tonikal

Ein liberalkommunistischer Pazifist und Historiker
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tonikal
RE: Wo lassen sie streiken? | 20.05.2015 | 20:07

Schwieriger fall, ich bin ziemlich ratlos. Da ich täglich bahn fahre, habe ich durch die streiks schon eine menge zeit und geld verloren und bin entsprechend sauer. Früher haben wir angenommen, dass berufsständische, sog. gelbe gewerkschaften dazu dienen, streiks zu brechen. Jetzt scheint es genau umgekehrt zu sein: Die mini-gewerkschaften streiken, die großen streiken nicht. Schwer zu entscheiden, ob die GDL verbesserungen für alle bahn-angestellten durchsetzen will oder nur die privilegien von lokführern ausbauen (übrigens schreibt sich lokführer nicht mit ck!). Wie ist der machtkampf zwischen EVG und GDL einzuschätzen? Übrigens führt die EVG auch gerade tarifverhandlungen mit der Bahn AG. Bei der GDL scheint tatsächlich ein mann entscheiden zu können, ob gestreikt wird oder nicht. Oder ist das nur ein medienbild? Wenn es so ist - wollen wir so eine arbeiterbewegung? Ein anderer aspekt: Der lokführerstreik zeigt drastisch, dass dienstleister viel wichtiger für volkswirtschaft und alltagsleben sind als die industrie. Kein stahl- oder bergarbeiterstreik hatte jemals so gravierende auswirkungen auf die gesellschaft. Insofern stimmt der vergleich mit dem Scargill und dem britischen bergarbeiterstreik nicht. Dass die bergarbeiter streikten, konnte dem rest des landes damals ziemlich egal sein.

RE: Haltung, bitte! Aber eine neutrale | 13.01.2013 | 17:18

Meine Frage an Augstein wie an Guez: Ist es nicht etwas dumm, Israel zu kritisieren? Wie sinnvoll ist es, ein Land oder ein Staat oder ein Volk zu kritisieren? Wie sinnvoll ist es, Berlin oder Paris zu kritisieren? Warum kritisiert ihr nicht einfach Benjamin Netanjahu oder Avigdor Lieberman oder Ehud Barak? Ist es denn so schwer herauszufinden und klar zu sagen, welche der 8 Millionen Israelis die Kriegstreiber sind?