Weich gelandet

Kommentiert II Nawaz Sharifs weiche Landung

Mit Nawaz Sharifs weicher Landung auf dem politischen Schachbrett Pakistans tritt das Spiel in eine neue Phase. Vieles hängt nun davon ab, ob die beiden verfeindeten Ex-Premierminister - Benazir Bhutto und Sharif - die nächste Partie gemeinsam spielen. Außer einer Vergangenheit als korrupte "Kleptokraten" haben sie nicht mehr gemein als ihren Gegner. Dem könnten sie mit vereinten Kräften den Garaus machen. Bislang aber spielen Rivalität und Misstrauen zu Musharrafs Gunsten. Und Bhuttos angesagter Wahlboykott dürfte nur eine leere Drohung sein, könnte die Dame doch damit ganz schnell ins Abseits driften.

Spekulationen ranken sich um den Deal von Riad, der das saudische Königshaus so überraschend veranlasste, den goldenen Käfig zu öffnen, in dem es Sharif auf amerikanischen Wunsch gefangen hielt. Offenbar soll der repatriierte Emigrant Pakistans zerstrittene islamische Opposition vereinen - bis weit ins fundamentalistische Lager hinein. Davon würden besonders die Amerikaner profitieren und General Musharraf nicht mehr so dringend brauchen wie im Moment noch.

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