flosyforever

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RE: Frauenhass tötet | 31.05.2014 | 07:28

habe mal ein sehr gutes Buch gelesen, wodurch mir klar wurde, warum ich mich (w) dem Feminismus nie geneigt gefühlt habe:

Kerstin Steinbach (2012) Rückblick auf den Feminismus. Von Anfang an eine Lüge gegen Gleichheit, Logik und sexuelles Vergnügen.

Nur in einzelnen Randpunkten teile ich die Ansicht der Autorin nicht. Sie trägt aber eine Menge Daten, Fakten, Luftaufnahmen zusammen, die den Feminismus demaskieren. Und der trägt nicht selten tatsächlich faschistoide Züge. Oder meinetwegen religiöse. Auf jeden Fall argumentieren solche Gruppen unlogisch und leben von Ab- und Ausgrenzung.

RE: Frauenhass tötet | 28.05.2014 | 21:50

Also, wer tatsächlich meint, der Feminismus würde Gleichberechtigung anstreben, ist entweder naiv oder will bewußt seine Absichten verschleiern, den Unterdrückungsspieß umzudrehen. Ich war völlig von den Socken über den Artikel und viele Kommentare hier.

Habe ich das richtig verstanden, daß wir ein neues Krankheitsbild im DSM aufnehmen müssen: Hass auf Frauen? Mir war gar nicht klar, daß diese Haßgefühle in nahezu jedem Manne brodeln.

Ich kenne keine Frau, die sich erst einmal bedroht fühlt, wenn sie das Haus verläßt. Ich selbst bin zu allen Tag und Nachtstunden (Schichtdienst) in Berlin unterwegs gewesen, (als junge Frau!) und habe mich nur zwei Mal unwohl gefühlt, einer wollte mir nachstellen, ein anderer war besoffen und aggro. Wenn ich allerdings jeden Blick und jede Bemerkung als Bedrohung zählen möchte, kann auch ich auf eine lange Leidensgeschichte zurückblicken.

Brauch ich aber nicht. Ich gehe weiterhin als (angst)freier Mensch durch die Welt.

Und: als Mann hätte ich mehr Angst, geprügelt zu werden. Als Frau habe ich den Vorteil, daß selbst die meisten Asis der gemeinen Frau gegenüber eine Beißhemmung haben (Wer Frauen angreift, gilt ja nicht gerade als Held). Und: als Frau kann ich auf jeden Fall leichter Hilfe bekommen als ein Mann.

Ich bin gegen Feminismus, wie alle anderen starken und intelligenten Frauen, die ich kenne.

Praktizierter Humanismus ist das einzig Wahre für uns alle.

Aber nee, wir lassen uns spalten. Feminismus hat sich schon in den achzigern überlebt und wird nur von Schwanz-ab-Leuten wie A.Schwarzer künstlich am Leben gehalten. Leider mit Erfolg.

Ich brauch keinen Feminismus, da ich mich nur mit Männern umgebe, die nicht in das Feindbildschema der Feministinnen passen. Ey,frau, das ist total einfach, da laufen Millionen rum!

RE: Das Unglück der Sprache | 11.10.2013 | 06:59

@Phineas Freek

Vielen Dank. Ich freue mich immer sehr, wenn ich meine Gedanken so gut ausgedrückt finde, wie es mir selbst nur selten gelingt.

Was die Betroffenheit im Fall Lampedusa angeht: Jeder weiß. daß sich täglich das selbe abspielt- nur eben gut verteilt- gewissermassen verdünnt- aber keiner hat darüber Betroffenheit geheuchelt. Nun diese Massierung: Mehrer hundert Tote vor Lampedusa, Scheiße, weggucken unmöglich. Gleiches gilt für Tanker"unglücke". Was für ein Aufschrei, als sich der Inhalt einer "Erika" in die Biskaya ergoß und die Strände schwärzte. Daß aber jedes Jahr ungefähr die vierfache Menge Öl ganz alltäglich im Mittelmehr verklappt wird, beunruhigt keinen.

an den Autor: Guter Beitrag. Wenn es um Worte geht, bin ich auch kleinkariert. Jedenfalls bei ernsten Themen. Glücklicherweise hatte ich meist hervorragende Lehrer in Geschichte, Deutsch und Kunst, die uns damals einen geschärften Blick gegenüber Manipulationsversuchen beigebracht haben.

