JUNKIE KILLER

APACHE INDIANER Schwermut Alkohol Gebiete verloren Reservate Sitting Bull Sioux Wounded Knee General Cluster
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TRUTH AND SOUL ROMAN 1.0


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Mein Name ist Junkie Killer,ich bin vierzehn, und brachte hundertfünfzig Menschen um, und es tut mir nicht leid, Amigos, Mierda, Ramos, Mira, ich kann nochmal zweihundert umbringen, mit der Magnum, Smith & Wesson, Glock, Walther, Utzig, MG, Milan Raketen, ich befinde mich im Krieg, ich lese Philosophen, Nietzsche, Jenseits von Gut & Böse, der Wille zur Macht, Bingo, ich glaube nicht an Gott oder Religionen, aus Angst vor El Chapo, er ist mein Chief,sein Wort ist Gesetz, wie die Zehn Gebote, in der Bibel, Moses fand die Schriften, Tafeln, ein Mythos?
Ich weiß es nicht, ich bin eine Rothaut,ein Indianer, vom Stamm der Apache,wir sind Jäger & Bauern, friedlich, bis die Weißen eintrafen, mit ihren Segelschiffen, diese Bluthunde, voller Gewalt, Manie & Übermut, Arschgeigen, brutal, hinterlistig, wir lebten von Mais, Wild Tieren, Kastanien, Beeren, die wir pflückten, heute regieren Firmen, wie Wallmart, Whole Foods, Scheiße, wir gingen in den Wald, suchten, pflückten, fanden einen Teich mit Forellen, mit der Pfeilsptze fischten wir sie raus, sie zappelten, dann brieten auf einem heißen Stein, wir brauten unser Bier, aus Honig, Malz & Hopfen, wild gewachsen, in den Tälern der Sierra Madre, nun, wurden wir gezwungen von den Weißen zum Krieg, Guerre, Warriors sind wir, später wurden wir Gangster, um zu überleben,unser Täglich Brot, jeden Tag in der Kapelle des heiligen Markus, Missionare zwangen uns in die Kapellen, diese Scheiß Kerle, wir glaubten an das Spirituelle, wir beten Tag für Tag, die alte Zeit möge zurück kehren, viele von uns verrieten uns, halfen den Weißen, dienten als Scouts, Fährte Führer, im Wald & Gebirge & der Praier kannten wir uns aus, fanden Buffolos, Rehe, Hirsche, sodass die Weißen in der Wildness überleben konnten,wir, Feld- und Waldbeuter, ich denke an Henry Walden Thouroux, der das erkannt hatte, man hat uns den Levensraum genommen, die Indianer versanken im Alkohol und Schwermut, melancholisch, gedanken verloren, er lebte eine Weile im Wald, er hatte gemerkt, gespürt, dass mit der damaligen Gesellschaft etwas nicht in Ordnung war,


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Henry David Thoreau, 1856
Henry David Thoreau (sprich: [ˈθɔɹoʊ] oder [θəˈɹoʊ], * 12. Juli 1817 in Concord, Massachusetts; † 6. Mai 1862 ebenda) war ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph.
Inhaltsverzeichnis
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• 1Leben
o 1.1Tätigkeit als Lehrer
o 1.2Rückzug in die „Wälder“
o 1.3Thoreau als Prophet des zivilen Ungehorsams
o 1.4Die letzten Jahre
o 1.5Der Mensch
• 2Rezeption
• 3Siehe auch
• 4Werke (auf Deutsch)
• 5Literatur
• 6Weblinks
• 7Einzelnachweise
Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Thoreau wurde am 12. Juli 1817 als Sohn eines Bleistiftfabrikanten geboren. Der Vater war ein Ausgewanderter mit französischsprachigen Vorfahren von der Insel Guernsey.[1] Thoreau studierte von 1833 bis 1837 an der Harvard University.
Tätigkeit als Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Er war für kurze Zeit als Lehrer tätig, da er jedoch „keinen Gebrauch von der unerlässlichen körperlichen Züchtigung“ machte, überwarf er sich mit der Leitung seiner Schule und quittierte seinen Dienst. 1838 gründete er mit seinem Bruder John eine eigene Privatschule. Als der Bruder 1842 an Wundstarrkrampf[2] starb, musste die Schule geschlossen werden.
Thoreau lernte 1841 Ralph Waldo Emerson kennen, der als Dichter, Unitarier und Philosoph die unitarische Bewegung des amerikanischen Transzendentalismus begründet hatte, dem ein großer Kreis amerikanischer Dichter und Denker angehörte. Nach dem Tod seines Bruders lebte Thoreau zeitweilig in Emersons Haus in Concord bei Boston.
