RE: Wie Nazis in Kiew die Oberhand gewinnen | 20.07.2018 | 05:29

Nichts auf dieser Welt verläuft eindimensional. Es gibt in der Ukraine eine starke faschistische Tendenz. Doch es kommt vor, dass diese Tendenz auf westlichen Druck hin abgeschwächt wird. So wurde die von der Rada im Frühjahr 2014 beschlossene Abschaffung des Regionalsprachengesetzes, welches die russische Sprache begünstigte, auf westlichen Druck hin, eingefroren. Durch ein im letzten Jahr beschlossenes Gesetz wird die russische Sprache aber nun doch aus den Schulen in der Ukraine verdrängt.

Auch die Tatsache, dass der Hromadske-Redakteur Igor Budryg wegen Beschimpfung von Nazis von seinem Arbeitgeber beurlaubt wurde, zeigt, dass der westliche Einfluss in der Ukraine begrenzt ist und nur zu kosmetischen Verbesserungen führt.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 17.07.2018 | 10:50

"Merkwürdigerweise leugnet Russland allerdings bis heute, es handele sich um Völkermord."

1. Russland bestreitet das völlig zu Recht. Denn es gibt keine Beweise dafür, dass die Hungersnot von der sowjetischen Führung bewusst herbeigeführt worden war, um die Ukrainer schädigen oder zu bestrafen. Oder können Sie aus Protokollen der KPdSU-Führung zitieren, dass es eben dieses Ziel gab?

2. Anstatt die Hungersnot in der Ukraine unter der Beteiligung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern - auch aus Russland - aufzuarbeiten, wird die Hungersnot von der Führung in Kiew instrumentalisiert, um eine Isolation der Ukraine von Russland zu "begründen".

3. Die Isolation von Russland und die totale "Ent-Sowjetisierung" und "De-Kommunisierung" der Ukraine (nach dem Modell Islamischer Staat mit Denkmäler-Sturz, Städteumbenennungen, Verbot linker Parteien) ist wiederum nötig, um die Ukraine zum Druckmittel der aggressiven und russophoben Kreise gegen Russland zu machen.

4. Massengräber mit erschossenen Regierungsgegnern aus der Stalin-Zeit sind keine ukrainische Besonderheit. Es gibt sie auch in Russland. Von der russischen Menschenrechts-Organisation Memorial gibt es dazu zahlreiche Veröffentlichungen. Die Existenz von Massengräbern in der Ukraine sind also nicht geeignet, eine anti-russische Politik zu begründen.

5. Es gibt keinerlei Hinweis dafür, dass die Ukraine die Verbrechen aus der Stalin-Zeit wissenschaftlich gründlicher aufarbeitet als das in Russland der Fall ist. Gründlicher heißt für mich, transparent und unter internationaler Beteiligung.

6. Die Sowjetunion war eine Völkergemeinschaft. Die Ukraine, Georgien und andere ehemalige sowjetische Staaten, sind ebenso historische Nachfolger der Sowjetunion wie die Russische Föderation. Alle diese Staaten haben die Verpflichtung ihre Geschichte während der Stalin-Zeit und das Mittun der eigenen nationalen Elite aufzuarbeiten. Eine besondere russische Verantwortung für Verbrechen auf dem Territorium der Sowjetunion, für Dürre und dadurch verursachte Hungerkatastrophen von russischer Seit gibt es nicht.

7. Diese "besondere Verantwortung" Russlands ist ein Trick der Transatlantiker, der Nationalisten in der Ukraine, Polen und den baltischen Staaten, um Russland in die ewige Rolle des Büßers zu drängen und die Errungenschaften der Sowjetunion im Bildungsbereich, in der Gesundheitsversorgung, bei der Industrialisierung eines riesigen agrarisch geprägten Staates zu einer Nation mit Leistungen in der Raumfahrt und den von Russen, Ukrainern, Georgiern, Tschetschenen und anderen Völkern gemeinsam errungenen Sieg gegen Hitler vergessen zu machen.

