Eineinhalb Minuten Hölle

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Der staatliche russische Fernsehkanal NTW zeigte heute Abend in seiner Hauptnachrichtensendung Teile von Videos, die den brutalen Überfall auf den Kommersant-Reporter Oleg Kaschin dokumentieren. Die Aufnahmen stammen von einer Überwachungskamera. Sie war angebracht an dem Haus im Zentrum von Moskau, wo Oleg Kaschin eine Wohnung gemietet hatte. Das russische Internet-Portal Life.ru hatte zuvor zwei Videos der Überwachungskamera ins Netz gestellt. Leute mit schwachen Nerven sollten sich die Bilder lieber nicht ansehen, warnte das Internetportal seine Besucher. Die unbekannten Angreifer, die in der Nacht von Freitag auf Sonnabend, getarnt mit einem Blumenstrauß, auf den Journalisten warteten, schlugen genau eine Minute und 26 Sekunden mit Stangen auf Kaschin ein. Nachdem die Täter geflüchtet waren, gelang es dem 30jährigen Journalisten sich aufzurappeln. Doch erst beim Zweiten Versuch gelang es Kaschin auf den Beinen zu bleiben und das Codeschloss am Metallgitterzaun vor seinem Haus zu öffnen.Wenige Sekunden später kam der Hausmeister angelaufen, der einen Notarztwagen alarmiert hatte. Die Ärzte im Krankenhaus diagnostizierten den Bruch der beiden Unterschenkel, gebrochene Ober- und Unterkiefer, eine Gehirnerschütterung und zerschlagene Finger. Nach einer Operation setzen die Ärzte das Opfer in ein künstliches Koma. Dieser Zustand, der das Opfer schützen soll, wurde bisher nicht beendet.

www.lifenews.ru/news/42779 (Teil 1)

www.lifenews.ru/news/42814 (Teil 2)

17:48 08.11.2010
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belle-hopes | Community
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