Weshalb soll die Krise eigentlich überwunden sein – und welche?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

In das neue Jahr etwas hineingefeiert, weniger geschlafen, den fast sonnigen Feiertag genossen – keine Vorsätze für 2011. Privat mag das wohl gehen. Doch die Bundeskanzlerin schäumte förmlich in „Friede-Freude-Eierkuchen“ – mit welchem Grund? Alles schönreden, die Ziele fast schon als erreicht benennen, liebe Mitbürger, das ist Augenauswischen lässt es mir kalt den Rücken runter laufen vor dem, wie diese angeblich in den Griff bekommenen Krisen noch zuschlagen werden und die Maßnahmen dagegen als zu wenig und gar falsch Lügen strafen werden!

Wie werden die Banken denn nun kontrolliert, dass sie nicht so weitermachen, wie, als man sie erwischte? Wo doch international alle gleichermaßen in die Taschen der Steuerzahler griffen und greifen? Ganz abgesehen von den Maßnahmen gegen Personen oder Institutionen, die sich schuldig machten und machen?

Wo von Aufschwung gesprochen wird und Hartz-IV immer noch überhaupt ein Thema ist und nicht längst beseitigt wurde, wo dessen Erfinder heute halbherzig dagegen angehen, da muss man den Glauben verlieren.

Statt auf ein Kinderfreundliches Land zuzusteuern, teilt man in „Hartz-IV-Kinder“, am Rand von Hartz-IV lebende, besser davon kommende bis hin zu den „wohlgestellten“. Pfui-Teufel!

Die Neujahrsansprache unsere Thüringer Ministerpräsidentin Lieberknecht war wenigstens mit Fakten bestückt, betonte das Gute / Geschaffte, ohne es hochzujubeln und anderes vergessen machen zu wollen. Sie sprach zu den Bürgern und Thüringern – schon besser.

Bin wirklich gespannt, wann (außer im Zirkus) auch die Jugendlichen und Kinder angesprochen werden und nicht nur in den „Familien“ Erwähnung finden.

Um noch einmal auf die Krisenüberwindung zu sprechen zu kommen: Wir haben einige Krisen aufs Korn genommen – von der Vielzahl der uns umzingelnden Krisen. Auch nur eine überwunden zu haben, ist Blindheit vor der Praxis.

23:57 01.01.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

udz

Freundliches und achtungsvolles Begegnen sind mir Leitfaden.
Schreiber 0 Leser 0
Avatar

Kommentare 2