Piss Pussy Club

SEX & CRIME SALES WHISKY DROGEN KOKS HEROIN CRYSTAL METH
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Pussy Club

Showgirls Paul Verhoeven

1

Als Paul ein Schluck Kaffee vom Becher nahm, zwei Diazepam einwerfen, war er gestresst, weil die Handwerker langsam arbeiteten, höllischen Lärm beim Polieren der Wand verursachten.

-Ruhe im Puff, Tom. Die Audition ist in fünf Minuten. Sind die Weiber schon da?

-Beeil dich in einer halben Stunde ist die Whisky Verkostung.

-Noch kein einziges Blatt Gold auf der Wand. Wo sind die Chicas?

Er klatschte in die Hände, eine Gruppe von Damen kam herein, eine stolperte über den Rand der Bühne.

-Ihr seid ein kindischer Hühnerhaufen, graziös müsst ihr euch bewegen. Ihr könnte doch Eva Padberg oder Heidi Klump. Mädchen, ihr seid ab heute Stars.

Paul marschierte hin und her, mit dem Popo wackelnd, wie ein Fotomodel, dabei spreizte er die Finger, an denen mexikanische Silberringe steckten, darunter ein Totenkopf, er trug enge schwarze Röhrchenjeans, sein struppiges abstehendes Haar hatte rote und gelbe Strähnen. Er war klein, konnte Kindergröße tragen, oder Klamotten von H&M. Heute hatte er den schwarzen Sakko übergeworfen, ein weißes Cottonhemd, eine schwarze Anzugweste.

-Komm, Gierlie, ich möchte Meat sehen. Kannst du deinen Körper verkaufen?

-Ich dachte, ihr dreht einen Film.

-Ja, klar, das ist ein Movie. 3D, Baby, schön deine Brüste. Zieh die Bluse aus.

-Die ist von Piu & Piu.

-Gerader Schnitt. Rundhalsausschnitt. Ärmel mit Volants. Willst du wie eine Schnalle rumlaufen?

-Ich hab auch eine von Hugo.

-Die rote, die wie ein Hemd aussieht?

-Ein femininer Schnitt.

-Kennst du Mozart.?

-Ja, es ist Schokolade.

-Du bist ein kluges Kind. Wie heißt du?

-Babsy.

-Komm hole mir an der Bar einen Champagner. Ich möchte sehen, ob du grazil gehen kannst.

-Das kann ich. Ich hab einen Kurs für Models besucht.

-Beleuchter. Die volle Dröhnung.

Alle wichen zurück vor dem Scheinwerferlicht, das über die Bühne herein flutete, wie ein über die Ufer tretender Strom.

-Verdammt, das ist zu viel, Junge. Hast du das auf der Udo Lindenberg Tour gelernt. Wo ist mein Schampus? Nein, bring Jacky & Coke. Viel Whisky, Bourbon, aber mit Zero Cola, Babsy. Bei wem warst du in der Schule, du gehst wie eine alte Oma.

Er ging zur nächsten, tätschelte sie an der Wange.

-Schöne Grübchen. Unschuldiger Blick. Lasziv. Echt cool. Du solltest etwas weniger Rouge auftragen. Ich sehe deine Nippel nicht. Bist du rasiert?

-Unter den Achseln?

-Bitch. Ich rede von deinem magischen Dreieck. Zieh dein Höschen aus.

Sie zögerte, er zwickte sie.

-Nein, du schämst dich, dann geh auf die Toilette.

Er gab ihr Rasierschaum und einen Rasierer.

-Eure Muschis ist euer Kapital, meine Damen. Das ist reines Gold, ihr müsst eure Früchte einsetzen, um Männer zu verführen. Die meisten Männer sind nur Dummköpfe, wenn es um Sex geht.

Er ging weiter, alle trugen Nummernschilder, sie war orientalisch geprägt, melancholische Augen, hohe Wangenknochen.

-Schleier trägst du nicht.

-Nein.

-Kannst du nicht lächeln, Nummer sechs, du siehst gequält aus. Du bist nervös. Verstehe, das legt sich. Der erste Mann wird am schwersten sein. Danach ist alles easy.

Sein Drink war da, unterwürfig knickste sie, hielt ihm das Tablett graziös hin.

-Endlich, du bist eine lahme Ende. Unsere Berufung ist zu dienen. Ich möchte nicht mit Phrasen beginnen, dass der Kunde König ist. Die Männer haben Wünsche, ihr müsste sie erahnen und erfühlen. Egal, ob er dir einer ne Zigarre in die Scheide steckt, den Finger in den Arsch, schäme dich nicht, denke an die Kohle. Wenn du gut bist, bekommst du heftig Trinkgeld.

Er kippte das Getränk ex.