Wie gut sie gelingen, sieht man auch an dem Beispiel Verteidigungsminister Guttenberg: "Ich kann verstehen, wenn jemand das( ) als Krieg empfindet" wurde sofort komplett ungedeutet. Es hieß überall nur, er hätte ganz mutig gesagt, daß dort in Afghanistan Krieg herrsche. Toller Mann.

Was mich besonders schmerzt ist, daß viele der ziemlich gut Gebildeten im Grunde doch der Zeitung mit den großen Buchstaben oder der mit dem großen Namen im Geiste folgen, selbst wenn sie sie nicht lesen.

RE: Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin | 11.07.2013 | 09:02

Das ist ein Merkmal unserer sogenannten christlichen Wertegemeinschaft. Das sollte man immer im Kopf behalten.

RE: Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin | 11.07.2013 | 08:58

@Magda

Das Asylrecht ist leider nicht "stark eingeschränkt", sondern de facto abgeschafft, da nahezu niemand in der Lage ist, nach D zu kommen, ohne zuvor einen "sicheren Drittststaat" zu betreten.

RE: Ihr Revier | 29.06.2013 | 08:01

Lieber Martin,

danke für Ihren Kommentar. Ich selbst habe in einer Berliner Kneipe mal einen Polizeibeamten kennengelernt, der bei der "Sitte" war. (Hab den korrekten Begriff vergessen) Der hatte mich -jung und naiv- darüber aufgeklärt, wie Bestechung und Schutzgeld in der Praxis funktioniert. Ich erinnere mich noch, wie ich ihn immer fragte:"Aber....? und mir nach seiner Antwort jeweils an den Kopf griff. "Aua, ach so, ja klar,..! Auf jeden Fall scheinen in der Sparte "Sitte" die größten Nebenverdienste drin zu sein. Mein Bekannter war ein guter Mensch, der nicht befördert wurde und sehr an diesem Widerspruch litt. Er war Trinker. Was ich gut verstehen konnte.

Mir tun alle Polizisten leid, die die Herz und Hirn haben. Die anderen arbeiten leider erfolgreich an einem schlechten Ruf, der selbst brave Bürger davon abhält, sich an sie zu wenden.

Letztes Wochenende bin ich nach 00 Uhr ohne Licht und mit 2 Glas wein intus bei Vollmond mit Rückenwind nach Hause gesegelt. Schleich- und Fahrradwege natürlich. Keine Gefahr für niemand. Ein herrliches Gefühl. Nur getrübt durch die latente Angst, ein Beamter, der noch nicht genug auf dem Zettel hat, könnte einen erwischen.

Ich bin immer wieder froh, wenn ich Zeuge werde, wenn die Polizei ihre Arbeit gut macht (Umgang mit Alkoholisierten, Psychotischen, u.a. ) Jede polizeiliche "Schandtat" wirkt sich doppelt und dreifach negativ auf den ganzen Apparat aus. Leider scheinen Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstrukturen eine besondere Affinität zum Polizeiberuf zu haben. Und wer wo aufsteigt, entscheiden immer die schon Aufgestiegenen. So läßt sich auch die bayrische Polizei erklären....

Den Ultra- Linken möchte ich sagen: Geht den langen Marsch durch die Institutionen und krempelt den Laden von innen um.

