RE: Angriffe auf russische Einrichtungen in Kiew | 23.02.2018 | 10:55

"Wenn ich mir das letzte Video aus dem russischen Kulturzentrum so anschaue, so hatten die ungebetenen „Besucher“ mehrere „Anliegen“. "

Auch der rechte Mob in Odessa hatte ein "Anliegen". Er wollte das Gewerkschaftshaus von Odessa am 2. Mai 2014 von "Terroristen" säubern. 42 Regierungskritiker verbrannten oder starben beim Sprung aus einem höheren Stockwerk.

Die Kiewer Putsch-Regierung hat das "Anliegen", die Ost-Ukraine zu "befreien" und von Russland-freundlichen Elementen "zu säubern".

Der Islamische Staat hatte das "Anliegen" einer "reinen" Staates als er Buddha-Statuen sprengte und Frauen massenhaft in Knechtschaft nahm.

Hitler hatte das "Anliegen" den europäischen Teil der Sowjetunion mit "genetischen wertvollen Ariern" zu besiedeln und den Großteil der slawischen Bevölkerung zu vernichten oder als Arbeitssklaven einsetzen (Generalplan Ost).

Ein Wort des Bedauerns über Vandalismus gegen russische Kultur in Kiew höre ich von Ihnen nicht.

Das russische Kulturzentrum in Kiew ist keine militärische Einrichtung ist. Dort stehen weder russische Panzer noch werden im Keller des Gebäudes ukrainische Patrioten gefangen gehalten und der Folter unterzogen.

Sie können sich auf der Website des russischen Kulturzentrums in Kiew ein Bild von der Tätigkeit dieser Einrichtung machen:

13.02-31.03.2018 Ausstellung über den russischen Sänger Fjodr Schaljapin (1873-1838)

20. Februar Vortrag zum russischen Regisseur und Theater-Reformer Konstantin Stanislawski (1963-1938)

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RE: Angriffe auf russische Einrichtungen in Kiew | 21.02.2018 | 14:33

Ihnen reicht also die nachsichtig-positive Berichterstattung des deutschen Mainstreams über die Politik der Regierung in Kiew noch nicht? Sie möchten das diese Art der "Berichterstattung", welche das Schicksal der Andersdenkenden in der Ukraine und das Leben der einfachen Menschen in den "Volksrepubliken" und auf der Krim komplett ausblendet, hier in der fc mit noch mehr Farben ausgemalt wird? Was ist eigentlich ihre Position zum Ukraine-Konflikt? Mit wem fühlen sie mit? Wie soll der Krieg beendet werden? Wer hat den Krieg entfacht?

RE: Angriffe auf russische Einrichtungen in Kiew | 21.02.2018 | 11:33

Mir fehlt die tägliche Erfahrung des politischen Lebens in Deutschland und vielleicht auch die Phantasie. Bitte helfen Sie mir auf die Sprünge, vor was ich Jemanden bewahre.

RE: Jazenjuk bezeugt Staatsstreich vor Gericht | 28.12.2017 | 20:51

@Wilfried Jonas

"Janukovych hatte im Februar 2014 in der Ukraine keinerlei Machtbasis mehr. Weder im Parlament, noch in der gesamten Bevölkerung."

Haben Sie dafür einen einzigen Beleg? Oder gebene Sie nur das wieder, was Ihnen die deutschen Mainstream-Medien damals eingebläut haben? Zumindest im deutschen Auswärtigen Amt war man damals etwas anderer Meinung. Man fürchtete bei einem abrupten Sturz von Janukowitsch den Südosten des Landes zu verlieren, weshalb der damalige deutsche Außenminister sich am 21. Februar 2014 in Kiew, zusammen mit den Außenministern von Frankreich und Polen, dem amtierenden Präsidenten Janukowitsch und den Führern der Maidan-Bewegung auf einen Plan einigte, wie man das Land mit vorgezogenen Neuwahlen aus der Krise führen kann. Unter dieses "Agreement on the Settlement of Crisis in Ukraine" setzten alle Beteiligten ihre Unterschriften.

