RE: Business as usual | 01.09.2018 | 15:53

Ja, man braucht vor der Krise ein Konzept. Z.B. hat Henry George 1879 („Fortschritt und Armut“) ein solches vorgelegt, in dem bereits deutlich wird: Nur knappe Güter – also solche, die im Verhältnis zur Nachfrage nicht entsprechend vermehrt werden (können) – liefern ein Plus, eine (ökonomische) „Rente“, z.B. die Bodenrente. Eine Bodenwertsteuer ist hier ein Konzept. Silvio Gesell hat ähnliches beim Geld festgestellt, Keynes hat ihm zugestimmt. Eine Gebühr auf die Geldhaltung ist da das Konzept. Diese Konzepte kann man auf andere „knappe Güter“ verallgemeinern: Bezahlung für die Nutzung (am Anfang der Produktionsketten!) und das Aufkommen aus den Zahlungen geeignet verwenden, aber nicht im allgemeinen Steuertopf belassen: bei städtischem Boden den Kommunen überlassen; bei den Naturressourcen an alle gleichmäßig pro Kopf ausschütten; und so weiter.