Meine Verachtung gilt zwar auch vereinzelt Polizisten, aber sie gilt durchweg den privaten Security-Services, die zunehmend dem Bürger als Hilfpolizei angeboten werden. In meiner Stadt sehen die fast alle aus wie Bilderbuch-Neonazis. Deren Firmenlogo läßt sich bei Nacht oder von Weitem auch mal mit der Aufschrift"Polizei" verwechseln.

So sehr ich "unsere Polizei" kritisiere, so sehr wünsche ich mir, daß sie diese Kritikpunkte abbaut. Zu ihrem und unser aller Nutzen. Sonst setzt sich irgendwann die Meinung durch, wir könnten die Polizei auch einfach mal privatisieren.

RE: Appste mal ´n Euro? | 28.05.2013 | 07:40

Das Bargeld wird sicherlich nicht so schnell verschwinden. Wie soll man denn sein Geld sonst waschen?

RE: Sind Rüpel-Radler neue Verkehrsvorbilder? | 02.05.2013 | 21:55

seit über 30 Jahren nehme ich nun am Straßenverkehr teil, meist mit dem Rad. Irgendwie habe ich das Gefühl, daß sich gar nichts geändert hat. Also, die Rüpelhäufigkeit hat m.E. nicht zugenommen. Ich frage mich, was da aufgebauscht wird. Es ist wohl wie mit den sog. Mietnomaden, die ja in ihrer Zahl auch bis ins Absurde aufgebläht wurden, wenn nicht sogar eine reine RTL- Erfindung waren. Ich fürchte, daß ich bald der Fahradhelmindustrie unter die Arme greifen muß, es wird das Gesetz zur Helmpflicht kommen. Und zwar völlig egal, WO und WIE ich fahre. Das wird dann mit der (sinnvollen) Einführung der Gurtpflicht verglichen.

In der Fahrschule damals lernten wir noch: Wennn du an einer Ampel stehst, nachts und völlig allein und sie springt ums Verrecken nicht auf grün, mußt du umkehren. Es gäbe keine definierte Zeit, ab der ein eigenes Ermessen zulässig wäre. Ampel kaputt? Egal, rot ist rot ist rot und heißt nun mal Stop. Punktum.

Ich dachte noch, der Fahrlehrer hätte einen Scherz gemacht und wollte nicht drauf hereinfallen. Es war ihm aber ernst.

Wichtig ist mir nur, daß die Polizei gut differenziert. Die meisten Ordnungswidrigkeiten mit dem Rad sind völlig harmlos wie z,B. Fußwegbenutzung als kleine Abkürzung oder zwecks Bordsteinvermeidung oder fahren in einer Fußgängerzone, wenn da nix los ist, wie z.B. bei starkem Regen.

Über die Autofahrer kann ich zwar nicht mehr als Autofahrer sprechen, aber bei DENEN hatte ich schon eine Häufung an Drängeln und Nötigen wahrgenommen. Aber nein, wir sollten den Fokus dringend auf die Radler legen.Wo wir doch mit den Rauchern jetzt durch sind.

RE: Welche Presse nimmt man für Knoblauch? | 21.04.2013 | 07:35

den Geruch aus Mund und Poren kann man vermeiden, indem man den "Kern" der Zehe entfernt, Sprich: die innersten grünen Häute.

RE: Die populistische Versuchung | 17.04.2013 | 09:18

Unsere Politiker reden verquarstes Zeug und reiten die Menschen zu Schanden unter Zuhilfenahme der Privatsender, psychologischer Tricks u.v.a.m. Sie tun alles dafür, um nolens volens einer großen Rechtswelle Platz zu machen. Ich habe das ja lange nicht für möglich gehalten, aber die Langzeitinfusion an "Kampf-der-Kulturen"-Rhetorik zeigt Wirkung.

Da kommt eine Partei aus dem Nichts daher, mit einem Hauptthema, das die Emotionen (des Kleinbürges) anspricht. Bald kommt noch die ein oder andere dazu und dann sieht´s ein bißchen aus wie Weimarer Republik.

