RE: Brennende Wälder in Sibirien | 05.08.2019 | 12:44

Mit Vorsorge ließen sich viele Brände vermeiden. Zu Sowjetzeiten gab es noch spezielle Türme in den Wäldern, von denen aus die Situation in den großen Flächen überwacht wurden. Außerdem gab es spezielle Flugzeuge, welche über den Waldflächen Patrouille flogen. Doch diese Maßnahmen wurden im Zuge neoliberaler Einsparungen abgeschafft.

RE: Brennende Wälder in Sibirien | 01.08.2019 | 11:16

Es gibt einzelne kleine, ökologische Bewegungen und ein gestiegenes ökologisches Bewusstsein. Aber das Thema Ökologie ist noch nicht im politischen Raum angekommen, obwohl Gorbatschow schon 1985 vor katastrophalen Entwicklungen warnte. Ökologie wird nicht als politisches Thema erkannt, welches größere staatliche Ausgaben und ein ökologisches Wirtschaften erfordert.

RE: Brennende Wälder in Sibirien | 31.07.2019 | 21:55

Nein, so denkt in Russland Niemand. Der Wald ist in Russland eigentlich etwas Heiliges, so wie auch die Pilze, die im Wald wachsen und mit großer Begeisterung gesammelt werden. Die sibirischen Regionen habe alle ihre speziellen Probleme und sie brauchen wohl einen größeren Anlauf um mit einer Stimme gegen ökologischen Raubbau in den teilweise nur sehr dünn besiedelten Wäldern aufzutreten. Es gab aber schon eine ökologische Bewegung in Sibirien, die sogar Erfolg hatte. Eine Bürgerbewegung in der Stadt Irkutsk verhinderte 2006, dass eine Ölpipeline Richtung China direkt am Baikal vorbei verlegt wurde. Putin verschob die Pipeline wegen der Proteste 40 km nördlich des Baikal.

RE: Brennende Wälder in Sibirien | 31.07.2019 | 19:13

Der Gouverneur der sibirischen Großregion Krasnojarsk, Aleksandr Uss, erklärte vor ein paar Tagen, man lösche in bestimmten abgelegenen Gebieten im Norden Sibiriens generell keine Brände. Das sei nicht effektiv und zu gefährlich für die Einsatzkräfte. Waldbrände habe es schon vor 500 Jahren gegeben. Das sei normal. Eisberge würde man ja auch nicht versenken, weil einem im Winter kalt ist. Über die Folgen für die Tierwelt und die Menschen, die unter giftigen Gasen leiden sprach der Gouverneur nicht. Er sprach auch nicht darüber, dass die sibirischen Wälder ein wichtiger Sauerstoffproduzent für die Welt sind. Und er sprach nicht über den illegalen Holzeinschlag, der sich nach einem Bericht von "Moskowski Komsomolez" oft mit den Feuerzentren deckt. Vieles spricht dafür, dass die illegalen Holzfäll-Unternehmen, die Spuren ihrer "effektiven" Holzgewinnung durch Feuer vertuschen. Wie Aufnahmen von google.maps zeigen, gibt es in den sibirischen Wäldern ein massenhaftes Abholzen. Dass sibirische Wälder abgeholzt und das Holz nach China gebracht wird, hat dramatische Ausmaße angenommen, wie eine Video-Reportage der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" zeigt. Unklar ist, ob sich in den Weiten Sibiriens Jemand mit Wiederaufforstung beschäftigt.

RE: Blinde Weißwäscher | 22.07.2019 | 10:38

Ich bin etwas verwundert. Sie haben hier auf meinem Blog drei Jahre lang die Politik von Poroschenko fanatisch gegen J E D E Kritik von mir und Anderen verteidigt. Dass in der Ukraine etwas falsch läuft, wollten Sie noch nicht mal im Ansatz eingestehen. Und nun stehlen Sie sich klammheimlich auf die Seite von Selenski ... Das ist kein guter Stil. Vielleicht erklären Sie uns ihren Meinungswechsel? Was ist aus Ihrer Sicht der Unterschied zwischen "Se" und "Poro"? Vielleicht gibt es ja auch irgendwo einen Post, einen Artikel oder sonst etwas von Ihnen, wo Sie Ihre Sicht zur Situation in der Ukraine genauer erklären? Für einen Link wäre ich dankbar.

