Trundil

Hier bloggt Thoralf Trundilson.
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RE: Deutschland zum Mitmachen | 17.04.2012 | 16:26

@Simsalabim vielen Dank für die Hinweise... das war mir zum Teil auch schon klar :) In 2 Wochen oder so werde ich mal versuchen was zu starten, hab bis dahin leider wenig Zeit. Ich fürchte eben ein bisschen, dass die Idee allein auf weiter Flur bleiben wird... zumindest erstmal... da die Piraten gerade alle Hände voll zu tun haben. Aber evtl. geht ja nach den Wahlkämpfen was.

Ich habe auch schon einige HowTo-Seiten bei den Piraten entdecken können, bei verschiedenen Landesverbänden, ich werte das mal als Vorstufe. Langfristig schwebt mir so etwas wie das MIT bzw. OpenCourseWare dort

ocw.mit.edu/index.htm

vor, nur bis der Staat das in D auf die Reihe bekommt, sollten die Piraten das evtl. in ihrem Rahmen mit ihren Möglichkeiten ausprobieren... um langfristig anzuschieben, dass die "virtuelle Hochschule der Bevölkerung" irgendwann steuerlich finanziert wird, nach dem Motteo, wenn die Piraten das ehrenamtlich hinkriegen, warum investiert der Staat nicht in so was?

Zur Zeit schotten sich die öffentlichen Hochschulen vom "Pöbel", der u.U. ja noch nicht mal Abitur hat, nämlich weitestgehend ab. Was jetzt nicht weiter verwundert, es wird ja in den Schulen auch weiterhin stark nach sozialer Herkunft aussortiert, nicht etwa nach Fähigkeiten.

RE: Deutschland zum Mitmachen | 17.04.2012 | 13:27

0) Glückwunsch @Freitag. Hier lese ich einige der intelligentesten Aussagen der letzten Zeit. Nice one!

1) Liebe Piraten, gründet doch so bald als möglich die virtuelle Piraten-Uni, Think-Tank, was auch immer, wo es mal nicht ums pol. Tagesgeschäft geht. Ich alleine krieg das nicht hin, mach aber gerne mit. Macht da mal los, das ist langfristig evtl. wichtiger als die Wahlkämpfe.

2) Was zur Wiki-Politik noch dazukommen könnte, wäre eine Form der Wiki-Ökonomie. Dezentral und demokratisch... und am besten postkapitalistisch.

RE: Kleines Land, großes Signal | 26.03.2012 | 23:30

Ach das interview. Ja danke fürs lesen, hat mein sohn gemacht, Thoralf.

Ja da stehen noch ganz andere nette Sachen drin, da stellt sich natürlich die Frage, was passiert, wenn Rot-rot regiert. Für die Linken sah das in Berlin am Ende gar nicht so gut aus. Muss mal meinen Sohn fragen ob er den Artikel über den Wählerbetrung der Saar-SPD schreiben kann, der hat mehr Zeit. Der soll mal einen eigenen Blog starten.

RE: Kleines Land, großes Signal | 26.03.2012 | 22:54

Jenseits davon, dass Ernst mich unweigerlich an E. Stoiber erinnert, sagt er gan klar, dass die Saar-SPD ihre Wähler_innen in einer großen Koalition verschaukeln müsste.

youtu.be/RaD_j31QSyM

Allerdings nennt auch er programmatische Übereinstimmungen, die eher auf Bundesebene geregelt werden (wenn ich mich nicht irre), wie z.B. der Mindestlohn.

RE: Kleines Land, großes Signal | 26.03.2012 | 21:26

und @Piraten: selbst die Tagesschau hat nun gemerkt und kommentiert, dass die Saar-Piraten mit einem Programm angetreten ist.