-Ihr seid am Umsatz beteiligt. Für jede Flasche Schampus, die der Gast konsumiert, gibt es fette Kohle. Was ihr verlangt für eure Dienstleistungen ist eure Sache. Ich vermiete nur. Ich bin Hotelier. Merkt euch, ein Coach steht euch zur Seite. Tom, wir benötigen zwei Kilo Kokain für die Eröffnungsparty. Und Kaviar. Beluga Malossol. Zwanzig Kisten Pommery. Hast du das notiert?

-Natürlich, Darling. Der Hummer kommt mit Luftfracht aus Maine.

-Ich dachte an bretonische Schalentiere.

-Die Austern ja.

-Was ist mit Helgoland?

-Zu bieder. Wenn die Leute Maine hören, flippen sie aus. Ich könnte die Austern auch aus Louisiana buchen. Fette Dinger, ein amerikanisches Happening mit Kobe Rind Hamburger.

-Ist das nicht japanisch. Hat Madonna zugesagt?

-Das perfekte Double.

-Niemand darf erfahren, dass sie nicht die echte ist.

-Nein, die Alte ist eine Ami Tussie. Original amerikanischer Akzent. Gelernte Schauspielerin.

-Und was ist mit den Cohibas?

-Schon im Humidor.

-Stückzahl?

-Hundert.

-Wo ist der Koch. War nicht ein Meeting angesetzt?

-Weiß nicht.

-Schau in deine Merkliste.

-Der Termin wurde verschoben.

-Mädchen, mein Assistent meldet sich. Merkt euch eins, wir sind kein billiger Puff. Wir optimieren das Sexleben der Männer, wir können ja nichts dafür, dass Frauen unser Angebot nicht annehmen. Ciao, Babys.

Paul rannte zu den Handwerkern, Kerle in verschmutzten Overalls, die konzentriert Blattgold auf die Wand klebten, das geschah blattweise, damit sollte eine riesige Vagina zwischen gespreizten Beinen angedeutet werden. Tom konnte kaum folgen. Paul sauste weiter, prüfte den Weinschrank, nahm eine Woodbridge Merlot in der Hand.

-Beim Probeessen servierst du den.

-Dachte an einen Bordeaux St. Emilion Grand Cru.

-Fuck, du hast von amerikanisch gesprochen. Bestell die Austern beim Händler um. New Orleans Stil.

-Ich dachte bretonische.

-Mann, bist du dämlich. Was ist mit dem DJ?

-Jean X ist der Opening Act.

-Gibt es keine besseren? Ist der nicht schwul?

-Na und?

-Das ist ein heterosexueller Laden. Eindeutig. Ich will keine Homos hier, nur, weil du einer bist.

-Hab noch Soul Sister auf dem Zettel. Ziemlich cool.

-Schwarz?

-Ja, eigentlich deutsch.

-Ich hoffe, dass sie nicht im Bananenrock antanzt, wie Josefine Baker, die so im Folies Bergère in einer Produktion auftrat.

Tom trug seinen Ipad vor sich her, schaute auf seine Tag Heuer. Er bevorzugte schwarze Levis Jeans, Leinenhemden von Frescobol Carioca, dazu trug er eine schwarze Anzugweste, lila Krawatte mit englischem Knoten und Sandalen ohne Strümpfe. Sein Duft Buddha Wood war etwas streng. Paul verkniff sich einen Kommentar. Er war nervös, holte ein Paper aus der Tasche, mischte Gras und Tabak, klebte das zusammen mit der Zunge.

-Zwei Kilo Schnee müsste reichen?

-Klar, werde sparsam damit umgehen. Nur für die VIPs.

-Ich bin nicht ganz zufrieden mit den Frauen. Lange Beine sagte ich, schmaler Popo. Zweite Wahl sollen die Laufhäuser anbieten. Die Schmuddel Schuppen. Bei uns geht es um Qualität. Luxus und Genuss. Dies ist ein Tempel des Hedonismus.

-Ich schau die Karteien nochmal durch. Was ist mit Transen?

-Gut, sie sollten Doubles sein.

-Für wen?

-Romy Schneider, Marilyn Monroe.

-Warum nicht Madonna, Heidi Klump?

-Heidi ist zu Deutsch, kalt, Madonna zu cool, unnahbar. Besser Bo Derek, Brooke Shields, die achtziger Jahre kommen gut an. Veranstalte einen Contest.

-Michelle Pfeifer. Und Sharon Tate.

-Endlich ist es ein Brain Storming. Samantha Fox.

-Die ist lesbisch.

-Das zieht bei Männern, die denken, sie müssen sie nur richtig ficken, dann ist die bekehrt.

-Okay, was ist mit Kim Basinger. Sie ist ein heißer Feger.

-Magersüchtig. Sydne Rome.

-Die spießige Aerobic-Tussie? Die hat sich zu oft unters Messer gelegt.

-Hauptsache Titten.

