RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 25.03.2019 | 19:43

Mir hat die Veranstaltung gut gefallen. 40 Teilnehmer sind für ein Thema, welches die deutschen Medien totschweigen, nicht schlecht. Bereichert wurde die Diskussion auf der Buchvorstellung durch die Kulturwissenschaftlerin Jefgenia Biltschenko, die an Universitäten in Kiew lehrt und von einer Maidan-Anhängerin zu einer Gegnerin der Regierung in Kiew geworden ist, und das trotz Druck vom SBU auch öffentlich kundtut.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 23.03.2019 | 09:47

Offensichtlich handelt es sich um die Flagge der ukrainischen Nationalisten OUN/UPA, die im Zweiten Weltkrieg mit der deutschen Wehrmacht kooperierten und an Pogromen gegen Juden und Polen beteiligt waren.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 22.03.2019 | 21:55

Ich habe Sie nach konkreten Zitaten von Oleg Musyka gefragt, die belegen, dass er nationalistische Positionen vertritt. Statt dieser Zitate eiern sie rum und erzählen uns was von Parteien in der Südukraine, denen Musyka nie angehört hat. Auch "nationalistische Positionen" aus dem Programm der Partei Rodina, haben sie bisher nicht geliefert. Stattdessen nur Behauptungen, aber keine Quellen, keine eindeutigen Zitate. Dass Musyka 2014 mit Reichsbürgern auf einer Bühne stand, war wohl ein Versehen und ist seitdem nicht mehr vorgekommen. Er kam als Flüchtling nach Deutschland und freute sich wohl erstmal über alle, die sich für den Brandangriff auf das Gewerkschaftshaus interessierten und sich mit den Opfern solidarisierten. Ich habe den Eindruck, dass Sie, mbert, auf Musyka nur rumhacken, weil er ein glaubwürdiger Zeuge eines schrecklichen faschistischen Verbrechens ist. Warum jagen sie statt Oleg Muzyka nicht die realen ukrainischen Nazis, die auf den Straßen in der Ukraine Andersdenkende, Oppositionelle, Jugendliche mit den "falschen Klamotten", Roma und Kriegsveteranen mit dem Georgs-Bändchen überfallen? Über Asow, Nationaler Korpus, Rechter Sektor habe ich von Ihnen in den letzten fünf Jahren noch KEIN EINZIGES kritisches Wort gehört. Sehr verdächtig!

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 22.03.2019 | 09:56

Sie und mbert versuchen Oleg Musyka als Menschen mit Unterstellungen zu demontieren. Schon seit Monaten, wenn nicht seit Jahren. Aus einem Opfer, der im Gewerkschaftshaus fast an Feuer und Qualm erstickt wäre, machen sie einen gefährlichen Täter, einen homophoben russischen Nationalisten. Nicht ein Wort des Mitgefühls für die überstandenen Qualen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden, immer nur draufschlagen ...

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 22.03.2019 | 06:44

"Ich bin Ukrainer. Ich spreche, denke und fühle jedoch auch russisch, in der russischen Kultur habe ich meine Wurzeln. Die will ich mir nicht nehmen lassen. Noch vor Jahren gab es hier keine Probleme damit, in der Hafenstadt Odessa existierten traditionell viele Kulturen gleichberechtigt nebeneinander. Wenn wir zusammensaßen, tranken und uns unterhielten, sprachen wir in verschiedenen Sprachen und sangen gemeinsam, ukrainische, russische oder jiddische Lieder. Jetzt verlangt man von uns, nur noch ukrainisch miteinander zu verkehren. Diese Bevormundung, ja Unterdrückung eines Teils unserer Kultur verlangte nach Widerspruchg und notfalls auch Widerstand."

Oleg Muzyka

(Zitat aus dem Buch "2. Mai Odessa. Fünf Jahre danach". edition ost und litinwest, Berlin 2019, S. 28)

Frage 1: Reden so "russische Nationalisten"?

Frage 2: Ist es nicht schäbig, Jemanden, der nur mit Not den Brand-Angriff auf das Gewerkschaftshaus von Odessa überlebt hat, zum Täter zu stempeln?

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 21.03.2019 | 23:11

Können Sie Sätze aus dem Programm der ukrainischen Partei Rodina zitieren, die Ihrer Meinung nach russisch-nationalistisch sind? Nur zu, ich warte.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 21.03.2019 | 21:01

Dass der Kollege Muzyka überhaupt vom "homosexuellen Europa" gesprochen hat, konnten Sie bisher nicht beweisen. Oder glauben Sie im Ernst, ich nehme ein Video auf dem man ausschließlich Fahnen sieht aber keine Gesichter von Menschen geschweige denn das Gesicht von Oleg Muzyka, als Beweis?

Im übrigen interessiert mich ihre Hetze gegen Musyka nicht. Sie betreiben nichts weiter als Rufmord. Bisher konnten sie noch keinen einziges Zitat von dem von mir geschätzten Oleg Muzyka vorlegen, in dem er persönlich nationalistisches Zeug redet.

Wenn sich Jemand dafür einsetzt, dass man am 9. Mai in der Ukraine den Sieg der Sowjetunion über den Faschismus feiert, ist das für sie "russischer Nationalismus". Für mich ist das gesunder Menschenverstand und Geschichtsbewusstsein.

Alle ihre angeblichen "Beweise" über den Antifaschisten Oleg Musyka sind keine Zitate von ihm, sondern Geschichten von Dritten, die sie irgendwo aufgeschnappt haben. Auch durch die ständige Wiederholung werden diese aufgeschnappten Geschichte und aus dem Internet copierten Textbausteine nicht wahrer.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 21.03.2019 | 09:53

Auch nach dem Maidan können Homosexuelle ihren Gay Pride in Kiew doch nur unter massiver Polizeibewachung abhalten. In der Ukraine und Russland gibt es nun mal eine andere Kultur. Viele Menschen in Osteuropa wollen unsere europäische Kultur nicht. Das ist keine Erfindung von Muzyka, sondern eine breite Massenstimmung. Man kann das schlecht finden. Aber die Osteuropäer nach den zur Zeit in Deutschland angesagten Kriterien zu messen und ihnen das immer wieder vorzuhalten, führt zu nichts außer dem Gefühl, "wir sind die Besseren".

RE: Maidan - Beschwören des Heldenmuts | 12.03.2019 | 19:38

Können Sie einen rechtsradikalen Artikel von Wehrschütz aus den letzten 17 Jahren vorlegen?

RE: Maidan - Beschwören des Heldenmuts | 11.03.2019 | 13:15

Der Fernsehjournalist Christian Wehrschütz sagt in dem Interview mit dem ukrainischen Fernsehkanal 112 zu dem Einreiseverbot gegen seine Persoen, "das ist wirklich ein Angriff auf das freie Wort und nichts anderes". Ich vermisse von Kolobok und den anderen Unterstützern der Kiewer Regierung hier, dass das Einreiseverbot gegen Wehrschütz als Angriff auf das freie Wort verurteilt wird. Auch die deutschen Medien und die DJU schweigen zu dem Fall. Stattdessen redet man lieber über Journalisten-Verfolgung in der Türkei. Aber die Ukraine genießt in den deutschen Medien nun mal einen Sonderstatus. Die Regierung genießt den besonderen Schutz der Bundesregierung. Sie kann im Grund machen was sie will. Nichts dringt zu den deutschen Lesern.