenheit
êre: ritterliches Ansehen, Würde
triuwe: Treue
hôher muot: seelische Hochstimmung
höveschkeit: Höfischkeit, Höflichkeit
diemüete: Demut
milte: Freigiebigkeit, Großzügigkeit
werdekeit: Würde
staete: Beständigkeit, Festigkeit
güete: Freundlichkeit
manheit: Tapferkeit

Ich schätze, bezüglich dieses Ethos besteht ihrerseits noch einiger Weiterbildungsbedarf.

der Hetiritter 02.12.2011 | 21:07

Wenn wir uns über Steuern unterhalten, wird es langweilig, denn da haben wir die gleiche Meinung.
(Wenn man einen Haircut durchführt, dann sollte man das nicht nur bei den Schulden der Staaten, sondern auch bei den Vermögen der Reichen machen.)
Ich kann für fasst alles Verständnis aufbringen, tue es aber nicht. Solange die Menschen nur meckern und ich auf Demonstrationen gehe, wo nur wenige hundert Menschen erscheinen obwohl in Hamburg Hunderttausende betroffen sind, will ich hier kein gejammer hören. Sind doch alle zufrieden.
Oder ist es etwa so, dass sich der Protest der Menschen nur noch mit 10 Fingern durchführen läßt.
Bei den Sozialleistungen habe ich durch einige Erfahrungen mit meiner früheren Arbeit auf dem Sozialamt zu ganz klaren Urteilen gekommen, davor hatte ich nicht mal Vorurteile, sondern verständnis. Hartz-IV halte ich für gut und richtig (das hat doch Gerhard S. so gesagt, oder?) . Bessere Sozialleistungen können nur dann gewährt werden, insbesondere höhere Hartz-IV-Sätze, wenn man den Mindestlohn endlich einführt (Lohnabstandsgebot).
Nach meinen Erfahrungen mit den derzeitigen Ausbildungsstand der Abiturenten ist zwar die Quanität gestiegen, nicht aber die Qualität.

claudia 02.12.2011 | 21:30

Am vergangenen Wochenende haben die Grünen in Kiel auf >>Initiative ihres Sozialexperten Wolfgang Strengmann-Kuhn das Ziel einer „Basissicherung, die ohne Sanktionen auskommt“, in ihren wirtschaftspolitischen Beschluss aufgenommen. Auch beim Berliner SPD-Parteitag kommende Woche stehen die Sanktionen auf der Agenda: „Die Arbeitslosigkeit von Langzeitarbeitslosen“, warnt zum Beispiel der Kreisverband aus dem thüringischen Sömmerda, lasse sich „durch verschärfte Zumutbarkeitsregelungen und Sanktionen nicht abbauen“.
Vor 1998 haben sie auch getönt, dass nicht die Arbeitslosen, sondern die Arbeitslosigkeit das Problem ist. Das war zwar richtig, aber als sie regierten, setzten sie exakt um, was sich "Schwatz/Geld" bislang nur eher zaghaft getraut hatten.
Das wird mit der Agenda 2020 nicht anders sein: Wenn Ratingagenturen erst mal die BRD herabstufen, dann wird der Druck des Lohndumpings weiter verschärft werden.

---
>>...weitere 18 Prozent kamen zustande, weil sich Betroffene weigerten, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen
Dass immer weniger Hatzopfer bereit sind, die "Eingliederungsvereinbarung" zu unterschreiben, hat einen einfachen Grund:
Am Endes des Formulares stehen Bedingungen, die Grundrechte verletzen:

"§ 31 Zweites Gesetzbuch Sozialgesetzgebung sieht bei Verstößen gegen die in der Einglie-derungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungskürzungen vor. Das Arbeitslosengeld II kann dann – auch mehrfach nacheinander – gekürzt werden oder vollständig entfallen.

Wenn Sie erstmals gegen die mit Ihnen vereinbarten Eingliederungsbemühungen verstoßen (S. Nr. 2 Bemühungen), wird das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in Höhe von 30% der für Sie maßgeblichen Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 SGB II abgesenkt.

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei einem wiederholten Verstoß gegen die mit Ihnen vereinbarten Bemühungen das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in der Höhe von 60% der für Sie maßgebenden Regelleistung abgesenkt wird. Bei weiteren wiederholten Pflichtverstößen entfällt ihr Arbeitslosengeld II vollständig.

Absenkung und Wegfall dauern drei Monate (Sanktionszeitraum) und beginnen mit dem Kalendermonat nach Zugang des entsprechenden Bescheides. Während dieser Zeit besteht kein Anspruch auf ergänzende Hilfen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzgebung (Sozialhilfe).

Leistungskürzungen treten nicht ein, wenn Sie einen wichtigen Grund für den Pflichtverstoß nachweisen können. Irrtümer bei der Beurteilung des wichtigen Grundes gehen zu Ihren Lasten.

Wichtige Hinweise:

Sanktionszeiträume aufgrund der Verletzung von Meldepflichten und Verstößen gegen vereinbarte Eingliederungsbemühungen können sich überschneiden. In den Überschneidungsmonaten werden die Minderungsbeiträge addiert.

Führen die Leistungskürzungen dazu, dass gar kein Arbeitslosengeld II mehr gezahlt wird, werden auch keine Beträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt.

Bei einer Minderung des Arbeitslosengeldes II um mehr als 30% der maßgeblichen Regelleistung können ggf. ergänzende Sachleistungen oder geldwerte Leistungen erbracht werden. Diese werden in der Regel erbracht, wenn minderjährige Kinder in der Bedarfsgemeinschaft leben.

Den vereinbarten Eingliederungsbemühungen müssen Sie auch während eines Sanktionszeitraumes nachkommen, auch wenn Ihr Arbeitslosengeld II wegen eines Pflichtverstoßes vollständig weggefallen ist.

Auch die Verpflichtung, sich beim zuständigen Träger der Grundsicherung persönlich zu melden oder auf Aufforderung zu einer ärztlichen oder psychologischen Untersuchung zu erscheinen, bleibt während des Sanktionszeitraumes bestehen."

Wenn man sich klar macht, dass die Sanktionierung Ermessensache der Sachbearbeiter ist ohne klare Regeln, dann wird klar, dass man sich mit der Unterschrift auf eine Achterbahn ohne Schiene begibt.

Dazu kommt die Beweislastumkehr: Zum Beispiel muss ein Hartz-Opfer, das der Schwarzarbeit verdächtigt wird, beweisen, dass der Verdacht falsch ist, um einer Sanktion zu entgehen. Nicht die vedächtigende Agentur für Armut muss beweisen, dass der Verdacht richtig ist.

Ausserdem werden Massnahmen verordnet, die (geringfügig) der Schaffung von befristeten Arbeitsplätzen bei der Agentur für Armut und (hauptsächlich) dem Profitabsaugen der von ihr beauftragten Firmen dienen, und die Patienten bei der Jobsuche behindern.

---
>>Die Gewerkschaft Sud ANPE, in der Mitarbeiter der französischen Arbeitsagentur organisiert sind, hat sich jetzt gegen Streichungen von Leistungen ausgesprochen.
Die Franzosen sind sich im Klaren darüber, dass sie mit einer Kopie des Hartz-Systems gegen ihre Verfassung verstossen. Und dass ihr Regime, über jeden Verdacht erhaben, natürlich die lieben Mitarbeiter hinhängen und ihre Hände in Unschuld waschen wird, falls das doch mal in Den Haag verhandelt wird.
Manager von Gazprom und Nabucco haben damit ja auch nichts zu tun.

claudia 02.12.2011 | 22:00

>>Häh, ich bin der Hetiritter,
Häh, ich bin der Kritiker01 und kenne den Arno Schmidt nur von ein paar Beiträgen, die ich hier mal gelesen habe. Und der Kritiker01 ist eigentlich doch nicht bei einer Stahlbaufirma angestellt, wie er behauptete, sondern hat dort nur mal als Steuerknecht ausgeholfen.
Ich bin übrigens der Nikolaus. Der aber nicht claudia, sondern Osterhase und wohnt momentan in Hamburg, wo er als Heti*ritter fungiert und lauter bildungsunwillige Nachbarn hat.

* www.heti-12mr.de/index.php?id=6=1

Hetiritter:
De Nam von datt Schip steiht op de anner Siet

konyhakert 03.12.2011 | 02:29

richtig. und ergänzt sei, daß von dem alg 2 dann auch noch die fixkosten bezahlt werden müssen. dh. es bleiben mir zumidnest nicht einmal mehr 200 euro im monat übrig.

wie soll man davon leben? und noch seine arbeitskraft überhalten? davon ist lediglich die blanke existenz möglich. und man hat den gesamten monat ordentlich zu tun, daß man mit diesem existenzgeld nicht unter die räder kommt.

ich bin wissenschaftlerin, ich kann arbeiten, aber ich bekomme keine arbeit mehr, von der ich leben kann. dafür soll ich im billiglohnbereich als hilfskraft "veheizt" werden. wozu das? wird nicht dauernd von fehlenden fachkräften geredetß und warum dann die fachkräfte im billiglohnsektor verheizt? zumindest wenn sie über vierzig sind.

und bildung, weiterbildung etc.? sie waren noch nicht in den fängen des jobcenters, oder? versuchen sie da mal, eine vernünftige weiterbildung zu erhalten? nahezu null chance.

so verlieren tausende menschn hier in diesem lande ihre qualifikationen, die sie sich mühsam erarbeitet haben. was soll das?

der Hetiritter 03.12.2011 | 08:08

Kommen Sie, Sonntags gehe ich immer früh morgens auf den Fischmarkt, da bekomme ich für mich und meine Frau für 5 Euro genug Obst und meist auch noch Gemüse für die ganze Woche.
Ach, dazu müßte man wieder früh aufstehen ;-)
Meinen Sie vielleicht, dass andere als Hilfskraft verheizt werden können?
Ich würde ja einer Verbesserung der ALG-II-Bedingungen zustimmen, wenn man vorher die Bedingungen für die Arbeitnehmer durch einen vernünftigen Mindestlohn beschlossen hat.
Damit würden schon vielen Hartz-IV-Empfängern geholfen werden, sie wären keine Hartz-IV-Empfänger mehr.
Was, besonders Berliner, nicht verstehen, ist, dass Sozialleistungen erstmal von jemanden verdient werden müssen.
Sehen Sie, Sie scheinen Probleme mit dem Verstehen von Sätzen zu haben, da kann es mit ihrer wissenschaftlichen Reputation nicht weit her zu sein, vielleicht Uni Bayreuth ;-) ?
Ich habe ja den Vorschlag gemacht, statt einer Pflicht zur Jobsuche eine Schulpflicht einzuführen. Wenn Ihnen die Wissenschaft nicht weiter gebracht hat und Sie dort keine Jobaussichten (mehr) haben, warum versuchen Sie es nicht mal mit was ganz anderem? Vielleicht Gärtner/in (da ist einer meiner Physikerfreunde glücklich bei geworden), vielleicht als Seemann, Fischer, Koch (war ich selber), Bauer (war ich selber), Verwaltungsangestellter (war ich selber), Altenpflegerin, Versicherungsangestellter (war ich selber), Kindergärtnerin, Sachbearbeiter (war ich selber), ach nehmen Sie sich doch mal Zeit und sehen sich im Berufinformationszentrum um. Es sollte nicht vordringlich um den Verdienst gehen, es reich, wenn einem die Tätigkeit etwas bringt.

der Hetiritter 03.12.2011 | 08:12

Wir haben schon 1989 in Schleswig-Holstein die Sozialhilfe häufiger auf 0% gekürzt, weil jemand widerholt nicht zum Termin erschienen ist.
Diese Möglichkeit gab es schon früher und sogar viel härter, nur haben sich das die wenigsten Gemeinden getraut. Wir haben bei offensichtlichen Schwarzarbeitern die Auszahlung auf täglich geändert.
Heute bieten einem die Gesetze kaum noch Möglichkeiten der Sanktionierung.

fahrwax 03.12.2011 | 15:11

Noch ein Hinweis: es ist eben doch im Grundgesetz verankert diese Recht auf Faulheit, leider etwas verklauselt:
"die Parteien wirken an der Willensbildung mit..."
Diese Mitwirkung an der Willensbildung ist eine derart aufreibende Tätigkeit das sich so mancher Politiker schon nach sechsjähriger Tätikeit, 39-jährig mit einem Rentenanspruch von immerhin 3077 € (die Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt laut aktuellem Spiegel) seinen Hobbys widmen kann. Das könnte dann aus Lobbyismus bestehen.
Leider sind Regeln und Gesetze eben nicht für alle gleich. Die Selbstbedienung eben nicht eine zwangsläufig Sanktionen unterworfene Angelegenheit Angelegenheit.
In dem Berufsfeld Politik also eine korrekte Sache?
Das diese verhätschelte, gern weltfremde Laienspielschar nun Hartz4-Empfängern den Verzicht predigt und sich dabei blitzschnell saniert ist der wirkliche Skandal.
Erstaunlich ist nur, welche Grabesstille hier zu diesem Hintergrund herrscht.

der Hetiritter 03.12.2011 | 16:03

Wenn ein Sozialhilfeempfänger nicht zu den Terminen erscheint, wieso sollte man ihm dann noch Leistungen zahlen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Person einer anderen Beschäftigung nachgeht.
Deshalb haben wir immer die Termin an verschiedenen Wochentagen und zu verschiedenen Uhrzeiten festgelegt.
Ausserdem wollte ich mit dem Beitrag nur verdeutlichen, dass die Sachbearbeiter noch viel stärkere Mittel zur Verfügung hatten. Nur wurde es in den meisten Gemeinden nicht angewendet.

der Hetiritter 03.12.2011 | 16:10

Nein, ich gehe einer normalen Arbeit nach.
Ausserdem hatte ich früher Zivildienst gemacht, wodurch meine soziale Kompetenz gestärkt wurde. Ich habe bei Entwicklungshilfeprojekten in Afrika und Süd-Amerika gearbeitet.
Kapitalrendite-Taliban?
Hier wird mit Wörtern herumgeschmissen und doch rein gar nichts sachliches zu dem Beitrag, dass Immer öfter Hartz-Bezieher mit Sanktionen belegt werden.
Es bleibt immer noch der Klageweg für die rechtswidrig durchgeführten Kürzungen.
Aber in der Regel ist es eben so, dass die Leistungsempfänger nicht ihren Verpflichtungen nachgekommen sind. Hat man etwa verlangt, dass jemand um 9:00 Uhr auf dem Amt sein mußte, dass sollte doch bitte sofort der Menschenrechtskommission mitgeteilt werden.
Ich bin mit vielen Dingen in diesem Land nicht einverstanden, besonders was die Besteuerung von Vermögen etc. angeht, aber ich bin auch nicht mit subventionierter Faulheit einverstanden.

flosyforever 03.12.2011 | 21:53

der Hetiritter schrieb am 02.12.2011 um 14:12 Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben.
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein viele Menschen von der Geburt bis ins Grab zu allimentieren.

Mit H4 KANN man es sich gar nicht "gemütlich" machen, wann spricht sich das endlich auch mal zu den Nichtbetroffenen herum? (Bin selbst erwerbstätig und erlebe die teuren "Maßnahmen", die die Statistik drücken und nichts bringen. Wenn es, wie die Regierung betont, tatsächlich so wenig Arbeitslose gibt wie nie, warum wird da restlichen dann so viel Druck gemacht?
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein viele Menschen von der Geburt bis ins Grab zu allimentieren. ? Kann es denn Aufgabe des Staates sein, menschenwürdige Arbeit zur Verfügung zu stellen? Wann waren Sie das letzte Mal im Supermarkt einkaufen? Wissen Sie, warum Sie so lange in der Schlange stehen? Warum LKW -Fahrer und Krankenschwestern überlastet sind? Z.B. Wurden Sie vor 25 Jahren als Intensivpatient mit Beatmung von einer Krankenschwester allein betreut, teilen Sie sich diese heute mit mindestens 2 weiteren. Etc...
Seien Sie nicht so ignorant, sondern dankbar ,Daß Sie offenbar Arbeit oder andere Kohle haben.

der Hetiritter 04.12.2011 | 11:16

Klar hat sich die Lage in den letzten 20 Jahren für den Arbeitnehmer verschlechtert. Ein paar Billionen für den Aufbau Ost bekommt man nicht einfach so.
Das dabei natürlich bei einer kleinen Gruppe zuviel kleben geblieben ist, ist aber eine ganz andere Geschichte. Hier geht es um Sanktionen gegenüber Arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger, die entgegen den LKW-Fahrern, Krankenschwestern und Müllmänner sich nur mal auf dem Amt blicken lassen müssen und nicht der täglichen Arbeit nachgehen müssen. Die, die in den letzten 20 Jahren ihren Beitrag zum Gemeinwesen beigetragen haben und zusätzliche Belastungen getragen haben, kann man nunmal schwer etwas über verpasste Termine erzählen. Und warum jemand, der mehr als ein Jahr arbeitslos ist noch Begründungen findet, dass er eine Arbeit nicht annenmen und darum lieber dem Steuerzahler weiterhin auf der Tasche liegt, kann man mir hier nicht erklären.
Wenn jemand sich selber versorgen kann, dann hat er es zu tun.
Wenn wir das Thema bessere Arbeitnehmerrechte haben, dann würde ich das wohl als das dringendere Thema betrachten. Steuern für Besserverdienende und eine Vermögenssteuer stehen auf der Liste der wichtigen Massnahmen des Staates.
Es ist natürlich nicht leicht, mit dem Geld hinzukommen, aber ich bin gerade vom Fischmarkt gekommen und habe einen Rucksack mit Clementinen, Ananas, Bananen, Brokkoli und Blumenkohl, blauen Kartoffeln und noch ein paar anderen Dingen voll, das reicht für eine Woche und hat fünf Euro gekostet.
Wenn man eh keine Arbeit hat, da kann man die günstigsten Angebote wahrnehmen. Wenn ich meistens in den Lagen komme, ist meistens alles weg, weil ich arbeiten muß.

Lissy 04.12.2011 | 12:08

Hey,

ich melde mich normalerweise in keinem Block an, aber das was ihr da abzieht ist echt nicht ok.

Besinnt Euch auf Eure Gemeinsamkeiten, statt zu streiten.

Wir bezahlen alle Steuern, egal ob Hartz-4ler oder Beschäftigte, wir gehen alle einkaufen und unterstützen das System mit noch mehr Geld und noch mehr Geld. Wir sind doch die Dummen an dem ganzen Chaos. Apropo Schulbildung, das ist doch überhaupt nicht gewollt, dass wir ausgebildet werden. Manche Kinder können doch nicht mal lesen, weils doch da schon anfängt. Es ist gewollt. Alles ist ein Plan im Plan im Plan.
Wir sind die Leidtragenden, ganz gleich wie er sein Geld verdient. Wir füttern den Staat. Na denn, versagen wir ihm doch dies. Gehen wir auf die Straße und rebellieren, revoltieren oder sonst was..Wir zahlen alle Steuern, ob gerechtfertigt oder nicht und wir kommen aus diesem System nicht anders raus..soll denn alles noch schlimmer werden? Und da streiten sich Leute..wegen was?

der Hetiritter 04.12.2011 | 12:32

Wenn ich Arbeitslos bin und von Steuergeldern lebe, dann zahle ich keine Steuern. Klar geht von dem Hartz-IV-Satz die normale Umsatzsteuer runter, aber wenn man mehr Geld vom Staat bekommt, als man Umsatzsteuer zahlt, dann zahlt man keine Steuern.
Übrigens wurde mir gerade vor 2 Wochen gekündigt und mein Vertrag endet mit dem 31.01.2012, aber ich bin natürlich inzwischen auf Jobsuche und hatte bisher 4 Vorstellungsgespräche.

luddisback 04.12.2011 | 13:32

"Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern."

sagte ww, der zuletzt dadurch auffiel, dass er mit seinem lebensgefährten eine finka auf mallorca kaufte.