-Stimmt, Titten und Ärsche, darauf springen Männer an, wie ein Hund, dem du einen Knochen hinhältst.

-Das Viagra Jelly aus Thailand steht noch aus.

-UPS oder Fedex?

-Lufthansa. Getarnt als Curry Paste.

-Cool.

-Du hast das Bewerbungsgespräch in fünf Minuten.

Paul war abwesend, starrte auf das Aquarium mit den Baby Haien, die seelenruhig im Wasser schwammen, als sei das hier eine Gebärmutter. Die Bewerberin war da. Paul setzte sich mit ihr an die Bühne. Sie trug eine pinkfarbene Perücke, ein schwarzes Mini Kleid, hatte schöne große Augen. Ihre schwarze Handtasche war von Prada.

-Deine Bewerbung als Tantra Managerin ist uns als originell aufgefallen mit den angehefteten Mini Dildos mit Buddha Gesicht.

-Ich verstehe meine Berufung als Kunst.

-Du würdest unsere Frauen trainieren, du übernimmst den Part als Sex Coach, und wir bieten das auch als Service für die Freier an, diejenigen, die was dazulernen wollen. Natürlich kannst du nebenbei was verdienen. Deine Qualifikation?

-Ich hab meinen Doktor gemacht.

-Echt? Kann ich die Arbeit mal lesen. Über was hast du geschrieben?

-Kognitive Sphären Sex und Wirkung aufs Gemüt.

-Die Frauen müssen abgestimmt auftreten, modische reizvolle Frisuren, betörende Düfte, schön Roben, die ihre Vorzüge herausarbeiten, ein Mode Stilist wird sie betreuen und ein Barbier. Keine tritt auf bevor sie gestylt ist. Und eine Ballerina coacht die Frauen im Stangentanz.

-Ich bin Feuer und Flamme. Gesprächstherapie ist mir zur langweilig.

-Da Frauen sollen sich mit Literatur, Kunst und Philosophie beschäftigen.

-Ein Hemingway Seminar?

-Seine Biografie. Seine Werke. Wie wäre es, wenn wir dich Dr. Sex nennen würde?

-Ich sehe, wir verstehen uns.

-Deinen Performance Vertrag schicke ich per Mail.

Paul umarmte sie. Sie zischte ab. Paul hatte eine Sorge weniger. Emma bog um die Ecke. Endlich war die Vagina aus Gold an der Wand erkennbar. Aber es fehlte noch viel. Die roten Sessel. Die vergoldeten Tische. Er war unglücklich, ein Perfektionist.

Emma küsste ihn. Sie schwang ein goldfarbenes Täschchen, trug ein schwarzes Jerseykleid. Sie war schlank, eine Bohnenstange. Modelmaße.

-Ich hab nicht viel Zeit. In zwanzig Minuten Lunch mit Roger Miller von der Vogue. Hab zwei Kilo zugenommen. Verdammt, was glaubst du wie viel Vitamin Pillen und Appetitzügler ich schlucke.

-Nimm Crystal. Damit hab ich fünf Kilo abgenommen.

-Du siehst echt optimiert aus. Meine Haut ist nicht glatt, ich bekomme lauter Äderchen.

-Du solltest eine Hautanalyse buchen.

-Ich war erst beim Antiaging. Das Balsam taugt nichts. Biotherm Blue Therapy. Ich muss perfekt sein. So geht meine Karriere in den Arsch.

-Ich mach dich zum Star.

-Du hast so viel versprochen.

-Titten Blues 2 wird ein Hit. 1 haben sie mir schon aus den Händen gerissen.

-Ich mach ne Jim Jarmusch Story mit Puzzles von Samuel Fuller, Abbas Kiarostami, Aki Kaurismäki, Robert Wise, Nicholas Ray.

-Jarmusch Filme sind langsam und dröge.

-Down by law war cool.

-Nur wegen Tom Waits.

-Eine skurrile Komödie. Hast du das Script gelesen?

-Mann, du zoomst zu viel auf meine Vagina. Das steht andauernd Großaufnahme Möse.

-Viele Großaufnahmen ist das Stil Prinzip des Hollywoodfilms. Mit Nahaufnahmen die Gesichter zeigen, im Profil, durchgängig werde ich das im nächsten Film so machen.

-Du bist nicht Xavier Dolan. Schön, es geht um das Mienenspiel. Bei Romy Schneider wurde ihr Gesicht aus einem bestimmten Winkel aufgenommen. Und so ausgeleuchtet, dass die Typen sich in sie verliebten. Das wusste schon die frühen Regisseure wie Fritz Lang, F.W. Murnau.

-Ich geb dir recht, Baby. Ich muss noch viel lernen.

-Nosferatu war ein Meisterwerk. 1922 gedreht. Murnau hat die Einstellung von Starrheit befreit, schuf eine entfesselte Kamera.

