Mit scharfem Blick auf historisches Hinterland

Frauenforschung Nach 25 Jahren verlässt die Historikerin Karin Hausen die TU Berlin - ein persönlich gestimmter Abschied
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Sie wolle künftig lieber Glossen schreiben, erklärte sie mir kürzlich am Rande eines letzten offiziellen Auftritts an der Technischen Universität Berlin, den sie zusammen mit Helga Nowotny, einer langjährigen Mitstreiterin im Geiste der Frauenforschung, gab. Glossen? Zum Beispiel über die Tatsache, dass die Frage, wie »männlich die Wissenschaft« sei, nach 30 Jahren nun auch die Medizin erreicht hat? Oder eher darüber, wie ein vielleicht gut gemeintes Gesetz aus dem Hause Bulmahn dazu führt, dass Frauen auf der akademischen Qualifikationsstrecke ausgebremst werden, weil sie zu lange (warum?) an der Universität verharrten, zu lange dem Reglement ihren Tribut leisteten und nun entsetzt beobachten müssen, wie Junior-Männer m