8. Der russische Präsident hat mehrmals an Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Repressionen in der Stalin-Zeit teilgenommen, zuletzt am 30. Oktober 2017, als Putin an der Einweihung eines großen Denkmals für die Opfer der Repression in der Moskauer Innenstadt teilnahm. Ich hatte auf in diesem Blog darüber berichtet.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 16.07.2018 | 20:17

"Und das bezeichnen Sie nicht als staatlich organisierten Völkermord an die Ukrainer? Und machen denen noch den Vorwurf, wenn die daraus einen Gedenktag machen? Sie bezeichnen das quasi als Russophobie? Und vergessen auch noch, die Überlebenden durften bis Ende der 80er Jahre nicht einmal über das Erlebte reden?"

Sie verdrehen meine Worte. Ich bin nicht gegen das Gedenken an eine Hungerkatastrophe. Ich bin dagegen, dass man eine Katastrophe für die anti-russische Propaganda ausschlachtet. Und um nichts Anderes ging es bei dem Holodomor-Gedanktag.

Wenn es dem damaligen Präsidenten Juschtschenko um die Opfer der Hungerkatastrophe gegangen wäre, dann hätte er einen Gedenktag zum Gedenken an alle Opfer der Hungerkatastrophe Anfang der 1930er Jahre veranstaltet, also zusammen mit Russen und Kasachen. Aber es ging ihm darum, die Ukraine gegen das heutige Russland aufzuhetzen. Mit den Stalinschen Säuberungen hat das heutige Russland, dass dem Stalinismus schon x-mal abgeschworen hat, sowenig zu tun, wie die heutige Ukraine.

O-Ton ex-Präsident Viktor Juschtschenko: "Das Ziel war es die Ukraine ausbluten zu lassen, ihr die Kraft zu nehmen und ihr so die Möglichkeit zu nehmen, die ukrainische Staatlichkeit wieder herzustellen."

Diese Behauptung des ukrainischen ex-Präsidenten ist völlig unlogisch und nicht bewiesen. In der Sowjetzeit wurde die Ukraine erst industrialisiert, also stark gemacht. Es wurden hunderte von Fabriken und Wasserkraftwerke gebaut. Was für einen Sinn soll es machen, dass die Sowjetunion sich absichtlich Schaden zufügt, und das bewusst und planmäßig, wie sie unterstellen, Millionen arbeitsfähige Menschen vernichtet?

Nicht die ukrainischen Nationalisten haben die Ukraine industrialisiert, sondern die sowjetischen Kommunisten. Petro Poroschenko, ein ukrainischer National-Liberaler, ist gerade dabei die Ukraine wieder zu deindustrialisieren und das Land mit Haut und Haaren den westlichen Konzernen als Absatzmarkt auszuliefern.

Sie müssen die sowjetische Geschichte schon in ihrer Gänze betrachten. In der sowjetischen Führung saßen nicht nur Russen. Breschnjew und Chrutschow kamen aus der Ukraine, Stalin aus Georgien. Und an den Stalinschen Säuberungen waren in den 1930er Jahren auch ukrainische und georgische kommunistische Funktionäre beteiligt.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 15.07.2018 | 05:44

„Anders sieht es eben aus beim "Gaskrieg" von 2005: unmittelbar nach der Wahl Juschtschenkos wurden die Gaspreise massiv erhöht, was die Wirtschaft der kritisch vom russischen Gas abhängigen Ukraine in eine kritische Situation brachte.“

Die Erhöhung des Gaspreises vom subventionierten Preis auf den internationalen Standard, der auch bei anderen Abnehmern in Mittel- und Westeuropa üblich war, hatte damit zu tun, dass der neugewählte Präsident Viktor Juschtschenko eine außenpolitische Kehrtwende vollzog und die freundlichen Beziehungen zu Russland abrupt abbrach.

Juschtschenko erklärte, die Ukraine müsse Mitglied der NATO werden.

Familiär waren die Verbindungen des neuen ukrainischen Präsidenten mit den USA bereits sehr eng. 1998 hatte Juschtschenko die US-Amerikanerin Katherine Chumachenko geheiratet. Chumachenko hatte seit 1986 als Assistentin des US-Ministers für Fragen der Menschenrechte gearbeitet und entstammte einer ukrainischen Familie. Ihre Eltern waren von den Nazis als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt worden, von wo sie 1956 in die USA übersiedelten.

