ALG II auf Null absenken: Das Problem der Ernährung

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Ernährung – ein generelles Problem

Wie von diversen Seiten bereits konstatiert wird, stellt die Ernährung ein prinzipielles Problem bei vielen Menschen dar. Nicht nur der Konsum von Genussmitteln, auch die Ernährung an sich, die vielfach auf Fertiggerichte, die unnatürliche Aromastoffe etc. enthalten, ausgerichtet ist, beeinträchtigt die Gesundheit der Arbeitssuchenden und somit auch ihre Leistungsfähigkeit. Oft sind Trägheit, Fettleibigkeit, Atemlosigkeit oder, auch durch fehlende körperliche Ertüchtigung beeinflusst, dauerhafte Veränderungen des Gelenk- und Bewegungsapparates die Folge. Hier wird oft damit argumentiert, dass es zur Selbstbestimmung gehört, sich ggf. auch untypisch oder gar ungesund zu ernähren. Außer Acht gelassen wird, dass es sich hier um eine, wenn auch gesellschaftlich weitgehend anerkannte, Selbstschädigung handelt. Selbstschädigungen, die nicht mit der Ernährung zusammenhängen, werden in den meisten Fällen als Zeichen für eine Behandlungsbedürftigkeit angesehen – Psychotherapien sollen helfen, die Ursache des schädlichen Verhaltens zu erfassen und auf lange Sicht gesehen, die Selbstschädigungsabsichten nicht mehr zu hegen. Beim Thema Ernährung wäre hier zuallererst Aufklärung, wie auch Disziplinierung angeraten. Selbstverständlich sollte auch eine ärztliche Behandlung angestrebt werden.

So der Vorschlag, Häuser, die vielen Personen Platz bieten, für Arbeitssuchende zur Verfügung zu stellen, aufgegriffen wird, so könnten einige der Räume als Gemeinschaftsräume genutzt werden (hier würden eventuell bauliche Maßnahmen notwendig sein, die jedoch langfristig gesehen günstiger wären als die derzeitige Lösung, unter Einsatz vieler Ressourcen den Arbeitssuchenden individuelle KdU zu gewähren. In diesen Gemeinschaftsräumen könnten wöchentlich Informations- oder Filmabende stattfinden, die insbesondere die Wichtigkeit von gesunder Ernährung und körperlicher Ertüchtigung zum Wohl von Leib und Seele darstellen.

Durch die gemeinschaftlich stattfindenden Essen in den Unterkünften würden heute oftmals vereinsamte Arbeitssuchende soziale Kontakte erlangen und dadurch eine Bereicherung ihres Lebens erfahren. Das gemeinschaftliche Essen würde insofern auch sicherstellen, dass die durch die Informationsabende vermittelten Grundlagen zur gesunden Ernährung auch umgesetzt werden. Regelmäßig stattfindende ärztliche Untersuchungen würden hier für die notwendige Statistik und Verbesserungsvorschläge sorgen. Die körperliche Ertüchtigung neben der Arbeit könnte durch gemeinschaftlich stattfindende Sportstunden ermöglicht werden (Frühsport, Sportclubs usw.)

Ferner wäre anzuraten, alle Bewohner der Häuser im Bereich Gartenbau zu schulen und insofern die Ernährungskosten wie auch die Gesundheitskosten, die sich durch falsche Ernährung ergeben (oder durch den Kauf von Nahrungsmitteln), zu verringern oder gar auf Null zu senken. Ein Gemeinschaftsnutzgarten, der sowohl Getreide, Obst, Gemüse als auch Kräuter und Gewürze bietet, wäre hier das Mittel der Wahl, ergänzt durch Getreidemühlen. Schulungen in Bezug auf verschiedenste Konservierungsmöglichkeiten (Salzen, milchsaures Einlegen, Trocknen etc.) Ein Befolgen der Ernährungsratschläge hätte nicht nur eine weitgehende körperliche Genesung zur Folge, das Wissen um Konservierung würde auch ganzjährlich eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln ermöglichen.

20:22 22.10.2009
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Twister

Twister - Datenschützerin, Bürgerrechtlerin, Journalistin und freiberufliche Kassandra, was die Entwicklung in Bezug auf Datenschutz und Überwachung angeht :)
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