-Das liebe ich an dir, mit dir kann man tiefgründige Gespräche führen.

-Für eine Schauspielerin ist es wichtig, wie sie aufgenommen wird. Schreib dir das hinter die Löffel. Ingrid Bergman wurde bei den Dreharbeiten zu Casablanca von links aufgenommen, so stand sie immer rechts. Und durch gezielte Beleuchtung erhielten ihre Augen einen Glanz.

-Stimmt. Die Dietrich hatte Probleme mit Fritz Lang, er würde sie unvorteilhaft aufnehmen. Sie verwies auf ihren Entdecker Josef von Sternberg, der sie scheinbar besser in Szene setzte. Ich geh gerne ins Kino, schon als Kind, in den dunklen Saal, um mich vor der Welt zu verstecken und auf der Leinwand eine schönere zu entdecken.

-Du bist ein Poet. Ich muss gehen. Ess keine Tiere, Paul.

-Nein, Cashew Nüsse.

-Und was grünes. Das darfst du nicht vergessen. Chlorophyll.

-Gurken, Ingwer und Algen als Salat, Baby.

-Wakame Alge enthält viel Mineralstoffe und Vitamin B

-Ob ich so gesund sein will?

-Power Food ist wichtig für die Seele, die wenn gesund, den Body strahlen lässt.

-Hört sich an wie Marlboro Werbung.

-Bleib positiv.

Als sie hinaus rannte, brachte Tom ihm sein Essen. Hinter ihm der Koch, ein Asiate, schwarze Uniform, Bandana Tuch, gedungene Gestalt.

-Kobe Rinder Tartar mit Weißem Trüffel. Das Fleisch kostet sechshundert Euro pro Kilo.

-Bevor das Kobe Fleisch auf den Teller der Feinschmecker kommt, wird das Tier selber über Jahre mit einer Mischung aus Bier und Saake gefüttert, massiert sowie mit klassischer Musik beschallt, fügte Tom hinzu.

-Echt?, fragte Paul, erstaunt.

-Das ist kein Witz Die daraus resultierende im Vergleich zur Massentierhaltung sehr geringe jährliche Produktionsmenge von ca. viertausend Rinder ist Hauptpreistreiber des hohen Preises für das Original aus Japan importierte Fleisch.

-Es muss aber das echte Kobe sein.

-Nichts anderes wird im El Toro serviert.

-Wie hast du es bekommen? Ich dachte, es sei unmöglich.

-Über verschlungene diplomatische Pfade.

Paul probierte. Sein Gesicht erst ernst nahm euphorische Züge an. Ein verzaubertes Lächeln verzierte seine Lippen, wie Puderzucker auf einem Gugelhupf.

-Eine Gaumen Explosion, leicht pfeffrig, eine nussige Note. Bin beeindruckt, Lim.

Paul ging mit beiden in die Küche, der große maß gefertigte Herdblock fehlte, beidseitig begehbar mit eingeschweißten Fritteusen, Wasserbad, Waschbecken, Grill, Glaskeramik Kochfelder, Kühl-und Wärmeschubladen. Die Köche mussten stolz sein auf die Küche. Und jetzt das. Ruhe bewahren, sagte er sich, ohne die Lippen zu bewegen. Das Kühlhaus war fertig. Ein Plus. Er ging hinein, schnappte sich eine Banane, die er schälte, die Schale reichte er Tom.

-Was ist mit der Big Band?, fragte er, kauend.

-Schwierig finanzierbar. Wir müssen das Budget beachten.

-Sollen Sie in kleiner Besetzung spielen.

-Im Table Dance?

-Das Haifischbecken muss weg. Nicht pompös genug, altmodisch. Ich bin gerade in dieser Hinsicht etwas schizoid unentschlossen. Mal sehen, wie das als Gesamtkunstwerk wirkt.

-Und wo spielen die Jazzer?

-Im Steak House. Vor der Bühne benötigen wir noch eine Tanzfläche. Kellner konservative, schwarze Hose, lange Schürze, weiße Jacke. Und jeder soll ein Flaschenmesser in der Tasche haben. Und Lederschuhe tragen. Natürlich schwarz.

-Und was ist mit der Bar und Zigarren Lounge?

-Ein Pianist. Dort brauchen wir Schwarz Weiß Fotos von Jazz Legenden. Miles Davis und so. Parkettboden. Lounge Sessel. Intime Atmosphäre. Ein Rückzugort. Ist der Flügel schon da?

-Nein.

-Du hast doch eine To Do Liste.

Sie gingen in den Marquise de Sade Salon, die Arbeiter packten die Skulpturen aus, die wie Penisse aussahen, der irre Jeff gab Anweisungen. Niemand durfte von der Anwesenheit des Künstlers wissen, er hatte noch Schulden bei einigen Leuten.