"es gibt kein recht auf faulheit."

war der implizit rassistische duktus, den schröder als kurs für den kahlschlag vorgab. noch etwas weiter zurück:

"wohlstand für alle"

DER slogan, mit dem die wähler anfang der 90er genötigt wurden, noch mal kohl zu wählen.

was das alles bedeuten soll? das sei jedem selbst überlassen. inzwischen mußten "wir ALLE den gürtel enger schnallen", nicht wahr? es lief eben schlecht, nicht wahr? die fetten jahre waren vorbei, nicht wahr?
ich finde es albern bis widerlich, wenn irgendwer herzblut vergißt, weil jemand anderes 320 oder was weiß ich euro bekommt, weil es keine arbeit gibt, es im gegenzug aber offenbar ok findet, wenn 500 milliarden euro aufwärts zur bankenrettung verschenkt werden.

auch gab es während der wochenlangen debatte über 5 euro mehr oder nicht eine lancierte umfrage, ob man dafür sei, hartz4 empfängern 20 euro monatlich für alkohol und zigaretten zu streichen. um die 70% waren wohl dafür. 20 euro? ein kasten bier und zwei schachteln zigaretten im monat? wovon mehr als die hälfte direkt an den staat zurückfließt? da war sie, die häßliche fratze des untertanentums, nach oben buckeln, nach unten treten, und ich schäme mich stellvertretend für diese 70% offenbar asozialer.

ich jedenfalls mache diese offenbaren bemühungen, die "untere" bevölkerung zu spalten in die, die noch arbeit haben und die, die keine mehr haben, nicht mit.

flow 04.12.2011 | 14:42

@Lissy
Bravo!
Seit ich diesen Blog lese, schwirrt mir dies die ganze Zeit im Hinterkopf rum.
Da kloppen welche aufeinander ein, die eher viele Gemeinsamkeiten haben und diese auch nach außen tragen sollten.

Alle die hier schreiben, dürften nicht zu den wirklichen Profiteuren/Schmarotzern unseres Sytems gehören.

Zu diesen Profiteuren/Schmarotzern zähle ich nicht H4 Bezieher, ob mit Schwarzarbeit und im H4 System eingerichtet oder nicht.

Ein H. Lammert zum Beispiel, gehört für mich zu den Schmarotzern und Profiteuren. Jemand der so einfach mal eine Verdreifachung von Leistungen einfordert, die ich insgesamt für Wasser halte; flüssig, ÜBERFLÜSSIG!

Solange wie wir nix Besseres zu tun haben, als aufeinander loszugehen, wird sich das System in dem wir mehr schlecht als recht leben, auch nicht ändern brauchen.

Und ein H. Lammert und Konsorten können weiter absahnen und sich über uns ins Fäustchen lachen.

Wittenberg 04.12.2011 | 16:12

Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Brandbrief eines entschiedenen Bürgers

Ralph Boes strebt an, das in jeder Weise grundgesetzwidrige Sanktionssystem in Hartz IV über eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe zu stoppen. Hierzu hat er begonnen, den dafür notwendigen Präzedenzfall zu schaffen, indem er sich selbst offen in die Schusslinie aller Sanktionen stellt.

Ein offener Brief an den Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und an die für ihn zuständigen Obrigkeiten in den Arbeitsämtern, der das Spannungsfeld herstellt, ist auf den Weg gebracht. Er ist in kürzester Zeit von über 1000 Menschen mitunterzeichnet worden.

Mehr Informationen zu dieser neuartigen Kampagne unter:
www.grundrechte-brandbrief.de

Avatar
ameinungsfuehrer 04.12.2011 | 17:29

der Hetiritter schrieb am 04.12.2011 um 11:32
... aber wenn man mehr Geld vom Staat bekommt, als man Umsatzsteuer zahlt, dann zahlt man keine Steuern.
Übrigens wurde mir gerade vor 2 Wochen gekündigt und mein Vertrag endet mit dem 31.01.2012, aber ich bin natürlich inzwischen auf Jobsuche und hatte bisher 4 Vorstellungsgespräche.
***********************************
Das ist richtig!
Ich wünsche Ihnen viel Erfog bei der Jobsuche.
So wie Sie hier schreiben, bin ich mir ziemlich sicher, werden Sie bald wieder einen Job bekommen!

der Hetiritter 04.12.2011 | 17:42

Tja, daraus wird wohl nichts. Ich ergreife die Initiative und nehme mein Schicksal selber in die Hand. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, dann hatte ich es wirklich nie leicht und mir selber auch nie leicht gemacht, aber dafür habe ich sehr viele verschiedene Erfahrungen gemacht, viele Länder kennengelernt und könnte auch mit Hartz-IV über die Runden kommen. Denn, um es mit den Worten meiner Frau zu sagen: "wenn Du Arbeitslos bist, dann haben wir endlich mal Zeit für andere Sachen."
Ich brauche nicht viel Geld im Leben, denn der meiste moderne Sch... interessiert mich nicht und da ich hervorragend kochen kann, kann ich auch aus 2 Euro ein tolles Essen für 2 Personen zaubern.

der Hetiritter 04.12.2011 | 17:47

Man hat ja das Recht, eine Arbeit nicht anzunehmen und man muß auch nicht bei der ARGE antanzen, wenn ein Termin angesetzt wurde, aber man muß halt mit den Konsequenzen rechnen.
Einfach zu behaupten, dass ist Grundgesetzwidrich hat noch keinerlei Aussagekraft, sondern zeugt nur von einer arroganten Rechtsauslegung.
Alleine bei den Artikeln 1 bis 20 immer nur den Absatz eins zu nennen, zeugt von echten Blendwerk und ist die Bits nicht wert, die dafür verschwendet wurden.

linagru 04.12.2011 | 17:52

Soweit ich das einschätzen kann leiden die Menschen mehr noch als unter den Sanktionen, unter der Stigmatisierung und an ihrer eingeredeten Nutzlosigkeit.

Warum sind die Menschen bereit so viele unbezahlte Praktika zu machen, engagieren sich caritativ oder arbeiten in Kunst und Musik für einen Hungerlohn?

Reiche Eltern für Alle!

Und wer solche nicht hat soll das Quasi-Grundeinkommen Harz-4 bekommen, bedingungslos. Das kann sich Deutschland leisten, finde ich.

Avatar
ameinungsfuehrer 04.12.2011 | 18:05

der Hetiritter schrieb am 04.12.2011 um 16:42
Tja, daraus wird wohl nichts.
*****************************
Weshalb nicht?

Ich ergreife die Initiative und nehme mein Schicksal selber in die Hand.
******************************
Diese Einstellung ist richtig!

... interessiert mich nicht und da ich hervorragend kochen kann, kann ich auch aus 2 Euro ein tolles Essen für 2 Personen zaubern.
********************************
Sie diskutieren härter als Sarrazin.

der Hetiritter 04.12.2011 | 18:24

Sarrazin? Mit dem habe ich nun wirklich nichts zu tun. Aber mit einem gut geplanten Einkauf, alle wichtigen Angebote mitgenommen und das Ausnutzen der Zutaten sorgt dafür, dass man einen leckeren 3kg (unter 10 Euro) Schweinebraten macht und dann einige Tage etwas davon hat (mind. 10 Portionen). Oder eine billige Putenoberkeule 2kg (unter 7 Euro) daraus bekommt man 0 Portionen, 500g Hack findet man schon für 2 Euro (mind. 2 Portionen je nachdem wieviel andere Zutaten man dazu fügt).
Also ist eine Fleischportion pro Person und Tag für unter einem Euro zu haben, dazu kann man dann eine Reis/Nudel/Kartoffel und je nach Saison/Angebote eine Gemüseart, ein Brokkoli für 2 Personen oft unter einem Euro. Kartoffeln für 1 Euro das Kilo mind. 3 Personen. Also für 2 Euro bekomme ich immer ein Essen hin.
Frühstück/Abendbrot 1 Toastbrot 0,5 Euro und ein Schwarzbrot 0,75 Euro, ein Paket Butter 1,25 Euro reichen pro Person und Woche ca. 0,40 Euro, dazu Belag pro Tag 0,60 Euro.
Sind ein Euro Frühstück und Abendessen (man kann auch die Reste eines Bratens auf Brot essen) und 2 Euro für ein Mittag.
Das sind 100 Euro für das wichtigste im Monat, dass Essen, da ist also noch verdammt viel Geld für Zigaretten und Bier übrig ;-)

Avatar
ameinungsfuehrer 04.12.2011 | 18:58

der Hetiritter schrieb am 04.12.2011 um 17:24

Man merkt an Ihren Ausführungen, dass Sie auch mit relativ wenig Geld auskommen können.
Billige Putenoberkeule (sind am günstigsten am dem Tag, wo das Frischedatum abläuft) kaufe ich auch manchmal. Etwas mit Margarine abreiben, dann Salz, Pfeffer und Senf ca. 3 mm dick darauf und dann in den Backofen. Später noch etwas Rosmarin drüberstreuen. Reicht zu Zweit für 3 Tage, schmeckt auch kalt auf Brot.

Aber, das will hier niemand hören!
Hier wird lieber gejammert, auf die Tränendrüsen gedrückt und sich in Larmoyanz geübt.

Jetzt reicht es aber!
Hören Sie mit Ihren Blogfeindlichen Kommentaren auf.
Sonst gibt es Schimpfe ohne Ende.

blog1 04.12.2011 | 20:12

@ claudia

sehr ausführlich und kompetent.

An einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) führt kein Weg vorbei. Es nimmt den Menschen die Angst, ins Bodenlose zu fallen und sie haben die Chance wieder nach vorne zu blicken. Der Inhaber DM-Kette Werner fordert seit langem ein BGE.

Es wird immer Leute geben, die nicht arbeiten wollen. Dieser Prozentsatz ist aber verschwindend gering, weil diese Verhaltensweise in unserer Gesellschaft nicht akzeptiert wird.

Von dem "Fördern" der Arbeitsagentur ist nicht mehr viel übrig, wenn dieses Kriterium überhaupt jemals eine Rolle gespielt hat.

Der eigentliche Skandal ist, dass die SPD, die einstige Arbeiterpartei mit der Agenda 2010 den Weg für den massivsten Sozialabbau in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands frei gemacht hat. Schröder hat die SPD zum Kanzlerwahlverein umfunktioniert, das sozialdemokratische Herz der SPD chirurgisch perfekt entfernt und durch ein neoliberales Herz der sozialen Kälte ersetzt. Als es dann eng für ihn wurde, hat er sich aus dem Staub gemacht, bei Gazprom angeheuert und die SPD nach Luft japsend zurückgelassen.

Die ständigen Reanimationsversuche seines „Assistententeams“ Steinbrück, Steinmeier und Co. verschleppen nur den Sterbeprozess, mehr nicht.

Avatar
ameinungsfuehrer 04.12.2011 | 20:45

blog1 schrieb am 04.12.2011 um 19:12
@ claudia
An einem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) führt kein Weg vorbei.
*****************************************
Doch, die Mehrheit der Wähler wird den Weg am BGE vorbei wählen.
BGE-Symphatisanten gibt es vor allem in der Partei "Die Linke" und neuerdings auch bei den Piraten. Viele Piratenwähler werden die Partei allein deshalb zukünftig nicht mehr wählen.
Dadurch werden die Wahlstimmen sich auf beide Parteien verteilen, vielleicht für beide insgesamt jeweils auf unter 5%.
Dann wäre das BGE nicht nur tot, sondern töter!

claudia 04.12.2011 | 20:47

>>Das kann sich Deutschland leisten, finde ich.
Das Leistenkönnen ist nicht der Punkt. Wesentlich am Hartz4-System ist der Druck, jeden noch so mies bezahlten Scheissjob anzunehmen. Davon gibt es immer mehr, während die tariflich bezahlten Direktarbeitsverträge immer weniger werden.

Ein BGE wäre schon zum grossen Teil finanziert, wenn die Kosten der Hartzbürokratie wegfielen und die Firmen, die im Auftrag der Agentur für Armut Arbeitslose skurrilen Beschäftigungstherapien unterwerfen und Gelder der Agentur in Privatprofit verwandeln. Natürlich gäbe es ein paar zigtausend Lohnarbeitssuchende mehr, wenn die Beschäftigten der Hartzbürokratie entlassen würden. Aber auch das ist nicht der Grund, warum Regierungen und ihre Lobbyisten das BGE ablehnen.

Sie befürchten vielmehr, dass auch bei einem BGE in Höhe des durchschnittlichen Hartz4-Regelsatzes sich Viele eher mit dem Armutseinkommen des BGE bescheiden werden, ehe sich in einem Job ausbeuten lassen, der die Einkommenssituation nicht wirklich verbessern kann. Und dabei womöglich noch die Gesundheit ruinieren. Immer prekärer werdende Prekärarbeit funktioniert nur unter einem harten Sanktionssystem.

Ohne die Sanktionen müsste man Leute mit wieder besseren Arbeitsbedingungen anlocken.
Das aber widerspricht dem Grundsatz, nationale Arbeiterklassen in einen ruinösen Lohnkrieges zum Vorteil des internationalen Kapitales zu zwingen.

Das ist die Kurzform. Es gibt natürlich mehr dazu zu sagen.

Avatar
ameinungsfuehrer 04.12.2011 | 20:53

flosyforever schrieb am 03.12.2011 um 20:53
Seien Sie nicht so ignorant, sondern dankbar ,Daß Sie offenbar Arbeit oder andere Kohle haben.
***********************************************
Der @hetiritter hat seine Kündigung bereits zum 31. Januar 2012 auf dem Tisch liegen, wie er schreibt.

Aber, er jammert nicht und ergreift Eigeniniative, um einen neuen Job zu finden.
Und er hat oben vorgerechnet, wie man auch mit relativ wenig Geld sich gut ernähren kann.
Hut ab!
Wenn ich eine Firma hätte, würde ich ihn einstellen!
Ich bin mir aber auch so sicher, dass er mit seiner Einstellung bald einen Job erhalten wird.
Vielleicht kann er uns das bald in diesem Forum berichten, worüber ich mich sehr freuen würde!

claudia 04.12.2011 | 21:06

>>...hartz4 empfängern 20 euro monatlich für alkohol und zigaretten zu streichen.
Solche Zahlenspielereien sind eine Fiktion. Es kann sich jeder ausrechnen, was vom Hatz4-Regelsatz übrigbleibt, wenn eine halbwegs gesunde Ernährung, Stromrechnung und ab und zu der Ersatz eines (halbwegs seriös produzierten) Kleidungsstückes und Schuhpaares noch übrig bleibt. Dazu eventuell noch Rücklagen bilden für den Fall, dass der Kühlschrank kaputtgeht?

Solche Streiteren, ob der Luxus eines Bieres ab und zu erlaubt wäre oder nicht werden in Gang gesetzt, damit sich möglichst niemand mit dem Grundprinzip des Zwangslohndumpings auseinander setzt.
Zum Beispiel mit der damit verbundenen Zwangsauszehrung der Krankenkassen und Rentenversicherung durch den Beitragsschwund, die letztlich auch die trifft, die mit dem Gehalt bislang noch glimpflich davon gekommen sind.

Heiko Zorn-Bürger 04.12.2011 | 22:23

Der Kopp Verlag ist ein deutscher Verlag und eine Versandbuchhandlung in Rottenburg am Neckar.[2] Inhaber und Gründer ist Jochen Kopp (geb. 1966), ein ehemaliger Polizist am Polizeipräsidium Stuttgart. Das Verlagsprogramm beinhaltet vor allem Bücher der Bereiche Esoterik, Verschwörungstheorien, Ufologie, aber auch Alternativmedizin und Pseudowissenschaften. Angeboten werden auch Werke von bekannten Antisemiten oder Propagandisten brauner Esoterik.

Der Kopp Verlag verfügt über Anbindung zur deutschen rechten Szene. So existiert eine enge Kooperation mit dem rechtsextremen Tübinger Grabert-Verlag und es existierte früher eine derartige Beziehung zum rechts-neuheidnischen Arun-Verlag. Kopp verlegt auch Bücher des rechten Leopold Stocker Verlags und des Ares-Verlags. In rechten Publikationen wird Werbung für den Kopp Verlag geschaltet, beispielsweise in der nationalliberalen Monatszeitschrift eigentümlich frei oder der ultrarechten Wochenpostille Junge Freiheit. Der Kopp Verlag wirbt auch in der ADAC Motorwelt. Eine Werbeanzeige im Jahre 2008 für ein Udo Ulfkotte-Buch in der Zeitschrift "Deutsche Polizei" sorgte für Proteste seitens der Polizei-Gewerkschaft. Der Kopp Verlag hatte zur Vermarktung dieses einen Buchs sogar eine eigene Domain im Internet eingerichtet.

Das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik stellte fest, dass sich die Autorenliste des Kopp Verlags wie ein Who-is-Who der deutschen Verschwörungsliteratur lese, darunter einige mit Nähe zu rechtem und esoterischem Gedankengut, die in der rechten Szene gerne rezipiert werden. Vertrieben werden zudem auch Bücher von Jan Udo Holey, dessen Werke durchsetzt mit rechtsextremer Esoterik sind.

www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kopp_Verlag

Avatar
ameinungsfuehrer 05.12.2011 | 09:11

claudia schrieb am 05.12.2011 um 06:33
Nun ja, die derzeit 3 nicks hetziritter, meinungsFÜHRER und florio farner produzieren hübsche, nichtssagende Monologe.
*************************************
Es ist nicht nur Ihr Recht, sondern auch Ihre Pflicht gemäß Ihrer persönlichen Überzeugung, gerade in diesem Blog, für linksgerichtete Ideen zu missionieren.
Dabei sollten sie aber auch anerkennen, dass die hübschen und nichtssagende Monologe der Hetiritter, Meinungsführer und Farners nicht so flach sind, wie Sie es gerne hätten.
Die Mehrheit der Wähler ist nämlich nicht so dämlich, um nicht zwischen realitätsfernen linken Traumvorstellungen und angeblich flachen Gags unterscheiden zu können.
Das haben sie sicherlich bereits an diversen Wahltagen immer wieder feststellen müssen.
Jubelschreie und Ernüchterung bewegten sich für Ihre Klientel in Deutschland immer zwischen +/- 2-3 Prozentpünktchen. Mehr ist nicht drin gewesen.
Ihre Klientel hat nur Chancen, wenn die Wirtschaft zusammenbricht und die Gefahr einer Massenarmut Realität wäre.
Dann aber, liebe @claudia, hätten wir eine Gesellschaft mit einem Lebensstandard weit unter dem heutigen H4-Niveau.
Wie ich Sie einschätze, wollen Sie das aber auch nicht! ;)

der Hetiritter 05.12.2011 | 09:36

Ich finde zwar die Beiträge des Meinungsführers ganz gut, bin aber nicht die gleiche Person.
Der Hetiritter ist der einzige Nick, den ich hier habe. Bin ein sparsamer, fleissiger und rechtschaffender Hamburger.
Von meiner Mutter habe ich gelernt, dass man es unter allen Umständen vermeiden sollte staatliche Leistungen zu beziehen. Glauben Sie mir, das war nicht leicht für eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, aber sie hat es geschafft.
Meine Mutter hatte aber auch eine soziale Ader und meinte, dass man den Menschen helfen sollte, wenn sie in Not sind. Nun, nach vielen Jahren in Afrika und Süd-Amerika weiss ich, was not ist und kann über Hartz-IV-Probleme nur müde lächeln. Von dem Geld wird man auf alle Fälle richtig satt und das ist das wichtigste.
Das ich gegen das Bürgergeld bin, kann ich nicht sagen, wer sich aber mal das grüne Bürgergeld angesehen hat, weiss dass dabei wieder die Besserverdiener bestens wegkommen.
Das ich den ganzen Sch... auch noch finanzieren soll, erschliesst sich mir nicht.
Ein Bürgergeld mit der Pflicht sich weiterzubilden würde ich unterstützen. Ich weiss, alle die hier schreiben haben mind. einen Doktortitel in Bayreuth gemacht, aber scheinbar nicht die Qualifikationen, die wirklich auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden.
Klar hat sich die Arbeitswelt für die wirklich arbeitenden nicht zum besseren entwickelt, klar sind die Löhne zu niedrig, aber warum soll man jetzt bitte bei termin- und jobverweigernden Hartz-IV-Empfängern die Samthandschuhe anziehen?
Da ich bisher keinerlei Antworten auf meine Fragen bekommen habe, bedeutet es wohl, dass hier die lieben Radikallinken hier nichts dagegen sagen können, weil ich recht habe. Statt also ihren Irrtum einzugestehen wird einfach mit Gülle auf andere geschüttet, sich selber als Robin Hood dargestellt und vom Thema abgelenkt, also nochmal: warum soll man jetzt bitte bei termin- und jobverweigernden Hartz-IV-Empfängern die Samthandschuhe anziehen?

der Hetiritter 05.12.2011 | 09:57

Früher war ich richtig neidisch auf Klassenkammeraden, die ein Jahr USA, Süd-Amerika oder Asien/Australien von ihren Eltern geschenkt bekommen haben. Ich habe viele Jahre gespart und habe mir dann selber so ein Auslandsaufenthalt finanziert, ich habe mich bei Hilfesorganisationen zum Auslandseinsatz gemeldet, klar mit einigen Gefahren und unbekannten Problemen, aber ich habe alles das mit eigenen Augen gesehen, wovon ich vorher nur geträumt hatte.
Ein Freund reist jetzt schon seit 10 Jahren um die Welt, er sucht sich in jedem Land kleine Jobs um sich seine Reise zu finanzieren, aber Grundeinkommen ist natürlich besser.

linagru 05.12.2011 | 10:06

"Ohne die Sanktionen müsste man Leute mit wieder besseren Arbeitsbedingungen anlocken. "

Und man wüsste als Arbeitgeber dass die Menschen gerne Arbeiten.