Rückzug in die „Wälder“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Unter Emersons Einfluss entwickelte Thoreau reformerische Ideen. Am 4. Juli 1845, dem Unabhängigkeitstag, bezog Thoreau eine selbsterbaute Blockhütte (Walden Hut) bei Concord am Walden-See, auf einem Grundstück Emersons. Hier lebte er etwa zwei Jahre zwar allein und selbständig, aber nicht abgeschieden. In seinem Werk Walden. Or life in the Woods (deutsch: Walden. Oder das Leben in den Wäldern) beschrieb er sein einfaches Leben am See und dessen Natur, aber er integrierte auch Themen wie Wirtschaft und Gesellschaft. Das Experiment "Walden" machte Thoreau klar, dass sechs Wochen Lohnarbeit im Jahr ausreichend sind, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Die verbleibende Zeit konnte er nutzen, um zu lesen, zu schreiben, nachzudenken und die Natur zu erkunden.[3]

Erste Seite der ersten Druckausgabe von Resistance to Civil Government, 1849
Thoreau als Prophet des zivilen Ungehorsams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Den 23. Juli 1846 verbrachte Thoreau im Gefängnis, weil er sich weigerte, seine Steuerschuld gegenüber Massachusetts, die Poll tax oder Kopfsteuer, zu begleichen und mit diesen Steuergeldern die amerikanische Regierung (und damit die Sklaverei und den expansiven Mexiko-Krieg) zu unterstützen. Der Krieg begann allerdings erst kurze Zeit vor Thoreaus Inhaftierung, die Steuerschulden waren deutlich älter. Die Schulden wurden beglichen; von wem, lässt sich nicht endgültig klären, und Thoreau wurde schließlich aus dem Gefängnis entlassen.
Inspiriert durch die Nacht im Gefängnis hielt Thoreau später Vorträge zu dem Grund seiner Zahlungsverweigerung. Diese Vorträge fasste er zu dem Essay Resistance to Civil Government (1849) zusammen, der unter dem späteren Titel Civil Disobedience bekannt wurde (dt. Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat). Die Schrift avancierte zur „Bibel“ der „Helden der Widersetzlichkeit“.[4] Sie diente unter anderem Mahatma Gandhi und Martin Luther King als Inspirationsquelle für den gewissensgeleiteten, gewaltfreien Widerstand gegen die Obrigkeit und wirkt bis in die Gegenwart als Standardwerk und Namensgeber des zivilen Ungehorsams weiter.
Ab 1849 verdiente Thoreau seinen Lebensunterhalt als Landvermesser, Gelegenheitsarbeiter und Vortragsreisender. Dabei wetterte er immer wieder gegen soziale Ungerechtigkeit und Sklaverei. 1857 lernte er den militanten Sklaverei-Gegner und Guerilla-Kämpfer John Brown kennen, der mit seinen Anhängern einen „Privatkrieg“ gegen die Sklaverei führte und zwei Jahre später gehängt wurde. Obwohl Henry David Thoreau weiter den gewaltlosen Widerstand favorisierte, zeigte er in Essays und einem Gedicht großen Respekt vor John Brown, den er gar mit Christus verglich. Wie ernst es ihm mit der Ablehnung der Sklaverei war, bewies er, als er 1851 einem entflohenen Sklaven dazu verhalf, nach Kanada zu flüchten.[3]
Die letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thoreaus Grab auf dem Sleepy Hollow Cemetery in Concord, Massachusetts
Thoreau hatte sich 1835 mit Tuberkulose infiziert, die Krankheit trat aber nur sporadisch in Erscheinung. 1859 kam eine Bronchitis hinzu, nachdem Thoreau nachts bei stürmischem Regen unterwegs gewesen war. Danach verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends. In den letzten Jahren arbeitete er an noch unveröffentlichten Werken (vor allem The Maine Woods and Excursions). Er schrieb Briefe und Tagebucheinträge, bis er zu schwach dazu wurde. Seine Freunde staunten über die Gelassenheit, mit der Thoreau seinem Ende entgegensah. Er starb 1862 im Alter von 44 Jahren.
Der Mensch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ralph Waldo Emerson schildert 1862 seinen Freund Thoreau:[1] Er führte ein Leben voller Entsagungen wie nur wenige Menschen. Er hatte keinen Beruf erlernt und lebte allein. Von einem schönen Haus, Kleidung, Sitten und Gesprächen höchst kultivierter Menschen hielt er nichts. Er traf sich lieber mit einem „guten Indianer“. Alles was mit Indianern zusammenhing war für ihn wichtig. Zeitlebens hatte er kein einziges Laster. Wenn er mit anderen Menschen zusammen war, widersprach er ihnen fortlaufend, was für andere wie eine Abkühlung wirkte und ihnen die Annäherung an Thoreau erschwerte. In frühen Schriftstücken war es auch eine rhetorische Methode von ihm, gegensätzliche Stellungnahmen einzunehmen und beide zu begründen. Zu jungen Menschen fühlte er sich eher hingezogen. Ebenso zu Bauern, die sein praktisches Wissen schätzten.
Er sprach nichts als die Wahrheit und handelte auch entsprechend. Er durchdrang das Thema eines Gesprächs sofort und erkannte die Schranken seiner Gesprächspartner. Er kannte keinen Respekt vor den Meinungen anderer Personen oder Parteien und huldigte ausschließlich der Wahrheit selbst. Aus einer einzigen Tatsache konnte er nach Emerson wie kein anderer rasch universelle Gesetze ableiten. Sein Wissen über die Geheimnisse der Natur und ihre Zusammenhänge war umfassend.