Dieses Genie(oder Scharlatan?) hatte alles entworfen, Sessel, die wie Mösen fleischfarben waren, Tische in Form von Brüsten mit Nippel, an denen man saugte und Drinks zugeführt bekam. Eine indirekte rötliches Licht und Alkohol Zerstäuber betörten die Sinne. Aus Düsen an der Decke konnte man dezente chemisierte Drinks leicht dosiert im Raum versprühen, um die Stimmung anzuheizen. Jederzeit konnte vom roten Touch auf andere Farben umgestellt werden.

Hier gab es intime Kabinen, für sexuelle Begierden wie SM Sex, das Grusel Kabinett, mit Klammern, Gasmaske, Peitsche, Rohrstock, Knebel, Marterpfahl, Wippe. Oder reine Voyeur Kammern, in denen Einzelvorführungen von Damen stattfanden, besonders beliebt waren die Geisha und Krankenschwester Nummer. Wichtig waren ihm die Orgasmus- und Masturbationskurse. Deshalb verfasste er schnell eine Mail an die Neue Tantra Manager. Der Umgang mit Dildos war eine Kunst für sich.

Paul erhoffte sich vom Verkauf der Sex Möbel einen Nebenerwerb, der weniger gastronomisch war und mit dem Kunsthandel zu tun hatte. Ein paar Prozente mussten drin sein, wenn Jeff den Vertrag unterschrieb. Der war exzentrisch, man wusste nie woran man mit ihm war.

Mit der Kunst würde er Punkte sammeln bei den Geldgebern. Die Frage war, ob der saudische Investor mitzog.

Muslime waren puritanisch, sie taten zumindest so, um dann die Masken fallen zu lassen, wenn sie ihre Lüste ausleben wollten.

Sein Boss, ein Franzose aus Marseille, hatte erste Klasse Frauen versprochen.

Darauf war er gespannt. Jean war in schmutzigen Geschäften verwickelt. Das wusste er. Paul verdrängte es.

-Ob wir aus der Nummer heil raus kommen, murrte Tom, der wohl die Gedanken von Paul erahnt hatte.

-Unser Risiko wird hoch bezahlt.

-Aber Drogen. Wenn das auffliegt sind wir auch mit drin.

-Wir sind Geschäftsführer. Von Kokain und anderen Substanzen wussten wir nichts. Basta.

-Du bist naiv.

-Was sollen wir tun weder mit unserer Hip Hop noch Actor Karriere hat es nicht geklappt.

-New York war verdammt hart. Ich würde Paris vorziehen. Ich will noch ein Buch schreiben. Die Deutschen sind spießig. Kleinbürgerlich. Ich halte es hier nicht aus.

-Immerhin gibt es hier gescheite Curry Wurst. Von was lebst du an der Seine?

-Lass mir meine Träume.

-Ich will nicht ewig für Typen wie Jean arbeiten, oder Scheichs aus dem Orient. Den Stoff kann man strecken.

-Du kannst nicht einfach Krimineller werden. Dafür musst du geeignet sein. Du bist nicht skrupellos.

-Sache der Emotionen. Wie viel man zulässt. Eins steht fest, wir sind Abhängige.

-Versuch nicht das Böse zu erklären.

-Das Rätsel der Menschen ist schwer zu deuten. Die rote Linie ist schnell überschritten. Und du bemerkst es gar nicht, dass du nun im Reich der Nacht bist. Gott hilf mir, diese Reize und Gier zu zähmen.

-Du selbst entscheidest das, nicht der liebe Gott.

Paul war es leid, solche Debatten zu führen, es fühlte sich gut an, wenn man ein Bündel Hunderte in der Tasche stecken hatte, warf sie auf den Tresen einer Bar und alle blickten einen an. Er verdrängte die Gedanken, ging zu Jeff. Sie umarmten sich, wie Brüder.

-Gratuliere. Das nenne ich Kunst.

-Kunst? Alles eine Frage von Verkauf und Handel, nicht anders wie bei Pferden, die Jubelrufe der Kritiker helfen dabei. Da arbeiten alle Hand in Hand, Kuratoren der Musen, Galeristen, Autoren, die über uns schreiben, als sei man ein Prophet.

-Du bist bescheiden.

-Ehrlich gesagt, hab ich die Entwürfe bzw. Modelle angefertigt, die ein deutscher Bildhauer verwirklichte. Für mich arbeiten hundert Leute. Man reißt mir alles aus den Händen. Und ich bin geldgierig und die Käufer auch. Echt, geil, wenn dich einer besucht und einen Koffer öffnet voller Geldscheine. Die kommen in mein Studio Upper East Side aggressiv wie hungrige Wölfe. Schon Picasso lachte sich über die Händler tot. Ein zwei Striche von ihm und er hätte es verkauft.