Wenn Janukowitsch der "Assad Syriens" gewesen, wäre - wie sie behaupten - wären dann die drei Außenminister der EU-Staaten nach Kiew gereist? Die EU-Diplomaten wussten, dass die Menschen im Südosten der Ukraine gegen den Maidan waren, was sich auch in großen Demonstration in Odessa (Demo 23.02.14 "Der Faschismus kommt nicht durch"), Charkow, Donezk und anderen Städten ausdrückte. Die Menschen im Südosten der Ukraine hatten Angst vor den Nationalisten aus der Westukraine, die ihnen seit Jahren mit Verachtung und Hass gegenüber traten und den Osten der Ukraine als sowjetisch verseuchtes Territorium bezeichneten.

RE: Jazenjuk bezeugt Staatsstreich vor Gericht | 28.12.2017 | 08:34

@toto66, mbert, Kolobok u.a. Was ich in Ihren Beiträgen vermisse sind Links! Sie schreiben nur das, was man schon in den deutschen Mainstream-Medien liest. Als Ukraine-Experten sollten sie eigentlich schon in der Lage sein irgendwelche Original-Quellen aus der Ukraine zu verlinken, um Ihre Argumentation zu untermauern. Denn wen wollen Sie mit Argumenten überzeugen "ich reise seit vielen Jahren in die Ukraine und habe dort viele Freunde". Das ist etwas ärmlich für eine Debatte in einer politischen Zeitungen. Übrigens, wenn ich aus den USA über die Ukraine schreiben würde, würden Sie dann auch von mir fordern, doch erstmal über die schlimmen Zustände dort zu schreiben, bevor ich ein Wort über die Ukraine schreiben darf?

RE: Jazenjuk bezeugt Staatsstreich vor Gericht | 25.12.2017 | 09:49

Die mbert´s und Matroschka´s dieser Welt jagen die Feinde des freien Westens. Mit ihren Systemen der Gesichtserkennung und ein paar Maus-Clicks sind sie schon am Ziel und brauchen nur noch abzudrücken. Die Zeit drängt. Russland steht vor unseren Grenzen. Wozu noch lange Fackeln?

RE: Jazenjuk bezeugt Staatsstreich vor Gericht | 21.12.2017 | 09:20

Herr mbert, ich lade Sie ein zu einer Mahnwache vor meinem Haus in Moskau. Mit Ihren Geheim-Informationen über mein Privatleben müssen Sie unbedingt an die breite Öffentlichkeit. Stoppt Putin und seine Helfer jetzt!!! Vielleicht wird sogar das ARD-Studio Moskau ein Kamera-Team schicken.

RE: Poroschenko nun plötzlich doch ein Diktator? | 14.12.2017 | 07:44

Wie das internationale "Commitee to Protect Journalists" gestern in seinem Jahresbericht mitteilte (https://cpj.org/…/journalists-prison-jail-record-number-tur…), gehört die Ukraine zu den Ländern, die in diesem Jahr das erste Mal auf der Liste der Staaten auftauchen, wo Journalisten im Gefägnis sitzen.

262 Journalisten sitzen nach der Zählung des CPJ heute weltweit in Gefängnissen. Spitzenreiter ist die Türkei mit 73 inhaftierten Journalisten, gefolgt von China mit 41 inhaftierten Journalisten und Ägypten 20 Inhaftierten.

Zurück zur Ukraine. Dort wird jeder Journalist als Vaterlandsverräter beschimpft, angegriffen und sogar getötet (Oles Busina), der gegen den Krieg in der Ost-Ukraine ist.

Am Dienstag wurde in Kiew das vierte Mal in diesem Jahr der Fernseh-Journalist Ruslan Kotsaba von Rechtsradikalen angegriffen. Kotsaba machte für den Fernsehkanal NewsOne gerade mit einem Kameramann eine Straßenumfrage zu den Erfahrungen der Ukrainer mit sechs Monaten EU-Visafreiheit. Oleksej Bik, ein ehemaliger Kämpfer der "Anti-Terroristischen Operation" in der Ostukraine und Mitglied des Rechten Sektors schlug während der Umfrage auf Kotsaba ein und stellte das Video dazu später prahlerisch ins Netz (https://www.facebook.com/plugins/video.php…").