RE: Blinde Weißwäscher | 21.07.2019 | 21:05

Herr Jonas, Sie bekämpfen mich hier in der Freitag-Community seit Jahren unerbittlich zusammen mit ihren Freunden von der Pro-Poroschenko-Kampfgemeinschaft und haben noch nie meine Website www.ulrich-heyden.de besucht? Für Leser, die es interessiert: Auf meiner Website findet man zahlreiche Artikel, die sich mit Protesten in Russland beschäftigen und in deutschen Medien veröffentlicht wurden, Berichte über Proteste der russischen Fernfahrer gegen die Einführung einer Maut, Berichte über das Verbot der Mobilarbeitergewerkschaft MPRA, Berichte über die Proteste gegen die Erhöhung des Rentenalters in Russland und die Proteste gegen den Bau einer Kirche im Stadtzentrum von Jekaterinburg. Wer noch mehr wissen will: 2008 erschien im Rotpunkt-Verlag (Zürich) ein Buch von mir und Ute Weinmann mit dem Titel "Opposition gegen das System Putin". Auf 326 Seiten kann man dort Alles zum Thema nachlesen.

RE: Blinde Weißwäscher | 21.07.2019 | 17:53

1. Es bringt mir regelrecht Spaß immer wieder auf Russen und Russinnen hinzuweisen, die nicht dem von großen deutschen Medien gepflegten Vorurteil von der "Diktatur Putin" entsprechen.

2. Sie, Herr Jonas, geraten mit Ihrem tumben Anti-Russismus und Kalte-Kriegs-Geplärre ins Schleudern, sobald man eine der Stimmen aus Russland zu Wort kommen lässt, die nicht in das Vorurteil der "Diktatur Putin" passt. Übrigens haben "Der Spiegel" und "Die Zeit" recht fair über Krascheninnikowa berichtet. Das üble Wort "Feigenblatt" benutzten diese beiden Medien nicht. In jeder Gesellschaft gibt es Kritiker. Wollen Sie alle Russen, die etwas kritisieren als "Feigenblatt" denunzieren. Das ist albern. Gibt es in Russland überhaupt Menschen, die Sie achten?

3. Zum Glück erkennen immer mehr Bürger und Politiker in Deutschland und Europa, dass anti-russische Sanktionen in die Sackgasse führen, dass sie weder zum Frieden in Europa noch zur Wiederherstellung der Ukraine in den Grenzen von 2014 führen. Mit den Menschen, die das erkennen, fühle ich mich verbunden, nicht mit Kalten Kriegern, die ohne das russische Feindbild nicht leben können.

RE: Nato-Großmanöver gegen russische Siegesfeiern | 09.05.2019 | 10:48

Hallo cyclist01! Viele Grüße nach Wolgograd. Ich werde jetzt in den Moskauer Gorki Park gehen. Dort treffen sich Veteranen und ihre Angehörigen. Und ich weiß aus den letzten Jahren, dass man heute als Deutscher in Moskau mit-gedenken und mit-feiern kann.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 25.03.2019 | 19:43

Mir hat die Veranstaltung gut gefallen. 40 Teilnehmer sind für ein Thema, welches die deutschen Medien totschweigen, nicht schlecht. Bereichert wurde die Diskussion auf der Buchvorstellung durch die Kulturwissenschaftlerin Jefgenia Biltschenko, die an Universitäten in Kiew lehrt und von einer Maidan-Anhängerin zu einer Gegnerin der Regierung in Kiew geworden ist, und das trotz Druck vom SBU auch öffentlich kundtut.

RE: Es ist Zeit für ein Resümee | 23.03.2019 | 09:47

Offensichtlich handelt es sich um die Flagge der ukrainischen Nationalisten OUN/UPA, die im Zweiten Weltkrieg mit der deutschen Wehrmacht kooperierten und an Pogromen gegen Juden und Polen beteiligt waren.