RE: Ein Gag, der keiner war | 26.10.2018 | 04:11

Also dass der Nationalsozialismus entstand, weil für harmlos gehalte Judenwitze in einen Massenmord gekippt sind - zu einer derartigen Geschichtsauffassung muss man auch erst mal kommen.

RE: Der religionsfeindliche Hochstapler | 28.06.2016 | 00:07

Geweihte Hallen? Na, da knien wir doch gleich nieder!

RE: Drei Jahre Beschneidungsgesetz | 13.12.2015 | 05:21

Aussie: "Die "rationale" Begruendung kann man darin sehen, dass zu intensive Lustgefuehle das Einhalten der kulturellen Regeln erschweren ...".

In unserer Kultur entscheidet das Individuum frei, welchen kulturellen Vorstellungen es folgen will. Die Beschneidung erzwingt eine Konformität und wird für das Opfer erst erträglich, wenn sich selbst überredet an deren Vorteile zu glauben.

"Nun kann man natuerlich daruber streiten, ob diese kulturellen Regeln wichtiger sind, als die "natuerliche" Lust."

Erwachsene können darüber diskutieren. Kinder nicht. Deswegen muss man die Kinder erwachsen werden lassen, und dann sollen sie sich von mir aus aus freien Stücken dazu entschließen.

"Die Kinder sind kein Eigentum der Eltern, über das diese bestimmen dürfen."

Wie das Züchtigungsverbot auch. Es ist doch absurd die Prügelstrafe zu verbieten, aber eine Körperverstümmelung zu erlauben!

Ohne die meist unausgesprochene, falsche Idee einer Wiedergutmachung an den Juden (als ob die amputierten Kinder keine Juden wären), wäre dieses Gesetz nicht so durch den Bundestag gegangen. Nur die gelegentlichen Antisemitismusvorwürfe zeugten von diesem Konflikt zwischen orthodoxen Juden und Neuen Opportunisten.

Karikatur und Text

RE: Eine Gefahr des Glaubens... | 17.09.2015 | 22:53

Zitat: "(... dass Hitler) sich trotzdem selbst als Atheisten bezeichnete und atheistisch lebte."

Hätten Sie dafür einen Beleg? Ich kenne nur Zitate, in denen Hitler aufs übelste gegen Atheisten und Intellektuelle gewettert hat, bereits im Frühjahr 1933 wurden atheistische Organisationen zerschlagen und enteignet, was unterstreicht, dass es ihm ernst war damit, wie es ihm ja mit all seinem Wahn durchaus ernst war.

Zitat: "Agnostiker, weil ich denke, dass sich dieser: mein Glaube an den Atheismus, niemals beweisen lassen wird und dass es daher ebenso rational vernünftig ist, jeden anderen Glauben anzunehmen."

Atheismus ist kein Glaube, so wie nicht Briefmaken zu sammeln kein Hobby ist.

Rational vernünftiger ist es durchaus nicht an eine Religion zu glauben und zwar gibt es dafür 3 wichtige Kriterien.

Erstens können Religionen Widersprüche enthalten, die sie unmöglich machen. Für das Christentum sind solche Widersprüche in Legion aufgezeigt worden.

Zweitens können Religionen so weltfern sein, ihre Aussagen so diffus, dass man sie nicht widerlegen kann. "Ich bin das Licht, die Wahrheit und das Leben" etwa. Oder die Empfehlung in Not zu beten, aber statistische Beweise, dass Beten nix bringt, werden zurückgewiesen damit, dass Gottes Wille unergründlich sei. Gut - wenn Gott so unergründlich ist, dann weiß man nicht ob er für oder gegen Homosexualität ist, ob er für die Einehe ist oder Fleischessen am Freitag schlecht findet, Fleischessen überhaupt, nur Schweinefleisch, das aber täglich usw. Ist er gegen Diebstahlt und Mord oder nicht gegen Mord an Andersgläubigen/Ungläubigen? Ein vollkommen abstrakter Gott ist auch vollkommen wertlos weil er nicht die versprochene Orientierung gibt, kein ewiges Leben, nichts. Er ist von Nichts nicht zu unterscheiden.

Und drittens kann man die Religionen, deren Existenz und Erscheinungsformen sehr viel plausibler erklären, ohne mit den Fakten in Konflikt zu geraten, die uns heute Weltraumfahrt und Internet bescheren, als wenn man annimmt sie hätten Recht.

Götter und die zugehörigen Religionen sind nur dann nicht widerlegbar, wenn man auf ignorante Weise über die Widersprüche hinwegsieht* und wenn man den Glauben von allen Inhalten entkleidet, die überprüfbar wären, sowie wenn man keine geistige Anstrengung unternimmt, um die Existenz von Religion rational zu erklären.

*Ein solches wäre etwa auch die Annahme eines gerechten Gottes, der aber erst nach 280.000 Jahren Menscheitsgeschichte auf den Plan tritt, und das auch nur auf einem Fleck in Kleinasien, von wo sich die frohe Botschaft vor allem per Schwert dann bis nach Südamerika durchzukämpfen noch 1500 Jahre dauern wird, sehr zum Pech für die ganzen Südamerikaner die jetzt leider in der ewigen Hölle schmoren als Strafe Gottes für die Strafe der Erbsünde, die er sich ausgedacht hat.

