Verwegen

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RE: Schubsen und geschubst werden | 29.08.2019 | 14:46

Zugespitzt, zugegeben, aber aus meiner Erfahrung ist die Korrelation eindeutig: Nicht Frauen stoßen Männer vom Fahrrad, auch nicht Männer Männer, auch nicht Frauen Frauen, sondern Männer Frauen.

Das Alter ist eine weitere Beobachtung (von mir). Vielleicht ist die strikte Befolgung von Ordnungsregeln älteren Menschen häufiger sehr wichtig als jungen Menschen, so wichtig, dass sie sogar zur moralischen Frage wird, bei deren Austragung man sich zu drastischen Mitteln berechtigt fühlt.

RE: Schubsen und geschubst werden | 27.08.2019 | 10:36

Liebe Frau Koester, ich finde den Gedanken total richtig und die Relativierung ihrer Kollegen eher krass! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Ja, es sind tatsächlich immer Frauen, die von Fahrrädern geschubst werden! (Und die Täter sind - auch da ist ein gewisses Muster erkennbar - in der Regel männliche Wutrentner.)

Meiner Freundin ist es in letzter Zeit schon zweimal passiert und mehreren weiblichen Personen in meinem Bekanntenkreis.

Dass von den Betroffenen meist mehr oder weniger harmlose Ordnungsverstöße, z. B. kurz über den Gehsteig fahren, begangen wurden, ist in dem Zusammenhang rechtlich und moralisch völlig irrelevant.

RE: Die neue Ordnung | 01.07.2018 | 14:30

Ein guter Kommentar. Auch wenn es irgendwie aussichtslos scheint, sollte die Rolle der Mainstream-Medien wieder mehr in den Fokus gerückt werden. Sie sind schlichtweg maßgeblich dafür verantwortlich, dass die öffentlichen Debatten heute nur noch zwischen "rechts" und"ganz rechts" stattfinden. Sie betreiben krassestes Agenda-Setting indem sie zulassen, dass über fast nichts anderes mehr geredet wird als das Thema Flüchtlinge - wo es doch tatsächlich durchaus noch einige drängendere Themen gibt. Nur durch diese permanente Befeuerung ist es erklärlich, dass dieses Thema, das wenn man ehrlich ist kaum Menschen direkt selbst betrifft, auch Wahlen entscheidet. Es ist nicht so, dass andere Parteien nicht versuchen würden, soziale Ungleichheit, Wohnraummangel oder Grundwasserverschmutzung auf die Tagesordnung zu setzen, doch ohne die Medien haben sie keine Chance...

RE: Für die Anstößigkeit | 24.01.2018 | 21:03

Ich finde es krass dass alle von "Zensur" und "Sittenwächtern" sprechen. Hab mir gerade mehrere Seiten Kommentarspalten in anderen Onlinemedien gegeben. Fakt ist nun mal, dass das die Entscheidung eines demokratischen Gremiums war, die angestoßen wurde von Beschwerden mehrerer Interessengruppen. Alle, die der Vorgang hier so furchtbar aufregt, sollten sich mal überlegen, wer hier wirklich der "Sittenwächter" sein will.

RE: Warum bloss Jamaika ? | 01.11.2017 | 14:51

"Die Grünen können Sie ja nicht ernsthaft zum linken Lager rechnen"

...aber die SPD schon?! Da vergleichen Sie mal die Wahlprogramme dieser beiden Parteien.

RE: Intervenieren statt einspringen | 26.09.2017 | 12:50

Danke für Ihre Antwort! Ich glaube, die SPD wird es sehr schwer haben nach ihrer Politik seit der Jahrtausendwende, in absehbarer Zeit wieder als linke Partei wahrgenommen zu werden. Wenn sie das ernsthaft versucht, würde es mich aber aus grüner Sicht freuen, denn eine Jamaika-Koalition braucht auf jeden Fall eine schlagkräftige linke Opposition!

Was die Ökologie betrifft, finde ich die Problemlage im Moment zu drängend, um auf die Machtoption zu verzichten und parteitaktisch zu denken. Schleswig-Holstein zeigt meines Erachtens, dass man in einer solchen Konstellation mindestens 1/3 grüne Politik - zumindest erst einmal im Koalitionsvertrag - durchsetzen kann. Und auch, wie groß der Unterschied ist zu schwarz-gelb (siehe NRW).

Klar besteht die Gefahr, in dieser Konstellation von CDU und FDP marginalisiert zu werden, aber andererseits wird den Grünen- da bin ich mir ziemlich sicher - in 4 Jahren die verschärfte Problemlage noch sehr viel stärker beispringen...

RE: Intervenieren statt einspringen | 25.09.2017 | 10:39

Kann die Argumentation nicht ganz nachvollziehen, Herr Jäger.

Minderheitenregierung der Union hieße für die Grünen doch mittragen, nur ohne mitgestalten? Die Agenda gäbe dann allein die Union vor und alle Ministerien bekommt die Union - wo liegt da jetzt für die grünen Inhalte der Vorteil? Und wer sagt, dass die Union sich nicht im Zweifel am ehesten mit der FDP zusammentut?

RE: "Das darf man nicht kleinreden" | 17.05.2017 | 12:55

Eine Mehrheit für echte Gleichberechtigung mag es ja geben , und doch: Eine Gesellschaft, die überalterten und tendenziell rückwärtsgewandten Politiker*innen von CDU/CSU und SPD mit rund 80%-Sitzmehrheit in den Bundestag wählt, ist vielleicht doch noch nicht so weit, wie sie denkt. Straßenbau und Terrorangst sind da wohl immer noch zugkräftigere Themen.

RE: Mehr Jürgen wagen | 03.04.2017 | 12:09

Das auf und ab von Parteien ist in erheblicher Weise mediengemacht. Dieser Stimmungslogik müsste man viel mehr entgegensetzen. Selbst der Freitag ist ja zeitweise auf den sogenannten "Schulz-Zug" aufgesprungen und kommt jetzt so langsam dahinter, dass es vielleicht doch alles etwas dünn ist mit dem Gerede von Gerechtigkeit (spätestens, seit die FDP als favorisierter Koalitionsartner benannt wurde). Trotzdem bleibt immer was hängen von solchen Hypes, und das trifft andersherum auch auf die Berichterstattung über andere Parteien zu, die sich dort nur auf negative Aspekte konzentriert.

Warum können JournalistInnen nicht einmal ganz klassisch mit Fakten arbeiten. Dann könnten sie z. B. feststellen, dass im designierten BT-Wahlprogramm der GRÜNEN sehr viel mehr über Gerechtigkeit steht als bei der SPD. Da steht u. a. die Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen drin! Allein das ist zehnmal mehr als alles, was Schulz je angedeutet hat. Jetzt fehlt nur noch, dass jemand darüber berichtet...

RE: Flexibel bis zur Beliebigkeit | 09.03.2017 | 20:30

Fleischkonsum verursacht mehr CO2 als Automobile. justsayin :(