Wenn Dreie eine Reise tun

BERLINER ABENDE Blasiert schaut der Kellner über uns hinweg. Seit einer Viertelstunde versuchen wir, uns bemerkbar zu machen, zunächst höflich zurückhaltend, dann ...
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Blasiert schaut der Kellner über uns hinweg. Seit einer Viertelstunde versuchen wir, uns bemerkbar zu machen, zunächst höflich zurückhaltend, dann nachdrücklicher. Vor uns halb eingetrocknete Kaffeereste auf dem Bistrotisch, Lippenstiftspuren auf trüben Gläsern. Eine leicht verbrannte Kuchenrinde schwimmt auf bleicher Sahnepfütze, an der sich eine Fliege delektiert.

In der Wandverspiegelung beobachte ich, bereit zum automatischen Handzücken, den Kellner, wie er andere Gäste begrüßt. In der Mitte halb eingeknickt, hilft er aus feintuchenen Mänteln. Der silberhaarige Herr und seine sehr junge Begleiterin werden an einen reservierten Tisch geführt. Mittlerweile hat uns eine andere Kellnerin entmüllt und mit Speisekarten