Verschwörungstheorien: Wenn Zeugen plötzlich sterben

Zweifel Ereignisse wie die Tode der Qualitätsprüfer Josh Dean und John Barnett bei Boeing halten wir uns gern vom Leibe. Warum wir uns im Zweifel aber den Zweifel bewahren sollten
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2024
Verschwörungstheorien: Wenn Zeugen plötzlich sterben

Illustration: Sarah Böttcher

Es gibt Begebenheiten, die fasst man nicht zu offensiv an. Man zaudert, man zweifelt – auch an der eigenen Urteilskraft. Ein Beispiel dafür lieferte jüngst der US-Flugzeugbauer Boeing. Der ist dieser Tage wegen Pannen an Passagierjets so oft in den Schlagzeilen, dass eine nur wenig ältere Meldung schon fast verschwindet: die Todesfälle von Josh Dean und John Barnett, zweier Qualitätsprüfer, die im Frühjahr auf gravierende Sicherheitsmängel in der Flugzeugproduktion hingewiesen hatten. Barnett wurde im März mit einer Schusswunde aufgefunden, eine Pistole in der Hand. Dean starb wenige Wochen später überraschend an einer bakteriellen Infektion, gegen die Antibiotika nicht halfen.

Wie wahrscheinlich ist es nun, fragt da etwas in uns,