Wenn der Autor Atheist oder Agnostiker ist, dann bin ich ein rotlackiertes Holzpferd, beim Barte des Propheten!

Zitat: "Wichtig ist bei jeder Ideologie nur immer wieder, dass man sie permanent hinterfragt. In der katholischen Theologie tun wir das ständig. "

Sicher. Die ganzen Exkommunikationen von Leuten, die Glaubensinhalte hinterfragt haben, bilde ich mir sicher nur ein.

Wäre der Autor Atheist würde ich mich schämen einer zu sein, aber hier klingt es doch so "tun wir" - katholische Theologen?

Theologen springen ja gerne auf auf fahrende Züge auf, Umweltschutz, Menschenrechte (so nach und nach) - aber auf den Atheistenzug aufspringen zu wollen ist ein Kardinalfehler, für Katholiken.

RE: Keine Pflicht zur Zurückhaltung | 27.01.2015 | 00:58

Die Satire hat das Recht Religionen auf das übelste zu beschimpfen und zu verhöhnen.

Entweder die Religion fühlt sich angesprochen, dann soll sie an den Ursachen etwas ändern, oder sie fühlt sich nicht angesprochen, dann gibt es auch keine Störung des öffentlichen Friedens.

Umgekehrt sollen doch die Religiösen selbst zur Feder greifen und Atheisten und Karikaturisten verhöhnen bis die Zeichenfeder glüht.

"Die Kritik, die sich mit diesem Inhalt befaßt, ist die Kritik im Handgemenge, und im Handgemenge handelt es sich nicht darum, ob der Gegner ein edler, ebenbürtiger, ein interessanter Gegner ist, es handelt sich darum, ihn zu treffen. Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und der Resignation zu gönnen. Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert. Man muß jede Sphäre der deutschen Gesellschaft als die partie honteuse |den Schandfleck| der deutschen Gesellschaft schildern, man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm K. Marx, Zur Kritik d. Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung.

RE: Keine Pflicht zur Zurückhaltung | 27.01.2015 | 00:58

Die Satire hat das Recht Religionen auf das übelste zu beschimpfen und zu verhöhnen.

Entweder die Religion fühlt sich angesprochen, dann soll sie an den Ursachen etwas ändern, oder sie fühlt sich nicht angesprochen, dann gibt es auch keine Störung des öffentlichen Friedens.

Umgekehrt sollen doch die Religiösen selbst zur Feder greifen und Atheisten und Karikaturisten verhöhnen bis die Zeichenfeder glüht.

"Die Kritik, die sich mit diesem Inhalt befaßt, ist die Kritik im Handgemenge, und im Handgemenge handelt es sich nicht darum, ob der Gegner ein edler, ebenbürtiger, ein interessanter Gegner ist, es handelt sich darum, ihn zu treffen. Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und der Resignation zu gönnen. Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert. Man muß jede Sphäre der deutschen Gesellschaft als die partie honteuse |den Schandfleck| der deutschen Gesellschaft schildern, man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm K. Marx, Zur Kritik d. Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung.

RE: eine Mutation? | 21.08.2014 | 00:35

Für mich stellt sich das als geschwurbelter Unfug dar, der nüchtern des Geschwurbels entkleidet werden muss, damit man die darin liegenden Ideen, so sich welche finden, bearbeiten kann.

These ist:

<blockquote>
Atheismus und Agnostizismus sind Mutationen, genetische vererbte Veränderung deines Erbgutes ohne dein eigenes Zutun.
</blockquote>

Eine typische Verirrung zwischen den Ebenen. Gedanken können im Kopf verändert werden ohne dass das Erbgut im Kopf sich ändert. Die Erbinformationen bleiben nach der Geburt ja im wesentlichen stabil, während Gedankeninhalte mehr und mehr gebildet werden.

Auch hat sich das menschliche Genom seit 10000 Jahren nicht groß verändert - wir würden in der Steinzeit genauso funktionieren wie die Steinzeitmenschen und diese könnten, verpflanzt ins Hier und Heute, ebensolche Atheisten abgeben wie wir es sind.

Dass man nicht früher auf den Atheismus gekommen ist liegt daran, dass man auf Erkenntnissen aufbaut, und bewährte Ideen ausbaut und gescheiterte aussondert. Für die Gegenwart mag das noch manchem strittig erscheinen, aber die germanischen Götter kann man sagen sind tot, die römischen sind erledigt. Wieso werden Menschen krank? Häufig wegen Bakterien oder Viren, die man mit heutigem, optischem Gerät sehen kann, aber zur Bronzezeit nicht.

Dass Hygienemaßnahmen die Ausbreitung von Krankheiten eindämmen ist so evident, während das Beten um Gesundung so offensichtlich wirkungslos ist - das leuchtet auch jedem Römer ein, den man qua Zeitmaschine hierher versetzt, wenn man die Geduld aufbringt alles fein zu erklären.