Es würde nicht notwendigerweise mehr Kosten. Je nach Model, hätte aber nicht jeder mehr Geld, nur die Ärmsten.

"Das aber widerspricht dem Grundsatz, nationale Arbeiterklassen in einen ruinösen Lohnkrieges zum Vorteil des internationalen Kapitales zu zwingen. " Ja.

Und jeder von uns müsste sich fragen ob es sinnvoll ist was er mit seiner Erwerbsarbeit tut.

Es ist schon sehr weit vorne... Da kommt nicht jeder mit.

linagru 05.12.2011 | 10:19

"warum soll man jetzt bitte bei termin- und jobverweigernden Hartz-IV-Empfängern die Samthandschuhe anziehen?"

Nur weil er einen Termin versäumt wird Ihm das Existens-Minimum gekürtzt? Er hat also Probleme zu Existieren weil er einen Termin verpasst?

Da braucht es keine Samthandschuhe, da braucht es Menschlichkeit.

Wegen ein par Menschen die eventuell bescheissen muss man doch nicht eine ganze Gruppe dermaßen saktionieren.

Und Menschen die Jobs verweigern in denen Sie schlecht behandelt werden verstehe ich auch. Ich finde auch die Job Center dürfen die Menschen nicht diesen Arbeitgeben in die Arme treiben.

der Hetiritter 05.12.2011 | 10:39

Auf dem Sozialamt haben wir damals die Termin so gelegt, dass jeder Hilfeempfänger an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten kommen mußte um
Schwarzarbeiter herauszufiltern, übrigens hat das ganz gut geklappt, mit der Methode hatten wir 89 auch viele doppelte Asylbewerber rausgefiltert.
Wenn ich 5 Tage die Woche pünktlich auf der Arbeit erscheinen muß, dann muß dass auch von einem Hilfeempfänger erwartet werden können mal einen Termin war zu nehmen.
Warum soll die Allgemeinheit bitte für jemanden aufkommen, wenn er sich nach einem Jahr Arbeitslosigkeit immer noch nicht bereit ist sich wieder ins Arbeitsleben zu integrieren?
Hartz-IV ist dafür da, dass Menschen geholfen wird, die sich nicht selber helfen können, aber wenn jemand nicht will, dann haben wir eine andere Situation.

Avatar
ameinungsfuehrer 05.12.2011 | 10:57

der Hetiritter schrieb am 05.12.2011 um 08:36
Ich finde zwar die Beiträge des Meinungsführers ganz gut, bin aber nicht die gleiche Person.
Der Hetiritter ist der einzige Nick, den ich hier habe. Bin ein sparsamer, fleissiger und rechtschaffender Hamburger.
*****************************************
Ich glaube, die @claudia meinte auch im o. a. Kommentar diesmal nicht, dass wir eine Person mit 3 nicks sind.
Obwohl ähnliche Unterstellungen häufiger, nicht nur von ihr, sondern auch von anderen, hier immer wieder gebraucht werden.
Kein Wunder, wenn man hier einer der wenigen Realisten und kein Kommunist ist, fällt man sofort auf und die Gülleladung kommt postwendend.
Am besten gefällt mir hier im Forum - aus Humorgründen selbstverständlich - das pseudo-intellektuelle Geschreibsel.
Oft zum Schreien komisch.
Besonders wenn es um den Islam und darum geht, Arbeitsverweigerung im Einklang mit Steuererhöhungen von den sogenannten "Reichen" zu fordern, damit es den Arbeitsverweigerern so richtig gut und bequem geht.

Avatar
ameinungsfuehrer 05.12.2011 | 11:15

der Hetiritter schrieb am 05.12.2011 um 09:39
Auf dem Sozialamt haben wir damals die Termin so gelegt, dass jeder Hilfeempfänger an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten kommen mußte um Schwarzarbeiter herauszufiltern,...
******************************************
Das ist eine antisozialistische Gemeinheit ohne Gleichen!

Aber, eine solche antisozialistische Gemeinheit geht mit einem Vorschlag von mir wie folgt einher:

Alle H4ler bitte sollten von morgens um 8 bis Nachmittags um 16 Uhr in leeren Turnhallen, ausgedienten Kasernen oder ähnlichem bei Alkoholverbot physisch anwesend sein, abzüglich einer Mittagspause von 40 Minuten.
Dort können sie von mir aus Zeitung lesen, sich Arbeit mitnehmen, weiterbilden oder sonstigen Freizeitbeschäftigungen nachgehen, ganz nach Belieben.

Vorteile:

1.
Konservierung der Bereitschaft zur zeitlichen Verfügbarkeit wie bei Arbeitnehmern.

2.
Herausfilterung von Arbeitswilligen.

3.
Wirksames Mittel gegen Schwarzarbeit.

4.
Wirksames Mittel gegen Alkoholismus.

5.
Abschreckung für Armutsflüchtlinge.

Heiko Zorn-Bürger 05.12.2011 | 12:09

Das ist doch logistischer Unfug.

1. In einer Welt, die bereit wäre ihre Vorschläge umsetzen, gäbe es doch gar keine "ausgedienten Kasernen".

2. Die Menge an ungenutzten Turnhallen Kasernen in Deutschland reicht bei weitem nicht aus, um alle HARTZ 4 Empfänger dem zuzuführen, was Sie als "artgerechte Haltung" propagieren.

3. Wie wäre es Fussball-Stadien mit zu nutzen? Das wurde beispielsweise von ihresgleichen in Chile schon "erfolgreich" angewandt.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 05.12.2011 | 14:42

Wissen Sie Meinungs"Führer" ich bin richtig froh, dass Sie Ihre skurrilen Ansichten hier einstellen. Selbst ein Troll würde wahrscheinlich die Selbstbeleidigung seiner Intelligenz erkennen, ließe er sich auf ein derartig durchschauberes menschenverachtendes Niveau herab. Derartige Auswüchse können also nur ernst gemeint sein. Und es ist gut, was Sie uns hier exemplarisch lehren, nämlich, dass wir bezüglich der Aufklärung über wirtschaftspolitische Zusammenhänge, so wie der Inhalte der Menschenrechte und des Grundgesetzes in der Bevölkerung tendenziell immer noch Bildungsbedarf haben. Ich würde Ihnen gern auch eine Schule für ethisch, moralisches Denken empfehlen, aber intuitiv habe ich den Eindruck, dass man da eher eine Parkuhr zum Kurs anmelden könnte. Die reflektiert wenistens noch, dass sie abgelaufen ist.
In diesem Sinne Herr meinungs"Führer" vielen Dank, dass Sie sich als Studienobjekt freiwillig zur Verfügung gestellt haben. Eine weitere Demonstration ist glaube ich aber nicht mehr nötig.

der Hetiritter 05.12.2011 | 15:06

Meine liebe Angelia,
ich denke, dass war nur ein auf die Spitze treiben, um zu zeigen, dass andere jeden Morgen pünktlich auf der Arbeit erscheinen, dort acht Stunden arbeiten und danach nach Hause gehen. Aus dieser Sicht, ist die Turnhallenunterbringung doch schon fasst in Ordnung. Nur das will ja eigentlich keiner machen, dafür erwartet man aber, dass der Arbeitslose zu den Terminen pünktlich erscheint.
Dieses geschiet aber viel zu häufig nicht und das kann man den Behörden nicht anlasten, sondern nur den Hilfeempfängern.
Erscheine ich nicht zur Arbeit, dann verliere ich meine Arbeit, erscheint ein Hilfeempfänger nicht auf der Behörde, erhält er keine Hilfe.
Wieso soll für Hartz-IV-Empfänger andere Regeln gelten?

Avatar
ameinungsfuehrer 05.12.2011 | 15:59

Heiko Zorn-Bürger schrieb am 05.12.2011 um 11:09
Das ist doch logistischer Unfug.
2. Die Menge an ungenutzten Turnhallen Kasernen in Deutschland reicht bei weitem nicht aus, um alle HARTZ 4 Empfänger dem zuzuführen, was Sie als "artgerechte Haltung" propagieren.
*******************************************
Das ist logistisch ganz locker zu schaffen.
Die Formulierung "Artgerechte Haltung" stammt übrigens von Ihnen und nicht von mir!

Mal kurz gerechnet:

Wir haben ca. 7.000.000 H4ler.
Davon sind schätzungsweise 2.500.000 als "Verdiener" Betroffene. Der Rest sind Kinder, Alte und Erwerbsunfähige.
Der Flächenbedarf pro Kopf beträgt ca. 6 m² sind also 2.500.000 x 6 = 15.000.000 m².
6 m²/Kopf ist übrigens ungefähr der Büroraumbedarf in Großfirmen, incl. der Büromöbel.

Das sind ca. 0,181818 m², die jeder Bundesbürger für die H4ler zur Verfügung stellen müßte (bei 82,5 Millionen Bundesbürgern).

Pro 100.000 Einwohner einer mittleren Stadt müßten also 18.200 m² Fläche (temporär) bereitgestellt werden.
Das entspräche einer Halle mit ca. 135 m x 135 m Innenabmessung.
Mehr nicht!
Soviel Fläche hat fast jede Stadt dieser Größe locker an stillgelegten Fabrikflächen, Bürogebäuden, Wohnblocks, Kasernen, ausgedienten Asylheimen etc. zur Verfügung.
Notwendige Investitionen, Engergie, Wasser etc. würden sich wahrscheinlich in weniger als 3 Monaten amortisieren.

der Hetiritter 05.12.2011 | 20:30

Es ist bezeichnend, dass hier alle ihre Rechte kennen, aber von Pflichten keiner was wissen will.
Die Absätze 1 in den Artikeln 1-20 im GG sind bekannt, die anderes Absätze aber nicht.
Hier wird ein klarer Verstoss gegen die Vorschriften mit fadenscheinigen Begründungen versucht reinzuwaschen und die Beteiligten merken nicht, das sie immer dreckiger werden.
Ihre Kommentare, mein ehemaliger Nutzer meinungsführer waren immer verdammt hart, aber dass man sie jetzt dafür rausgeworfen hat?
Da haben hier einige doch mit viel mehr dreck herumgeworfen, aber die hatten halt die gewünschte politische Richtung.
Nehmen Sie es sich nicht zu herzen und bleiben Sie sich treu.

claudia 06.12.2011 | 06:09

Ich sag ja, die Mühe ist sichtbar. Weniger Wiederholungen als noch bei Sozenknecht bis Steuerschreck.
Es geht für diese nicks, deren Schwerpunkt ganz offensichtlich ist, jede Kritik am Lohndumpingsystem zuzumüllen, ganz offenbar nicht um Inhalte. Weltreisen, Putenkeulenrezepte, leerstehende Kasernen, Herzensangelegenheiten: Hauptsache irgendwie Text. Über den einen empören sich Leute, über den anderen wird gelacht: Es ist vollbracht, das Thema ist wieder mal tot.

claudia 06.12.2011 | 08:11

Um den Anschluss zu finden, kopiere ich mal von weiter oben.

Zitat linagru:
>>Reiche Eltern für Alle!

Und wer solche nicht hat soll das Quasi-Grundeinkommen Harz-4 bekommen, bedingungslos. Das kann sich Deutschland leisten, finde ich.

Antwort claudia
>>Das Leistenkönnen ist nicht der Punkt. Wesentlich am Hartz4-System ist der Druck, jeden noch so mies bezahlten Scheissjob anzunehmen. Davon gibt es immer mehr, während die tariflich bezahlten Direktarbeitsverträge immer weniger werden.

Ein BGE wäre schon zum grossen Teil finanziert, wenn die Kosten der Hartzbürokratie wegfielen und die Firmen, die im Auftrag der Agentur für Armut Arbeitslose skurrilen Beschäftigungstherapien unterwerfen und Gelder der Agentur in Privatprofit verwandeln. Natürlich gäbe es ein paar zigtausend Lohnarbeitssuchende mehr, wenn die Beschäftigten der Hartzbürokratie entlassen würden. Aber auch das ist nicht der Grund, warum Regierungen und ihre Lobbyisten das BGE ablehnen.

Sie befürchten vielmehr, dass auch bei einem BGE in Höhe des durchschnittlichen Hartz4-Regelsatzes sich Viele eher mit dem Armutseinkommen des BGE bescheiden werden, ehe sich in einem Job ausbeuten lassen, der die Einkommenssituation nicht wirklich verbessern kann. Und dabei womöglich noch die Gesundheit ruinieren. Immer prekärer werdende Prekärarbeit funktioniert nur unter einem harten Sanktionssystem.

Ohne die Sanktionen müsste man Leute mit wieder besseren Arbeitsbedingungen anlocken.
Das aber widerspricht dem Grundsatz, nationale Arbeiterklassen in einen ruinösen Lohnkrieges zum Vorteil des internationalen Kapitales zu zwingen.
Das Lohndumpingsystem „Hatz4“ haben sich nicht ein paar Psychoten ausgedacht. Dahinter steckt Kalkül: Die deutschen Stücklohnkosten waren vor Hartz schon sehr niedrig. Warum also nicht die hohe Arbeitslosigkeit benützen, um sie noch weiter zu senken und damit eine Exportoffensive zu starten? Genau das wurde getan. Die Folgen kennen wir: Länder mit höheren Stücklohnkosten, die sich nicht nur EU, sondern auch der €-Zone angeschlossen hatten, konnten dieser Offensive nichts entgegensetzen. Weder Abwertung noch Zollschranken* konnten die einheimische Produktion, damit die Arbeitsplätze schützen. Für Griechenland kommt noch hinzu, dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig ist. Bei sinkenden Einkommen in einem grossen „Touristenentsendeland“ bricht von diesem Wirtschaftszweig natürlich etwas weg.
„Kein Problem“, sagt der Wirtschaftsexperte, „mit Krediten kann man locker einen Importüberschuss finanzieren.

Jetzt sehen wir, wohin uns die Agenda 2010 geführt hat: Südeuropa wird zur „Hartz-Zone“, mit einer Ausbuchtung nach Norden, dort wo die BRD ist: Das Zentrum und der Auslöser der Verarmungspolitik. Volker Kauder brachte es auf den Punkt: „Jetzt wird in Europa wieder deutsch gesprochen.“ Deutsch wird in EU als Sprache der Verarmung, der zusammenbrechenden Binnenmärkte, der immer weiter getriebenen Lohnkonkurrenz mit noch ärmeren Ländern erlebt.
Der Widerstand das Volksverarmungssystem wächst ausserhalb der BRD. Wir sollten uns diesem Widerstand nicht länger verweigern. Nicht nur aus Imagegründen. Es könnte sich ja auch lohnen, einen einst erarbeiteten Wohlstand nicht ganz so locker und „entspannt“ in die Tonne zu kloppen.

---
Es kann, wenn eine „Anti-Harz-Politik angestrebt wird, also nicht nur um Details der Sanktionsmethoden gehen. Die sind Mittel zum Zweck. Wir müssen den Zweck hinterfragen.

Interesse kann auch bei noch nicht direkt Betroffenen geweckt werden, wenn man z. B. den Zusammenbruch der Beitragseinnahmen bei Krankenkassen und Rentenversicherung thematisiert. Der ist eine direkte Folge der Einkommenszerstörung. Die Regierungspropaganda hat konkrete Gründe, dieses Problem tabuisieren.

Wenn heute jede/r KK-Versicherte erst mal eine Eintrittsgebühr bezahlen muss, bevor er/sie überhaupt einen Arzt zu Gesicht bekommt, und wenn Versicherungsleistungen zusammengestrichen werden, dann ist das eine direkte Folge der politisch gewollten Zerstörung der Arbeitseinkommen.

Ein anderes Argument ist, dass niemand vorher sagen kann, wann es ihn/sie selber betreffen wird. Denken wir an die jetzt gerade geplanten Kündigungen bei Eon, RWE, MAN usw. Darunter sind nicht Wenige die dachten ihnen könne das nicht passieren, weil sie doch zu den Fleissigen gehören, weder „sozialschwach“ noch „dekadent“.
Auch Viele der heute schon im Hartzsystem Gelandeten dachten das mal. Das ist ein Effekt der Regierungshetze mit Methoden des Rassismus gegen Arbeitslose: Die Leute sollen glauben, Arbeitslosigkeit sei so etwas wie eine "Rasse", der sie nicht angehören.

