Ein Tagebuch aus der Welt der Unsichtbaren

Kapitel1, Seite 3 Wir sind das Volk wir fordern eine Welt in der es Luxus für alle gibt.
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Sonntag, ja zurzeit ein freier Tag. Bis 4 Uhr nachts Pfandflaschen gemacht. Dann 3 Stunden Schlaf. Es gibt viel zu erledigen und zum Bahnhof wollte ich heute auch noch. Wäsche waschen, Aufräumen, Putzen, Vorkochen für die Woche, Sockenstopfen und alles was die Woche so liegenbleibt.

Um 17.00Uhr endlich zum Bahnhof, schnell noch zwei Stullen eingepackt. Auf dem Bahnsteig ist ein Plätzchen frei für mich. Ja das ist Freizeit. Heute sitze ich am ICE Gleis. In 30 Minuten Kommt der Nachtzug nach Italien. Mailand, einmal nach Mailand. Einmal die Scala sehen.

Ja am Bahnhof sitzen und von Reisefreiheit träumen. Ich war noch nie im Ausland, noch nie in einem Flugzeug und ICE kenne ich nur vom Vorbeifahren. Ja Freiheit, nein heute heißt das nicht mehr Freiheit heute heißt das Luxus. Luxus muss erarbeitet sein sonst hat man keinen Anspruch darauf. Die freie Wahl des Wohnortes, das Amt verbietet Ihn für Arme Menschen. Die Freiheit alles bezahlen zu können durch die Arbeit die man Leistet, das Amt verbietet es. Die Freiheit Nein zu sagen, das Amt verbietet es. Die Freiheit einen Job zu kündigen wenn der Chef kein Geld bezahlt, das Amt verbietet es. Das Denken macht Trübsal ich gehe in die Bahnhofshalle, dort ist die Buchhandlung.

Tausende Bücher, Zeitungen aus aller Herren Länder. Ja Informationsfreiheit die haben wir noch. Doch mein Geldbeutel verbietet es.

Armut ist ein Luxus, für die, die einstmals Freiheiten wollten.

21:03 16.09.2012
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Unsichtbar

Klug und fleißig – gibt’s nicht; klug und faul – bin ich; dumm und faul – gerade zu gebrauchen; dumm und fleißig – davor behüte uns der Himmel!
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