Eine große „Waffe“ war seine Geduld. Er konnte lange reglos dasitzen, bis die Tiere sich ihm näherten und er ihr Verhalten beobachten konnte. „Er liebte die Natur so sehr, war so glücklich in ihrer Einsamkeit, dass er Städte mit Argwohn betrachtet und glaubte, dass deren Luxus und Verlockungen den Menschen und seine Umwelt zugrunde richteten.“[1]
Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zu seinen Lebzeiten hatten Thoreaus Schriften relativ wenig Einfluss auf das politische Geschehen in den USA. Ralph Waldo Emerson schrieb über Thoreau bei seinem Tod: „Noch nie hat ein so wahrer Amerikaner gelebt wie Thoreau.“[1] Der Brite Robert Louis Stevenson hingegen nannte 1880 Thoreau „den eigenwilligen Mann aus Concord einen Drückeberger“. Er räumte aber auch ein, „Es gab weniges, das Thoreau nicht beherrschte. Er konnte ein Haus bauen, ein Boot … oder ein Buch. Er war Landvermesser, Gelehrter, und er konnte fast alles mit ungewöhnlicher Genauigkeit tun.“[3]
Spätere Generationen taten sich leichter als die Zeitgenossen, in dem „Gesellschaftsrebellen“ Positives zu entdecken. So fanden libertär eingestellte Bürger bei Thoreau eine Bestätigung für ihre Aufrufe gegen staatliche Gängelung. Naturschützer und Ökologen waren begeistert von seinen Tiraden gegen materialistisches Profitdenken. Verfechter politischer Emanzipation wie Mahatma Gandhi bis zu den linken Studenten von 1968 erklärten ihn zum Vorbild.[3]
Heute ist Thoreau zu einer Art US-amerikanischer Konsensfigur geworden, die zwar meist in linken Kreisen, aber durchaus auch von als eher konservativ geltenden Denkern gern zitiert wird.[5][6] Er gilt heute als Schriftsteller auch in formaler Hinsicht als eine der markantesten Gestalten der klassischen amerikanischen Literatur. Als „sorgfältig feilender Stilist, als hervorragender Sprachkünstler“ hat er durch die für ihn charakteristische Essayform „auf Generationen amerikanischer Schriftsteller anregend gewirkt“.[7]
Thoreau fand durch seine Beiträge Beachtung im amerikanischen Anarchismus,[8] etwa bei Emma Goldman.[9]
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• (44597) Thoreau, Asteroid des inneren Hauptgürtels
Werke (auf Deutsch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• Die Welt und ich. Aus den Tagebüchern, Schriften und Briefen. Übersetzt von Fritz Krökel. Bertelsmann, Gütersloh 1951.
o Neuere Auswahl: Aus den Tagebüchern (1837–1861). Übersetzt von Susanne Schaup. Tewes, Oelde 1996, ISBN 3-9802257-1-2.
• Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat und andere Essays. Übersetzt von Walter E. Richartz. Diogenes, Zürich 2010, ISBN 978-3-257-06460-5.
• Walden oder Leben in den Wäldern. Übersetzt von Emma Emmerich und Tatjana Fischer. Diogenes, Zürich 1971, ISBN 3-257-20019-6.
o Auch als: Walden oder Hüttenleben im Walde. Übersetzt von Fritz Güttinger. Manesse, Zürich 1972, ISBN 3-7175-1440-7.
o Auch als: Walden. Ein Leben mit der Natur. Übersetzt von Erika Ziha. Dtv, München 1999, ISBN 3-423-12684-1.
o Auch als: Walden. Übersetzt von Emma Emmerich. Neuauflage der dt. Erstausgabe (1897), Der andere Trommler, Berlin 2017, ISBN 978-3-944292-01-4.
• Leben aus den Wurzeln. Herder, Freiburg im Breisgau 1978, ISBN 3-451-07655-1.
• Vom Wandern. Übersetzt von Heiner Feldhoff. Verlag der Manufactur, Horn am Externsteine 1983, ISBN 3-88080-023-5.
o Vom Wandern. Übersetzt von Ulrich Bossier. Reclam, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-15-019074-6.
o Auch als: Vom Spazieren. Ein Essay. Übersetzt von Dirk van Gunsteren. Diogenes, Zürich 2004, ISBN 3-257-23463-5.
• Denken mit Henry David Thoreau. Diogenes, Zürich 2008, ISBN 978-3-257-23739-9.
• Die Wildnis von Maine. Eine Sommerreise. Jung und Jung, Salzburg und Wien 2012, ISBN 978-3-902497-98-7.
• Wilde Früchte. Manesse, München 2012, ISBN 978-3-7175-6006-7.
• Bradley P. Dean (Hrsg.); Briefe an einen spirituellen Sucher. Turia + Kant, Wien/ Berlin 2012, ISBN 978-3-85132-680-2.
• Wildäpfel. Übersetzt von Susanne Schaup. Verlagsbuchhandlung S. Göbel 2012, ISBN 978-3-940203-06-9.
• Herbstfarben • Ein Winterspaziergang. Übersetzt von Susanne Schaup. Verlagsbuchhandlung S. Göbel 2016, ISBN 978-3-940203-09-0.
• Ich befuhr einen Fluss bei günstigen Winden. Eine Bootfahrt auf dem Concord und Merrimack. Aus dem Amerikan. übertr., mit einer Einf. und einem Anh. von Susanne Schaup. Der andere Trommler, Berlin 2013, ISBN 978-3-944292-00-7.
• Kap Cod. Mit einem Essay von Ilija Trojanow. Herausgegeben und aus dem Amerikanischen übersetzt von Klaus Bonn. Residenz Verlag, St. Pölten/ Salzburg/ Wien 2014, ISBN 978-3-7017-1615-9.
