Phillip Baum-Wittke
21.04.2015 | 06:00 3

Coole Zukunftsstrategien

Einblick Im Projekt „Nachhaltige Juniorenfirmen“ entwickeln Stuttgarter SchülerInnen Ideen für eine bessere CO2-Bilanz

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied UnternehmensGrün

Zum zweiten Mal in Folge nimmt myclimate Deutschland als Kooperationspartner an dem Projekt „Juniorenfirmen auf dem Weg zum nachhaltigen Wirtschaften“ von UnternehmensGrün teil. Stefan Baumeister, Geschäftsführer von myclimate Deutsch-land, sagt über das Engagement im Projekt Nachhaltige Juniorenfirmen: „Wir sind davon überzeugt, dass wir Jugendliche für das Thema Klimawandel bzw. Klimaschutz sensibilisieren müssen! Wir möchten ihnen die Möglichkeit bieten, selbst tätig zu werden und die Theorie der nachhaltigen Entwicklung mit einem Wirtschaftsalltag in Einklang zu bringen. Das Projekt Juniorenfirmen setzt genau hier an und setzt die Entscheidungsträger von morgen in den Fokus.“

Im diesjährigen Durchlauf sind es drei Schüler, die ihre Juniorenfirma bei myclimate gründeten. Die drei Junioren besuchen die 11. Klasse des Hegel- sowie des Fanny-Leicht-Gymnasiums in Stuttgart. Ziel der Junioren ist es, zunächst die CO2-Bilanzen ihrer Schulen zu berechnen, um auf der Grundlage der Ergebnisse Konzepte zur CO2-Emissionsreduktion zu erstellen.

Für die Bilanzierung erfassten die Junioren im ersten Schritt Daten zu verschiedenen Bereichen, die im Schulalltag zur Emission von Treibhausgasen beitragen. Durch Recherchen und Umfragen erhoben die Junioren Verbrauchsdaten, etwa den Energiebedarf der Schulgebäude (Strom und Wärme), den Verbrauch von Konsummaterial (wie Papier, Essen, Getränke und Müll) sowie die Mobilität der SchülerInnen und LehrerInnen im alltäglichen Pendelverkehr und auf Klassenfahrten und deren Übernachtungen. Im zweiten Schritt wurden mit Hilfe einer myclimate-Bilanzierungssoftware die Schulbilanzen errechnet.

Frühe Sensibilisierung

Das Ergebnis zeigt deutlich, in welchen Schulbereichen die meisten CO2-Emissionen entstehen und wo somit die größte Hebelwirkung für Reduktionsmaßnahmen zu erwarten ist. Dem Prinzip folgend: „you can only manage what you measure“ entwickeln die Junioren auf den Ergebnissen der fertigen Bilanzen entsprechende Reduktionskonzepte und Strategien. Zum Beispiel die Sensibilisierung ihrer MitschülerInnen, der LehrerInnen und Schulleitung, vielleicht sogar der Eltern und Geschwister für klimafreundlicheres Verhalten in den Bereichen der Mobilität und des Konsums. Wie erfolgreich die verschiedenen Reduktionsmaßnahmen der Schüler waren, kann eine erneute Folge-Berechnung der CO2-Bilanz zeigen.

Die Juniorenfirma findet vorerst ihren Abschluss am Ende des Schuljahres. Bei einer feierlichen Abschlussveranstaltung in Stuttgart werden die teilnehmenden Jugendlichen für ihre geleistete Arbeit durch den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller ausgezeichnet.

Dieser Artikel ist Teil des Freitag Extra Grün wirtschaften – Nachhaltigkeit weiterdenken in Kooperation mit UnternehmensGrün

Dieser Artikel ist Teil des Freitag Extra Grün wirtschaften – Nachhaltigkeit weiterdenken in Kooperation mit UnternehmensGrün

Phillip Baum-Wittke ist Projektleiter Klimabildung bei der myClimate Deutschland. myclimate ist als gemeinnützige Klimaschutzorganisation in den Bereichen der Klimabildung, der CO2-Bilanzierung und der CO2-Kompensation in 70 Projekten weltweit tätig

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

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