---
*Jetzt kommen natürlich Leute, die sagen: Zollschranken gegen Dumpingimport, egal ob Lohn- oder Umweltdumping, sind böse, gut dass sie weg sind. Nehmen wir mal die Schweiz: Wenn die Schweiz sich der EU angeschlossen hätte, dann wären dort einige 100 000 Bauern pleite und würden verzweifelt „den Arbeitsmarkt beleben“.

der Hetiritter 06.12.2011 | 08:46

Sie verstehen gar nicht die Problematik und meine Lösungsvorschläge.
Wir können nicht einfach Hartz-IV-Sätze erhöhen, wir können nicht einfach ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen, das führt nur zu noch einer stärkeren Belastung der Menschen, die jetzt noch in Arbeit sind.
Ein vernünftiger Mindestlohn (über 7 Euro) würde viele Menschen davor bewahren aufstocken zu müssen. Er würde mehr Geld in die Sozialkassen spülen und so die Möglichkeit bieten höhere Hartz-IV-Sätze zu zahlen.
Da ich einige Hartz-IV-Familien in meiner Umgebung kenne und es tatsächlich die vererbte Sozialhilfe gibt, bin ich für eine allgemeine Schulpflicht mit richtigen Abschlüssen wie Haupt- oder Realschule, wie Abitur oder Studium oder eine normale Ausbildung.
Die Spirale nach unten wär durch einen Mindestlohn unterbrochen, die Möglichkeiten auf, nicht nur einer Schulpflicht, sondern auf einem klares Schulrecht, für Hilfeempfänger würden sich erhöhen. Es gibt keine Pflicht eine Arbeit anzunehmen, wenn die Unternehmen nicht genug zum Leben zahlen, dann geht man einfach weiter zur Schule/in Ausbildung, dieses würde es auch ältern Menschen möglich machen einen Neuanfang in einem ganz anderen Beruf zu ergreifen.

der Hetiritter 06.12.2011 | 09:09

Gehen wir doch an den Anfang der Diskussion zurück, da wurde pursuit of happiness in der Verfassung entdeckt. Eigentlich steht dieses in der amerikanischen Verfassung. Das Land, das jedem Menschen nur 5 Jahre Sozialhilfe gewährt.
Und die Ausgaben hierfür steigen immer weiter, es fallen immer mehr aus deren Sozialhilfe heraus und es ist mit weiteren Einschnitten bei der Hilfe zu rechnen.
Dieses will ich nicht, dieses fordere ich nicht, ich wollte nur mal darauf hinweisen, mit was für aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen hier argumentiert wird.
Bleiben wir bei den USA, weil es ein schönes Beispiel ist. Da gibt es Unternehmer und Entwickler, die Google ermöglichten, insbesondere hier das Page-Ranking das von Larry Page entwickelt wurde. Die Familie Page konnte sich eine hervorragende Ausbildung ihres Sohnes leisten und er konnte damit eines der wertvollsten Unternehmen der Welt mit aufbauen.
Mein Vorschlag der Schulpflicht würde es jedem, soweit seine geistige Leistungsfähigkeit / sein Ideenreichtum dazu ausreicht, soetwas auf die Beine zu stellen. Ich will keine Kinder in der Schule auf die Frage des Berufswunsches "Hartz-IV" anworten hören (gab es ja tatsächlich vereinzelnt, sondern jedem die Möglichkeit geben auf seine Träume hinarbeiten zu können. Warum nicht ein deutscher Jeff Bezos oder Steve Jobs?
Wir werden in Zukunft nicht genügend Arbeit für alle haben und wir müssen sehen, was wir alle den Tag machen sollen. Bildungsrepublik hatten einige Politiker gefordert, ich biete hier die Umsetzung dieser.
Die Staaten in Süd-Europa hatten Jahrzehnte viele hunderte von Milliarden aus dem Norden bekommen und anstatt es in eine wettbewerbsfähige Industrie zu investieren, hat man Frühverrentungen, eine unproduktive Beamtenkultur aufgebaut und andere Wahlgeschenke verteilt. Jetzt ist die Rechnung gekommen und der Gast will/kann nicht zahlen.
Klar sind hier einige Dinge verkehrt gelaufen, doch ich biete hier einen vernünftigen Lösungsvorschlag.
Mit der Schulpflicht/recht will ich doch auch dafür sorgen, dass mehr Menschen die Reife und Befähigung erlangen anderen Menschen arbeit zu geben.
Mich als unsozial zu bezeichnen trifft wohl nicht im entferntesten die Realität.
Also wenn die "ach so benachteiligten" Arbeitslosen für etwas auf die Strasse gehen sollten, dann für gute Mindestlöhne, weil sie daran auch profitieren werden.
Wenn die Arbeitslosen für etwas auf die Strasse gehen sollten, dann für bessere Bildungschancen, also für das Recht auf lebenslangen Lernen. Ich will kein Bafög, ich will für jeden alleinlebenden 18jährigen keinen Kredit, den er irgendwann zurück zahlen muß, sondern Hartz-IV und das Recht so lange zu studieren, wie er es für richtig hält. Ich will keine 55jährigen zu einer neuen Arbeit zwingen, vielleicht hatte er immer den Wunsch Mathe zu studieren oder mal Gärtner zu werden oder oder oder, ich will jedem die Möglichkeit zur pursuit of happiness bieten, nur pursu of happiness bedeutet eben das Streben nach Glück, dass ist nicht ohne eigenes zutun zu erreichen.

der Hetiritter 06.12.2011 | 09:32

Dieses hat aber nichts mit dem derzeitigen Problem zu tun. Dieses hat aber auch rein gar nichts mit Hilfeempfängern zu tun, die es nicht mal schaffen zu ein oder zwei Terminen im Monat pünktlich zu erscheinen. Dieses hat aber auch rein gar nichts mit Hilfeempfängern zu tun, die sich zu schade dafür sind (hab da gerade ein echtes Beispiel erlebt) für 8 Euro die Stunde ein Lager abzubauen (Arbeit für 3 Monate), wo man Lagerkästen (bis max. 5kg) auf Europaletten stapeln mußte und Steckregale (!!!) abbauen mußte. Wir haben vom Arbeitsamt einen vollkommen gesunden, jungen und kräftig gebauten Mann geschickt bekommen und er war nach einer Stunde arbeit einfach gegangen und nie wieder aufgetaucht.
Ich habe dann die Arbeit selber in einem Monat (!!!)erledigt.

der Hetiritter 06.12.2011 | 10:47

Das war unser Lager mit Kleinteilen, elektronischen und mechanischen Bauteilen, da braucht man keinen Gabelstabler. Wir hatten die Zeit großzügig bemessen und ich habe dann halt selber die 50 Regalmeter abgearbeitet und die Regale abgebaut. Folie rum, Spediteur angerufen und verschickt. War ein super Job, hab mich im Lager richtig austoben können, mal was anderes als immer im Büro zu sitzen.

Avatar
richard-der-hayek 06.12.2011 | 11:10

Hier zeigt sich allerdings eine tiefere Problematik, die gewöhnlich nicht beachtet wird.
Hetiritter hat Spaß an der Arbeit und bekommt Geld dafür. Der junge,kräftige Mann, der nach einer Stunde Arbeit verschwand, hat Spaß an anderen Dingen, die Geld kosten.
Das ist doch eine prima Symbiose: Hetiritter arbeitet, um Spaß zu haben, gibt das Geld dem anderen, und so haben alle Spaß.
Wenn der andere nicht so viel GEld braucht, hat Hetiritter weniger Arbeit und so auch weniger Spaß.

Manchmal verstehe ich die Probleme nicht.
Vielleicht sollte Hetiritter sich psychologisch beraten lassen, wenn er sich über die anderen beschwert, die ihren Spaß halt anderswo finden.

der Hetiritter 06.12.2011 | 11:38

Jeder kann ja gerne Spass an Dingen haben, die Geld kosten, nur die muß auch jeder selber bezahlen.
Wer staatliche Leistung bezieht, der kann sich ja aufgrund meines Vorschlags, einen von ca. 300 Ausbildungsberufen aussuchen, der kann Haupt-, Realschule oder Abitur machen, der kann sich an über 5000 verschiedenen Studiengängen versuchen.
Aber zu Hause zu sitzen sich mit Oettinger volllaufen zu lassen oder sich zuzukiffen, ist nicht wirklich etwas, dass einen Menschen ausfüllt.
So hatte der junge Mann nicht wirklich einen zufriedenen eindruck gemacht, dabei habe ich ihm einen Kaffee angeboten (und er auch getrunken), ich über den Job etwas erklärt, ihm gesagt, dass er das in aller Ruhe erledigen solle und ihm dann gezeigt, was er genau machen soll. Arbeitsmaterial war da, sogar freie Getränke waren vorhanden. Vielleicht hatte der junge Mann psychische Probleme, aber ich habe zum Glück keine.
Übrigens habe ich im Amazonas einen Deutschen getroffen, der hat sich eine Hütte im Amazonas gebaut, sich mit einem großen Solarpanel mit Strom versorgt und sich sein Gras und sein Obst und Gemüse selber angebaut. Er meinte, dass er mit ca. einer Stunde Arbeit seinen Lebensunterhalt verdient. Also, dann schon mal schön sparen für den Flug.

der Hetiritter 06.12.2011 | 13:22

Jeder soll nach seinem Glück streben, jeder soll die Chance haben etwas zu erreichen, nur das Faul auf dem Sofa liegen, sollte man sich selber finanzieren. Wenn Sie tatsächlich in (ich tippe) Honduras sind, geniessen Sie es.
Hier hat mir noch keiner erklären können, warum die Allgemeinheit für deren Faulheit aufkommen muß.
Hier hat auch noch keiner erklärt, warum mein Vorschlag einer Schulpflicht nicht umgesetzt werden soll.
Es wurde gejammert, abgelenkt, von eigenen super 4 Qualifikationen (4x Bewerbertraining?) gefaselt, aber qualifizierte Kommentare wie Richard der Hayek befunden hatte, sind nicht zu finden. Ein, die Gesellschaft ist ungerecht (das war und ist jede Gesellschaft, vielleicht wirds ja was im Himmel), die EU ist Schuld, die Poliker taugen nichts, kurz es wurden Schuldzuweisungen verteilt, bedingungsloses Bürgergeld/Grundeinkommen verlangt, es mit es ist finanzierbar begründet und aus unserem GG ein recht auf Bürgergeld abgeleitet (die Väter der Verfassung drehen sich deswegen immer noch wie ein Ventilator im Grabe).
Es wurde auch nicht auf das von anderen eingeworfene "Streben nach Glück" eingegangen, da dessen tatsächliche Bedeutung den Teilnehmern hier nicht gefällt.
Naja, es sind hier halt viele Berliner im Forum, einer Stadt, die schon seit sehr vielen Generationen vom Tropf der anderen gelebt hat.
So hat Berlin halt keine wirkliche Industrie, ein paar Denkmäler und viele Hotels und noch mehr Geld, das sinnlos versenkt wurde, Berlin ist für Deutschland das, was Griechenland für Europa ist ;-) .

Muhabbetci 06.12.2011 | 14:33

Erst einmal ein lieben Dank an den Autor und auch all jenen die, meiner Meinung nach, das Hartz 4 Konstrukt als genau das ansehen was es ist.

Genau das ist es doch was die Regierung möchte. Die Arbeitslosen und die Arbeiter sollen sich gegenseitig die Schuld zu weisen, während die oberen 10% jedes Jahr Gewinne in Millarden höhe machen. Anstatt sich zusammen zu tun und Hand in Hand gegen jene vorzugehen, die erst dieses System den Menschen übergestülpst haben, bekriegen wir uns gegenseitig.

Wem nützt denn nun eigentlich dieses Schreckenkonstrukt "Hartz 4" eigentlich?
Nun vielleicht sollte man sich mal die Kommision anschauen damit man eventuell aufwacht.

Am 22. Februar 2002 wurde die Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingesetzt. Zu den Mitgliedern gehörten (mit ihrer damaligen Funktion):

Norbert Bensel, Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler Services AG
Jobst Fiedler, Roland Berger Strategy Consultants
Heinz Fischer, Abteilungsleiter Personal Deutsche Bank AG
Peter Gasse, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen
Peter Hartz, Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG, Vorsitzender der Kommission
Werner Jann, Universität Potsdam
Peter Kraljic, Direktor der McKinsey Company Düsseldorf
Isolde Kunkel-Weber, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes
Klaus Luft, Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH
Harald Schartau, Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
Wilhelm Schickler, Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen
Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
Günther Schmid, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Wolfgang Tiefensee, damaliger Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Eggert Voscherau, Mitglied des Vorstandes der BASF AG

Vorschläge der Kommission

Das Hartz-Konzept zur Reform des Arbeitsmarktes umfasst 13 „Innovationsmodule“. Im Zentrum der Arbeitsförderung soll demnach die eigene Integrationsleistung des Arbeitslosen stehen. Vorgeschlagen wurden von der Kommission folgende Elemente:

u.s.w.

Was ist denn nach Hartz 4 passiert? Nun ganz einfach, die Löhne wurden runter gedrückt bis geht nicht mehr. Ist ja auch logisch, denn wenn die Menschen Angst haben in die Hartz4 Falle zu tappen, werden sie jeden noch so schlecht bezahlten Job annehmen müssen.

Beispiel:Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbände kritisieren insbesondere die Änderung bei den Zumutbarkeitsbedingungen durch das Hartz-Konzept, die im Kern besagen, dass jede Arbeit (auch untertariflich bezahlte oder geringfügige Beschäftigung) zumutbar ist. Sie befürchten negative Auswirkungen sowohl auf die Beschäftigten wie auf die Konjunktur:

Erworbene Qualifikationen werden entwertet, wenn Arbeitsplätze unabhängig von der erworbenen Ausbildung angenommen werden müssen bzw. dies im Ermessen der jeweiligen Sachbearbeiter bei den Agenturen steht.
Es entsteht Druck insbesondere in den unteren Lohngruppen, weil jeder zu jeder Arbeit gezwungen werden kann. Hier befürchten die Gewerkschaften Lohnsenkungen und damit eine weitere Schwächung der Binnennachfrage. Das gesamte Lohngefüge könnte nach unten ins Rutschen geraten.
Der Zwang zur bundesweiten Mobilität kann soziale Strukturen (Familien, Freundeskreise) stören sowie in ganzen Regionen (v. a. Ostdeutschlands) zur Abwanderung vor allem der jüngeren und mobileren Bevölkerungsschichten führen.

Ich weiss wie diese Menschen behandelt wurden/werden, ich durfte mal schnuppern als Praktikant. Aber darüber darf ich leider nicht reden, geschweige denn schreiben, denn ich musste einen Schweige dingsbums unterschreiben.

Die Superkonzerne nehmen Jahr für Jahr Gewinne in Millarden ein. Der Arbeitnehmer aber bekommen immer weniger.
www.freitag.de/politik/1129-das-erbe-von-hartz-iv

Und was machen wir? Richtig, wie schieben die Schuld genau jenen zu, die überhaupt nichts dafür können. Wieso kommt eigentlich niemand auf die Idee mal die Konzerne anzuprangern. Die sind doch die eigentlichen Schuldigen. Wie naiv muss man eigentlich sein, um genau jene zu beschuldigen die eigentlich nichts anderes versuchen als ein anständiges Leben aufzubauen, dies aber ihnen verwehrt wird, weil die Konzerne mehr "Wachstum" brauchen.

Zahlt den Leuten 10 Euro mindestlohn und die Sache löst sich von selbst auf... Alles andere ist nur sozialer Rassismus...

der Hetiritter 06.12.2011 | 14:41

Entschuldigung, versuche das alles ohne zu googeln zu erahnen und hatte irgendwie bei dem Namen einen kleinen Ort in Honduras oder Nicaraguar in Erinnerung, Nun, hat mir google aber erzählt, dass es wohl Mexiko ist ;-) .
Bin Ritter und ein Atlas.
Die öffentlichen Kassen sind schon von den Banken geplündert worden, die hatten nicht nur Gabelstabler, sondern Sattelschlepper.
Aber nur weil die da Oben einen ausrauben, muß man sich nicht auch noch von denen da Unten ausrauben lassen ;-)

der Hetiritter 06.12.2011 | 15:20

Sehr geehrter Muhabbetci,
ein sehr schöner Beitrag, ich stimme nicht allen Punkten zu, aber es ist mal schön, das hier mal einer einen abgerundeten Beitrag verfasst.
Einen Mindestlohn von 10 Euro wär tatsächlich nötig, damit die Menschen vernünftig leben könnten, aber bei der derzeit herschenden politischen Kaste nicht durchsetzbar. Da können wir schon über 7 Euro zufrieden sein. Es würde zu einer größeren Nachfrage bei den unteren Einkommensschichten führen, die ihr mehr im Geldbeutel gleich wieder der Wirtschaft zuführen würden/müßten. Dann würden die Firmen wieder mehr Arbeitsplätze einstellen, der Staat mehr Steuern einnehmen und es würde kein Grund gefunden werden, warum man den Mindestlohn nicht weiter anheben sollte.
Aber, darum geht es hier nicht, es geht hier vordringlich um Menschen, die es nicht mal schaffen ein oder zwei mal im Monat (pünktlich) auf dem Amt zu erscheinen. Man stelle sich das mal vor, da hat man den ganzen Monat einen wichtigen Termin und den kann man nicht mal war nehmen?
Was sollen die Sachbearbeiter denken? Als ich auf dem Sozialamt gearbeitet habe, ist man davon ausgegangen, dass diese Person u.U. schwarz arbeitet, welcher andere Grund, wenn keine Krankmeldung eingereicht wird, könnte es sonst geben. Also setzt man noch einen Termin an und wenn dann tatsächlich niemand erscheint, hat der doch tatsächlich etwas besseres zu tun.
Ich bin für Vermögenssteuer, für höhere Lohnsteuern für Spitzenverdiener, für die Pflicht aller in die gesetzliche Krankenkasse einzuzahlen, aber wer die wenigen Termin auf den Amt nicht war nimmt, der wird wohl in Wirklichkeit einer illegalen Beschäftigung nachgehen. Das Gegenteil kann er dadurch beweisen, dass er zu den Terminen erscheint. Jeder Arbeitnehmer hat jeden Tag pünktlich auf der Arbeit zu erscheinen, wieso sollte man bei Hartz-IV-Empfängern eine Ausnahme machen. Und nur darum geht es. Nicht um die da oben, wenn hier ein Bericht über die Steuerhinterzieher kommt, werde ich mindestens genauso gegen die Steuerhinterzieher schreiben, wie ich gegen Schwarzarbeit schreibe.
Es gibt, verschiedener Schätzungen zur Folge, eine Million Schwarzarbeiter. Würde man meine Schulpflicht für Arbeitslose einführen, müßten die Arbeitgeber die Beschäftigung in legale Verträgen durchführen.

Muhabbetci 06.12.2011 | 16:33

@der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 14:20

Herr Hetiritter ich weiss nicht wie es beim Sozialamt war aber das Arbeitsamt vergibt Termine von den sie ganz genau weiss dass man sie nicht einhalten kann. Nur als Beispiel, gehen wir davon mal aus das Frau/Herr X seit einer Woche krank geschrieben ist. Nun bekommt die Frau plötzlich einen Termin beim Amt. Sie kommt nicht, denn sie ist ja krank geschrieben. Nun argumentiert das Jobcenter:" Beurteilung von Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitslosen
Arbeitslose gelten als arbeitsunfähig, wenn sie auf Grund einer Erkrankung nicht mehr in
der Lage sind, leichte Tätigkeiten an mindestens 15 Wochenstunden zu verrichten. Dabei
ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit nachging. Wird
bei Arbeitslosen innerhalb der ersten 6 Wochen der Arbeitslosigkeit erkennbar, dass die
Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich länger als 6 Monate andauern wird, ist das auch auf der
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu vermerken. Bei Arbeitslosen, die mindestens an 15
Wochenstunden leichte Tätigkeiten ausüben können, darf keine Arbeitsunfähigkeit mehr
attestiert werden. Dabei ist es unerheblich, welcher Tätigkeit der Versicherte vor der Arbeitslosigkeit
nachgegangen ist. In diesem Fall besteht Anspruch auf Leistungen von der
Agentur für Arbeit. Die Krankenkassen setzen eine spezielle Arztanfrage zur Arbeitsunfähigkeit
bei Arbeitslosigkeit ein. Diese Arztanfrage basiert auf dem Muster 52, welches
hinsichtlich der spezifischen Aspekte der Arbeitsunfähigkeit bei Arbeitslosigkeit modifiziert
wurde.."

Das nur als Beispiel. Natürlich ist dies nicht rechtens. Aber mindestens einer von zehn geben klein nach und akzeptieren die kürzungen. Ohne Widerspruch und ohne vors Gericht zu ziehen. Das ist die brutale Realität in den Jobcentern.

Übrigens kostet ein Attest Geld. Das man natürlich nicht ersetzt bekommt. Die schikanen der Jobcenter sind bekannt.
Mal abgesehen von der Tatsache das es gar nicht genug offene Stellen zu besetzen wäre. Selbst wenn man alle vermitteln wollen würde, ginge das nicht da es nur 500 000 offene Stellen gibt.

