Aus Deutschland die "saubere" Ethik, aus dem Ausland die "schmutzige" Forschung?

STAMMZELLENFORSCHUNG Während "verbrauchende Embryonenforschung" in Deutschland verboten ist, bedienen sich deutsche Forscher aus ausländischen Labors
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Am 8. Juni, dem Tag der Organspende, klagte die Deutsche Stiftung Organtransplantation wieder einmal über die rückläufige Zahl der Spender und betonte andererseits den hohen Bedarf an transplantierbaren Organen. In dieser Situation drängt die Transplantationsmedizin auf alternative Konzepte: Nachdem die bislang als aussichtsreich geltende Xenotransplantation (Übertragung von Tierorganen auf den Menschen) im letzten Jahr verstärkt Misserfolge einräumen musste und das Infektionsrisiko durch tierische Retroviren unabsehbar ist, gilt die Stammzellenforschung und die anschließende Züchtung von Geweben im Reagenzglas - die Herstellung von funktionsfähigen Organen ist noch Zukunftsmusik - als möglicher Ausweg. Aussichtsreich auch deshalb, so