Das Bedingungslose Grundeinkommen

BGE Die Hoffnungen vieler in einem Bedingungslosen Grundeinkommen sind groß. Bei einer Gesellschaft der die Arbeit ausgeht scheint das kein Wunder
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Das Bedingungslose Grundeinkommen
Foto: BukTom Bloch / Flickr (CC)

Die Entkoppelung der Arbeit vom Einkommen ist ein wichtiger Schritt in der gesellschaftlichen Entwicklung, doch ist Sie nur ein Schritt. Der Mensch definiert sich nicht nur über die Arbeit die Er verrichtet, auch über das Einkommen das Er dabei erzielt. Der Einkommensunterschied wird dadurch nicht beendet. Die Armut wird, wenn man so will, auf ein neues Level gehoben.

Das BGE kann also nicht der Weisheit letzter Schluss sein, kann aber eben helfen den Konflikt „Arbeiten Wir um zu Leben oder Leben Wir um zu arbeiten, um uns selbst zu verwirklichen.“ Auf ein neues Level heben. Helfen einen neuen (oder eigentlich schon älteren) Gesellschaftlichen Diskurs anzuregen. Die bestehenden Verhältnisse in Frage zu stellen, und das grundlegende Problem zu lösen.

Wie kann jeder den gleichen Zugang zu allen Ressourcen bekommen und das Nachhaltig?

Eine große Aufgabe die das BGE alleine wohl kaum stemmen kann, vor allem braucht es Bildung. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Bei der Bildung, da krankt es an allen ecken und enden. Ein 3. Gliedriges Schulsystem, als wären Wir im 19 Jh. Der Zugang zum Abitur ist Maßgeblich vom Elternhaus abhängig… and again… 19 Jh? Bildung eine finanzielle Frage. Von Experten auch gerne als soziales Problem bezeichnet. Es handelt sich bei den ungebildeten, den armen, ja um sozial Schwache, die Hilfe brauchen. Sozialhilfe. Was für ein merkwürdiger Euphemismus. Das ist die Verdrehung der Worte „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ nur ein Lachnummer gegen.

Man spricht von sozial Schwachen, meint aber arm. Arm an Geld, an Produktionsmitteln, und an Möglichkeiten Ihre Arbeitskraft „gewinnbringend“ zu verkaufen. Also einen Mangel der nicht selbst verursacht wurde (man wurde nicht reich geboren, der Zugang zu Produktionsmitteln funktioniert über Vermögen, menschliche Arbeitskraft wird immer weniger benötigt) Wo ist da hier die Schwäche? Oder meint man mit sozial Schwach, das die Gesellschaft Schwach ist, da Sie ja obwohl totaler Überfluss herrscht, einen Mangel an Versorgung zulässt.

Das der Kapitalismus diese großen Unterschiede, mit all seinen Facetten braucht, steht in jedem guten Ökonomie Buch, nicht aber warum der Mensch diese braucht. Das BGE kann diese Unterschiede nicht beheben, aber einen Denkanstoß geben, warum Sie in einer Überflussgesellschaft unnötig sind. Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens, muss einhergehen, mit einer umfassenden Bildungsreform und nicht zuletzt eine Vergrößerung der Demokratie an sich. Mehr Bürgerbeteiligung, mehr Transparenz und ganz wichtig, mehr Freizeit. Vielleicht eine Begrenzung der täglichen Arbeitszeit. Wenn die Arbeit eh nicht für alle reicht kann man ja Sie neu aufteilen. Durch das mehr an Freizeit, kann viel geschehen, wenn die Bildung und die Möglichkeiten da sind. Das wichtigste ist also schaffen von Möglichkeiten. Möglichkeiten die für alle gleich erreichbar sind.

Das BGE kann dort wichtiger ein Baustein sein, doch nicht das Fundament, das heißt Bildung.

https://www.openpetition.de/petition/online/zur-ueberwindung-des-kapitalismus-damit-es-einen-echten-humanismus-gibt

06:50 04.05.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

T.S. Clarence

"Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt". (Zille)
T.S. Clarence

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