Konsumgüterproduktion (früher) – GesundheitsTAXI (heute)

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Geh’ ich recht in der Annahme, dass nicht jeder sich unter „Konsumgüterproduktion“ der DDR etwas vorstellen kann, so hier ein Beispiel: Im Gothaer Fahrzeugachsen-Betrieb wurden Achsen für Hänger hergestellt. Als Konsumgüter zur Zufriedenstellung von Engpässen oder Bedürfnissen der Bevölkerung stellte man dort auch Raumteiler und Wandgarderobenhalter her. Vorwiegend oder ausschließlich Metall, nutzbare Schweißerarbeiten passten in die Möglichkeiten des Betriebes.

In gewisser Weise wurde damit eine Lösung zugrunde liegender Probleme über diese Konsumgüterproduktion geschaffen oder das Problem zumindest stark verringert.

Was hat das nun mit Gesundheit und TAXI zu tun?

Heute ist der Krankentransport mit Rettungswagen oder dazu existierenden Fahrzeugen des DRK sowie anderer medizinischer Transportleister derart teuer, dass die Kosten, welche auf den Kranken entfallen, von diesem zu oft nicht getragen werden können.

Billiger ist es und wird deshalb praktisch genutzt, ein TAXI zu rufen. Das mag nicht immer transportgünstig sein, ist allerdings Alltagspraxis.

In Gotha ist es deshalb sehr schwer, um die Mittagszeit ganz „normal“ ein TAXI zu bekommen, weil diese für Schülertransporte, Dialyse- und andere Krankentransporte unterwegs sind – müssen ja auch sehen, wo sie bleiben.

Was kann hier anders gemacht werden:

Da stelle ich mir den Aufbau krankentransportfreier TAXI-Vereinigungen vor oder

Rikscha-Fahrgesellschaften zur Entlastung der TAXI und Schaffung ganz individueller Krankentransportmöglichkeiten,

für deren Einrichtung und Funktionsstützung jeder Bürger pauschal 0,1% monatlich einzahlen muss! Wovon und bei wem einzahlen?! Sagen wir mal so: Vom Spritverbrauch zu erheben und beim Optiker einzuzahlen (um die Apotheken zu entlasten).

Sind wir denn schon so krank, dass „normale Verhältnisse“ nicht mehr machbar sind und allein diese Bezeichnung zur Nachfrage Anlass gibt?

14:21 11.07.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare