Pflegen, lächeln – fighten! Wie junge Auszubildende sich durch das Krankenhaus kämpfen

Pflegerevolution Lisa und Miran wollen sich um Menschen kümmern – und wagen es. Sie werden Pfleger:innen. Doch der Arbeitsalltag bringt auch sie schnell an ihre Belastungsgrenzen. Sie merken: Es braucht ein Sondervermögen für die Pflege
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2022
Wie zeigt man die Arbeit einer Pflegerin? Die Fotografin Patricia Kühfuss rückt den Alltag im Krankenhaus in den Fokus. Heraus kam ihre Reihe: „Nicht müde werden“
Wie zeigt man die Arbeit einer Pflegerin? Die Fotografin Patricia Kühfuss rückt den Alltag im Krankenhaus in den Fokus. Heraus kam ihre Reihe: „Nicht müde werden“

Fotos: Patricia Kühfuss

Eigentlich kommt Lisa Schandl aus dem Leistungssport. Kickboxen war ihr Ding, „Körperschach“ nennt sie das. Doch alleine wollte sie sich eigentlich nicht durchboxen in der Welt, in der es sie von der bayrischen Provinz in ein Kinderkrankenhaus in Südafrika und schließlich an die Berliner Charité verschlug. Sie ist die erste Abiturientin in der Familie, hat ein Pflegepraktikum absolviert, schnupperte durch die verschiedenen Bereiche. In Berlin arbeitete sie als Sanitäterin, weil sie sich für die Schicksale interessierte, die sie im Rettungsdienst hinter den Wohnfassaden vorfand. Warum kein Medizinstudium? Sie lacht: „Immer diese Frage! Ich hätte auch Psychologin werden können. Aber für mich war klar, ich will ins Krankenhaus und