Hartz 4 ist eine Perversion wie es mal Herr Augstein gesagt hat.

der Hetiritter 06.12.2011 | 17:10

Natürlich wird auch auf der ARGE manchmal mit unsauberen Mitteln gearbeitet, das will und kann ich gar nicht bestreiten, aber jeder sollte (und kann sogar gefahrlos) dagegen vorgehen, andererseits kann ich mir kaum einen Krankheitsverlauf vorstellen, bei dem ich nicht mal mit Krücken oder hohem Fieber etc. pp. 2 Stunden auf dem Amt erscheinen könnte. Ich bin mit Krücken im Büro erschienen (Trümmerbruch des Vorderfussknochens, aufsetzen des Fusses nicht möglich), ich bin auch schon 5 Stunden im Fieberwahn (39,5) bei der Arbeit gewesen, weil es sich um einen 250.000 Euro Auftrag gehandelt hatte und habe die nötigen Dokumente fertig gemacht. Man kann sich auch mal zusammenreissen und glauben Sie mir, wenn man einmal mit hohem Fieber dort erschienen ist, dann wollen die einen ganz lange nicht sehen (jetzt mal von der anderen Seite des Schreibtisches berichtet).
Und was hat das nicht erscheinen wollen auf dem Amt mit nur 500.000 offenen Stellen zu tun?
Als ich vor 5 Jahren eine neue Stelle gesucht habe, habe ich in einem Monat über 300 Bewerbungen geschrieben und konnte mir danach eine von drei Stellen aussuchen. Derzeit, meine Firma macht Ende Januar endgültig zu, bewerbe ich mich alle paar Tage und habe Morgen wieder mein nächstes Vorstellungsgespräch, ich glaub es ist das 6.
Einige Jobangebote konnte ich schon aufgrund des Gehalts ablehnen. Welche Logik steht bitte dahinter, dass es mehr Arbeitslose als offene Stellen gibt. Soll deshalb keiner mehr einen Job suchen? Für jeden Topf gibt es einen Deckel und wer fleissig sucht, der hat auch eine Chance, manche haben kein Glück, andere schon.
Ich begreife hier einfach keinen Zusammenhang.

claudia 06.12.2011 | 19:28

Zitate von „hetiritter:

>>…hab da gerade ein echtes Beispiel erlebt…
Das Beispiel bringen Regierungspropagandisten immer wieder. Der Typ heisst „Arno Dübel“ und war mal Star einer Fernsehhetzpropaganda.

>>…der kann Haupt-, Realschule oder Abitur machen, der kann sich an über 5000 verschiedenen Studiengängen versuchen.
Tatsächlich haben die meisten, die aus einem Arbeitsvertrag hinausgekündigt wurden oder nach einer Ausbildung keinen reguölären Arbeitsvertrag finden genau das getan. Um das nicht wissen zu müssen, behauptet der yetiritter, nicht am Arbeitsamt, sondern am Sozialamt geamtet zu haben.

>>Aber zu Hause zu sitzen sich mit Oettinger volllaufen zu lassen oder sich zuzukiffen,…
Plagiat, das Original stammt von Oswald Metzger einem Mitglied des Agenda2010-Regimes (1998-2005).

>>…bin ich für eine allgemeine Schulpflicht…
Die Idee hatten im 19. Jahrhundert auch schon mal ein paar Leute.

claudia 06.12.2011 | 19:38

Eine Aufhebung der derzeitigen Sanktionspraxis ist notwenig.

a) um psychischen Druck von den von Arbeitslosigkeit Betroffenen zu nehmen.

b) um eine „Druckumkehr“ vom Druck nach unten zum Druck nach oben zu erreichen: Weg vom Druck auf Menschen, die ohne Eigenverschulden ihr Arbeitseinkommen verloren haben (Druck nach unten). Stattdessen durch angstfreie Suche nach einem Arbeitsvertrag Druck auf die Ausbeutungsbedingungen nach oben. Das heisst nicht nur, dass Menschen sich einem Druck zu nicht existenzsichernden Arbeitsentgelten entziehen können, sondern auch die Gesundheit zerrüttenden Arbeitsbedingungen.

Davon wäre ein positiver Effekt für die Volkswirtschaft zu erwarten: Mehr Einkommen bedeutet mehr Lohnsteuer und Mehrwertsteuer. Dazu käme eine Entlastung von RV und KK weil mit einer Rehabilitation der Arbeitseinkommen das Beitragsaufkommen steigt.

Mit dem Wegfall der Sanktionen würden die Verwaltungskosten der Arbeitslosigkeitsverwaltung gesenkt. Freiwerdende Gelder könnten für eine Anhebung des Regelsatzes benützt werden, der damit nicht mehr so weit unter der Armutsgrenze läge wie heute. Davon ist weiterer Druck auf die Arbeitsbedingungen nach oben zu erwarten, mit den oben geschilderten Auswirkungen auf Binnenmarkt und Staatseinnahmen.

c) Schwarzarbeit nimmt ab, wenn sich reguläre Arbeit wieder rentiert.

d) Die deutsche Rolle als europäischer Zuchtmeister zur Massenverarmung würde entschärft, was dem Ziel einer eher als solidarische Union funktionierenden EU entgegen käme.

Angesichts der wachsenden Zerstörung der Arbeitseinkommen und dringend erforderlicher Massnahmen dagegen könnte in Kauf genommen werden, dass mal ein paar Leute einen Termin versäumen, der ohnehin nichts am Problem geändert hätte.

---
Das Thema „Mindestlohn, der deutlich über der Armutsgrenze liegt“ ist natürlich trotzdem wichtig. Eine Mindestlohndebatte könnte weiter geführt werden, wo sie schon mal begonnen wurde, zum Beispiel hier:
www.freitag.de/politik/1143-naegel-mit-koepfen

Wichtig ist ebenso, dass Regelarbeitszeiten an Produktivitätsfortschritte angepasst werden. Wenn die Arbeit weniger wird, gleichzeitig Wochen- und Lebensarbeitszeiten zu verlängern ist keine Lösung, sondern Programm zur Erhöhung der Arbeitslosigkeit.

Auch die Debatte über ein BGE könnte noch mal aufgenommen werden, dann aber nicht als Nebenthema des oben stehenden Artikels.

Das alles ist keine Revolution, sondern es wären Massnahmen zur Linderung akuter Probleme Dinge zur Linderung akuter und immer schärfer werdender Probleme innerhalb des kapitalistischen Wirtschaftssystems.

Weil solche Massnahmen ohne Demokratisierung der Produktionsmittel nicht wirklich nachhaltig sind, sollte das Nachdenken über grundlegendere gesellschaftliche Fortschritte nicht aufgegeben werden. Auch das kann natürlich nicht als Nebenthema des obigen Artikels abgehandelt werden.

der Hetiritter 06.12.2011 | 20:16

Tja, da habe ich doch glatt gerade jemanden erlebt, der jung und gesund war und kein Interesse an einer guten Tätigkeit hatte und schon wird einem Hetzpropaganda untergeschoben.
Dann bringt man einen Vorschlag für mehr Bildung und Wissen für alle ohne dem Druck ausgesetzt zu sein, sich eine Stelle zu suchen und dann wird "argumentiert" (kann für diesen Beitrag nur in Anführungszeichen erfolgen), dass die Arbeitslosen dieses ja schon getan haben. Haben Sie wirklich nicht verstanden, was ich vorgeschlagen habe oder wollen Sie es nicht verstehen.
Die weiteren Verleumdungen zeigen nur, dass die hier streitende meinen Argumenten hilflos ausgeliefert ist und ich bin doch entsetzt, auf welch niederen Niveau sich das hier doch alles bewegt.

der Hetiritter 06.12.2011 | 20:40

Als erstes muß mal der psychischen Druck von den Arbeitnehmern genommen werden, danach können wir uns gerne über die Langzeitarbeitslosen unterhalten.
Die, die jetzt die Arbeit leisten sollen die Banken retten (klaglos) und die Arbeitslosen allimentieren (klaglos), sich gegen Lohndumping (das Mittel dagegen nennt sich Mindestlohn) durchsetzen.
Hier wird doch nur von Ihnen versucht die Lebensumstände derer zu verbessern, die auf staatliche Leistung angewiesen sind und Sie verschwenden in Wirklichkeit keinen Gedanken an die Arbeitnehmer, die dieses alles finanzieren müssen.
Den Punkt b) erfüllt mein Vorschlag vollkommen, vielleicht trifft das Oswald Metzger Zitat auf Sie ja doch einwenig zu.
Schwarzarbeit gab es auch zu hauf, als sich arbeit noch in diesem Land gelohnt hat, ihr Punkt c) entspringt einer Traumwelt. Dann würden reiche Menschen kein Geld vor dem deutschen Fiskus verstecken, wenn auch nur ein körnchen Wahrheit daran ist.
Ihr Punkt d) geht in die gerne hier gewählte Richtung, wir sind alles Hitlerkinder und haben uns nie verändert und zeigt wieder nur ihre Hilflosigkeit.
Termine müssen nicht wahrgenommen werden, ja klar, andere können jeden Tag pünktlich auf der Arbeit erscheinen, aber Hilfeempfänger brauchen nicht 2 Termine im Monat war zu nehmen. Wie sollen solche Hilfeempfänger je wieder Arbeit finden? Keinerlei Kontinuität, kein verlässlicher Mensch, nicht für die Arbeit zu gebrauchen. Vielleicht sollte ich das auch machen und nächste Woche in der Firma mal anrufen und sagen: "Seit letzte Woche Mittwoch war mir einfach nicht nach Arbeit."
Regelarbeitszeiten an Produktivitätsfortschritten anpassen, dass funktioniert nur weltweit, sonst sind wir wieder so teuer, dass die Arbeitslosigkeit noch weiter steigt. Ausserdem, was sollen die Menschen den ganzen Tag tun? Menschen sind träge, gibt man denen keine Aufgabe, keine festen Regeln verfallen diese Menschen in lethargie, nur merken die meisten das noch nicht mal. Wie ich schon angeführt habe, wird es in Zukunft und schon jetzt, nicht für alle Arbeit geben, also brauchen wir eine andere Art Beschäftigung.
Um die spätrömische Dekadenz ins Spiel zu bringen, haben die oberen Schichten damals eben keinerlei Aufgaben mehr gesehen und somit ist das römische Reich langsam verfallen.
Deshalb ist das BGE auch der falsche Weg und glauben Sie mir, das Paradise wird irgendwann langweilig und wenn den Menschen langweilig wird, dann lassen die sich meistens nichts gutes einfallen.
Die Probleme der Wirtschaft ist die Guthabenkrise, es gibt derzeit zuviel Geld auf der Welt (in zuwenig Händen).
Erst müssen wohl die Arbeitnehmer mehr Geld bekommen und kurz danach können die Arbeitslosen mehr Geld bekommen. Es kann nichts verteilt werden, was nicht vorher verdient wurde (ein Satz, den viele Berliner und einige Ostdeutsche nie verstehen werden).
Ich bin dafür, dass jeder die Möglichkeit erhalten sollte ein erfolgreiches und erfülltes Leben zu führen, aber jeder sollte seine arbeits- und ausbildungsfreie Zeit vorher selber verdient haben.
Erst muß etwas erwirtschaftet werden, damit es verteilt werden kann.
Ich komme aus Hamburg und habe in meinem Leben verdammt viel von meinem Steuern für den Aufbau Ost aufwenden müssen, jetzt soll ich auch noch den Rest Europas retten und bitte keinerlei Ansprüche an die schon jetzt total überlasteten Arbeitslosen stellen.
Lesen Sie eigentlich nur Bücher, die mit "es war einmal..." anfangen ;-) ?

Heiko Zorn-Bürger 06.12.2011 | 22:22

§ 130
Volksverhetzung

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,

1.
gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, GEGEN TEILE DER BEVÖLKERUNG ODER GEGEN EINEN EINZELNEN WEGEN SEINER ZUGEHÖRIGKEIT zu einer vorbezeichneten Gruppe oder ZU EINEM TEIL DER BEVÖLKERUNG ZUM HASS AUFSTACHELT, zu Gewalt- ODER WILLKÜRMASSNAHMEN AUFFORDERT oder

2.
DIE MENSCHENWÜRDE ANDERER DADURCH ANGREIFT, DASS ER eine vorbezeichnete Gruppe, TEILE DER BEVÖLKERUNG oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung BESCHIMPFT, BÖSWILLIG VERÄCHTLICH MACHT ODER VERLEUMDET,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.
Schriften (§ 11 Absatz 3), die zum Hass gegen eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung aufstacheln, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordern oder ihre Menschenwürde dadurch angreifen, dass sie beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden,

a)
verbreitet,

b)
öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,

c)
einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder

d)
herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Buchstaben a bis c zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen, oder

2.
eine Darbietung des in Nummer 1 bezeichneten Inhalts durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste verbreitet.

claudia 07.12.2011 | 08:03

Wieder mal ein Lehrstück in Rechtspopulismus, unser hetziritter, ja.

Man baut ein "Reich des Bösen" auf:
Das sind diesmal diejenigen, denen der Arbeitsvertrag gekündigt wurde oder die nach der Ausbildung keinen AV finden:
>>Die, die jetzt die Arbeit leisten sollen die Banken retten (klaglos) und die Arbeitslosen allimentieren (klaglos),...
Das Stichwort "Bankenrettung" ist gerade sehr bekannt. Man muss nicht wissen, was dahinter steckt. Es ist eben eine Naturkatastrophe, gegen die alle, die nichts haben und vom Verkaufe der Arbeitskraft leben, zusammen stehen sollten. Doch nein, da gibt es Volkverräter, die sich davonstehlen.
Und sie werden mehr: In den letzten Wochen haben Eon, RWE, MAN Entlassungen angekündigt.
Die Sündenböcke gehen nicht aus, das ist das aus der Sicht der sich kleinbürgerlich gebenden hetzis das Schöne an der Arbeitslosigkeit.
Wir sollten aber nicht vergessen, dass die Hatz gegen Menschen, die ihren Arbeitsvertrag verloren und vom Gesetz in die industrielle Reservearmee gezwungen werden, ab 1998 von Bundesregierungen zum Programm gemacht wurden.

Mindestlohn:
Hetziritter tut so, als hätte er die Forderung nach einem Mindestlohn erfunden. Und behauptet dann, diejenigen, die sagen, die Sanktionspraxis der Arbeitsämter trägt nichts zur Problemlösung bei, seinen gegen den von ihm erfundenen Mindestlohn. Auch das ist ein durchaus typisches Symptom: Man schreibt etwas von Anderen ab und behauptet dann, die diejenigen, von denen man abgeschrieben hat, seien dagegen.

>>Ausserdem, was sollen die Menschen den ganzen Tag tun? Menschen sind träge, gibt man denen keine Aufgabe, keine festen Regeln verfallen diese Menschen in lethargie, nur merken die meisten das noch nicht mal.
Dann ist er also für ein Verbot von Kündigungen? Nein, um Himmels willen, wir brauchen unsere Sündböcke, um die Obrigkeit vor einem solidarischen Widerstand zu schützen.

Darum geht es den rechtspopulistischen nicks die hier herumgeistern immer wieder.

Man kann auf die Phrasen der Populisten eingehen:
>>…der kann Haupt-, Realschule oder Abitur machen, der kann sich an über 5000 verschiedenen Studiengängen versuchen.
"Tatsächlich haben die meisten, die aus einem Arbeitsvertrag hinausgekündigt wurden oder nach einer Ausbildung keinen regulären Arbeitsvertrag finden genau das getan."
Natürlich hat der Populist darauf keine Antwort, sondern bringt neue Tiraden ins Spiel. Schnell gestrickt, weil sie keine Denkanstösse enthalten, sondern lediglich auf den "Wiedererkennungswert" schon bekannter Propaganda bauen.

Die Mindestlohn- und die Grundeinkommensdebatte könnten jederzeit weiter geführt werden, doch daran sind die Populismus-nicks nicht interessiert, denn inhaltlich haben sie ja nichts beizutragen.

Weil wir gerade dabei sind, sei noch kurz der "Linkspopulismus" erwähnt. Auch dessen Vertreter kopieren Stichworte zusammen, um zu eher emotional als mit Inhalten beeindrucken. Auch sie sagen nicht, woher ihre Kopien stammen.
So können sich Links- und Rechtspopulisten Scheingefechte liefern.

Avatar
awotke01 07.12.2011 | 08:55

claudia schrieb am 07.12.2011 um 07:03

Ihre Kommentare sind durchzogen von Klagen über Ungerechtigkeiten in unserem "System der freien Makrtwirtschaft", welche Sie offenbar auch am eigenen Leibe verspürt haben.

Im Vergleich zu den Ungerechtigkeiten einer kommunistischen PLanwirtschaft, wie seinerzeit in der Ex-DDR und Ex-UDSSR und in Nordkorea noch heute, ist unsere Gesellschaft aber gar nicht so schlecht und auch viel sozialer.

Da unser "System" viel produktiver als das Planwirtschaftliche ist, kann durch Umverteilung auch den Unbeschäftigten, durch Hartz-4 zum Beispiel, ein höherer Lebensstandard ermöglicht werden, als in fast allen anderen Staaten auf der Erde.

Das gibt es aber nicht zum "0"-Tarif.

Hierzu ist es notwendig, sich dem Wettbewerb in der Wirtschaft mit der Erstellung guten Produkten, verbunden mit dem Wettberb auf dem Arbeitsmarkt zu stellen. Dazu gehört auch viel Eigenininiative!

Sonst wird der verteilbare "Kuchen" kleiner mit der Folge bitterer Armut, vor allem für die Schwächeren in der Gesellschaft.
Beispiele hierfür haben wir zuhauf auf der Erde in anderen Staaten.

Trotzdem gebe ich Ihnen Recht, dass es bei uns sehr viele ungerechte Zustände gibt, welche beseitigt werden müssen.

der Hetiritter 07.12.2011 | 08:57

In einem anderen Forum wurde ich wegen meiner Idee als Utopist, linke Zecke und nund werde ich als Rechtspopulist bezeichnet, danke ich vereinige alle Extreme in mir mit ein und dem selben Vorschlag.
Da scheint der doch gar nicht so schlecht zu sein.
Hier wird von neuen Tiraden gefaselt (Entschuldigung, aber anders kann man es nicht mehr nennen).
Also nochmal, ich will den Druck der Arbeitssuche von den Arbeitslosen nehmen. Der Staat sollte nur verlangen, dass jeder sich weiterbildet. So ein Schulunterricht oder Studium dauert meistens nicht so lange wie eine reguläre Arbeit und jeder darf natürlich selber entscheiden, was er denn lernen will.
Gestern Abend, wir hatten uns in großer Runde über die Sendung 45 Minuten auf N3 unterhalten, es ging um schlecht bezahlte Paketboten, habe ich meinen Vorschlag unterbreitet. Alle waren davon begeistert, denn jeder hatte irgendetwas, was er schon immer lernen wollte, da gab es den Sachbearbeiter der gerne Landwirt wär, den Physiker, der gerne auch, weil er die Welt der Chemie nicht begriff, eben Chemie gerne studiert hätte, die Nachtschwester, die gerne Arzt geworden wär, damals in der Schule "zu faul war" (eigenen Worte).
Wenn Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig sein will und den Menschen gute Gehälter zahlen will, dann müssen die Menschen auch gut ausgebildet sein.
Sie können diese Tatsache nicht wegdiskutieren.
In den letzten Jahrtausenden gab es eine Konstante, die Menschen mußten lernen und arbeiten. Das ist die Grundvoraussetzung einer Gesellschaft.
Klar würde ich mich über ein BGE freuen, nur ist das keine Lösung, sondern die Ursache eines neuen Problems. Wir Menschen sind träge. Es gab mal einen wirklich schlecht gemachten Film, der aber im Grunde das Ergebnis ihres Denkens präsentiert: Idiocracy.
Ihre Verweigerungshaltung sich klar zum Mindestlohn als wichtigste Massnahme zur Verbesserung der Lebensumstände der Arbeiten und Arbeitslosen und zu einer Verbesserung der Binnenkonjunktur und zu einer Verbesserung der Staatsfinanzen klar Stellung zu beziehen zeigt doch nur, dass Ihnen die arbeitende Bevölkerung vollkommen egal ist, Hauptsache am
1. ist das Geld auf dem Konto, wie es zu stande gekommen ist, ist vollkommen egal.