Um die Ukrainern für den NATO-Beitritt bereit zu machen, versuchte der Nationalist Juschtschenko die Ukraine als „ewiges Opfer Russlands“ in den Köpfen der Menschen zu verankern. Das Vehikel dafür war die Installierung eines „Holodomor“-Gedenktages. Juschtschenko behauptete, die Hungersnot in der Ukraine Anfang der 1930er Jahre (in der Ukraine genannt auch Holodomor) sei ein von der Sowjetunion vorsätzlich geplanter Völkermord gegen die Ukrainer gewesen. Belege für diese These gibt es nicht. Der ganze Süden der damaligen Sowjetunion bis hin nach Kasachstan war von einer Hungersnot erfasst. In der Ukraine und Russland starben jeweils drei Millionen, in Kasachstan eine Million Menschen. Die Gründe der Katastrophe waren Dürre und die Folgen der Zwangskollektivierung.

Auf dieser nationalistischen, antirussischen Welle ritt also dieser Juschtschenko. Warum sollte ihn Russland dafür mit einem subventionierten Gaspreis sponsern?

Doch der Holodomor-Gedenktag war für Juschtschenko noch nicht genug. Im Oktober 2007 bzw. 2010 verlieh der damalige Präsident der Ukraine den Hitler-Kollaborateuren und Führern der Ukrainischen Aufstandsarmee, Roman Schuchewitsch und Stepan Bandera, den Titel „Helden der Ukraine“.

Mbert, sie behaupten die Ukrainer wollten sich aus freien Stücken westlich orientieren. Doch für mich ist offensichtlich, dass diese Orientierung den Ukrainern vom Staat mit aufgezwungen wird. Seit 2014 wird alles was an die Sowjetunion und das friedliche Zusammenwirken von Russen und Ukrainern erinnert, vom Staat abgeschafft. Es gibt keine Volksabstimmungen darüber. Ein Institut für nationale Erinnerung ordnete die Umbenennung von tausenden Städten an. „Sowjetische“ Denkmäler werden abgerissen und der gemeinsame Feiertag von Ukrainern und Russen zum Sieg über den Hitler-Faschismus abgeschafft. Viele russische Filme und Bücher sind in der Ukraine jetzt verboten. Dostojewski und Tolstoi dürfen wegen „imperialer Positionen“ nicht an ukrainischen Schulen unterrichtet werden. Ab der vierten Klasse darf in der Ukraine nicht mehr auf Russisch unterrichtet werden.

Man sieht, Juschtschenko und Poroschenko, haben die Ukrainer einer Gehirnwäsche unterzogen, die das Land für die Nato sturmreif machen soll. Von einer freiwilligen, urwüchsigen Westorientierung, von der sie reden, kann keine Rede sein. Es ist nichts anderes als Zwang, schlimmer als zu Zeiten der Sowjetunion. Der neue Zwang kommt nicht unter der roten Fahne sondern unter der Fahne von „Freedom and Democracy“ daher.

Den Vorwurf den man der russischen Führung machen kann, ist nicht die Erhöhung des Gaspreises sondern das die kulturellen Beziehungen zur Ukraine vernachlässigt wurden. Ukrainische Intellektuelle mussten sich seit 1991 bei von westlichen Stiftungen gesponserten NGOs verdingen, um in der wirtschaftlichen Dauerkrise zu überleben. Von Russland gab es keine großzügigen Stipendien für ukrainische Wissenschaftler und Politiker, wie es sie von westlichen Staaten gab. Der Westen bildete eine neue ukrainische Elite aus. Russland nutzte seine Möglichkeiten auf diesem Feld nicht und wurde schließlich von der Orangenen Revolution und dem Maidan überrascht.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 14.07.2018 | 14:50

Er ist neu in der FC, zumindest unter diesem Namen. Alle seine Posts in der FC hat er zu meinem Beitrag "14 ukrainische Soldaten ..." abgegeben. https://www.freitag.de/autoren/clausthal/@@kommentare