• Lob der Wildnis. Übersetzt von Esther Kinsky, Matthes & Seitz, Berlin 2014, ISBN 978-3-88221-076-7.
• Tagebuch I. Übersetzt von Rainer G. Schmidt, Matthes & Seitz, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-147-2.
• Ktaadn. Mit einem Essay von Ralph Waldo Emerson. Jung und Jung. 2017 ISBN 978-3-99027-092-9.
• Leben ohne Grundsätze. Essay. (Orig.: Life without Principle, 1851.) Übersetzt von Peter Kleinhempel. Mit einem Nachwort von Frank Schäfer. Limbus, Innsbruck 2017, ISBN 978-3-99039-117-4.
• Tagebuch II, übersetzt von Rainer G. Schmidt, Matthes & Seitz, Berlin 2017, ISBN 978-3-95757-433-6
• Tagebuch III, übersetzt von Rainer G. Schmidt, Matthes & Seitz, Berlin 2018, ISBN 978-3-95757-172-4
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
• Helmut Klumpjan: Die Politik der Provokation. Henry David Thoreau: Literat – Gesellschaftskritiker – Nonkonformist. Lang, Frankfurt 1984, ISBN 3-8204-8066-8.
• Hans Dieter und Helmut Klumpjan: Henry David Thoreau. Rowohlt (rm 356), Reinbek 1986; 3. A. 2000, ISBN 3-499-50356-5.
• Heiner Feldhoff: Vom Glück des Ungehorsams. Die Lebensgeschichte des Henry David Thoreau. Beltz & Gelberg, Weinheim 1989, ISBN 3-407-80683-3.
• Dieter Schulz: Amerikanischer Transzendentalismus. Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau, Margaret Fuller. Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG, Darmstadt 1997, ISBN 3-534-09407-7.
• Andreas Streim: Civil Disobedience. Henry David Thoreau und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Grin, München 2007, ISBN 978-3-638-64011-4.
• Gerhard Casper: Henry Thoreau und Civil Disobedience. In: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegenüber dem Staat. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0299-0.
• Jack Turner: A Political Companion to Henry David Thoreau. Lexington, Ky.: Univ. Press of Kentucky, 2009, ISBN 978-0-8131-2478-0.
• Mark Van Doren: Henry David Thoreau: A Critical Study. Houghton Mifflin, New York und Boston 1916
• Walter Fischer: Henry David Thoreau (1817–1862), der Dichter des Walden-Sees (1854). In: Franz H. Link (Hrsg.): Amerika. Vision und Wirklichkeit, Beiträge deutscher Forschung zur amerikanischen Literaturgeschichte. Athenäum, Frankfurt 1968, S. 97–113.
• Alain Refalo: Henri David Thoreau, précurseur de la désobéissance civile. Reihe: Culture de non-violence, n° 3, Centre de ressources sur la non-violence du Midi-Pyrénées, Colomiers 2006.
• Frank Schäfer: Henry David Thoreau – Waldgänger und Rebell. Eine Biographie, suhrkamp, Berlin 2017, ISBN 978-3-518-46769-5[10]
• Ralph Waldo Emerson: Thoreau (1862). In: Drei Ansprachen. Über Bildung, Religion und Henry David Thoreau, mit einer Einleitung von Dieter Schulz, Derk Janßen Verlag, Freiburg 2007, ISBN 978-3-938871-01-0
• Laura Dassow Walls: Henry David Thoreau : a life, Chicago ; London : The University of Chicago Press, 2017, ISBN 978-0-226-34469-0
• Kevin Dann: Expect great things : the life and search of Henry David Thoreau, New York, New York : TarcherPerigee, [2017], ISBN 978-0-399-18466-6
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Henry David Thoreau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Henry David Thoreau – Zitate
Wikisource: Henry David Thoreau – Quellen und Volltexte
• Literatur von und über Henry David Thoreau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
• Werke von und über Henry David Thoreau in der Deutschen Digitalen Bibliothek
• Werke von Henry Thoreau im Projekt Gutenberg-DE
• Rick Anthony Furtak: Henry David Thoreau. In: Edward N. Zalta u. a. (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy. (Winter 2009 Edition)
• Zeitleiste Lebenslauf und weitere links in Deutsch
• Englischsprachige Bibliografie und Texte
• Uwe Ebbinghaus: Selbstversorgung: Feng Shui gegen das Gerümpel des Kapitalismus. In: FAZ.
• Henry David Thoreau: "Ziviler Ungehorsam" - Gedanken gegen Krieg und Sklaverei. Online-Ausstellung (2009)
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
1. ↑ Hochspringen nach: a b c d Ralf Waldo Emerson: Thoreau in: Henry David Thoreau. Ktaadn. 2017. ISBN 978-3-99027-092-9. S107
2. Hochspringen ↑ Joel Myerson: Barzillai Frost's Funeral Sermon on the Death of John Thoreau Jr.. In: Huntington Library Quarterly. 57, 1994, S. 367, doi:10.2307/3817844. JSTOR 3817844.