Avatar
awotke01 07.12.2011 | 09:12

der Hetiritter schrieb am 07.12.2011 um 07:57
In den letzten Jahrtausenden gab es eine Konstante, die Menschen mußten lernen und arbeiten. Das ist die Grundvoraussetzung einer Gesellschaft.

So ist es!
Obgleich es auch Schmarotzer in unserer Gesellschaft gibt, die ohne Arbeit und Anstrengung bei uns gut leben können, was natürlich ungerecht ist.

Falls die Anstrengungen und Arbeitsleistung in dieser Konstante, wie Sie es nennen, viel geringer würden, hätten viele der mittlerweile 7 Milliarden Menschen auf der Erde auch keine großen Überlebenschancen mehr.
Mit der bekannten Leistungsfähigkeit kommunistischer Planwirtschaften würde schätzungsweise mindestens die Hälfte der Menschheit verhungern.

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 09:27

1. „eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung“ das ist eine ergänzende Aufzählung. Arbeitslose sind eine Gruppe der Bevölkerung

2. Das ist schön, dass Sie mit Bezug auf Sarrazin, ihr Recht der freien Volksverdummung einfordern. Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.

3. Sarrazin brauchte auch keine neue Anstellung mehr für sich, zum Zeitpunkt der Klage – er hatte qua Alter und Besitz bereits ausgesorgt – von daher konnte dem auch egal sein, wie der Tenor in den Medien war. Es klingt nicht so, als ob das bei ihnen auch der Fall wäre.

der Hetiritter 07.12.2011 | 10:21

Mit Sarrazin, dessen Äusserungen jedem bekannt sind, wollte ich nur klarstellen, dass selbst jemand aus dem sehr radikalen Spektrum nicht wegen Volksverhetzung verurteilt wurde.
Und, aus einem Urteil ist mir noch in Erinnerung geblieben, dass die Bevölkerungsgruppe, die angegriffen wurde eine gewisse Homogenität vorweisen muß. Aus dieser Gruppe darf man nicht so einfach wieder rauskommen, dieses trifft bei Ausländern, Andersfarbigen, Andersgläubige, Personen eines anderen Geschlechts, Homo- und Transsexuellen zu, aber eben nicht bei Arbeitslosen. Hier hiess es (alles aus der Erinnerung), das die Wiederaufnahme einer Tätigkeit eine als gering zu betrachtende Hürde ist und somit nicht als ein gesonderter bzw. vorbezeichneter Teil bzw. Gruppe der Gesellschaft anzusehen ist.

der Hetiritter 07.12.2011 | 10:30

Wie Ihnen bei der Wahl meiner Worte schon klar sein dürfte, war dieses nur eine Anmerkung.
Mir würde es wirklich nur in ganz seltenen Fällen über die Lippen kommen, eben dann, wenn eine Volksverhetzung vorliegen würde.
Hier war ja jedem klar, dass Sie halt argumentativ nicht mithalten konnten und dieses dann irgendwie kompensieren mussten.
Meine Mutter hätte dazu gesagt, "Wo der Verstand aufhört fängt die Gewalt an, auch die verbale Gewalt.", aber lassen wir es einfach dabei bewenden ;-)

Alien59 07.12.2011 | 11:21

Heiko, eben.
Wenn ich solche Bosheiten lese, denke ich an liebe Freunde. Er, Diplom, Naturwissenschaft, mit sehr gut, sie, Studium krankheitshalber abgebrochen, danach Ausbildung zur Bürokauffrau, bewerben sich seit Jahren. Er hatte nach dem Diplom nicht gleich eine adäquate Stelle gefunden, arbeitete als Kurierfahrer, bis die Firma pleite ging. Sie im Bürojob, bis sie - auch krankheitshalber - entlassen wurde. Sie als Rollstuhlfahrerin kriegt keinen Job, er kann sich nicht sehr gut verkaufen, hat wegen der Fahrerei keinen stromlinienförmigen Lebenslauf - und es gibt Stellen, die er nicht bekommt, weil er ja durch seine Frau so belastet sei.
Hartz IV über Jahre - es fehlt an jeder Ecke, vor allem wegen zusätzlicher Kosten für Medikamente, bis man erst mal an der Freigrenze ist. Alles ist Kampf, Hilfsmittel, Fahrtkosten... ein BGE würde beiden ein menschenwürdiges Leben ohne permanente Schikanen ermöglichen. Vielleicht auch den Einstieg in eine selbständige Tätigkeit - die sie sich so nicht leisten können.

Und dann lese ich das arrogante Geblubber von solchen Herrschaften hier und möchte nur noch etwas an die Wand hauen.

der Hetiritter 07.12.2011 | 11:25

Da haben wir am Ende des Kommentars einen zwinkenden Smiley, sieht schon auf den ersten Blick nach verbaler Gewalt aus.
Das mit der Verleumdung von Teilen der Bevölkerung habe ich oben schon einmal oben genauer erklärt: "...aus einem Urteil ist mir noch in Erinnerung geblieben, dass die Bevölkerungsgruppe, die angegriffen wurde eine gewisse Homogenität vorweisen muß. Aus dieser Gruppe darf man nicht so einfach wieder rauskommen, dieses trifft bei Ausländern, Andersfarbigen, Andersgläubige, Personen eines anderen Geschlechts, Homo- und Transsexuellen zu, aber eben nicht bei Arbeitslosen. Hier hiess es (alles aus der Erinnerung), das die Wiederaufnahme einer Tätigkeit eine als gering zu betrachtende Hürde ist und somit nicht als ein gesonderter bzw. vorbezeichneter Teil bzw. Gruppe der Gesellschaft anzusehen ist."
Und, da Sie der einzige aus dieser Gruppe bis um 10:20 gepostet hat, kann man es als eine Feststellung ansehen.
Wo also ist die Gewalt?
Wo ist die Verleumdung?
Und diesen "festen" Teil der Bevölkerung, "die Arbeitlosen" gibt es nun auch noch nicht einmal.

der Hetiritter 07.12.2011 | 12:03

Es gibt immer noch die Hilfe zur Pflege, unter die dieser Fall fallen könnte, zuständig sind die überördlichen Träger der Sozialhilfe (je nach Bundesland).
Wer nicht arbeiten kann, der kann nicht arbeiten.
Ich habe hier niemanden dazu aufgefordert, dass er arbeiten gehen soll. Gerade bei diesem Fall wär doch eine Schulpflicht nicht die verkehrteste Lösung. Wegen diesem Ausnahmefall ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle zu fordern hat schon die Qualität der Rührgeschichten des Privatfernsehens.
Die Mehrzahl der Hilfeempfänger hat zum Glück nicht so ein leid zu tragen.

der Hetiritter 07.12.2011 | 14:43

Sieht übrigens ganz gut aus, meine Bewerbung wird jetzt von einer Zeitarbeitsfirma an Airbus weitergeleitet.
1. Hürde
Vorstellungsgespräch bei der Zeitarbeitsfirma für die Stelle zu bekommen, erledigt!
2. Hürde
Weiterreichung meiner Bewerbung an den Auftraggeber, erledigt!
3. Hürde
Zusage des Auftraggeber (für Mitte Januar erwartet/erhofft)
4. Hürde
Innerhalb von 3-6 Monaten eine Festanstellung bei Airbus zu bekommen
Nach Rücksprache mit anderen befreundeten Airbusmitarbeitern wird das von der Firma in der Regel immer so gemacht, man will nicht soviel eigene Zeitin die Auswahl der Mitarbeiter stecken.
Aber ich habe ja noch ein paar andere Eisen im Feuer und hatte Heute vor Arbeitsbeginn schon 2 Bewerbungen geschrieben gehabt.

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 16:53

Heiko Zorn-Bürger schrieb am 07.12.2011 um 10:04

"Jetzt müßten eigentlich die Kommentare der Hilfeempfänger kommen, aber es ist ja erst 08:14, da ist noch keiner von wach ;-)"

SO sieht ihre Form von Kritik und Argumentation aus.

Das ist natürlich keine verbale Gewalt, kein böswilliges verächtlich machen und keine Verleumdung von Teilen der Bevölkerung.

der Hetiritter schrieb am 07.12.2011 um 10:25

„Da haben wir am Ende des Kommentars einen zwinkenden Smiley, sieht schon auf den ersten Blick nach verbaler Gewalt aus.“

UND WO WAR HIER AM ENDE IHRES KOMMENTARES DER ZWINKERNDE SMILEY?

der Hetiritter schrieb am 02.12.2011 um 19:17

„..., aber hier scheinen einige wirklich Angst davor zu haben am frühen Morgen aufzustehen.“

ODER HIER

der Hetiritter schrieb am 03.12.2011 um 06:52

„Hier scheint wirklich die Angst umzugehen, dass man morgens tatsächlich mal aufstehen müßte.“

HIER IN ABGEWANDELTER FORM, ABER AUCH OHNE SMILEY

„Hat man etwa verlangt, dass jemand um 9:00 Uhr auf dem Amt sein mußte, dass sollte doch bitte sofort der Menschenrechtskommission mitgeteilt werden.“

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 16:54

WIE SIEHTS DENN BEI DIESEM FEINDBILD DES HETIRITTERS AUS?

der Hetiritter schrieb am 03.12.2011 um 07:08

„Was, besonders Berliner, nicht verstehen, ist, dass Sozialleistungen erstmal von jemanden verdient werden müssen.“

der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 12:22

„Naja, es sind hier halt viele Berliner im Forum, einer Stadt, die schon seit sehr vielen Generationen vom Tropf der anderen gelebt hat.“

der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 19:40

„Es kann nichts verteilt werden, was nicht vorher verdient wurde (ein Satz, den viele Berliner und einige Ostdeutsche nie verstehen werden).“

KEIN SMILEY...

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 16:55

AUCH ARBEITSSUCHENDE AKADEMIKER DÜRFEN SICH DER SMILEY-FREIEN ACHTUNG hetiritters ERFREUEN

der Hetiritter schrieb am 02.12.2011 um 15:51

„Wenn Sie vier Qualifikationen haben, dann haben Sie aber scheinbar nicht die richtigen Qualifikationen. Auch scheinen Sie nicht unbedingt die richtige Qualifikationen zu haben, um meinen Text zu verstehen,“

der Hetiritter schrieb am 03.12.2011 um 07:08

„Sehen Sie, Sie scheinen Probleme mit dem Verstehen von Sätzen zu haben, da kann es mit ihrer wissenschaftlichen Reputation nicht weit her zu sein,“

der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 12:22

„Es wurde gejammert, abgelenkt, von eigenen super 4 Qualifikationen (4x Bewerbertraining?) gefaselt,“

der Hetiritter schrieb am 05.12.2011 um 08:36

„Ich weiss, alle die hier schreiben haben mind. einen Doktortitel in Bayreuth gemacht, aber scheinbar nicht die Qualifikationen, die wirklich auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden.“

ALLES GEWALTFREIE KOMMUNIKATION, KEINERLEI VERBALE GEWALT UND KEIN BÖSWILLIGES VERÄCHTLICH MACHEN EINZELNER ODER VON TEILEN DER GESELLSCHAFT SEITENS hetiritter.

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 16:56

HIER EINE QUANTIFIZIERUNG DER ARBEITSFÄHIGEN HARTZ-IV-(ALG-II)-EMPFÄNGER ALS SCHWARZARBEITER – EBENFALLS OHNE SMILEY

der Hetiritter schrieb am 05.12.2011 um 15:08

„Naja, eine Millionen Schwarzarbeiter würden ja schon am 1. Tag nicht erscheinen.“

(Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung ALG II / HARTZ IV wird zur Zeit laut Bundesagentur für Arbeit auf 1.944.000 beziffert. Dem entsprechend sind laut hetiritter MINDESTENS 51,4% der HARTZ-IV-(ALG-II)-Empfänger Schwarzarbeiter und damit KRIMINELL.)

Heiko Zorn-Bürger 07.12.2011 | 16:57

Man beachte übrigens die Logik des Herrn hetiritter!
Langzeitarbeitslose sind ja seiner Meinung nach zu faul morgens aufzustehen, oder wahlweise noch zu besoffen oder bekifft vom Vortag, um morgens aufzustehen. Dem entsprechend kann Schwarzarbeit – die laut hetiritter von mehr als 50% der Langzeitarbeitslosen betrieben wird – keinesfalls in den Vormittagsstunden stattfinden.
Gleichwohl ist das Nichterscheinen auf dem Sozialamt, welches im Regelfall Vormittagstermine vergibt, ein Beleg dafür, dass Empfänger von HARTZ IV / ALG II mehrheitlich Schwarzarbeiter sind.

Welch brillianter Geist, der Herr hetiritter!

Ja, ne, iss klar!

Und Zitronenfalter nennt man Zitronenfalter, weil sie Zitronen falten.

der Hetiritter 07.12.2011 | 19:43

Naja, die eine Hälfte ist vielleicht noch breit oder voll vom Vortag und die andere Hälfte geht einer Schwarzarbeit nach ;-)
Hier wurde ja von den ach so tollen Qualifikationen berichtet, nur wurde mir bei den Vorstellungsgesprächen auch von den Schwierigkeiten qualifizierter Kräfte berichtet. Irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit.
Klar gibt es in manchen Regionen wirklich Schwierigkeiten eine Arbeit zu finden, aber es ist nicht unmöglich. Man muß sich halt immer dran setzen. Ich bin aus Süd-Amerika zurück gekommen, kein Anrecht auf Arbeitslosengeld und habe in einem Monat über 300 Bewerbungen geschrieben. 10 Stunden jeden Tag je Stunde eine Bewerbung und zusätzlich noch die Zeiten für Tests und Vorstellungsgespräche und Wunder, nach 5 Jahren ohne Arbeitsnachweise hatte ich eine Stelle, nein, ich konnte mich sogar zwischen 3 Jobs entscheiden. Wenn ich aber in einschlägigen Foren lese, dass jemand ein Jahr Arbeitslos ist und schon 300 Bewerbungen geschrieben hat, dann Frage ich mich, was hat die Person die ganze Zeit gemacht?
Jetzt habe ich jede Woche zwischen ein und zwei Vorstellungsgespräche (manche sind einfach nur meinem interessanten Lebenslauf geschuldet und werden wohl nie zu einer Arbeit führen), da wird meine Arbeitslosigkeit sich wohl in Grenzen halten. Aber, wie bei meinem letzten Vorstellungsgespräch, habe ich klar gesagt, dass wir uns nicht über Arbeit unterhalb eines Einstiegsgehalt von 2.000 Euro unterhalten brauchen, habe klar gesagt, dass ich bereit bin dieses und jenes zu machen, mir anzueignen, aber für dieses und jenes stehe ich nicht zur Verfügung. Da kommt dann als Reaktion, dass man bei "Ihnen wenigstens weiss, woran man ist". Man ist kein Bittsteller, man stellt seine Arbeitskraft nach besten Wissen und Gewissen zur Verfügung, hat keinerlei Probleme mit Überstunden in Notsituationen bzw. in einem bestimmten Rahmen.

der Hetiritter 07.12.2011 | 19:54

www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/schwarzarbeit-hartz-iv-empfaenger-verstaerkt-unter-verdacht_aid_640818.html

Man hat also schon in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 108.000 Verdachtsfälle von Schwarzarbeit an den Zoll weitergegeben. Und wer weiss, was auf den Jobcentern los ist, der weiss, dass das nur die Spitze des Eisberges ist. Man muß nur mal die 42.000 Hilfeempfänger nehmen, die wegen eines „begründeten Straftatverdachts“ der Staatsanwaltschaft übergeben wurden beachten.
Und in den beiden Jahren wurden wegen des Verdachts des Missbrauchs von Sozialleistungen mehr als 500.000 Verfahren eingeleitet.
Bei 5.000.000 Hilfeempfängern sind das 10%

claudia 08.12.2011 | 07:29

Zitat Muhabbetci:
>>…denn wenn die Menschen Angst haben in die Hartz4 Falle zu tappen, werden sie jeden noch so schlecht bezahlten Job annehmen müssen.
Die Angst wirkt auch auf diejenigen die noch nicht hinausgekündigt wurden. Langsam macht sich die Erkenntnis breit, dass es jede/n treffen kann. Deswegen sind so viele Noch-Angestellte zur immer weiterer Leistungsverdichtung und unbezahlter Mehrarbeit bereit.
Das Thema des obigen Artikels sind die zunehmenden Sanktionen der Agentur für Arbeit.
Dass das ein Angstfaktor ist, lässt sich nicht wegleugnen: Die „Ermessensfreiheit“ der AA-Mitarbeiter, die ja unter Erfolgsdruck stehen kombiniert mit der Beweislastumkehr sollen:
a) zur Flucht, egal in welche Arbeitsbedingungen „motivieren“, wie oben schon von Muhabbetci gesagt.
b) die Angst von noch nicht Betroffenen erhöhen, sodass fast jede Verschärfung der Arbeitsbedingungen akzeptiert wird. Dass gerade dies die Arbeitslosigkeit weiter erhöht, liegt auf der Hand: permanente Leistungsverdichtung plus zunehmende unbezahlte Mehrarbeit erlauben natürlich weitere Personalreduzierungen. Wer das Drucksystem als Ganzes beurteilen will darf auch nicht die drastische Zunahme von Stresskrankheiten unterschlagen. Auch die ist ein Effekt der Agenda 2010.

---
Noch mal zum bedarfsorientierten Mindestlohn: Einen bedarfsorientierten Mindestlohn zu errechnen ist nicht allzu schwer. Anschliessend müssen aber auch Strategien zur Durchsetzung entwickelt werden.
Daran fehlt es bislang noch. Das haben Leute in der CDU erkannt werben mit dem Begriff, aber als Worthülse, denn der „Vorschlag“ der CDU stammt von der Leiharbeitslobby und soll die Leiharbeit zum gesetzlichen Entgeltbestimmer machen.
www.freitag.de/politik/1143-naegel-mit-koepfen

Wenn man eine willkürlich in den Raum gestellte Zahl propagiert, statt Bedarfsberechnungen durchzuführen, dann sieht das so aus:
7 € bei 40 Std./Woche = 1176 € brutto pro Monat.
8,5 € bei 40 Std./Woche = 1428 € brutto pro Monat.
10 € bei 40 Std./Woche = 1680 € brutto pro Monat.
11,9 € bei 40 Std./Woche = 1999 € brutto pro Monat.
Man kann einen Bedarf an Wohnen plus Energie, gesunder Ernährung, solider Kleidung, Mobilität, Information, Kultur dagegen stellen und so feststellen, welchen Nettobetrag Arbeit mindestens einbringen muss.

