Verfassungsschutz wirbt (unan)ständig für DIE LINKE

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Worüber man ständig spricht, was immer im Focus ist, das ist von Interesse – wenigstens mal hinzusehen. So gesehen sind die Sammlungen öffentlich zugänglicher Schriften der LINKEN und ihrer eindruckvollsten Führungskräfte einerseits auch als Werbung für diese Partei und auf der anderen Seite auch als Nachlese-Schulung der Verfassungsmitarbeiter zu sehen.

Wenn man die Maueröffnung als Parteiauftrag des ZK der SED sieht, die damalige BRD von innen aufzuweichen, weil man sie nicht „überholen ohne einzuholen“ konnte, wenn man die jüngst „wissenschaftlich“ begründete Wirkung der STASI auf das Gemüt der Ostdeutschen und deren Unselbständigkeit zu sehen hat, dann wird es sich bei der weiter erlaubten Be(spitzelung)obachtung des Bodo Ramelow und seiner Parteigenossen um ferngesteuerte Verfassungsschützer durch STASI-Links handeln können.

In der politischen Praxis Deutschlands ist es üblich, dass die Fehler der Regierenden durch Gerichte geradegebogen oder in ihrer schlechten Auswirkungen abgeschwächt werden mussten / müssen.

Nun sucht man nach Politikern, welche das Grundgesetz gegen Falschauslegungen der Richter verteidigen.

Wenn es nicht zum Weinen wäre, könnte man ja über den Rummel um die LINKEN als ständige Werbung nicht böse sein. Das tun ja auch schon die Politiker, welche begründen wollen, dass diese LINKEN nicht regieren können, weil sie damit schier einen Knoten in Hirn und Mund einbauen – und an den eigenen „Argumenten“ vergeblich zappeln.

Wenn wir jetzt noch vor einer unmittelbaren Wahl stünden, könnte ich fast wetten, dass man wieder einmal „zwei ganz neue Blätter“ (aus den seit Jahren vorliegenden Unterlagen) ins Rampenlicht bringen würde, um „Gregor Gysi und die STASI“ zum Thema zu machen.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Angst riesig ist und die wildesten Früchte treibt, um bitte nicht rechts fahrend von den LINKEN überholt zu werden.

Wenn die überwiegende Anzahl der Bundesbürger findet, dass die LINKEN als normalen Bestandteil der demokratischen Parteienlandschaft zu sehen sind, dann werden praktisch die Anderen wirklich politische Strukturänderungen anstreben. Allzu lange dauert das nicht mehr.

17:52 23.07.2010
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Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
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