3. ↑ Hochspringen nach: a b c d DER SPIEGEL Geschichte 5/2016: Amerika. Land der Pioniere
4. Hochspringen ↑ Andreas Dorschel: Ein Staat, der solche Früchte trüge. In: Süddeutsche Zeitung. Nr. 19 (25. Januar 2005), S. 16.
5. Hochspringen ↑ http://www.deutschlandfunk.de/henry-david-thoreaus-walden-plaedoyer-fuer-den-teilzeit.700.de.html?dram:article_id=319434
6. Hochspringen ↑ Analysis and Notes on Walden: Henry Thoreau’s Text with Adjacent Thoreauvian Commentary by Ken Kifer, 2002
7. Hochspringen ↑ Walter Fischer: Henry David Thoreau (1817–1862), der Dichter des Walden-Sees (1854). In: Franz H. Link (Hrsg.): Amerika • Vision und Wirklichkeit, Beiträge deutscher Forschung zur amerikanischen Literaturgeschichte. Athenäum Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1968, S. 111.
8. Hochspringen ↑ Siehe z. B. George Woodcock: Anarchism: A History of Libertarian Ideas and Movements.
9. Hochspringen ↑ Emma Goldman: Anarchism and Other Essays., S. 62, bezeichnet ihn als „the greatest American anarchist“.[1]. Siehe auch [2]
10. Hochspringen ↑ spiegel.de: Gegen die stille Verzweiflung (Rezension)
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• Absolvent der Harvard University
• Namensgeber für einen Asteroiden
• Person (Unitarismus)
• Person (Massachusetts)
• US-Amerikaner
• Geboren 1817

Als Indianer Nordamerikas werden üblicherweise die indigenen Völker des Kontinentes bezeichnet, die unter der eurozentrischen Sammelbezeichnung Indianer zusammengefasst werden. Sie siedeln zwischen den Eskimovölkern der Arktis und den Hochkulturen Mittelamerikas. Es handelt sich um eine große Zahl kulturell unterschiedlicher Ethnien, von deren Vielfalt bereits die bloße Anzahl hunderter indigener amerikanischer Sprachen einen Eindruck vermittelt. Von einer (zusätzlichen) stammesübergreifenden ethnischen Identität als „Indianer“ kann erst frühestens seit Ende des 19. Jahrhunderts – durch ähnliche Erfahrungen bei der Auseinandersetzung mit den Eindringlingen – die Rede sein.
Heute werden die Indianer Kanadas First Nations genannt und die der Vereinigten Staaten Native Americans oder American Indians. In den Vereinigten Staaten werden derzeit 562 Stämme anerkannt (davon allein 235 in Alaska)[1] und in Kanada 615 (bzw. 632 nach dem Department of Indian Affairs and Northern Development). Ausgenommen sind dabei die Ureinwohner Hawaiis sowie die Eskimos und Aleuten, die aufgrund der völkerkundlichen Theoriegeschichte nach wie vor von den nordamerikanischen Indianern unterschieden werden. Ebenfalls nicht zu den Indianern gezählt werden „Misch“-Ethnien wie die kanadischen Métis.
Eine erste Annäherung an die Vielzahl der Indianerkulturen erfolgt durch die Betrachtung ihrer ursprünglichen Wirtschaftsstrategien: Es gab nomadisch lebende Wild- und Feldbeuter wie die jagenden und fischenden Athabasken der nordischen Wälder oder die Kulturen der nördlichen Rocky Mountains. Halbnomadische oder halbsesshafte Völker nutzten die zeitweilig massenhaft vorkommenden Samen, z. B. die Anishinabe den Wildreis der Großen Seen, die kalifornischen Stämme Eicheln oder die Stämme des Großen Beckens Pinyon-Nüsse; oder sie kombinierten Feldbau mit der Jagd, wie viele Stämme im Osten der heutigen USA. Vollkommen sesshaft lebten die Meeresjäger der Nordwestküstenkulturen oder die Bewässerungsfeldbauern des Südwestens. Die populären Reiterkulturen der Prärien und Plains – die den Ausgangsstoff für das stereotyp verzerrte Indianerbild im deutschen Sprachraum liefern – entstanden erst durch die Einführung europäischer Pferde.
Heute lebt nur noch ein winzigkleiner Teil der Indianer von ihren traditionellen Wirtschaftsweisen, einige kombinieren noch – freiwillig oder notgedrungen – überlieferte Selbstversorgungs- mit marktwirtschaftlichen Strategien. Die meisten sind mehr oder weniger in die euroamerikanische Lebensweise assimiliert.
Die politischen Verhältnisse unter den Indianervölkern reichen (oder reichten) von egalitären und herrschaftsfreien Strukturen bei den Jägern des Nordens, über die Stammesgesellschaften der Prärien, die Häuptlingstümer der Nordwestküstenkultur, demokratisch organisierte Stämme mit Ältestenrat, Stammesrat und Ratsfeuer wie den Irokesen, zu monarchisch organisierten Stämmen wie den Wampanoag oder Powhatan oder den Theokratien der Pueblo-Kulturen. Ebenso vielfältig waren die Machtstrukturen, die keinesfalls durch den gemeinhin verwendeten Sammelbegriff „Häuptling“ (englisch Chief, französisch Sachem oder spanisch Cacique) wiedergegeben werden. Diese Bezeichnungen wurden von den europäischen Eroberern geprägt, die sich aus strategischen Gründen für alle Belange einen Ansprechpartner wünschten.
