Uwe, wie hältst Du es mit der Religion?

Glaube Dies soll nicht die x-ste Diskussion über Gottes Existenz werden. Es soll lediglich eine Anregung für diejenigen sein, die ähnlich denken.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ich teile mein Bekenntnis in drei Teilen auf:

1. Teil: Gott wird interpretiert als ein Wesen, dass allmächtig ist, Laut dieser Definition wäre ich Atheist. Ich glaube nicht an einen personalen Gott. Ein Wesen das ewig existiert und dann auf einmal mindermächtige Wesen schafft, ist mir zu weit hergeholt. Allmächtigkeit verträgt sich nicht mit dem Naturgesetzen.

2. Teil: Gott wird interpretiert als etwas Transzendentes.

Das heißt, es wird angenommen, dass etwas existiert, dass für unser Bewusstsein nie erkennbar sein wird. Auch wenn alles was in diesem Universum bzw. Multiversum existiert ausreichend geklärt wurde, eine transzendente Wirklichkeit lässt sich weder eindeutig beweisen noch widerlegen. Wenn es diese Wirklichkeit gibt, so heißt das, dass Gott existiert, obwohl er zur Erklärung der Welt nicht notwendig ist. Laut dieser Definition wäre ich Agnostiker.

3. Teil: Gott ist alles (pantheistische Definition)

Sicher ein sehr umfassender Gott, was wir als Gut und Böse erkennen, vereinigt sich hier. Kein Knuddelgott, kein absolut schrecklicher Gott. Erlaubt aber weiter die Mystik.

In dem Sinne bin ich ein Gläubiger.

Ich beschreibe mich aber lieber als Pantheist: Gläubige meinen doch eher den Gott "Teil 1 oder Teil 2).

Agnostiker zu sein, ist für mich unbefriedigend. Ich möchte mich dann doch lieber irgendwo festlegen. Der Atheismus ist mir zu langweilig. Da gibt es inzwischen zu viele von und die tun auch noch so als würden sie vor Kühnheit erzittern, als würde Mut dazu gehören, ein Atheist zu sein. Tut es in einigen Ländern auch, aber sicher nicht in Deutschland. Es kann einem hier höchstens den Arbeitsplatz kosten. Man kann schlecht Pfarrer sein und gleichzeitig Atheist. (Obwohl soll auch schon vorgekommen sein).

Wir leben in einem Universum, dass selbst zum Sterben verurteilt ist, unser Sonnensystem ist noch eher zum Untergang verurtelt. Nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Art und irgendwann das ganze Leben werden sterben.

Wir sind räumlich und zeitlich so klein, dass wir eigentlich nicht wahrnehmbar existieren. Das ist Grund genug, ob man nun an Gott glaubt oder nicht, bescheiden zu sein und das Beste aus der Zeit zu machen.

15:45 03.12.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Uwe64

Dass Du nicht unter Verfolgungswahn leidest, heißt noch lange nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
Schreiber 0 Leser 3
Avatar

Kommentare 12

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar