Mütter des Betriebs?

SELBSTSTÄNDIGE, UNTERNEHMERINNEN, GESCHÄFTSFRAUEN Eine Tagung fahndete nach der Unternehmerin im 20. Jahrhundert
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Frauen als bezahlte und unbezahlte Arbeitskräfte" lautet der Titel der kanariengelben, mittlerweile reichlich vergilbten Dokumentation der 2. Berliner Sommeruniversität aus dem Jahre 1977. Die Sommeruniversitäten, längst vergessenes Relikt rebellierender Studentinnen und Jungwissenschaftlerinnen, bildeten den Auftakt der in den siebziger Jahren in der Bundesrepublik noch in weiter Ferne liegenden gender studies. "Interdisziplinarität", heutzutage programmatisches Lippenbekenntnis, war damals ein ebenso ungeplanter wie produktiver Effekt des frauenbewegten Unmuts über die Zustände an der Alma Mater, wo Historikerinnen, Soziologinnen, Literaturwissenschaftlerinnen und Vertreterinnen vieler anderer Disziplinen nach dem "blinden Fleck" in der Wissenschaft fah