Um eine grobe Übersicht der vielfältigen Ethnien Nordamerikas (vor der Eroberung) zu erhalten, wird in der Ethnologie eine Einteilung des Kontinentes in zehn bis zwölf Nordamerikanische Kulturareale vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
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• 1Geschichte
o 1.1Besiedlung Nordamerikas
o 1.2Kulturelle Entwicklung
o 1.3Kolonialgeschichte
 1.3.1Pelzhandel
 1.3.2Neue Waffen
 1.3.3Pferde
 1.3.4Bevölkerungszusammenbruch nach dem Kontakt mit Weißen
 1.3.5Indianerpolitik
 1.3.6Die Mission und ihre Folgen
o 1.4Wahrnehmung in Europa
• 2Indianischer Widerstand
• 3Die heutige Situation
o 3.1Fortwährende Konflikte
o 3.2Vereinigte Staaten
 3.2.1Ethnische Gruppen
 3.2.2Entschädigungen
 3.2.3Das Leben in Reservaten
 3.2.4Das Leben in urbanen Gebieten
o 3.3Kanada
• 4Traditionelle Kultur
o 4.1Ethnische Religionen
• 5Zeitgenössische Kultur
o 5.1Panindianismus in Nordamerika
o 5.2Religion
o 5.3Musik und Kunst
• 6Sprachgruppen
• 7Siehe auch
• 8Literatur
o 8.1Indigene Literatur
o 8.2Indigene über indigene Literatur
o 8.3Sachbücher
o 8.4Zeitschriften
• 9Weblinks
• 10Einzelnachweise
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Besiedlung Nordamerikas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel: Besiedlung Amerikas, Geschichte der First Nations
Die Erforschung der Besiedlung Nordamerikas ergibt – im Gegensatz zu Mittel- und Südamerika – ein recht einheitliches Bild. Die Besiedlung erfolgte nach heutigem Wissensstand in drei, möglicherweise vier Einwanderungswellen: Die erste Welle traf am Ende der letzten Eiszeit um etwa 12.000–11.000 v. Chr. von Asien her über die Landbrücke Beringia in der heutigen Beringstraße oder in Booten entlang der Küste ein. Die erste flächendeckend verbreitete Kultur war die Clovis-Kultur, die etwa das genannte Alter hat. Mit der zweiten Welle trafen die Vorfahren der Na-Dené-Indianer ein und mit der dritten jene der Eskimos. Möglicherweise wanderten die Vorfahren der Algonkin in einer separaten Welle zwischen den Clovis und den Na-Dené nach Amerika. Einige Funde wie der des Kennewick-Mannes lassen vermuten, dass möglicherweise weitere Gruppen von Europa oder Ozeanien aus den Weg nach Amerika gefunden haben. Diese Einwanderungswellen stimmen auch mit Schlüssen Joseph Greenbergs in seinem Buch Languages in the Americas überein, nach denen sich sämtliche indianischen Sprachen Amerikas auf drei untereinander nicht näher verwandte Sprachgruppen zurückführen ließen: Amerind, Na-Dené und Eskimo-Aleutisch.
Neben fragwürdigen Thesen, wie zum Beispiel denen, die Indianer würden von den aus Israel vertriebenen jüdischen Stämmen abstammen (wie etwa John Eliot und Thomas Thorowgood mutmaßten), oder Amerika sei von Atlantis aus besiedelt worden, existieren auch besser belegte Hinweise auf präkolumbische europäische Besiedlung. Gesichert ist, dass die Wikinger um 1000 n. Chr. in Neufundland (Kanada) eine Siedlung errichteten. Als rein spekulativ muss jedoch die These bezeichnet werden, wonach der walisische Prinz Madoc im 12. Jahrhundert mit einer Gruppe nach Nordamerika gesegelt sei und sich im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Kentucky, Georgia und Tennessee niedergelassen haben soll; diese Gruppe soll den Indianerstamm der Mandan gegründet haben.
Die ersten Siedler trafen auf Großwild wie Mammuts, Mastodonten, Moschusochsen, Riesenfaultiere, Elche, Karibus und Bären. Sie jagten diese Tiere mit Harpunen, Wurfspießen und Speerschleudern. Möglicherweise war es ebendiese Jagd auf die Tiere, welche einen mehr oder weniger großen Teil der Megafauna aussterben ließ (siehe Overkill-Hypothese). Weiter sammelten sie Beeren, Nüsse und Wildreis. Entlang der Küsten fingen sie Fische und Meeressäuger. Zwischen 13.000 und 9.000 v. Chr. wich das Eis zurück und hinterließ zahlreiche Seen und Flüsse, die sich zur Fischerei und als Handelswege anboten.
Kulturelle Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anasazi-Pueblo in Arizona
Die Geschichte der Indianer in Nordamerika wird in Epochen oder Perioden und diese in einzelne Kulturen eingeteilt. Die erste Periode ist die der Paläo-Indianer bis etwa 8000 v. Chr., auf sie folgt die Archaische Periode.