Ein Boy kam mit einem Telefon.

-Mister Koons ein Anruf für Sie.

-Verdammt, ich bin nicht hier, sagte ich Ihnen.

Paul griff ein, hielt den Hörer an sein Ohr.

-Nein, das muss ein Irrtum sein. Sie haben einen Tipp bekommen. Von wem? Ein Pilot eines Privatjets. Nein, von unseren Manager kam keiner aus New York. Tut mir leid.

Jeffs kurzes Haar war grau geworden. Er sah in seinem blauen Anzug mit schicker roter Seiden Krawatte eher wie ein biederer Bankier aus, einen Künstler stellte sich Paul wilder vor. Dabei dachte er an Gauguin oder Vincent van Gogh.

2

Endlich waren die Frauen von Jean da. Sofort blitzte es in Pauls Kopf, als er sie betrachtete. Michelle hatte es Paul besonders angetan, kaffeebraune Haut, Mulattin mit blitzenden blauen Augen, schlank, schmaler Popo. Zizo war eine Asiatin, feine Gesichtszüge, Mandelaugen, wie vom Bildhauer modelliert. Hohe Wangenknochen. Alina glich den Engelsbildern alter Meister. Mädchenhaft, zierlich, blond, eher Pausbacken, Rouge. Alle gepflegt, manikürt.

Dies würde ihr Angebot erweitern. Bei der Eröffnung dachte er für Alina an einen Bademantel aus Zobel, darunter nackte Haut, rasierte Muschi. Kaviarsex könnte man anbieten. Attraktive knabenhafte Frau und eine Dose Beluga Malossol. Und sie schmiert sich ein mit dem Fischroggen und er darf lecken. Immer wieder ein Schlückchen Schampus. Wodkabonbons. Gefrorener Absolut. Kleine Bömbchen zum Lutschen. Der reine Genuss.

Paul entwickelte Fantasien. Kreativsex war ein Wort aus seiner Trickkiste. Er stand auf, ging mit den Ladys zum Aufzug. Ein alter offener Lift wie aus einem alten Film, mit Jean Gabin, der in Paris spielt. Paul stecke ein Menthol an, nahm tiefe Züge. Bis jetzt lief alles nach Plan.

Er hatte nicht im Traum daran gedacht, dass er sich auf diesem Terrain eines Tages bewegen würde, für die Damen waren kuschlige Zimmer vorbereitet. Mit pompöser Ausstattung. Mit Boudoirs. Jacuzzi Becken. Massage Duschen. Als er das alte Luxushotel ersteigert hatte, war es ein Glücksgriff. Und was wollte man ihm moralisch anhängen?

Er war Hotel Manager, für ihn arbeiteten keine Nutten, oder Callgirls, seine Frauen waren Escorts. Wollten die Menschen nicht tabulosen Sex? War freie Liebe nicht auf der Agenda linker Utopisten? Was war aus ihren freiheitlichen Visionen geworden?

Und dann um Wählerstimmen zu holen, wendeten sich von den liberalen Ideen ab. Und waren gegen Cannabis, um den Hardliner zu geben, obgleich sie selber rauchten und Sexdienste wahrnahmen. Paul legte keinen Wert auf Kategorien. Die Menschen katalogisierten: Bisexuell. Schwul. Heterosexuell. Sollten sie Masken tragen, wie beim Karneval in Venedig. Solange sie bezahlten. Sie würden in den Klub kommen, mit falschen Identitäten, um ihre wahre Ichs zu verbergen. Thomas Mann hatte tausende Seiten geschrieben, alles nur, weil er schwul war und sich dafür hasste. Und er dieses Schwul Sein nicht richtig ausleben konnte. Es gab so viele schwule Dichter. Vermutlich war Hölderlin homosexuell und Nietzsche. Und bei Paul blickte man auch nicht durch. Aber bei wem blickte man schon durch?

Leute lass euch gehen, am liebsten hätte er das nun ausgerufen, mitten in der Stadt beim Hauptbahnhof. Es gibt Freiheiten, nehmt sie euch. Er war kein Prediger oder Ideologe.

Hier würde man sexuelle Träume leben können, alles sollte spielerisch sein, ein wenig naiv, kindlich. Und er wollte leben, das Altern kam noch früh genug, das graue Haar, das Kribbeln in den Füßen, die neurologischen Ausfälle und Zuckungen, schmerzhafte Gelenke, Haut, die abstarb sich blau färbte. Sein Vater lag im Hospiz, ruhiggestellt, Morphium und Psychopharmaka, ein Ende am Kreuz. Das war die andere Seite der Medaille.

