Prognostische Risikominimierung

GENTESTS UND PRODUKTHAFTUNG Während hierzulande über die Einführung von Zwangs-Gentests spekuliert wird, schmettert die EU die Unternehmerhaftung für Genprodukte ab
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Ende Februar wurden deutsche Frauen mit der Meldung aufgeschreckt, dass in Essen Brustkrebs-Patientinnen ohne ausreichenden Befund brustamputiert worden seien. Was in Essen offenbar ärztlicher Fahrlässigkeit zuzuschreiben ist, könnte in den nächsten Jahren allerdings alltägliche Praxis werden, wenn sich die genetische Diagnostik durchsetzt: Eine Frau lässt sich routinemäßig auf ihr Brustkrebsrisiko untersuchen, weil in ihrer Familie schon öfters entsprechende Krankheitsfälle auftraten. Tatsächlich lässt sich eine Mutation des BRCA1 beziehungsweise BRCA2-Gens feststellen, die ein hohes Risiko (bis zu 85 Prozent) für die Betroffene birgt, im Laufe ihres Lebens an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Soll sich die Frau nun v