---
Weil das BGE, zwar nicht Thema des Artikels, aber doch immer wieder einfliesst, hier mal was zum Warmlesen:
www.freitag.de/community/blogs/angelia/das-bedingungslose-grundeinkommen--oder
Es sollte nicht weggeschwiegen werden: Das Thema wird immer wieder von jemand aufgegriffen, aktuell von der „Piratenpartie“.
Man sollte sich aber auch mit den Fallstricken auseinander setzen: Manche Begründungen sind ausgesprochen reaktionär: Zum Beispiel dass es eben, alternativlos, immer mehr „überflüssige Menschen“ gebe.
Ein besseres Argument ist, dass Arbeit nicht nur Lohnarbeit ist und bislang unbezahlte gesellschaftlich nützliche Arbeit mit einem BGE honoriert wäre. So argumentiert ja die Gruppe um Ralf Boes.
Oder Rechenmodelle, die ein BGE damit verbinden, dass alle bisherigen Steuern entfallen und durch eine Besteuerung des privaten Konsums ersetzt werden sollen. Das heisst, der bisherige Staatshaushalt plus BGE würde ausschliesslich von einer Steuer finanziert, die bei Einkäufen der Privathaushalte anfällt.
Einen bestimmten Teil des gesellschaftlichen Arbeitsergebnisses als Garantieanteil für Alle ohne Ausschlüsse zu definieren und den anderen Teil als Zuverdienest durch Lohnarbeit: Das hat schon was. Man kommt aber bei der Ausarbeitung der Umsetzungsmöglichkeiten schnell drauf, dass sich das kaum ausschliesslich auf der Konsumtionsebene lösen lässt. Die Produktionsebene muss mit einbezogen werden. Die meisten heutigen BGE-Propagandisten klammern die Produktionsebene und die Privatverfügung über Produktionsmittel. Wenn aber Produktionsmittel primär dem Zweck der Vermehrung von investierten Privatvermögen dienen, dann wird jede gesellschaftliche Einrichtung zu diesem Zwecke hin pervertiert. Eine Arbeitslosenversicherung war ursprünglich auch keine schlechte Sache. Aber sie konnte durch eine Privatgeldlobby zum Lohndrückungsinstument pervertiert werden. Das könnte auch mit einem BGE geschehen, eben mit weniger Kosten als mit der Hartzbürokratie. Ich denke, diejenigen, die ein BGE bei gleichzeitiger Verteidigung derzeitiger ökonomischer Machtverhältnisse propagieren wissen das.
Man sollte sich mit dem Thema also mal etwas differenzierter auseinandersetzen als immer nur „für BGE, egal wie“, oder „gegen BGE, egal wie. Verschwinden wird es nicht mehr.
Eine Aufhebung der Hartz4-Sanktionspraxis wäre kein BGE. Es wäre nur eine angstfreie Arbeitsentgeltersatzleistung, wenn es mit dem verkauf der Arbeitskraft hakt.

Dass ein regulärer Arbeitsvertrag sich mehr lohnen muss als Schwarzarbeit liegt auf der Hand. Die „Sanktionen“ sind überflüssiger bürokratischer Aufwand, sobald das Prinzip des Lohndumpings aufgehoben wird. Das fällt allerdings nicht vom Himmel.
Ich kann mir vorstellen, dass wir weiter kommen, wenn wir uns bei der nächsten Wahl auf eine Partei konzentrieren, die (noch) nicht vom Lobbyismus eingefangen wurde und sie durch ausserparlamentarische Aktionen auf Kurs halten. Was im Internet geschnackt wird, ist nicht bedeutungslos, aber ich würde es nicht überschätzen.

claudia 08.12.2011 | 07:51

@Heiko:
Die Behauptungen der Propagandanicks bewegen sich stets auf der Grenzlinie, exakt am Modell der Regierungspropaganda ausgerichtet::
>>Naja, die eine Hälfte ist vielleicht noch breit oder voll vom Vortag und die andere Hälfte geht einer Schwarzarbeit nach ;-)
Es wird ein Zwinkersymbol dahinter gesetzt. Um bei Bedarf sagen zu können, das sei ja nicht ernst gemeint gewesen. Er würde sogar einräumen, dass es möglicherweise auf die eine oder andere Einzelperson gar nicht zutreffen mag.
Natürlich ist die Aussage: „Naja, die eine Hälfte ist vielleicht noch breit oder voll vom Vortag und die andere Hälfte geht einer Schwarzarbeit nach“ Regierungspropaganda. Sie wurde schon vor 1998 von Massenmedien, vor Allem der Springerpresse vorbereitet. Dann von SPD/Grün als Regierungsaussage übernommen und von Nachfolgeregierungen weiter betrieben.
Das Zwinkersymbol ist interpretierbar: Aufgrund des Wiedererkennung einer bekannten Phrase kann es aufgefasst werden als : „Wir Insider wissen ja Bescheid“ oder eben als: „war doch nur ein Witzchen“.
Ich kannte mal jemand, der Scharze immer als "Bimbos" bezeichnete und dazu ein bisschen grinste. Wenn ihm jemand Rassismus vorwarf, tat er empört: "Was erlauben Sie sich, haben Sie nicht gesehen, dass ich dazu gelacht habe?!"
Die Methode ist bekannt.

Hauptsache, es wird in öffentlichen Foren immer wieder angebracht. Ein paar anonyme Zufallsleser werden es zitieren: „Das sagen die auch bei Freitag.de“ Darum geht es. Dass hier Widerspruch kommt, war ja von vorherein klar. Die Relativierungen sind vorgefertigt und abrufbar.

claudia 08.12.2011 | 08:34

Au Backe. Ja, das kann man so sagen:

>>manche haben kein Glück, andere schon.
Ich begreife hier einfach keinen Zusammenhang.
Das ist natürlich schwer zu begreifen: Wie Viele haben Glück? 5 % oder 10%? Ein Vergleich der offenen Stellen mit der Zahl der Bewerber könnte Aufschluss geben. Man kann auch mal in Betriebe hinein schauen. Wie viele Angestellte ausserhalb des oberen Managements sind über 40? Das könnte Auskunft darüber geben, warum der Prozentsatz der „Glücklichen“ bei unter 35-Jährigen wohl etwas über 10 % liegt.

>>…vielleicht trifft das Oswald Metzger Zitat auf Sie ja doch einwenig zu.
Klar doch. Das muss ein yetiritter wissen.

>>nein, wer sich wirklich verar... vorkommen mußte war wohl ich.
Das kann ich mir denken. Da schreibt er sich die Tastatur heiss, aber das Ziel, vom Thema des obigen Artikels abzulenken ist eben nicht mit ein paar Phrasen zu erreichen.

>>…der kann Haupt-, Realschule oder Abitur machen, der kann sich an über 5000 verschiedenen Studiengängen versuchen.
Antwort: „Tatsächlich haben die meisten, die aus einem Arbeitsvertrag hinausgekündigt wurden oder nach einer Ausbildung keinen regulären Arbeitsvertrag finden genau das getan.“
>>Wie konnte ich da eine Schulpflicht ins Feld führen...
Hm ja, man wird alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu.
Tatsächlich gibt es eine allgemeine Schulpflicht. Für Kinder, die auf der Hauptschule Lernschwierigkeiten haben, gibt es sogar Sonderschulen. Weiterführende Schulen und Ausbildungen sind allerdings freiwillig, das stimmt.

>>Tja, da habe ich doch glatt gerade jemanden erlebt, der jung und gesund war und kein Interesse an einer guten Tätigkeit hatte…
>>…ich habe dann halt selber die 50 Regalmeter abgearbeitet und die Regale abgebaut. Folie rum, Spediteur angerufen und verschickt. War ein super Job, hab mich im Lager richtig austoben können, mal was anderes als immer im Büro zu sitzen.
>>Jetzt habe ich jede Woche zwischen ein und zwei Vorstellungsgespräche
Tja, so kann’s gehen: Gerade noch im Lager ausgetobt und schon die Kündigung: Ein Teilelager abzubauen ist halt nicht mit Austoben zu machen. Der hetiritter sollte jetzt endlich mal eine Schule besuchen und eine Ausbildung absolvieren. Zum Beispiel in Rabulistik, die er hier so dilettantisch erprobt.

Stattdessen tobt er sich im Internet aus:
>>In einem anderen Forum wurde ich wegen meiner Idee als Utopist, linke Zecke und nund werde ich als Rechtspopulist bezeichnet,
Wenn man mal den Zeitaufwand für das intensive Texten den ganzen Tag über zusammenzählt: Ein Fulltimejob?

der Hetiritter 08.12.2011 | 08:53

Tja, natürlich kann man jetzt versuchen meine Kündigung auf den Arbeitgeber zu schieben, doch was soll der Arbeitgeber bitte machen, wenn die Kunden dank des Libyeneinsatzes nicht mehr zahlen können?
Mein Arbeitgeber war so freundlich und hat gesagt, "wir lösen die Firma auf, da wir mit Ihnen immer sehr zufrieden waren, werden wir den Vertrag bis Ende Januar aufrecht erhalten."
Mehr kann man eigentlich nicht erwarten.
Der Arbeitgeber mietet meine Arbeitskraft für eine gewisse Zeit, dafür gebe ich innerhalb dieser Zeit mein möglichstes die Arbeit nach besten Wissen und Gewissen zu erledigen.
Und ihre Zahlen sind wirklich lustig, sind etwa 90% der unter 35jährigen Arbeitslos?
Ach und zu meinen Fulltimejob, vielleicht fällt es manchen auf, dass manchmal die Sätze nicht vollkommen korrekt sind, aber beantworte nebenher Telefonanfragen und da konzentriere ich mich mehr auf das Telefon, als auf den Satzbau meiner Fingerübungen.
Ups, ich mag es gar nicht sagen, um 16:00 Uhr habe ich wieder ein Vorstellungsgespräch ;-(

der Hetiritter 08.12.2011 | 09:04

Sie schreiben gegen die Angst der Ausbeutung, den Sanktionen der Behörden und für ein BGE.
Ich dagegen schreibe gegen die Ausbeutung und den Sanktionen der Behörden und für eine Schulpflicht und
Sie ignorieren einfach die Möglichkeiten dieser Idee.
Bei meinem Vorschlag könnten Sie so viele verschiedene Dinge noch lernen, vielleicht sogar lieben lernen, hätten eine Aufgabe und können, wenn ihnen Ausbildung, Schule und Studium nicht mehr gefällt einfach eine Arbeit suchen.
Aber, das würde ja bedeuten, dass man immer etwas von Ihnen erwarten würde und das ist ja Faschismus.
Wenn wir also für 2.500.000 Menschen Bildungsangebote anbieten, dann brauchen wir ungefähr 250.000 Menschen, die diese Bildung den Menschen vermittelt, wodurch sich nochmals die Arbeitslosenzahl verringert.
Gegen Lohndumping hatte ich einen längst überfälligen Mindestlohn ins Feld geführt, also was gefällt Ihnen an diesem Vorschlag nicht?

der Hetiritter 08.12.2011 | 09:25

Naja, nach 24 Stunden wurden die abgeholt, waren auch noch zwei meiner besten Gäste.
Ich hatte noch immer etwas mit der Operation „Navalha na Carne“ in 2005 zu kämpfen gehabt, da gab es bei uns 30 Ermordete Ich hätte es wohl verschmerzen können, wenn die Täter nicht die Militärpolizei gewesen wär. Ich bin eindeutig nicht hart genug für so ein Leben ;-(
Ich hoffe doch, dass Sie ihre Leichen in einer Gefriertruhe haben ;-)

der Hetiritter 08.12.2011 | 09:42

Meine Frau kann nicht mit Alkohol umgehen, aber falls ich mal nach Mexiko komme, komme ich mal gerne auf einen Schnaps vorbei.
Ja, entschuldigung, die Gefriertruhe verwendet man in riesigen Plattenbausiedlungen wo keiner weiss, welcher Keller wem gehört, dort schliesst man irgendwo eine abschliessbare Miele Gefriertruhe an und hat für 30 - 40 Jahre ruhe und dann weiss sowieso keiner mehr was ;-)

der Hetiritter 08.12.2011 | 10:13

Vielleicht ist die liebe Claudia etwas gereizt, ist ja für Sie extrem früh am Morgen ;-)
Der Verdacht der Hetze gegen eine Gruppe hatte ich doch schon total entkräftet, denn die Gruppe muß homogen sein, am darf diese Gruppe nicht einfach verlassen können und laut den Richtern ist eine Arbeitsaufnahme keine zu größe Hürde um eine sozusagen abgeschlossene Gruppe zu bilden.
Vielleicht noch eine Kanne Kaffee, meine liebe Claudia?

Heiko Zorn-Bürger 08.12.2011 | 11:22

claudia schrieb am 08.12.2011 um 06:51

„@Heiko: Die Behauptungen der Propagandanicks bewegen sich stets auf der Grenzlinie,...“

Claudia, da Sie mich hier nun noch mal unmittelbar ansprechen, schulde ich wohl eine Reaktion, obwohl ich mich hier eigentlich nicht mehr äußern wollte.
Wissen Sie, diese ausgesucht infantil-dümmlichen Provokationen nun ihnen gegenüber...

der Hetiritter schrieb am 08.12.2011 um 08:04

„Bei meinem Vorschlag könnten Sie so viele verschiedene Dinge noch lernen, vielleicht sogar lieben lernen,...“

der Hetiritter schrieb am 08.12.2011 um 09:13

„Vielleicht ist die liebe Claudia etwas gereizt, ist ja für Sie extrem früh am Morgen ;-)“

...sprechen doch für sich!

Ich habe in diesem Thread schon viel zu lange daran festgehalten, jedem Diskutant sei zunächst zu unterstellen, er sei ernst zu nehmen. Das war allem Anschein nach ein Fehler meinerseits, insbesondere weil ich mich auf ein Niveau der Auseinandersetzung habe herab ziehen lassen, das nicht meines ist und hier auch nicht werden soll.
Oder um es mit Angelias Worten zu sagen: „Hitiritter Es tut mir leid, Ihnen das sagen zu müssen, aber leider sind Sie für mich kein adäquater Gesprächspartner.“

Ein Uncle Tom von eigenen Gnaden beharrt darauf, an seinem Wesen möge einmal noch die Welt genesen. (frei nach E.Geibel, 1861)
Soll er halt.

Das ist die Hybris des Untertans (a la Heinrich Mann), mehr nicht.
Meine unmaßgebliche Meinung.

Er hat recht, wir unsere ruh' PUNKT

Und für alle eventuell fragwürdigen Stellen und zur gefälligen Relativierung derselben, meinerseits noch ein Dreckiges Dutzend an ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)

Ich werde mich von hier/nun an nun nicht mehr provozieren lassen, mich in solch einen „unsäglichen Diskussionsstil“ hineinziehen zu lassen.

der Hetiritter 08.12.2011 | 12:47

Wer so kleine Spitzen, wie ich sie gerne in den Beiträgen verwendet, als einen unsäglichen Diskussionsstil bezeichnet, der wird auch in der Arbeitswelt nie etwas werden können.
Das hier mit Volksverhetzung und ähnlichen unsachlichen, strafrechtlich relevanten Anschuldigungen gearbeitet, nur weil jemand andere Menschen zur Hilfe zur Selbsthilfe auffordert. Schulpflicht, etwas lernen müssen, gilt als neoliberales Gedankengut.
Es ist schade, dass man hier neuen Ideen in keinster Weise aufgeschlossen ist und immer nur Forderungen nach mehr Geld für gar keine Leistung gejammert wird.
Menschen, die sich Sozialleistungen erschleichen und deshalb verfolgt werden, werden als Gutmenschen dargestellt, da müßten Steuerhinterzieher wohl auch die Absolution von den Menschen hier erhalten. Man kann diese Menschen ja nicht so unter Druck setzen ;-)

claudia 08.12.2011 | 14:59

@Heiko:
>>Er hat recht, wir unsere ruh' PUNKT
Das kann ich gut nachvollziehen.
Allerdings fällt seit vergangenem Sommer auf, das bestimmte nicks, die nach einer Sperre sofort unter anderem Namen wieder angemeldet werden, das offenkundige Ziel haben, jede Diskussion über Agenda 2010 / Hartz4 / Lohndumping / Prekärarbeit zu unterbinden.
Es begann mit dem „Team Sozenschreck/Mandelbrot“ und wurde seitdem konitinuierlich fortgesetzt. Die immer gleichen Sprüche sind leicht als Regierungspropaganda zu erkennen, es wird unterschiedliche Makulatur drum herumgebaut, in der Regel mit dem Anschein des ideal-„typischen Mannes auf der Strasse“ des „typischen Stammtischbewohners“, wie "Sozenschreck" und Nachfolgenicks bis "Meisterführer" / "Ehemaliger"
Oder eben als "stiller Untertan", wie "hetiritter".

Natürlich ist es zwecklos, diesen Accounts, wer oder was auch dahinter stecken mag, etwas zu erklären: Sie sind ausschliesslich da, um Diskussionen über bestimmte Themen zu schreddern.
Das klappt nach dem Prinzip: „Je dümmer die Sprüche, um eher wenden sich die Leute ab.“

Neue oder zufällig hereinschauende Leser sollten doch wenigstens wissen, dass es nicht das ursprüngliche Niveau der FC ist, was hier zu bestimmten Themen geschwafelt wird, meine ich.

claudia 08.12.2011 | 15:50

>>Bei meinem Vorschlag könnten Sie so viele verschiedene Dinge noch lernen, vielleicht sogar lieben lernen, hätten eine Aufgabe und können, wenn ihnen Ausbildung, Schule und Studium nicht mehr gefällt einfach eine Arbeit suchen.
Was ich in 63 Lebensjahren alles gelernt habe, das wissen Sie wirklich?
Nennen Sie doch mal Ihre Informationsquelle, wenn Sie so viel über mich wissen.

>>...und das ist ja Faschismus.
Ja ja, der gute alte Faschismus. Nicht wissen, was der Begriff bedeutet, aber wild halt mit Worten um sich schmeissen, gell?

claudia 08.12.2011 | 15:57

Sodele.
Propagandaministerium, nächste Lektion:

>>Gegen Lohndumping hatte ich einen längst überfälligen Mindestlohn ins Feld geführt, also was gefällt Ihnen an diesem Vorschlag nicht?
Die Frage kann natürlich nicht beantwortet werden, denn es wird auf ewig des hetiritters Geheimnis bleiben, wo und wann ich mich jemals gegen eine gesetzlich fixierte Untergrenze für Arbeitseinkommen (=„Mindestlohn“) ausgesprochen hätte. Es geht ihm offenbar nur darum, dass dafür keine Bedarfsanalyse erstellt wird. Denn damit würde das Jonglieren mit der Zahl 7 oder irgendwann auch mal 8 oder gar 8,5 als fauler Zauber der Leiharbeitslobby entlarvt werden können.
Eine gesetzliche Lohnuntergrenze ist das Gleiche wie eine gesetzliche Arbeitszeitobergrenze: Wenn Gewerkschaften als mehr markwirtschaftliches Instrument der Arbeitskraftverkäufer ausfallen, kann ein Binnenmarkt eben nur durch gesetzgeberische Massnahmen stabilisiert werden. (In unserem Falle müsste er rehabilitiert werden.)
Wenn jede/r Arbeitsuchende wieder eine reale Chance auf einen anständig bezahlten Arbeitsvertrag hat, können neu gegründete Gewerkschaften ihre Arbeit aufnehmen: Als reine Interessenvertretung und durch demokratische Mitgliederkontrolle korruptionsfrei gehalten. Die GDL könnte als Vorbild genommen werden.
Aber so weit sind wir noch lange nicht: Zuerst müssen Durchsetzungsstrategien für einen bedarfsorientierten Mindestlohn und produktivitätsangepasste Arbeitszeiten entwickelt werden.

Die Antwort auf die immer gleiche Frage des yetiritters lautet also:
Guckguck:
www.freitag.de/politik/1143-naegel-mit-koepfen

>…>und für ein BGE
Guckguck:
www.freitag.de/community/blogs/angelia/das-bedingungslose-grundeinkommen--oder

>>Jeder Arbeitslose muß sich weiterbilden. Kein Bewerbungstraining, sondern handfeste Ausbildungen, Haupt-, Realschule, Abitur, Studium oder eine Ausbildung.
Natürlich weiss der hetiritter, dass zum Beispiel diejenigen, die jetzt bei Eon. RWE, Man hinausfliegen, Schulabschlüsse und Ausbildungen haben. Dass die grosse >Mehrheit der über 50-jährigen und auch ein Teil der Jüngeren trotzdem keinen Arbeitsvertrag mehr finden werden.
Das spricht natürlich nicht gegen ein praxisnahes Weiterbildungsangebot (Er kann ja auch nicht sagen, wer etwas dagegen vorgebracht hat. Sonst hätte dort direkt geantwortet)

---
Zum Thema des Artikels:
>Das spricht natürlich nicht gegen ein praxisnahes Weiterbildungsangebot
Nur ändert das eben nichts daran, dass die Zahl der Bewerber grösser ist als die Zahl der Stellen und dass diese Situation für Lohndrückereien ausgenützt wird. Seit der Agenda 2010 gesetzlich institutionalisiert, und damit sind wir wieder beim Thema des obigen Artikels: Auch ein unberechenbares Sanktionssystem mit Vorwürfen, die der Delinquent erst mal widerlegen muss um davon zukommen, ist Bestandteil des Systems. Wer sich auf ein nervenaufreibendes Gerichtsverfahren gegen die Agentur für Armut einlässt hat ja bekanntlich sehr oft Erfolg. Allein das sollte Grund genug sein, die Sanktionspraxis auszusetzen und auf ihre Rechtmässigkeit zu überprüfen.

der Hetiritter 08.12.2011 | 16:11

Sehen Sie, es ist nicht unbedingt einfach Texte zu verstehen, ich schrieb von ihrer Möglichkeit noch viel mehr zu lernen, was Sie schon alles wissen, will und kann ich gar nicht bewerten.
Hier in Hamburg gibt es einige Studenten, die sind noch älter als Sie.
Die wissen, was man ihren Texten jedenfalls nicht entnehmen kann, dass man immer noch etwas dazu lernen kann.
Faschismus bzw. ähnliche Begriffe kamen doch aus der linkesten Ecke dieses Linken Forums.
Sehen Sie, Sie und ihre Mitstreiter, die Freunde des bedingungslosen Bürgergeldes versuchen ja in Wirklichkeit mich normalen, immer um (gute)Arbeit bemühten christlich und sozial sozialisierten Teilnehmer abfällig zu begegnen.
Verdächtigen meine Person der Straftaten etc. pp.
und haben nicht einen, nicht einen Grund geliefert, warum man keine allgemeine Schulpflicht für Arbeitslose einführen sollte.
Wenn ich am 01. Februar tatsächlich keine neue Arbeit hätte, würde ich mich über diese Pflicht sehr freuen und es als mein Recht auffassen.
Sie haben wegen diesem Vorschlag wohl letzte Nacht sehr schlecht geschlafen ;-)
So, leider muß ich jetzt zu einem Vorstellungsgespräch und kann hier für eine gewisse Zeit nicht ihren Meinungen und Anregungen zur Verfügung stehen, schon wieder ein Vorstellungsgespräch, obwohl so nah an die fünfzig und nächste Woche hab ich noch eins. Liegt wohl an meiner mangelnden Qualifikation.

der Hetiritter 08.12.2011 | 16:18

Wenn aus Großunternehmen sehr viele Mitarbeiter freigesetzt werden, dann können die nicht unbedingt darauf hoffen in den nächsten Jahren wieder eine Stelle in gleicher Position zu finden. Noch ein Grund mehr für eine allgemeine Schulpflicht für Arbeitslose.
Und, auch jetzt sind die Zahl der Bewerber größer als die angebotenen Jobs. Da muß man sich nur intensiv genug bewerben, damit man irgendwann wieder eine Arbeit findet.
So jetzt muß ich wirklich los.

Heiko Zorn-Bürger 08.12.2011 | 16:49

@ Claudia

„Neue oder zufällig hereinschauende Leser sollten doch wenigstens wissen, dass es nicht das ursprüngliche Niveau der FC ist, was hier zu bestimmten Themen geschwafelt wird, meine ich.“

Das sehe ich genau so wie Sie, aber das funktioniert meines Erachtens am besten – ohne sich mit Grausen abzuwenden – in dem die Erwachsenen nach dem Motto verfahren:

„Bitte, nicht den Troll füttern!“

Einmal als Troll ausgemacht oder INSM-Flittchen einfach konsequent rechts liegen lassen, in diesem Thread, wie in allen anderen.
Gehen Sie auf tlacuache ein, oder wer auch immer sich sonst noch hier als zivilisiertes Mitglied der Gesellschaft einbringt, oder posten Sie zum Strohschneider-Artikel, was immer Sie dazu noch ergänzen wollen, aber dann fini!

Immer wieder auf Diederich Heßling einzugehen und dessen Persiflagen eines Bildungsbürgers zu relativieren wird doch zur never-ending-story.
Wenn keiner mehr auf Blähungen eingeht, wird die Luft schon wieder besser werden – ein Leben als Kunstpfurzer ist nur einträglich, so lange andere die Nase rümpfen, ohne empörtes Publikum wird so einem Lausejungen, oder wie man in Hamburg sagt, Rotzlöffel schnell langweilig.

"Neue oder zufällig hereinschauende Leser" werden sich schon ihre Meinung bilden, wer hier was zu sagen hatte und wer Blähungen absonderte!

Achja, beinahe vergessen ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)

claudia 08.12.2011 | 19:17

>>„Bitte, nicht den Troll füttern!“
Ja. Das haben seit "Sozenschreck"/"Mandelbrot" schon Viele gesagt, ich auch.
Leider funktioniert es nicht.
Man hätte beim ersten Kommentar nicht reagieren sollen:
>>der Hetiritter schrieb am 02.12.2011 um 14:12 Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben.
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein viele Menschen von der Geburt bis ins Grab zu allimentieren.
...
Er würde trotzdem seine Duftmarke mit den "faulen, ausbildungsverweigernden Arbeitslosen" unter jeden Beitrag zum Thema setzen. Aber das müsste nicht weiter stören, ein paar Fliegen hat jeder Sommer.

Ich hatte noch, als es losging, "Sozenschreckalarm" gegeben, vergebens.

INSM-Trolle, daran habe ich auch schon gedacht.

Jetzt will ich halt mal wissen, wie weit sie sich vorführen lassen.

Und: Keine Sorge, die Stammtischlästereien kenne ich ja seit Sommer 2010.
Ausserdem hatte ich mal Kontakt mit Oswald Metzger, zwar, als er noch nicht im Bundestag war, aber der war schon immer so. Mit der Zeit wird man abgeklärt :-)

der Hetiritter 08.12.2011 | 19:58

Tja, es ist schon faszinierend, wie einige sich in die Ecke gedrängt fühlen und mit Verschwörungstheorien glänzen wollen.
Nur, mit der INSM habe ich nun wirklich nichts zu tun, obwohl manche Ideen nicht ganz abwegig sind. Persönlich will ich, dass alle die gleichen Chancen in der Gesellschaft haben. Arbeit und Gehalt soll nicht vom Elternhaus vererbt werden. Ich wünsche jedem Menschen eine gute Ausbildung und eine gute Arbeit. Naja, wer meine Beiträge gelesen hat, kann wohl auch rein gar nichts anderes behaupten.
Nur, entgegen meiner Vorstellung, in der Erwartung eines großen Zuspruchs für meinen Vorschlag, der es auch den armen Kindern von Hartz-IV-Empfängern ermöglichen würde jede Ausbildung und Arbeit in Deutschland erhalten zu können, nichts als Ablehnung und Anfeindungen.

claudia 09.12.2011 | 07:56

08.12.2011 um 18:58
>>Ablehnung und Anfeindungen.
Da es aus dem Wald heraus schallte, wie er ab seinem ersten Text immer wieder hinein rief, ist der „hetiritter“ nun das arme Opfer.

Wie der „hetiritter“ in den Wald hinein rief (Auswahl):
02.12.2011 um 14:12
>>Leider haben wir sehr viele Arbeitslose, die es sich wirklich mit Hartz-IV gemütlich gemacht haben.

02.12.2012 um 15:51
>>Auch scheinen Sie nicht unbedingt die richtige Qualifikationen zu haben, um meinen Text zu verstehen,

02.12.2012 um 19:17
>>Ich habe wirklich das Gefühl, dass hier einige um ihre Zusatzeinnahmen bangen, wenn es eine Schulpflicht geben würde.

03.12.2011 um 6:52
Hier scheint wirklich die Angst umzugehen, dass man morgens tatsächlich mal aufstehen müßte.

03.12.2011 um 7:08
>>Sehen Sie, Sie scheinen Probleme mit dem Verstehen von Sätzen zu haben, da kann es mit ihrer wissenschaftlichen Reputation nicht weit her zu sein, vielleicht Uni Bayreuth ;-) ?

03.12.2011 um 7:12
>>Heute bieten einem die Gesetze kaum noch Möglichkeiten der Sanktionierung.

05.12.2011 um 8:36
>>Ich weiss, alle die hier schreiben haben mind. einen Doktortitel in Bayreuth gemacht, aber scheinbar nicht die Qualifikationen, die wirklich auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden.

05.12.2011 um 19:25
>>Es tut mir leid, dass ich ihre Defizite so zu Tage gefördert habe.

07.12.2011 um 09:30
>>Hier war ja jedem klar, dass Sie halt argumentativ nicht mithalten konnten und dieses dann irgendwie kompensieren mussten.

07.12.2011 um 18:43
>>Naja, die eine Hälfte ist vielleicht noch breit oder voll vom Vortag und die andere Hälfte geht einer Schwarzarbeit nach ;-)

08.12.2011 um 11:47
>>Wer so kleine Spitzen, wie ich sie gerne in den Beiträgen verwendet, als einen unsäglichen Diskussionsstil bezeichnet, der wird auch in der Arbeitswelt nie etwas werden können.

07.12.2011 um 7:57
>>Wenn Deutschland weiterhin wettbewerbsfähig sein will und den Menschen gute Gehälter zahlen will, dann müssen die Menschen auch gut ausgebildet sein.
Sie können diese Tatsache nicht wegdiskutieren.
Eine Behauptung, neben „Faul Langschläfer“, wird ständig wiederholt: Hier hätten sich Alle ausser dem „hetiritter“ und Meisterführer gegen Weiterbildung ausgesprochen.
Er benützt allerdings einen anderen Begriff: Es seien hier alle ausser den zwei genannten nicks gegen die allgemeine Schulpflicht.
Die Wortwahl hat Gründe.

---
Auf einen groben Klotz gehört aber nicht ein grober Keil, meint der hetiritter, sondern der Glacéhandschuh

claudia 09.12.2011 | 08:05

Propagandaministerium, nächste Lektion:
06.12.2011 um 7:46
>>Ein vernünftiger Mindestlohn (über 7 Euro) würde viele Menschen davor bewahren aufstocken zu müssen.
Wie kommt der „hetiritter“ gerade auf die Zahl 7?
Vor einigen Wochen wurde hier mal über eine diskussion in der CDU berichtet: Die unterste Leiharbeitslohngruppe solle zum Mindest erklärt werden. IGZ Entgeltgruppe 1 Ost wird voraussichtlich bis zum Ende der Legislaturperiode etwas über 7 € liegen.

Er behauptet zu wissen, dass ich irgendwelche „Mitstreiter“ habe, die er kennen will:
08.12.2011 um 15:11
>>Sehen Sie, Sie und ihre Mitstreiter…

Wer sind die Mitstreiter des hetititters? Vielleicht kann man aus ihrer gemeinsamen Sprache etwas ableiten?
06.12.2011 um 8:09
>>Wir werden in Zukunft nicht genügend Arbeit für alle haben
Interessant ist das „wir“. Wir haben nicht genug Arbeit für Alle“: Das ist natürlich die Aussage der Produktionsmittelbesitzer bzw. ihrer Interessenvertreter. Wer sonst könnte das denn sagen?

08.12.2011 um 15:18
>>Wenn aus Großunternehmen sehr viele Mitarbeiter freigesetzt werden,
„Freisetzen“ ist ebenfalls ein Begriff der Arbeitsplatzbesitzer. Der Begriff „Kündigungen“ oder „Massenentlassung“ wird dort strikt vermieden.

08.12.2011 um 07:53
>>Libyeneinsatz
„Einsatz“ statt Krieg ist Regierungssprache.
Das passt sehr gut zu den ständig wiederholten Propagandasprüchen über „die faulen, ausbildungsverweigernden, saufenden, kiffenden“ Arbeitsuchenden: Ebenfalls Regierungssprech.

Zu guter Letzt:
08.12.2011 um 15:18
>>Da muß man sich nur intensiv genug bewerben, damit man irgendwann wieder eine Arbeit findet.
Fassen wir zusammen:
„Wir haben nicht genug Arbeit für Alle, aber wer sich intensiv bewirbt, dem geben wir doch eventuell einen Arbeitsvertrag“
Daraus folgt:
ES DÜRFEN SICH NICHT ALLE INTENSIV BEWERBEN, weil ja die Zahl der Arbeitsverträge stetig sinkt. Und für diejenigen, die sich nicht intensiv bewerben, um die immer weiter verknappten Arbeitsverträge für Wenige freizuhalten, tja, für die hält man Sanktionen bereit, um sie in die Armutslöhne zu drücken.
So schliesst sich der Kreis.

Voilà les points forts du programme électoral.

---
Noch ein Schmankerl:
08.12.2011 um 15:11
>> die Freunde des bedingungslosen Bürgergeldes versuchen ja in Wirklichkeit mich normalen, immer um (gute)Arbeit bemühten christlich und sozial sozialisierten Teilnehmer abfällig zu begegnen.
Am Schlimmsten ist natürlich, wer sagt, man solle bei „BGE-Modellen“ und Begründungen sehr genau hin schauen.

der Hetiritter 09.12.2011 | 08:57

Das war wirklich eine lange Nacht, die ich mit einem CDU-Politiker verbracht habe. Es ging um die Schulpflicht für Hartz-IV-Empfängern. Laut seinen Anfragen beim Zoll geht man davon aus, dass mind. 250.000 Hartz-IV-Empfänger eine regelmässigen Schwarzarbeit nachgehen. Diese Zahl ist laut dem Zoll der absolut minimalste Wert.
Dieses war wichtig für ihn, da er die nötigen Ausbildungskräfte für diesen Vorschlag mit 250.000 veranschlagt hatte und diese Kosten natürlich irgendwo wieder reinkommen müssen.
Da man davon ausgeht, dass auch bei der "Schulpflicht" die Arbeit erledigt werden muß und ein Großteil dieser Arbeiten dann legal erledigt werden, hat man auf der einen Seite die Einsparung für ALG I und II und die Zusatzeinnahmen durch die Steuern und Sozialbeiträge der Arbeit, zusammen würde dieses ungefähr die Kosten der Ausbildungskräfte ergeben.
Auch könnte der Zoll, laut deren Analyse, den Kampf gegen Schwarzarbeit auf bestimmte Zeiten und bestimmte Gruppen forsieren und somit eine höhere Erfolgsquote mit geringeren Mitteleinsatz erreichen.
Die breiter gefächerte Qualifikation, die meinem Freund bei der CDU schon ein leuchten in den Augen bereitet hatte, wird sich natürlich auch positiv auf die Lohnentwicklung in Deutschland auswirken und somit die Einnahmen durch Steuern und Sozialleistungen steigern.
Es wird weiterhin erwartet, dass dieser Vorschlag für mehr sozialen Frieden sorgen wird, da die Medien und die normalen Arbeiter keinen Grund haben abfällig über Arbeitslose herzuziehen (einige kleine Spitzen meiner seits verursachten hier ja etwas Kopfschmerzen). Durch einige Teilnehmer hier und in anderen Foren und durch Befragungen konnte die Angst einiger Mitglieder der CDU genommen werden, dass bei einer "Schulpflicht" keiner mehr Arbeiten gehen will, sondern sich alle in der Ausbildung oder an der Uni befinden würden.
Ich danke hier nochmal allen, die mich in den letzten Tagen so unterstützt haben und hoffe für alle hier, dass die nun eingesetzte Arbeitsgruppe für eine allgemeine Schulpflicht für Arbeitslose ein voller Erfolg wird.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 09.12.2011 | 09:57

mein lieber Hetiritter

diese hauptsächlich von Ihnen angestachelte Diskussion hätte man um mehrere Tage verkürzen können, wenn Sie, als engagierter Wortführer, eine Abstraktionsleistung vollbracht und das Thema vom Besondern auf das Allgemeine hätten induzieren und lenken können. Sozialkriminalität und Wirtschaftskriminalität, wie z.B. Subventions-Steuerbetrug, unterschieden sich vom Wesen her gar nicht.
Hier werden nicht nur auf Kosten der Steuerzahler Vorteile erschlichen und wirtschaftliche Schäden angerichtet. Seriöse Unternehmer können wegen Betrügereien einiger genau so in Sippenhaft genommen und sanktioniert werden, wie z.B Arbeitslose.

Der Unterschied ist jedoch, dass man relativ macht- und wehrlose Gesellschaftsgruppen leichter maßregeln kann, als Mächtige, die obendrein noch Entscheidungsträger korrumpieren können und es nicht selten auch tun.

Das Problem ist, wenn man den Kern einer Sache nicht wirklich erfasst und so wie Sie einseitig auf einen Punkt eines allgemeinen Themas fokussiert, ist das Ergebnis einer Diskussion meisten Spaltung ( der Gesellschaft) und Diskriminierung einer bestimmten Menschengruppe. Keineswegs haben wir es hier mit Problemlösung zu tun.
Hier stellt sich dann auch die Frage, ob Diskutierer schlicht hetzen wollen, andere in eine Verteidigungsposition zwingen, oder ob ihnen schlicht 1. die thematische und sachliche Kompetenz 2. das erforderliche Abstraktionsvermögen und 3. schlicht der Wille zur Problemlösung fehlt.

Jedenfalls ist dies hier insofern ein interessanter nachlesbarer Diskussionsstrang, um Diskussionen auf Sinnhaftigkeit zu untersuchen.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass meine eingangs intuitive Erkenntnis bezügl. Ihrer Intentionen nicht so falsch war.

Ihnen ein sinnhaftes Wochenende Hetiritter

der Hetiritter 09.12.2011 | 10:47

Sie sind natürlich herzlich eingeladen auf meinen Bockbeitrag zu antworten.
Meine Reaktionen, es waren keine Aktionen, resultiert nur daraus, dass ich schon von Anfang an angegriffen wurde.
Da wurde ein pursuit of happiness als Grundlage des Rechts auf Faulheit gebracht, was das nun mit Streben zu tun hat, erschliesst sich wohl nur dem Autor. Und ein Beleg meiner Behauptung hat diese Person ja gleich mitgeliefert. Mit kranker Propaganda tituliert der nächste Teilnehmer mich, obwohl der pursuit of happiness-Poster meine Position im Grunde schon bestätigt hatte. Der dritte Teilnehmer liess sich über meine Wortwahl aus und belegte im Grunde nur mit seinen Ausführungen, dass mein Vorschlag seine Situation verbessert hätte und der fünfte Teilnehmer meinte gleich, dass ich nicht alle Tassen im Schrank hätte und faselte da etwas von super Qualifikationen, hunderten von Bewerbungen und keinen Job. Mögen ja gute Qualifikationen sein, aber die scheinen ja auf dem Arbeitsmarkt derzeit nicht gefragt zu sein, also hätte, meinem Vorschlag zugrunde gelegt, er sich umorientieren können.

der Hetiritter 09.12.2011 | 15:39

Tja, es ist schon erschreckend, dass hier viele einfach nicht verstanden haben. dass ich einen guten Vorschlag präsentiert habe und darum herum die üblichen Anfeindungen gegenüber Hartz-IV-Empfänger gesetzt habe, die durch die Umsetzung meines Vorschlags nicht mehr existent wären.
Da aber nicht auf meinen Beitrag eingegangen wurde und nur ein bedingungsloses Grundeinkommen als Diskussionsgrundlage als akzeptabel erachtet wurde, wurden meine gespielten Anfeindungen sozusagen, die Erklärung für die Ablehnungen...
Damit können wir wohl das Thema abschliessen.

Schönes Wochenende