Michelle war angetan von ihrem Zimmer. Eine Orgie in Pink. Sogar der Whirlpool mit Blick über die Stadt war pink. Die Wasserhähne vergoldet. Über der Toilette eine Düse, die Chanel No. 5, sanft dosiert, versprühte. Im Einbauschrank hingen verschiedene Kostüme, so konnte sie als die Dubarry oder Madame de Pompadour auftreten, beide Mätressen von König Ludwig XV.

Paul stellte die Musikanlage von Bose an, prüfte den Obstkorb mit den Erdbeeren, die mit Schokolade überzogen waren. Er nahm den Champagner aus dem silbernen Kühler, prüfte die Temperatur. Alles war in Ordnung, es fehlte der Kaviar. Er telefonierte.

Ein lokaler begabter Künstler, Johnny X, hatte die Wände im Stil von Jean-Michel Basquiat verziert, schwebende Penisse, Vaginas, Totemköpfe, afrikanische Masken, Symbole, Piktogramme, Code, Buchstaben und Wörter flogen herum. Es sah schrill aus, starke expressionistische Farben.

Paul lebte eine Weile in New York. Renommierte weiße Kunstkritiker wie Hilton Kramer und Robert Hughes sahen in Basquiat einen wenig talentierten Künstler, einen Graffiti Maler, der von der New Yorker Kunstszene nach oben gejubelt worden sei. Da konnte was dran sein. Paul hatte in Soho gewohnt. Die Galeristen wie Mary Boone brauchten Stars, um Kasse zu machen. Basquiat hatte sich selbst nicht als Maler bezeichnet, sondern als Schreiber von Schriften und Tafeln.

Michelle war angetan, ließ sich auf das breite Bett fallen. Sie war die Tochter eines deutschen Diplomaten und einer Mutter von St. Vincent in der Karibik. Ihr Großvater war ein hoher Nazi, Diplomat unter Joachim von Ribbentrop. Einer der Philippinen brachte den Beluga und Wodka. Die violette Uniform der Roomservice Kellner hatte Jean Paul Gaultier entworfen. Originell die Matrosenmütze. Er stellte das silberne Tablett auf dem weißen Tisch ab, der die Form einer weiblichen Brust hatte. Paul brachte ihn zur Tür, gab ihm ein Trinkgeld.

Sein Zigeunerleben wollte Paul beenden, doch was im Blut war, war im Blut. Der Leichtsinn, das Unbekümmerte. Michelle probierte den Kaviar, indem sie das Stör-Gold auf dünnes Toastbrot strich. Sie gab ihm eine Kostprobe. Jeder Bissen war ein Genuss. Das war ein Leben wie Gott in Frankreich. Dazu ein Grey Goose, ein Schnaps von Weltrang, er stammt aus Frankreich. Neben Belvedere gilt Grey Goose als führender Wodka im Luxussegment. Das Wasser entstammt den Kalksteinen von Gensac, während der Weizen in der nördlichen Provinz Picardy geerntet wird. Beide prosteten sich zu.

-Auf unsere Zusammenarbeit.

Michelle war so etwas wie der Kapo der Damen, eine Aufseherin. Die Lady und ihre Zofen könnte man sagen. Bald würde sich herausstellen, wer der Umsatzrenner sein würde. Das Ganze war ein Geschäft. Paul ahnte, dass Moralapostel und diese politisch Korrekten anderer Meinung sein würden. Einer schlüpfte immer in die Rolle des Bösen.

3

Natürlich hatte Jeff ihm Michelle ausgespannt, oberflächlich betrachtet. Das war nicht für ewig in Marmor gemeißelt wie ein eisernes Gesetz. Er war plötzlich im Zimmer gestanden, wie aus dem Boden gewachsen, wie ein Geist.

Paul wollte es mit ihm nicht verderben. Diese Künstler waren unberechenbar. Er konnte ihm keinen Tritt in die Eier versetzen. So etwas wie ein KO Schlag. Hallo, diese Dame gehört mir, aber echt, diese Escorts dienten dem, der die Dienstleistung nachfragte. Und Frauen wie Michelle hielten das Gesetz des Handelns in der Hand. Die Philosophie war anders, etwas gewagter, kreativer, es drehte sich nicht um den schnellen Fick a la Straßenstrich. Ja, klar manchmal gab es Männer, die schnell abspritzten. Jeff wurde Ausdauer nachgesagt. Tom, sein Freund, war ein Rimbaud Typ, der immer unterwegs sein wollte. Paul war sich nicht sicher, was er wollte. Erst mal Geld verdienen und mit Michelle schlafen. Und wenn er sich in sie verliebte?

So wie er sich mit seinem Vater missverstanden hatte, so war es auch mit den Frauen, die man liebte. Die die man nicht liebte, mit den war das Verstehen besser. Da war kein Pathos im Spiel. Romantik. Ist es wahre Liebe oder nicht? Oder was ist Liebe? So Geplauder, halt mit vielen Fragen. Als ginge es um tiefschürfende Dinge. Den Frieden bewahren, dachte Paul, obgleich er verärgert war.

