Agil bis 67 und senil mit 70 – wie man es eben braucht!

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Im TV gesehen und gehört, dass ältere Menschen nicht mehr die geistige Spannkraft haben, um im Straßenverkehr voll reaktionsfähig / einschätzungsfähig zu sein. Als einen Richtungswert nannte man so ab dem 70. Lebensjahr.

Es wurde nahe gelegt, sich doch dann zu überlegen, den Führerschein zurückzugeben – zumindest aber nur voll bekannte Routen zu fahren. Mit 80 sehr empfehlenswert und an oder über die 90 ohne Frage, wurde eingeschätzt.

Andererseits wurde die Altersgrenze für das Arbeiten auf 67 hochgezogen.

Somit wird (im Schnitt) davon ausgegangen, dass man nach ausgeschöpften agilen Arbeitsjahren innerhalb von drei weiteren Jahren zu senilen Alten zu zählen ist und man ab dann eigentlich „aus dem Verkehr gezogen“ werden sollte – am besten selbst geht.

Spätestens ab 50 bestehen erhebliche Schwierigkeiten, einen Job zu bekommen. Wenngleich statt „Job“ mir lieber wäre, man würde wieder „Arbeit“ sagen, um deren Gewicht besser zu würdigen, gibt es ja ausreichend Arbeit, die allerdings wegen der Kosten lieber auf die weniger werdenden Beschäftigten in Zeit und Menge verteilt wird.

Da klatschen ja die Krankheiten vor Freude in die Hände, wird noch mehr kaputt gemacht als Gutes erreicht.

Diese falsche Arbeitspolitik verhindert ebenfalls auf der anderen Altersseite vielen jungen Ausgebildeten, überhaupt im Berufsleben Fuß zu fassen.

Ach was sind wir doch eine verbildete Gesellschaft.

Keiner übernimmt dafür die Verantwortung.

Niemand weiß Bescheid, aber alle machen mit – und das mit ganzer Kraft!

Da helfen auch keine Ausländer, wenn wir vor uns selbst und unseren hauseigenen Problemen davonlaufen.

08:52 06.11.2010
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Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
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sozenschiss | Community
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