Ulrike Baureithel

Autorin und Vielfachbewegte in Berlin
Ulrike Baureithel
RE: Mit Handicap keine Wahl | 22.06.2017 | 09:18

Zur Information:

Der Innenausschuss des Deutschen Bundestags hat mit den Stimmen von Union und SPD den Tagesordnungspunkt Wahlrecht für Menschen mit Behinderung gestern von der Tagesordnung genommen. Die Behindertensprecherin der Grünen, Corinna Rüffer hat dazu erklärt:

„Der Bundestag befasst sich seit mehr als fünf Jahren mit den willkürlichen Wahlrechtsausschlüssen behinderter Menschen. Es wurde eine Studie zum Thema durchgeführt, mit deutlichen Ergebnissen. Die Bundesregierung hat öffentliche Veranstaltungen zum Wahlrechtsausschluss gemacht. Die Behindertenbeauftragte setzt sich dafür ein, dass alle behinderten Menschen wählen dürfen. In zwei Bundesländern gibt es bereits Erfahrungen mit einer entsprechenden Wahlrechtsänderung. Und jetzt verhindern Union und SPD die Abstimmung zum Thema im Bundestag, weil sie angeblich noch Beratungsbedarf haben. Eine schlechtere Ausrede habe ich selten gehört! Die SPD treibt das gleiche falsche Spiel wie bei der Ehe für alle: Sie plustert sich öffentlich auf, verhindert aber die Abstimmung im Bundestag. Sie schmückt sich mit Positionen, für die sie aber nicht eintritt, wenn’s drauf ankommt.“

RE: Mit Handicap keine Wahl | 01.06.2017 | 09:08

Das ist richtig. Der Beitrag ist unter sehr hohem Zeitdruck entstanden, sodass es leider nicht möglich war, mit Jan selbst, sondern nur mit seiner Mutter zu sprechen. Aber ich nehme die hier geäußerten Einwände und die Kritik sehr ernst. Vielen Dank.

RE: Überzeugt von sich | 11.05.2017 | 12:20

Danke für die Rückmeldungen:

Hier noch ein aktueller Link zur fragwürdigen Parteienwerbung der Friedrich-Nauman-Stiftung für die FDP

http://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/Wie-die-Friedrich-Naumann-Stiftung-der-F/Das-Erste/Video?bcastId=310120&documentId=42716054

RE: Blindwütiges Agieren | 05.03.2017 | 11:08

Danke für den diversen Zuspruch. Ich fürchte, das Thema wird uns erhalten bleiben - Angela Merkel ist ja gerade unterwegs, um weiteren Ablasshandel zu betreiben. Letztlich geht es um die Frage: Was wird aus den "Überflüssigen" dieser Welt, die eben nicht, wie einst, in Armen- und Arbeitshäusern kaserniert werden können als Übungsmasse für ein neues Wirtschaftssystem.

RE: Ein wichtiger Schritt | 26.01.2017 | 14:53

Eigentlich müssten die Frauen aus den Alten BL nur so in die Neuen BL strömen, denn hier geht es ja wesentlich gerechter zu.

Tja - aber eben auf niedrigerem Niveau.

RE: Ein wichtiger Schritt | 25.01.2017 | 19:31

Vorab jedoch, ein Mann, der in Ostdeutschland im öffentlichen Dienst arbeitet, bekommt nach Tarifvertrag für die gleiche Arbeit weniger Lohn als eine Frau, die in Westdeuschland arbeitet.

Das kann von Fall zu Fall stimmen. Es ist ein Skandal, dass nach über 25 Jahren die Tariflöhne/Besoldungen Ost nicht denen im Westen angeglichen worden sind.

Ihre kritischen Bemerkungen zur Statistik nehme ich zur Kenntnis, ich habe mich hier auf offizielle Zahlen bezogen. "Der gute alte Klassenkampf" würde ja nur bedeuten, dass wie in der Historie Männer Frauen als "Schmutzkonkurrenz" wahrnähmen.

RE: „Wir müssen uns von Suggestionen befreien“ | 11.09.2016 | 10:06

Aber was hat man denn bei schwerer Krankheit als Patient für eine Wahl, wenn der Arzt sagt: Nehmen Sie das, es gibt nichts Besseres?

Da haben Sie leider Recht. Und deshalb ist das Gerede vom Patienten als Kunden auf gleicher Augenhöhe auch ziemlicher Unsinn.

RE: „Wir müssen uns von Suggestionen befreien“ | 11.09.2016 | 10:04

Lieber Christoph Leusch,

danke für die vielen ergänzenden Beispiele, insbesondere auch dieses:.

Wer zum Bespiel weiß, dass das MRT nur in ca. 8% der Verdachtsfälle zu einem angeblich typischen Schmerzgeschehen, das auf einen Bandscheibenvorfall deutet, auch einen wirklich passenden Befund zur Schmerzursache liefert, aber viele Fälle positiv diagnostiziert, bei denen invasive Engriffe gar nichts bringen, der wird diese Technik, die so gut budgetierbar und für viele Radiologen und Orthopäden sehr profitabel ist, seltener und weniger unkritisch einsetzen.

Kenne ich leider aus eigener Erfahrung!

RE: Ein Nein ist ein Nein | 27.07.2016 | 20:30

Was ich mich frage ist, ob die - notwendige - gesetzliche (und gesellschaftliche) Sanktion von sexualisierter (überwiegend) körperlicher Gewalt wirklich direkt zu mehr Autonomie von verletzlichen Menschen führt, oder zuerst einmal zu einer Verschiebung der Gewalt in den psychischen Bereich.

Bei aller Kritik an Teilen der Leipziger Mitte Studie scheint doch Bestand zu haben, dass über die Zeit hinweg konstant ein sehr großer Teil der Bevölkerung kein Problem damit hat autoritären Persönlichkeitsmerkmalen zuzustimmen. "Autoritäre Aggression" erhält beständig von über der Hälfte aller Befragten (2016: 67%, p. 56) ziemlich, oder voll und ganz Zustimmung.

Über die Leipziger Studie habe ich ja geschrieben. Aber ich denke, das Konezpt des autoritären Charakters, so wie es dort modernisiert in Erscheinung tritt, trifft nicht die Täter sexualisierter Gewalt, auch wenn es dabei um Macht geht und nicht um Sexualität. Also: Pegida-Demonstranten sind nicht automatisch gewalttätig und Vergewaltiger kennen wir auch aus linken Kreisen.

RE: Gegen die Lohnlücke | 24.06.2016 | 19:22

welchen Beifall, bitte? Aber ganz ernsthaft: männlich dominierte Gewerkschaften haben sich hier auch keine Ruhmesblätter verdient!