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 14.07.2018 | 13:07

Sie tun so, als ob die Menschen in der Ukraine völlig frei entscheiden dürfen und beklagen Einmischungsversuche nur von Seiten Russlands. War es nicht aber die EU, welche die Ukraine im November 2013 vor die Entscheidung stellte, entweder Zollunion (mit Russland) oder EU-Assoziation? War das denn keine Erpressung? Und dass die Nato überall in der Ukraine massiv dabei ist, ukrainische Soldaten auszubilden und das Land so faktisch an sich zu binden, ist das denn keine Einmischung? Auf Truppenübungsplatz Jarowsk im Gebiet Lviv bilden Nato-Soldaten aus den USA und Kanada seit 2014 ukrainische Soldaten aus. Im Schwarzen Meer findet gerade das x-te NATO-Sea-Breeze-Manöver mit Soldaten aus der Ukraine und anderen Schwarz-Meer-Anrainer-Staaten statt. Die USA lieferten an die Ukraine dieses Jahr Panzerabwehr-Raketen. Und es ist wohl kein Geheimniss, dass die NATO mit Experten an der Trennlinie zu den "Volksrepubliken" präsent ist. Die Überführung von verletzten ukrainischen Soldaten nach Deutschland ist übrigens auch Teil dieser Anbindung der Ukraine an Nato-Strukturen. Die Bundeswehr schickt extra ein Lazaret-Flugzeug nach Kiew. Und der Bundeswehr Sprecher betont in Kiew wie wichtig diese medizinische Unterstützung der ukrainischen Armee ist. Hier geht es doch um knallharte politische und wirtschaftliche Interessen. Nur die deutschen Medien schlafen und wollen das Alles nicht sehen.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 14.07.2018 | 12:13

„Ob wir das doof finden oder nicht, wünscht sich die überwältigende Mehrheit der Menschen in der Ukraine eine Westorientierung - und da in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet und das Land souverän ist, haben wir das ganz einfach zu respektieren.“

Hier hat der Autor geschrieben, was er sich wünscht. Die Realität sieht aber anders aus. Wie das Kiewer Institut für Soziologie in einer am 7. Mai 2018 veröffentlichten Umfrage herausfand, sind nicht die Mehrheit der Ukrainer sondern

+ nur 45,9 Prozent für die Mitgliedschaft der Ukraine in der EU und nicht die Mehrheit sondern

+ nur 41,4 Prozent der befragten Bürger für die Mitgliedschaft in der NATO.

+ 37,8 Prozent der Befragten unterstützen einen NATO-Beitritt nicht.

Die westlichen Medien tun seit 2013 so, als ob die Hunderttausend Menschen, die auf dem Maidan demonstrierten, „die Ukraine“ sind. Aber offenbar gibt es noch eine andere Ukraine. Nur wird sie von den großen deutschen Medien totgeschwiegen.

Nach der erwähnten Umfrage sind

+ 8,9 Prozent der Ukrainer der Meinung, das Land solle sich der von Russland, Kasachstan u.a. Ländern gebildeten Zollunion anschließen.

+ 31,6 Prozent der Befragten sind der Meinung, das Land solle sich weder in die EU noch in die Zollunion streben.

An der Umfrage, die vom 5. bis zum 19. April stattfand, nahmen 2004 erwachsene Menschen aus allen Regionen der Ukraine teil.

Man sieht, die Ukraine ist ein in außenpolitischen Fragen absolut nicht einheitliches Land.

Doch ungeachtet dieser unübersichtlichen Stimmung hat die Werchowna Rada unmittelbar nach dem Staatsstreich, im Dezember 2014 zwei Gesetze verabschiedet, mit denen sich die Ukraine vom blockfreien Status verabschiedet. Im Juni 2016 wurden weitere Gesetzesänderungen vollzogen, mit denen der NATO-Beitritt als Ziel der ukrainischen Außenpolitik festgeschrieben wurde. Bis 2020 soll will die Ukraine ihre Streitkräfte vollständig den NATO-Standards anpassen.

Nach der Umfrage bewerten übrigens nur zehn Prozent der Ukrainer das Wirken von Petro Poroschenko, dem Freund von Angela Merkel und Jean-Claude Juncker, als positiv. 73,3 Prozent der Bevölkerung meinen, dass die politische Führung das Land nicht in die richtige Richtung führt.