Eine Lüge oder Unwahrheit wird nicht deswegen wahr, weil man sie oft genug wiederholt. Die Programme der Piraten sind alle online nachlesbar, trotzdem wird gebetsmühlenartig wiederholt, sie seien unpolitisch oder hätten keine Positionen. Fahrscheinloser öffentlicher Nahverkehr ist also keine Idee, keine Position, kein Inhalt. Interessant.

Mehr dazu hier:

jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/530946

RE: Kleines Land, großes Signal | 26.03.2012 | 21:21

Ich vermisse Artikel, in denen das Saar-SPD-Wahlprogramm thematisiert wird. Wie kann es sein, dass sie, wenn die Linkspartei rechtbehält, alle wichtigen Positionen über den Haufen werden müssen, wenn sie mit der CDU koalieren? Sind das dann nicht zahlreiche massiv gebrochene Wahlversprechen? Werden darüber keine Artikel geschrieben?

Habe ehrlich gerade keine Zeit und keine Lust, unbezahlt selbst einen zu schreiben. Bin für Links zu entsprechenden Artikeln dankbar.

RE: Unerträglich ungerecht | 16.03.2012 | 21:33

via nachdenkseiten zum Thema:

www.s-o-z.de/?p=65207

Eine Geschichte, mindestens so alt wie die Bundesrepublik.

RE: Unerträglich ungerecht | 16.03.2012 | 12:25

Christian Füller, Befürworter von Studiengebühren, once again. Da scheint es ja einen neuen Vertrag mit dem Freitag zu geben.

Nun, es gab schon einen Aufschrei, und noch ein paar in der Folge. 2009 gingen 270.000 Menschen auf die Straße, mehr als gegen AKWs nach der Fukushima-Katastrophe.

de.wikipedia.org/wiki/Bundesweiter_Bildungsstreik_2009

Nur hat das fast keinen interessiert. Irgendeine Bildungsministerin des Bundes, die in den Ländern nix zu sagen hat, organisierte einen bedeutungslosen Bildungsgipfel, außerdem ward die Worthülse "Bildungsrepublik" geboren. Die Jugendorganisatonen von Linken, Grünen und der SPD sammelten ihre Truppen, auf dass sich so ein Massenaufstand nie wiederhole. Das war geschafft, nach dem im Winter noch ein paar Unis besetzt und die bürgerlichen Studis komplett verschreckt waren. Interesse an mehr Bildungsgerechtigkeit hatte die Masse an den Unis sowieso nie, schließlich verdankten sie genau dieser ihre Uni-Zulassung.

800 Teach-First-Elite-Studis, die keine Pädagogik oder Lehramt studiert haben, sollen es also richten. Super Plan. Da gab es aber ein paar intelligentere Forderungen während des Bildungsstreiks... diese Leute haben aber keinen Vertrag mit dem Freitag bekommen. Lets get a strike, once again.

RE: Die Föderalismusfalle | 14.03.2012 | 13:11

Ist Christian Füller eigentlich der einzige deutsche Journalist, der über Bildungsthemen schreibt? Es kommt mir manchmal so vor.

Insgesamt gibt es über die Bildungskatastrophen in D viel zu wenig Berichterstattung. Wenn nicht mal wieder Bildungsstreik ist, wird so gut wie gar nicht berichtet. Wer weiß denn schon, wie es in deutschen Hochschulen und Schulen wirklich aussieht - nur die Studierenden, Schüler_innen und die Lehrkräfte.

Die Aussagen der ersteren werden nur referiert, wenn sie spektakuläre Protestaktionen auf die Beine stellen, was in Zeiten von G8 und Bologna immer schwieriger wird (ein willkommener Nebeneffekt dieser grandiosen Reformen),dann wieder zu den Akten gelegt - und die letzteren halten im Zweifelsfall den Mund, bzw. Mitteilungen der Bildungsgewerkschaften tauchen in den Medien auch nur äußerst selten auf.

Zeit für einen neuen neuen Bildungsstreik, 2012 wäre die Gelegenheit günstig, um an die Krisen- und (Bl)occupy-Proteste anzuknüpfen.