Die Mikroskope haben aber wir nicht erfunden sondern Forscher, Ingenieure, Wissenschaftler und Praktiker zwischen der Römerzeit und der Moderne. Schrift war wichtig um Wissen weiterzugeben, Buchdruck, um die Weitergabe zu dopen.

<blockquote>Zweitens, daß, gemäß aller ... Expertise, Entwicklung aufgrund von genetischer Vererbung sich entwickelt habe; und sich innerhalb dieser genetischen Entwicklung gewisse Mutationen ereignet haben.
</blockquote>

Ein Strohmannargument. Nicht alle Entwicklung ist genetisch - das ist eine Verallgemeinerung. Weil Atheisten die genetische Entwicklung der Arten postulieren kann man ihnen unterstellen, dass sie alle Entwicklung nur als genetisch sich vorstellen können? Soll man glauben, dass Atheisten ein Omelette machen, in dem sie die Zutaten in die Küche tragen, und warten, dass Eier und Mehl miteinander Sex haben, und ein Omelette zeugen?

So kann man nicht argumentieren, und hier springt auch niemand aus den Hosen.

<blockquote>Zweitens, daß, gemäß aller gegenwärtig zusammengetragener Atheismus und/oder Agnostizismus seien einzig und allein eigener Erkenntnis geschuldet;
</blockquote>

Welcher Atheist behauptet denn sowas? Die, deren Texte ich gelesen habe, deuten alle auf Vordenker hin, die vieles schon früher erkannt haben, von Hitchens auf Freud, von Marx auf Feuerbach, von vielen auf Bruno usw.

RE: Gotteslästerung | 20.07.2014 | 04:33

Cartoon: http://demystifikation.wordpress.com/2014/07/13/das-zelt-spricht/

RE: ... wenn Snowden über Computer nachlegt | 14.09.2013 | 13:09

Ganz so leicht ist es nicht zu sagen. Das leichteste für spätere Angriffe wäre, wenn man die Netzwerkkarte (auch WLAN) mit einem Sondermodul ausstatten würde, denn man will ja an den Rechner ran, von außen, ohne einen Trupp Handwerker vorbeizuschicken. Wenn diese aber offen wäre, so dass sich jederzeit HIS MASTERS VOICE einloggen könnte, um dem Rechner neue Befehle zu vermitteln, dann würde man das bei einer einfachen Sicherheitskontrolle die jeder Linuxuser mit nmap durchführen kann sehen. Man tut einfach so, als sei man selbst der Dienst, der auf den Rechner will, und selbst wenn die Funktion mit Passwörtern usw. abgesichert ist verhält sich ein offener Port anders, als ein geschlossener. Das ist wie die Tür eines Nachtclubs: Dass eine Tür da ist ist niemandem verborgen; man muss zwar hinsehen, aber schon für Leute die ihr Heimnetz selbst ein wenig verdrahten, Routine.

Könnte die Hardware nicht geheime Sonderfunktionen nutzen?

Nun, da auf dem Weg von der NSA bis zum Zielrechner unbekannte Rechner, Router und Switches unterschiedlichster Nationen und Firmen liegen: eher nein. Die Anfragen müssen spezifizierten Protokollen genügen um überhaupt weitergeleitet werden zu können. Sonst, wenn man die letzte Steckdose kontrolliert, ginge das.

Jetzt wäre noch denkbar, dass so eine Hardware den Port öffnet, aber nur 1x die Woche, um nicht so leicht ertappt zu werden, zu einer festen Zeit für 2 Minuten, in denen dann weitere Befehle eingehen.

Das ist wohl auch keine praktikable Option. Will man das Gerät ansprechen muss man wissen wo es steckt. Man muss also wohl doch den ISP zur Kooperation zwingen oder allen Traffic ständig mitschneiden, um auf dem laufenden zu sein. Soll es erreichbar sein, dann muss man ahnen, wann das Gerät eingeschaltet ist.

In einem sensiblen Bereich wird man oft allen Traffic über einen selbst kontrolliertte Router leiten, und somit mitprotokollieren, wenn zur Unzeit Datenpakete transferiert werden, an unbekannte Adressen, verschlüsselt und über verdächtige Ports.

Würde man so eine Massenhardware korrumpieren, dann würde es wohl recht bald auffliegen. Wie will man aber Firmen weltweit zur Mitarbeit zwingen? Wo es ein US-Monopol gibt vielleicht. Bei Verschlüsselungssystemen, DRM-Chips, TPM, UEFI-Boot, dass dort gezielte Schwachstellen lauern, dass könnte ich mir dagegen gut vorstellen.

RE: Nichts zu reißen | 30.11.2012 | 22:29

Als Aufklärungsmedium würde ich die Bravo nun nicht gerade bezeichnen. In erster Linie ist dieses Produkt dem Kommerz verpflichtet, und ein dramatischer Begriff der leichte Antworten suggeriert passt sicher besser in die Strategie des Blattes, als feinzisilierte Bedenken und Abwägungen. Vielleicht ist es aber auch schlichtes Nichtwissen, und ich tu dem Blatt Unrecht; d.h. sie würden nicht misinformieren, wenn sie es besser wüssten.