Mit Sicherheit kein Frieden

NAHOST Nach dieser Intifada wird die Verhandlungsposition der Palästinenser noch weiter geschwächt sein
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Israels Ministerpräsident Ariel Sharon hatte seinen Landsleuten im Wahlkampf vor allem eins versprochen: Sicherheit. Die zweite Intifada der Palästinenser sollte mit harter Hand gestoppt und Arafat auf eine Verhandlungsbasis weit unterhalb jener Kompromisslinie zurückgezwungen werden, die Ehud Barak beim letzten gemeinsamen Gipfel in Camp David angeboten hatte.

Das Ergebnis war vorauszusehen. Mit Sharons Amtsantritt hat die Spirale der Gewalt eine weitere Drehung nach oben vollzogen. In Israel explodieren Bomben, Unschuldige sterben. In den Palästinensergebieten gibt es fast täglich Tote zu beklagen, darunter Frauen und Kinder. Derweil machen israelische Spezialeinheiten Jagd auf echte wie vermeintliche Drahtzieher des Terrors und nehmen dabei selbst engste Vertraut