Er schenkte Jeff einen Wodka ein, den dieser nur runterkippte, um nicht als Weichei gegenüber Michelle da zustehen. In diesem Moment erwachte der Macho in den Männer, mit dem Motto: Ich hab dicke Eier, ich hab das Zepter in der Hand, aber dem war nicht so. Sie streichelte ihn am Arm, zärtlich, lächelnd. Ich mag dich, Jeff, aber ich mag dich jetzt für eine gewisse Zeit, das wird auf dich ankommen, wie lange, wenn du was auf den Tisch legst und Dollars nehme ich auch. Für alle Fälle hatten sie das Lesegerät für Kreditkarten in der Schublade liegen. Ich weiß, du willst mich nehmen, wie ein Jäger willst du Macht auf mich ausüben, meinen Körper besitzen. Leider, ist der sehr wertvoll, wie Gold, Diamanten. Luxus. Sie sah ihn an, musterte ihn. Es gibt schöne Arten für die Kopulation. Warum animalisch?

Keiner sprach seine Gedanken aus. Sie beschnüffelten sich. Und dazwischen stand Paul.

4

Als Paul das Büro betrat, sah er wie Tom den Riemen anlegte, danach eine Spritze in die Haut seines Arms jagte, die mit Heroin gefüllt war. Seltsam Tom hatte wegen des Kokains von Jean gemeckert, selbst war er aber auf den Scheiß abgefahren. Paul schnupfte gelegentlich. Er war kein Hard Ball User. Kleine Brisen, um sich leicht anzuturnen. Er war nicht abhängig, wie sein Freund. Tom rauchte auch Crystal. Und das war nicht ungefährlich. Er hatte versprochen, clean zu bleiben. Paul war entsetzt, er zögerte, jetzt wollte er kein Spießer sein und schluckte die Worte, die auf der Zunge lagen.

-Ich bin halt ein Genießer, raunte Tom, als er Paul mit seinen glasigen Augen wahrnahm. Du trinkst Bordeaux und ich geb mir einen Schuss. Wo ist der Unterschied?

Paul schwieg. Er war diskret. Er machte sich andere Sorgen. Ihn nervte Jeff. Und er hoffte, dass Michelle sich nicht in den Künstler verliebte. Wenn es Liebe gab? Und was man darunter verstand?

Diese magische Sache, die zwei Menschen verband. Seele. Geist. Man war wie ein zusammengeschweißtes Wesen. Aus zwei wurde eins, aus Ich Wir. Also so sicher war er sich nicht, das Thema war so philosophisch. Und er war nicht Sokrates. Schade, dass Hölderlin so wenig über sein Leben geschrieben hatte. Auch wegen der freien Liebe gab es viele Gedanken in seinem Kopf. Wo war die Grenze? Wann war Macht, Schmerz und Unterdrückung im Spiel?

Im Falle der Liebe, wer heuchelte. Und jetzt dieser banale Vorfall. Tom döste. Und es war so viel zu tun, etliche Listen waren abzuarbeiten, mit dem Architekten reden, Getränke bestellen, Möbel auswählen, Personal durchleuchten, Anzeigen entwerfen, skurrile bizarre Zeichnungen, die eine Pussy andeutenden, die man an Plakatwände kleben konnte. Eigentlich war das unnötig. Der Schwarm der Männer würde für genug Reklame sorgen. Flüster Marketing.

Und jetzt wurde er abgelenkt durch Michelle. Diese Frau drang in sein Leben. Sie war da, obwohl sie nicht im Büro war. Sie polterte in seinen Gedanken herum, wie ein Geist.

Er ging in seine geheime Zentrale, mit den Bildschirmen an der Wand, den hundert Augen. Voyeurismus war eine Frage, die ihn beschäftigte. Michelle fütterte Jeff mit Kaviar. Zu seiner Überraschung war sie nicht nackt.

Figurenbiografie

Tom, Assistant Manager des Pussy Clubs

Paul, Toms Chef

Michelle, Escort

Alina, Escort

Zico, Escort

Lim, Koch

Hintergrund Michelle. Jean und Paul Rivalen wegen ihr.

Suizid Event, Russ. Roulette. Titten Blues 2

2

Die Bullen glichen Pferden, der Schriftzug Los Toros fehlte noch. Das ganze Designe unverwirklicht brannte Paul auf den Nägeln. Um sich zu beruhigen, steckte er eine Benson & Hedge Menthol Kippe zwischen die Lippen. Eine Weile sah er sich so um, bis er sein goldenes Feuerzeug zückte.

18:10 29.10.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

TOMBOURGOISIE

POLITIK KULTUR MUSIK KUNST FOOD OF THE CHEF OF CRUISE LINE USA
TOMBOURGOISIE

Kommentare