Ulrich Heyden
01.06.2016 | 11:55 2

Uliana Kotsaba spricht!

Ukraine/Pressefreiheit Heute in Berlin Veranstaltung zur Solidarität mit dem inhaftierten ukrainischen Journalisten Ruslan Kotsaba. Es sprechen seine Frau Uliana und der Journalist Lauterbach.

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Ulrich Heyden

Gestern Abend fand im Rostocker Peter-Weiss-Haus eine gute besuchte Veranstaltung mit Uliana Kotsaba statt. Uliana – von Beruf übrigens Bäckerin von Designer-Torten - hielt eine bewegende Rede zur Freilassung ihres Mannes Ruslan. Er wurde am 12. Mai 2016 wegen „der Behinderung der Tätigkeit der Streitkräfte“ von einem ukrainischen Gericht zu dreieieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Auf der Veranstaltung wurden zwei Videos gezeigt. Einmal das Youtube-Stück indem Ruslan den ukrainischen Präsidenten persönlich zur Einstellung des Krieges gegen die eigene Bevölkerung auffordert, danach ein Auftritt von Ruslan im Gericht.

Uliana berichtete interessante Details aus dem Leben ihres Mannes, der zunächst als Ökologe arbeitete, Mitgründer der Helsinki-Menschenrechtsgruppe in der Ukraine, aktiver Teilnehmer des Maidan in Kiew 2004 sowie 2014 Kriegsreporter in der Ost-Ukraine war.

Ich selbst habe auf der Veranstaltung über die Hintergründe der Krise in der Ukraine berichtet.

Heute Abend (1. Juni) gibt es in Berlin die dritte von insgesamt von fünf Veranstaltungen auf denen Uliana auftritt. Die Veranstaltung findet statt in der Berliner „Galerie Olga Benario“, Richardstraße 104 (U Karl-Marx-Straße). Teilnehmen wird auch der Journalist Reinhard Lauterbach.

Weitere Veranstaltungen gibt es in Köln am 2. Juni im Allerweltshaus (19 Uhr) und am 3. Juni in Leipzig im Karl-Liebknecht-Haus (18 Uhr)

Uliana hat heute einen vollen Terminkalender. Sie trifft den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung und Abgeordnete der Fraktion Die Linke. Ich wünsche Ihr weiter viel Erfolg!

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (2)

goedzak 01.06.2016 | 15:08

Wenn man die neulich von den Russen freigelassene ukrainische Soldatin Nadija Sawtschenko so reden hört und sieht, was sie daheim nun für eine Pop-Star geworden ist, kann man sich die Chancen für einen aufrichtigen Mann wie Ruslan Kotsaba wohl ausrechnen.

Ich habe vor ein paar Monaten einen immer geschätzten ukrainischen Bekannten nach Jahren wiedergetroffen und war erschüttert zu hören, was nun für nationalistische Töne von ihm zu hören waren. Hätte ich nicht für möglich gehalten.

h.yuren 01.06.2016 | 18:09

Er wurde am 12. Mai 2016 wegen „der Behinderung der Tätigkeit der Stritkräfte“ von einem ukrainischen Gericht zu dreieieinhalb Jahren Haft verurteielt wurde.

danke für den beitrag. leider ist die nachricht so, wie sie ist.

etwas anderes würde mich aber auch sehr wundern. das regime, von den amerikanischen freunden installiert auf nicht ganz faire art, macht nur mit solchen unmenschlichen vorkommnissen von sich reden.

wenn es lediglich um propagandaschlachten ginge, wäre es schon unerträglich genug. doch die marionetten dürfen noch mehr.