Uwe Detemple

Yves-Pierre (auch Uwe) Detemple ist Publizist, Blogger und Übersetzer. Veröffentlichung von Betrachtungen, Reportagen und Berichten; Buchautor.
Schreiber 0 Leser 1
Uwe Detemple
RE: Schottlands europäische Perspektive | 18.04.2017 | 18:31

Erste Voraussetzung ist, dass man sich gedanklich vom nationalstaatlichen Prinzip löst und die Gründungsidee der EU ins Zentrum der Überlegungen rückt. Bereits 1964 formulierte der erste Präsident der Europäischen Kommission, Walter Hallstein, als Ziel des europäischen Einigungsprojektes »die Überwindung der Nationen und die Organisation eines nachnationalen Europas« und »am Ende eine Verfassung Europas als Netzwerk freier Regionen«.

RE: Schottlands europäische Perspektive | 09.04.2017 | 15:32

Bankenkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise – die EU scheint wie eine einzige, immerwährende Krise. Der Brexit ist nur ein Symptom dafür. Doch ein anderes, besseres Europa ist machbar: demokratischer, gerechter, sozialer, bürgernäher. Aber dafür müssen wir Europa ganz neu denken. "Die Idee einer Europäischen Republik wäre daher der überfällige Schritt nach vorne: eine nachnationale Demokratie, basierend auf dem Grundsatz der politischen Gleichheit und dem Prinzip der Gewaltenteilung, in der die heutigen europäischen Regionen zu konstitutionellen Trägern einer Europäischen Republik würden." Ulrike Guérot, Gründerin und Direktorin des European Democracy Lab an der European School of Governance (eusg)

RE: Schottlands europäische Perspektive | 06.04.2017 | 19:30

„Die Nationen sind nichts Ewiges. Sie haben einmal angefangen, sie werden enden. Die europäische Konföderation wird sie wahrscheinlich ablösen.“ Ernest Renan, Rede am 11. März 1882 an der Pariser Sorbonne

RE: 1956 | 30.10.2016 | 10:48

Danke für die Anregungen. Ich habe den Artikel deutlich gekürzt, die vielen Namen weggelassen und die Erinnerungen des ehemaligen Direktors der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, ausgegliedert.

RE: Rebellen der Meere | 22.12.2015 | 22:54

Danke für diesen Hinweis auf Gráinne Mhaol Ní Mháille!

RE: Über die Schmerzgrenze | 07.06.2015 | 21:19

Vorstehender Kommentar bezieht sich auf Jutta Heess' Beitrag "Über die Schmerzgrenze", erschienen in Ausgabe 51/2014, Seite 11. Online: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ueber-die-schmerzgrenze.

RE: Über die Schmerzgrenze | 28.03.2015 | 17:04

Zu Lola Lafons Roman Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte:

Schnell merkt man, dass das, was in einem »sprachlichen Parforceritt« (Klappentext) mit Montreal 1976 beginnt, mit einem tatsächlich wenig vorhandenen Interesse Lafons an ihrer Protagonistin kontrastiert. Sie braucht Nadia schon, als Zugpferd und als Projektionsfläche für ihre eigenen Vorurteile. Ihr geht es mehr um Themen wie kindliche Manipulation und Ausbeutung, um die Aneignung des weiblichen Körpers, und sie spart auch nicht an antikommunistischen Klischees. Da wundert die seltsame Titelgebung des Romans dann auch nicht mehr. Nadia, die »Kommunistenfee«, kommt in dem Roman nicht gut weg, ihr Trainer Béla Károlyi ebenso wenig. Ihm unterstellt Lafon unmenschliche Trainingsmethoden. Er soll seinen Schützlingen nur Schmerz, Hunger, Unterordnung und Selbstaufopferung abverlangt und die Kinder zu Automatenmädchen gedrillt haben. Und wozu? Angeblich damit seine Turnerinnen Triumphe zum Ruhm des Diktators Ceausescu einfahren sollten. Tatsächlich setzte Kárloyi gegen alle Widerstände seine eigene Sportschule in Rumänien durch, er strukturierte das Training in einer Weise, die die physische und mentale Kraft der Turnerinnen auf neue bemerkenswerte Ebenen hob. 1980 brachte er die vom Rumänischen Turnverband bereits abgeschriebene Nadia nochmals zu den Olympischen Spielen, wo sie wieder zwei Mal Gold gewann. Ein Jahr später setzte sich Béla Károlyi in die USA ab und führte die bis dahin international unbedeutenden US-Turnerinnen mit seinen »umstrittenen Methoden« zu Goldmedaillen bei der 1984er Olympiade in Los Angeles. Kárloyi hat in seiner Trainerlaufbahn insgesamt neun Olympiasiegerinnen und 15 Weltmeisterinnen hervorgebracht.

Komplette Rezension auf https://www.freitag.de/autoren/uwedetemple bzw. http://uwedetemple.com.