Utes Tochter

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RE: Söldner des Journalismus | 24.09.2009 | 02:17

Beim letzten Mal (ersten Mal), als ich den Freitag las, wusste ich nicht, was mich an den Artikeln stört. Nachdem ich nun den dritten gelesen habe, weiß ich, was es ist: Das sind keine Artikel (was ich darunter verstehe), es ist bestenfalls harmloses Geplauder.

Nach einem sehr interessanten Fakt (46% der Journalisten ...) und einem ebenfalls interessanten Vergleich (Nazideutschland) mäandert der "Artikel" über Pharmareferenten und Fließbandarbeiter und endet damit, dass Rockkritiker nicht mehr nach London geflogen werden.
Diese Ziel- und Konzeptlosigkeit, diese Seichtig- und Harmlosigkeit merkt man allen Artikeln an (habe, zugegeben, nicht viele gelesen, aber durch die gelesenen wurde ich auch nicht dazu animiert, das zu tun). Ich hatte erwartet, zumindest zu erfahren, was der Autor für Auswirkungen auf Demokratie und Aufklärung befürchtet oder gar schon entdeckt hat, wie es ja auch groß in der Unterzeile angekündigt wird. Aber nichts davon ist zu lesen.
Unter Meinungsmedium verstehe ich was anderes!

Und das ist wohl ein grundsätzliches Problem. Es ist ja schön, dass im Internet jeder alles schreiben darf, aber in/bei einer Zeitung sollte vielleicht doch nicht einfach jedes Palaver veröffentlicht werden, ohne dass mal ein Redakteur draufgeschaut (und es dann zurückgewiesen) hat. Denn an Belanglosigkeit ist das hier nur schwer zu übertreffen. Schade um das Blatt ...