Verdammte Schweinerei? Nein, Menschen!

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Noch heute erinnere ich mich daran, dass Weimar den Ruf einer sauberen Stadt genoss. Wenn wir mit der Bahn aus Jena ankamen und die Straße in die Stadt hinein liefen, war das wohltuend zu sehen. Vom Jenaer Westbahnhof in die Stadt war es der krasse Gegensatz.

Nun mag sich Einiges geändert haben in den letzten 40-50 Jahren. Aber sauberer wurde es garantiert nicht!

Taubenkot auf dem Gehweg – na gut, da kann man eigentlich nur ab und an die Stellen richtig sauber machen. Aber Hundehaufen unterschiedlichster Größe, zerbrochene heruntergefallene oder –geworfene Flaschen sollten vermeidbar sein schon wegen der Verletzungsgefahr, Papier sowie Dosen und Pappbehälter, damit die vielen Zigarettenkippen nicht auffallen, müssen aber wahrlich nicht sein.

Freilich ist es niemand gewesen und wagt sich auch kaum einer noch, etwas zu sagen. Aber schlimm sieht es aus und macht wahrlich keinen guten Eindruck!

Gestern war Shopping-Nacht in Gotha. Und heute Vormittag sah man neben den erfreulich immer zahlreicher werdenden Besuchern die Schweinerei auf den Straßen von vielfältigsten Fallengelassenen! Und diese Besucher sahen das ja auch! Doch was heißt hier „Schweinerei“! Diese Tiere können ja nun wahrlich nix dafür. Es sind die Menschen - wir!

In Erinnerung an 20 Jahre Deutscher Einheit, als der Ruf galt „Wir sind ein Volk!“, kann man da fast naserümpfend feststellen: „Und was für eins!“

Für eine derartigen „Dreckgemeinschaft“ fehlt mir jegliches Verständnis. Ja, nicht nur bei größeren Veranstaltungen und auch nicht nur in Gotha stelle ich diese Verdreckung fest. So gesehen graut mir da fast vor dem 13. Thüringentag (2011) in Gotha.

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Wenn wir zum Essen mit Gästen daheim zusammensitzen, steht immer ein Abfallteller mit auf dem Tisch. Wenn wir unterwegs sind, gibt es immer einen Abfallbeutel für die Abfälle und Reste und wird dessen Inhalt daheim entsorgt. Das sind Praktiken aus eigenen Kindheitserfahrungen. Wer ist heute den Kindern dafür Vorbild, damit auch sie diese Mindestanforderungen ihr Eigen werden lassen?

Dieses Thema ist zu klein? Ganz und gar nicht, weil derartige „Schweinereien“ durchweg in allen Lebensbereichen zu erleben sind und somit meines Erachtens zu einem Grundübel unseres Heute zählen.

14:56 04.09.2010
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Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
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