Ab etwa 1000 v. Chr. teilt sich die Entwicklung regional auf, im Südosten und Osten Nordamerikas beginnt die Woodland-Periode bis etwa zum Jahr 1000 oder weiter im Norden 1200, als sie von der Mississippi-Kultur insbesondere im American bottom, dem Kerngebiet um den Mississippi River in den heutigen Bundesstaaten Missouri, Illinois und Kentucky, abgelöst wurde. Weiter nördlich an den Großen Seen entstand gleichzeitig die Kultur der Oneota. Beide Kulturen bestanden etwa bis zum Eintreffen der ersten Europäer und dem Beginn der historischen Zeit. Der kulturelle Wandel durch die eindringenden Europäer, der Bevölkerungszusammenbruch durch eingeschleppte Krankheiten und die systematische Verdrängung der Ureinwohner nach Westen schufen erst die Indianer-Völker, denen die Weißen bei ihrem Vordringen in das Innere des Kontinents begegneten und die das Bild der Indianer bis heute prägen.
Im Westen und insbesondere den Wüstenregionen des Südwestens ist nach dem Ende der Archaischen Periode eine klare Abgrenzung von Epochen nicht möglich, hier gehen Kulturen regional und zeitlich sehr unterschiedlich ineinander über oder lösen sich mit teilweise beträchtlichen Siedlungsunterbrechungen ab.
Die erste großflächig verbreitete Indianerkultur in Nordamerika war die Clovis-Kultur, benannt nach einer Fundstätte in New Mexico und gekennzeichnet durch ihre charakteristischen Projektilspitzen. Die Clovis-Menschen lebten etwa 11.600 v. Chr. bis 10.700 v. Chr. und waren Jäger der eiszeitlich geprägten Megafauna aus Mammut und anderem Großwild. Klimatische Effekte und vermutlich auch der Jagddruck ließen die meisten Großsäuger aussterben, der Bison blieb als größtes Wildtier erhalten. Die folgende Folsom-Kultur (ca. 10.700 v. Chr. bis 8.500 v. Chr.) erstreckte sich von den Großen Seen über die Prärie bis in den Südwesten der Vereinigten Staaten und war durch weiterentwickelte Projektilspitzen an die Jagd auf Bisons angepasst.
In der weiteren Folge der Klimaveränderungen am Ende der Eiszeit wurde ab etwa 5000 v. Chr. von Süden her in immer größeren Gebieten Ackerbau möglich, so dass in den folgenden Jahrtausenden etliche Indianervölker vom nomadischen Jäger- und Sammlertum zum sesshaften Ackerbau übergingen. Die dazu erforderlichen Kenntnisse wurden teilweise aus Mesoamerika übernommen. Besonders im Südosten der heutigen Vereinigten Staaten schufen indianische Völker Hochkulturen.
Eine Besonderheit in der nordamerikanischen Kulturgeschichte stellen die Mound-Builder-Kulturen (Adena und Hopewell) dar. Sie dauerten etwa von 1000 v. Chr. bis etwa 500 n. Chr. und schufen riesige Erdhügel (Mounds), die aus kleinen Begräbnisstätten hervorgingen und später im Laufe der Differenzierung der Gesellschaften und der Ausbildung von Herrschaftsformen zu Repräsentationszwecken dienten. Die Mound-Builder-Kulturen gingen in die Mississippi-Kultur über, die hochstehende Gesellschaftsformen hervorbrachte.
Aus Vermischung der Cochise- mit der Mogollon-Kultur entstanden etwa um 100 n. Chr. im Südwesten der Vereinigten Staaten die Anasazi mit ihren Lehmbauten an oder zwischen Felswänden. Vermutlich löste eine Dürreperiode ab etwa 1150 n. Chr. eine Völkerwanderung aus und Gruppen der Nun-Kultur (Vorfahren der Paiute und Ute) sowie Gruppen der Fremont-Kultur (Vorfahren der Diné, Apachen und Yuma) drängten in das Gebiet der Anasazi. Die Anasazi-Kultur ging in die Pueblo-Kultur über.
In den trockenen Prärien der Great Plains waren vor der Verbreitung des erst mit den Spaniern eintreffenden Pferdes nur die Flusstäler dauerhaft besiedelt. Die Überschwemmungsbereiche boten gute Bedingungen für den Ackerbau. Im Einzugsgebiet des Mississippi und Missouri Rivers sind schon vor dem europäischen Kontakt die Pawnee, Arikara und Mandan beziehungsweise Vorgänger nachweisbar.
Kolonialgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der ersten Reise von Christoph Kolumbus im Jahre 1492 nach Amerika wanderten immer mehr Europäer nach Amerika ein. Allein zwischen 1620 und 1770, also bis knapp vor der amerikanischen Unabhängigkeit, stieg die weiße Bevölkerung in den Vereinigten Staaten von 2.000 auf über 2,2 Millionen an. Dies führte zu Landstreitigkeiten zwischen Weißen und Indianern und zu einer starken Wandlung der indianischen Kulturen.
Die europäischen Kolonialmächte verhielten sich den indianischen Völkern gegenüber unterschiedlich. Dies wird am Beispiel der französischen und englischen Kolonialpolitik deutlich. Die Franzosen begegneten den befreundeten Indianern mit Geschenken und mit Handel, die Engländer versuchten ihren Einfluss in Nordamerika dank Verträgen mit indianischen Völkern auszuweiten. Beide Mächte zögerten nicht, gegen feindliche Indianer in den Krieg zu ziehen, wenn sie ihre Ausdehnung von indianischen Völkern behindert sahen.
