Freitag - quo vadis?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Aus gegegebnen Anlaß und weil ich ed2murrowsThema und Blog

Laufzettel Freitagtechnik XY ungelöst

nicht kapern will, stehen meine beiden Fragen anläßlich einer für mich brisanten Auskunft Jörn Kabischs im Hinblick auf den Freitag 2.0 hier

Jörn Kabisch schrieb in ed2murrows Blog am 06.09.2010 um 14:11 Uhr unter anderem

Links sind wichtig, das wissen Sie alle. Links machen eine Website relevanter, sie findet mehr Leser und sie kann bessere Preise für Werbung verlangen, da sind die Interessen gar nicht so unterschiedlich. Das ist das Gesetz der Masse, das im Internet so unangefochten herrscht. Die meisten Websiten beugen sich dem, und setzen mehr auf Aktualität (bei den Wochenmedien), Boulevard und Sensationen.

und da möchte ich ihm so antworten:

Lieber Herr Kabisch,

ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß sie mit dem o. zitierten Satz mit Sprengstoff hantieren.

Ich glaube, dass der Freitag sich hier in mindestens zwei Punkten redaktionell mit mehr als diesen sechs Zeilen wird erklären müssen, wenn er glaubwürdig bleiben will.

a) Ob die Boulevardisierung für eine linke Zeitung der Ausweg ist, kann sehr bezweifelt werden. Man schaue sich nur das Beispiel der immerhin "nur" ehemals linksliberalen FRANKFURTER RUNDSCHAU nach dem Verkauf durch die SPD an Dumont-Schauberg an.

b) Wenn der freitag sich tatsächlich für die werbetreibende Wirtschaft interessanter machen will oder muß, dann wird er das wohl kaum ernsthaft mit genuin linkem redaktionellen Inhalt in Print- und Onlinepräsenz schaffen - sonst hätte das bisher schon geklappt.

Für die Werbewirtschaft kann nur interessant sein, daß sie davon ausgehen kann, daß, Inhalt hin, Inhalt her, die Benutzer und Leser der Seiten potentielle Kunden für das beworbene Angebot sind. Dafür – und jetzt wird es brisant - müssen entsprechende Nutzer=Kunden-/konsumentenprofile auf die tatsächlichen Nutzer der Freitagseiten bezogen werden können. Das kann m.E. nicht ohne die Preisgabe entsprechender Angaben geschehen, die der Freitag den Werbung Platzierenden glaubhaft "vermitteln" muß.

Was kann oder muß sich sich der allgemeine wirkliche linke User dabei vorstellen?

So fragt freundlich

Uwe Theel

19:08 06.09.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Uwe Theel

Profilscheinwerfer stellen durch Einsatz eines Doppellinsensystemes den Projektionsbereich scharf. Die Abgrenzung zu den Dunkelbereichen ist präzise.
Uwe Theel

Kommentare 114

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