Wenn auch Schland entsetzt ist über die NSU-Morde, so sind doch die Gefühle schon jetzt nahezu flächendeckend Xerophob, geschürt durch die Politiker, die glauben, den rechten Hund an der Kette zu haben. Hat als Ablenkungsmanöver schon immer gut funktioniert. Man denke nur an die zahlreichen Stern- und SpiegelTitel, die von Asylantenflut und ähnlichen Begriffen strotzten, die den Untergang des Abendlandes beschworen. wir sind immer wieder brav darauf hereingefallen.

Und heute: keiner will die Linken wählen. Ich werfe der Linken zwar vor, daß sie zu blöd ist, den herrlichen Boden , den ihr die "Etablierten" bereiten, zu bestellen, aber ich frage mich auch, was daran so schlimm sein soll, die mal vier Jahre (mit-) machen zu lassen. Mir scheint, daß die Leute glauben, die Linke könnte in einer Wahlperiode eine "Machtergreifung" vornehmen und die Demokratie abschaffen. Lieber gehen die Leute gar nicht wählen, als links zu wählen. Warum nur? Und was soll eine neue Splitterpartei bringen? Ich meine, muß sie denn schon in diesem Jahr im Bundestag sein?

Ich bin kein Freund von Lafontaine. Aber: ER kann mehrfach von sich behaupten: "Das habe ich gleich gesagt!" Er ist zwar auch ein Alphatier, aber er war es in seiner Funktion als FINANZMINISTER, der uns offen sagte, was uns die blühenden Landschaften kosten würden. Das konnten zwei ander Alpha-Rüden unmöglich zulassen.

Und Schäuble? Der kann das niemals behaupten, er habe etwas vorher gewußt oder auch nur gewollt. Jetzt ist er plötzlich für das Ausheben von Steueroasen. Was, Schäuble, möchte ich schreien, WAS, du alter Sack, hast du denn in all den Jahren als Spitzenpolitiker dafür GETAN?

Das Wahlvolk kann dem CDUSPDGrünenFDP- Gesocks nur dann einen Denkzettel verpassen, wenn es die Linke so stark macht, daß sie mindestens ein gleichberechtigter Koalitionspartner ist. Das wäre ein demokratischer Knall.

Sonst kriegen wir irgendwann nur noch Jamaica-Wischi-Waschi in allen möglichen Farben. Und danach? So ungebildet, wie die Menschen gehalten werden, wird sich die Geschichte DOCH wiederholen. Wer genau hinschaut, sieht, wie mit dem Bild des Muslim Schindluder gertrieben wird. Daß damit bei manchen die religiös-muslimische Identität erst geweckt wird, dürfte klar sein.

Dieses allgemeine Unbehagen und die Übertreibungen, die ich in meiner Umwelt bemerke ("die meisten sind so-und-so",usw.), wenn von unseren Mitmenschen mit sog. Migrationshintergrund die Rede ist, dürfte auch die braven Bürger in den 30er Jahren ergriffen haben, wenn sie hungrig mit dem Schild "suche Arbeit jeder Art" an einem von Juden geführten Juwelierladen standen. Die hätten sich auch frei von Vorurteilen gewähnt ("Das hat in der Zeitung gestanden ."). Genau wie die Beamten, die frei gewordene Pöstchen kriegen konnten.

Und die Linke hat das Talent, zur Freude ihrer Gegner, sich stets gegenseitig zu zerhacken. Man stelle sich vor, die SPD würde sich koalitionsbereit mit der Linken zeigen! Natürlich mit einem anderen Kandidaten und einem nach sozialen und demokrtischen Gessichtspunkten veränderten Programm und Auftreten. Ich könnte mir vorstellen, daß sie machen Wähler zurückgewinnen würde. Die hat ihre treuen Stammkunden vergrault, das wird so leicht nicht wieder gutzumachen sein.