Doch das war noch nicht alles. Ukrainische Medien ließen keinerlei Solidarität mit Kotsaba erkennen und nutzten den Vorfall für hetzerische Überschriften, nach dem Motto, ´das war noch nicht genug´.Kotsaba, der sich am Maidan 2004 beteiligt hatte, wurde bekannt als er 2015 zur Kriegsdienstverweigerung aufrief, und deshalb eineinhalb Jahre im Gefängnis saß. Seitdem gilt er unter nationalistischen ukrainischen Intellektuellen als Vaterlandsverräter. Nach den Faustschlägen gegen Kotsaba im Zentrum von Kiew titelten Kiewer Medien: "Jedem Arschloch eins in die Fresse - Freiwilliger gab dem skandalösen Kotsaba eins auf die Nase" (Gazeta.ua), "Gut aber wenig. Ex-ATO-Kämpfer schlägt den Propagandisten Kotsaba" (Znaj.ua), "In Kiew schlug man einen Skandal-Journalisten" (Website "44", Kiew), "In Kiew schlug man einen Propagandisten, der dazu aufrief die vierte Mobilisierung zu boykottieren" ("Delowaja Stoliza" Kiew), "Der Skandal-Journalist Kotsaba hat etwas von einem Mitglied des Rechten Sektors ins Gesicht bekommen" ("24er Kanal").

Ja, Gewalt gegen Andersdenkende gibt es zuweilen auch in Russland. Doch darüber berichten die deutschen Mainstream-Medien regelmäßig bis ins kleinste Detail. Die Vorfälle in der Ukraine werden dagegen verschwiegen oder nur am Rande erwähnt.

RE: Poroschenko nun plötzlich doch ein Diktator? | 13.12.2017 | 15:55

Wie ich schon schrieb, ich würde der Bundesregierung und der EU-Kommission raten, finanzielle Hilfe an konkrete Bedingungen zu knüpfen und diese Bedingungen auch öffentlich zu verkünden. Außerdem müsste diese Bedingungen nicht nur wirtschaftliche sondern auch politische, soziale, kulturelle und Menschenrechtsfragen betreffen.

RE: Poroschenko nun plötzlich doch ein Diktator? | 12.12.2017 | 19:16

Nein, nein, die deutschen Politiker und Mainstream-Medien können sich zu gute halten, dass sie Poroschenko hin und wieder ermahnt haben "die Reformen" zu beschleunigen. Wenn es um die Streichung von staatlichen Subventionen und die Verdreifachung der Preise für den privaten Energie-Verbrauch ging, hat das oligarchische System von Poroschenko ja sogar "seine Hausaufgaben" gemacht. Und hurra! Die Ukraine ist heute das ärmste Land Europas!

Nun ja, beim Kampf gegen die Korruption hapert es noch etwas. Aber der gute Wille scheint bei Poroschenko ja da zu sein, sonst hätte ihm die EU im Frühjahr ja wohl nicht eine weitere Finanzhilfe von 600 Millionen Euro gezahlt. Oder?

"Angesichts der Reformbemühungen haben die Ukrainer das Recht darauf, etwas zurückzubekommen", sagte EU-Kommissions-Chef Jean-Claude Juncker im Februar aus Anlass der Auszahlung bei einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Wladimir Groisman. "Wir unterstützen die Ukraine nicht nur im Konflikt mit Russland, sondern ganz allgemein."

Die Ukraine habe seit 2014 dreizehn Milliarden Euro an Krediten erhalten, berichtete die Deutsche Welle kürzlich. Doch NIEMALS wurden Kiew Bedingungen gestellt, etwa die Rechte der russischsprachigen Minderheit zu schützen, Verhandlungen mit Donezk und Lugansk aufzunehmen, die Journalisten und kritischen Fernsehsendern effektiv vor Attacken der Ultranationalisten zu schützen und die schwarze Listen gegen Journalisten im Internet zu löschen.

Die seichte Kritik an Poroschenko in den letzten drei Jahren in den deutschen Mainstream-Medien war nicht mehr als ein Feigenblatt zur Beruhigung der deutschen Öffentlichkeit.