Mit den ersten europäischen Kolonisten zogen christliche Missionare unterschiedlicher Glaubensrichtungen nach Amerika. Sie setzten ihren Glauben oft mit Gewalt durch. Indianer mussten ihren traditionellen Glauben zu Gunsten des Christentums aufgeben. Da Religion und Kultur untrennbar miteinander verbunden sind, hatte dies tiefe Eingriffe in die indianischen Kulturen zur Folge und trug zur Zerstörung dieser Kulturen bei.
Pelzhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Pelzhandel zwischen Weißen und Indianern nimmt eine wichtige Rolle in der amerikanischen Kolonialgeschichte ein. Die Einwanderer hatten großen Bedarf an Pelzen für den heimischen Markt und Fernhandel. Besonders Biberhaar war für Kopfbedeckungen sehr begehrt. Die weißen Händler tauschten Biberpelze, Otterfelle und andere Pelzarten bei den Indianern ein oder kauften sie weißen Fallenstellern (Trapper) ab. Oft stießen die Fallensteller in bisher für die Einwanderer unbekanntes Gebiet vor und trugen so erheblich zur Erkundung Amerikas bei. Die Weißen waren an Handelskoalitionen mit indianischen Stämmen nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus politischen Gründen interessiert, brauchten sie doch diese Allianzen im Kampf um die koloniale Vormachtstellung in Amerika. Für die Indianer brachte der Pelzhandel erhebliche Änderungen der Machtverteilung mit sich. Wer sich eine gute Position im Pelzhandel sichern, und damit europäische Güter wie zum Beispiel Feuerwaffen einhandeln konnte, war klar im Vorteil. Der Pelzhandel brach im 19. Jahrhundert zusammen. Gründe waren die Ausrottung der Pelztiere an vielen Orten Nordamerikas und die Änderung der Hutmode in Europa.
Neue Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tauschhandel mit Indianern, Kupferstich, 17. Jahrhundert
Die europäischen Einwanderer brachten nach 1492 verschiedene Kulturgüter mit sich, die das Leben der Indianer nachhaltig veränderten. Die Anwendung von Metallspitzen auf Speeren und Pfeilen führte zu ersten Kräfteverschiebungen unter den indianischen Nationen. Früher hatten sie Steinspitzen aus Granit oder anderen harten Steinen gefertigt. Regelrechte Völkerwanderungen wurden jedoch durch die ungleichmäßige Einführung von Feuerwaffen entlang der nordamerikanischen Ostküste und von der Hudson Bay aus ausgelöst. Stämme, die zuerst Feuerwaffen erhielten, konnten benachbarte Stämme oft völlig aus ihren angestammten Gebieten vertreiben, was zu regelrechten Domino-Effekten führte. Später berühmt gewordene Stämme wie die Lakota oder die Cheyenne waren ursprünglich sesshafte Bewohner des östlichen Waldlandes, bevor mit Feuerwaffen ausgestattete Nachbarn sie verdrängten. Solange Vorderlader verwendet wurden, hatten Feuerwaffen vor allem einen psychologischen Vorteil und eine größere Reichweite als Pfeil und Bogen, waren jedoch Pfeil und Bogen in puncto Feuergeschwindigkeit stark unterlegen.
Noch 1866 erlangten größtenteils mit Pfeil und Bogen bewaffnete Lakota und Cheyenne entscheidende Siege gegen US-Truppen. Bereits im Folgejahr, als die US-Armee mit Repetiergewehren ausgestattet war, änderte sich dies schlagartig. Dem rücksichtslosen Einsatz von industriellen Tötungsmitteln wie Gebirgshaubitzen, Hotchkiss-Schnellfeuerkanonen, die 100 Schuss pro Minute abfeuerten, sowie Gatling-Kanonen, einer frühen Form des Maschinengewehrs, hatten die Indianer nichts entgegenzusetzen.
Pferde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Travois der Cheyenne
Die frühen spanischen Einwanderer führten Pferde mit sich, die sich ab dem 16. Jahrhundert rasch im Südwesten und in den Great Plains Nordamerikas verbreiteten und von vielen Indianervölkern dieser Regionen in ihre Kultur integriert wurden.[2] Besonders für die nomadischen Völker der Great Plains wurden die Pferde zu einem zentralen Gut (Sacred Dogs). Indianervölker im Osten, mittleren Westen und im Süden Nordamerikas integrierten Pferde dagegen erst sehr spät in ihre Kultur. Der Historiker S. C. Gwynne weist darauf hin, dass die Indianervölker dieser Regionen in kriegerischen Auseinandersetzungen nie beritten waren und europäischen Siedlern östlich des Mississippis noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine befremdliche Vorstellung war.[2]
Westliche Indianervölker, die Pferde in ihre Kultur integrierten, konnten ihre Travois und damit auch ihre Tipis erheblich vergrößern, waren mobiler und konnten sich in Gegenden ausbreiten, die früher unbewohnbar waren. So wurde ein großer Teil der Plains, das karge Grasland, erst nach Einführung des Pferdes besiedelt. Diese machten auch die vorher sehr mühsame Jagd auf die dort lebenden Bisons wesentlich einfacher. Ehemals kleine und schwache Stämme wie die Comanche, Lakota oder Cheyenne wurde


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13:58 20.06.2018
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TOMBOURGOISIE

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