Was ist links? Peter Gauweiler über Sahra Wagenknecht und die Zukunft der Linkspartei

Interview Der Konservative mit dem Plan für die Linke: Peter Gauweiler über die kleinen Leute, Solidarität, den Krieg, die NATO – und Sahra Wagenknecht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 42/2022
„Bei mir würde sie Innen- oder Sozialministerin“, sagt Peter Gauweiler über Sahra Wagenknecht
„Bei mir würde sie Innen- oder Sozialministerin“, sagt Peter Gauweiler über Sahra Wagenknecht

Foto: picture alliance/dpa/Carsten Koall

Peter Gauweiler kannte, wer in den 1980ern links tickte, als CSU-Hardliner. Später fiel er dadurch auf, in seiner eigenen Partei aus der Reihe zu tanzen. Das unterstellt man Sahra Wagnknecht auch. Die lud Peter Gauweiler schon vor zehn Jahren ein, moderiert von Frank Schirrmacher ihr damals neues Buch Freiheit statt Kapitalismus vorzustellen.

der Freitag: Herr Gauweiler, in der Partei Die Linke kursiert gerade ein Aufruf, die „Koexistenz“ mit dem „Linkskonservatismus“ zu beenden. Gemeint sind Sahra Wagenkecht und ihre Anhänger. Also die Frage an Sie als Konservativen: Was ist „links“ – im positiven Sinn?

Peter Gauweiler Was ich für links – und rechts – halte, liegt auf der Hand. Genauer: auf den Händen. Der Mensch hat

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