"Mit Kinderaugen lächelnd betrachtet"

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Unter diesem Titel schrieb ich mein erstes Büchlein.

http://img686.imageshack.us/img686/2486/1buz1.jpg

(ISBN 978-3-00-030726-3)


Zum Inhalt

Kleine Begebenheiten humorvoll kurzweilig angeboten zeigen dem Leser die Wichtigkeit von Kindern, ihrer Probleme und Sichten auf ihr Umfeld.

Erlebtes einerseits mit Kindern und andererseits aus eigener Kindheit/Jugend unterstreicht die Bedeutung achtungsvollen Umgangs mit Kindern begleitet von einem fröhlichen Lächeln.

Blumengeschenk für ein Mädel, Autobahnpolizei begeistert Kinder, Bastelei als Ruhestifter, Umgang mit einem Trotz-‚Böckchen’, Zuckerrübensirup und Ritus des Ausblasens der Geburtstagskerze sind Beispiele reicher Farbenvielfalt der lebensfrohen Geschichtchen.


Meinungen zum Büchlein

„ . . . , von ganzem Herzen danken wir Dir für das hübsche und freundlich-unterhaltsame Büchlein von Uwe! Sage ihm viele Grüße von uns!! Es macht Freude von diesen herzenswarmen kleinen Erlebnissen zu lesen! Die Geschichten sind wie zarte Schmetterlinge, bunt und zart, die einen für Augenblicke erfreuen und bezaubern, und die dann wieder davon flattern, während wir ihnen sehnsuchtsvoll, mit einem Lächeln auf den Lippen hinterher schauen!! …“


„ . . . mit Genuss habe ich die beiden Texte gelesen. Die Geschichte mit dem Oleander ist wunderbar. Wie schön ist es doch, wenn man erst später im Leben erfährt, was man früher gutes erlebt, aber auch gegeben hat. Auch die Geschichte mit dem Gedicht hat mich an ähnliche Situationen aus meinem Leben erinnert. Sie können erzählen, Herr Zerbst, Kompliment!

So freue ich mich auf Ihr Werk, denn diese "kleinen" Geschichten sind wie Perlen, die leuchten.“


Die nachfolgende Kurzgeschichte eröffnet deren Reigen:

Der Trick mit einer Blume

Es war in Gothas Innenstadt. Eine Mutti mit ihrem wohl knapp dreijährigen Mädchen kam mir den Brühl hinunter entgegen. Sie mussten gerade in dem nahen Blumengeschäft gewesen sein, denn die Kleine trug einen großen in Papier gepackten Blumenstrauß so, dass sie über ihn hinweg kaum den Weg sehen konnte. Vergeblich bat die Mutti, ihr doch den Strauß zu geben.

Da kam mir ein problemlösender Gedanke! Schnell war ich bei der Blumenfrau und kaufte eine Gerbera, die ich auf 20 cm kürzen ließ, was der Blumenfrau sichtlich wehtat, weil dies doch eine so stolze und lange Blume war. Damit eilte ich zu den beiden, hockte mich vor das Mädel und fragte die Mutti, ob ich ihm die Blume schenken dürfe. Ihr „Ja” war von verständnislosen Augen begleitet.

Das Mädchen freute sich und nahm in ihre Rechte diese handfreundliche Gerbera. Als ich aber sagte, dass sie nun den großen Strauß am besten der Mutti geben könne, schüttelte die Kleine den Kopf. Beide gingen weiter. Etwas enttäuscht sah ich ihnen nach.

Allerdings nach wenigen Schritten blieben sie stehen. Das Kind gab der Mutti den Strauß, der doch allein in einer Hand bedrohlich hin und her wackelte. Dann sahen sich beide nach mir um. Wir lächelten alle drei! Das Mädchen winkte glücklich mit ihrer Blume, die sie fest in der einen Hand hielt, während ihre andere in der Hand der Mutti verschwand.

So hatte ich mein Ziel doch erreicht, denn der Strauß war bei der Mutti - außer Gefahr! Es war ein zeitlich kleiner Funke dieses Tages. Aber immer wieder werde ich an diesem Ort Gothas daran denken.

08:41 09.06.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare 1

Avatar
lausemaedchen | Community