Standardsätze: Was Juso-Chefin und SPD-Kraft zur NRW-Linken sagen

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Franziska Drohsel hat wiederholt, was sie schon seit Jahren erklärt – und es wird eine Nachricht daraus: Die SPD, so die Juso-Chefin, solle ein Bündnis mit der Linkspartei nicht von vornherein ausschließen.

Man könnte es für einen Beitrag zu jener Debatte über den „Linkskurs“ der Sozialdemokraten halten, von dem seit ein paar Tagen die Rede ist, nachdem der frühere SPD-Fraktionschef in Düsseldorf, Friedhelm Farthmann, für eine klare Absage an die Linkspartei plädiert („Mit diesen Chaoten kann man nicht 18 Millionen Menschen regieren.“) und eine große Koalition mit der CDU ins Spiel gebracht hatte (Ein solches Bündnis sei „kein Unglück”). Zuvor hatte Wolfgang Lieb auf den nachdenkseiten.de eine „Intrige der SPD-Rechten gegen die Spitzenkandidatin Hannelore Kraft“ entdeckt – und unter dieser Überschrift den Machtkampf in der nordrhein-westfälischen Sozialdemokratie angeprangert. Auch die Kölnische Rundschau weiß zu berichten, dass „der rechte Industrieflügel“ der SPD hinter den Kulissen gegen einen angeblichen Linksruck zu Felde ziehe: „Rechte 'Kanalarbeiter', Seeheimer und Netzwerker sehen in der Nominierung des linken Kölner Wirtschafts-Dezernenten Norbert Waler-Borjans zum 'Wirtschafts-Schattenminister' ein neues Indiz für einen SPD-Linksruck“, heißt es da.

Hannelore Kraft als Frontfrau einer Linkswende? Es sieht nicht so aus. Die Spitzenkandidatin, die zu Zeiten des Neu-Liberalen Wolfgang Clement in der SPD aufstieg, bleibt bei ihren Standardsätzen: „Die Linkspartei aus dem Landtag rauszuhalten“, sagt die SPD-Spitzenkandidatin, „das ist unser klares Ziel.“

15:13 04.05.2010
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Geschrieben von

Tom Strohschneider

vom "Blauen" zum "Roten" geworden
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