Das heißt für mich, die Ukraine hat nur eine Zukunft, wenn sie blockfrei bleibt, sonst zerfällt sie in Bürgerkriegen und separatistischen Abspaltungen.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 14.07.2018 | 09:45

Sie schreiben, dass die „Volksrepublik Donezk“ „ jedwede humanitäre Unterstützung von neutralen Organisationen abgelehnt haben“.

Das ist falsch.

Tatsache ist, dass kleine deutsche Hilfsorganisationen wie das Aktionsbündnis Zukunft Donbass aus Jena und Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe aus Berlin bis heute medizinische Ausrüstung, Kleidung und Kindernahrung in die „Volksrepubliken“ liefern.

In Donezk arbeitet das Internationale Rote Kreuz. Hier können Sie einen Bericht der Finnin Hanna Leskinen lesen, die in Donezk die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des IRK leitet.

Die beiden Bundestagsabgeordneten der Linken, Wolfgang Gehrke und Andrej Hunko begleiteten 2015 persönlich einen Medikamententransport (finanziert mit Spendengeldern in Höhe von 135.200 Euro) zum Kinderkrankenhaus nach Gorlowka.

Der Organisation Ärzte ohne Grenzen wurde 2015 die Tätigkeit in der „Volksrepublik Donezk“ untersagt. Gegen die Organisation gab es Vorwürfe wegen Spionage und dem nichtlegalen Umgang mit Psychopharmaka. Ich bin mir sicher, dass Ärzte ohne Grenzen eine wichtige medizinische Hilfe für die Menschen leistete, kann mir aber auch vorstellen, dass das Sicherheitsregime in einem Kriegsgebiet äußerst streng ist.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 14.07.2018 | 08:42

Leg mal Deine schwarze Maske ab und die Folterwerkzeuge aus der Hand. Versuche sachlich zu diskutieren, zu argumentieren. Und stell Dich vor, denn Dich kennt hier Niemand.

RE: 14 verletzte ukrainische Soldaten angekommen | 13.07.2018 | 21:55

Die Ukraine oder besser gesagt die Ukrainer sind nicht Opfer einer "russischen Aggression" sondern Opfer eines Staatsstreiches von Nationalliberalen, Nationalisten und Faschisten. Es war ein Staatsstreich, der Millionen russischsprachiger Bürger im Südosten der Ukraine ängstigte. Im Osten der Ukraine gab es als Reaktion Besetzungen von administrativen Gebäuden. Es entstand eine Volksbewegung an der Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen beteiligt waren, von Bergarbeitern bis zu Geschäftsleuten. Ihr Ziel war der Schutz der russischen Kultur und Sprache. Sie wehrten sich gegen das Aufzwingen neuer nationaler Helden, wie den Hitler-Kollaborateuren Roman Schuchewitsch und Stepan Bandera. Details können Sie in diesen Büchern nachlesen: Ein Krieg der Oligarchen, Papyrossa-Verlag, Ulrich Heyden, 2015 und Bürgerkrieg in der Ukraine, Reinhard Lauterbach, edition berolina 2015.

Das Internationale Rote Kreuz arbeitet in den "Volksrepubliken" aber keine deutsche humanitäre Organisation.

Dass ich viel über die negativen Entwicklungen in der Ukraine schreibe hat damit zu tun, dass diese komplett von den großen deutschen Medien ausgeblendet werden. Mein Anspruch ist nicht die gesamte Ukraine abzubilden. Das müssten schon die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland übernehmen. Aber die haben es vorgezogen über die Ukraine nur noch sehr wenig zu berichten, offenbar weil es wenig Gutes zu berichten gibt.

Um sich ohne Sprachkenntnisse über die Ukraine zu informieren, empfehle ich das Lesen der deutschsprachigen oder englischsprachigen Ausgaben der ukrainischen und russischen Nachrichtenagenturen, sowie das Lesen der deutschsprachigen Internet-Portale der Anhänger der ukrainischen Regierung, sowie ihrer Kritiker.