RE: Nix is in Ordnung | 08.12.2018 | 16:19

"Eingliederungsvereinbarung" muss nicht unterschrieben werden, ist völlig freiwillig und eine Sanktion darf daraus auch nicht folgen. Also nicht unterschreiben! Wenn dann die "Eingliederungsvereinbarung" per Verwaltungsakt zugeschickt wird, dann sollte man aktiv werden. Widerspruch verfassen und gegen Quittung direkt vor Ort im JobCenter abgeben (Widerspruch hat hier keine aufschiebende Wirkung), Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Sozialgericht beantragen, damit die "Eingliederungsvereinbarung" per Verwaltungsakt keine Wirkung entfalten kann. Des Weiteren immer wieder darlegen (bei den netten Gesprächsrunden vor Ort), dass man sich nicht ausgegliedert fühlt und deshalb auch nirgendwo eingegliedert werden muss. Betonen, dass man zu jeder Zeit und somit sofort anfangen kann zu arbeiten. Wenn, dann sollen die Fachleute doch dort mal genau erklären, wo man sich denn genau ausgegliedert fühlen darf. Ist doch ein geiler Trick, jemand einfach zu erzählen: Ach, übrigens - Sie sind jetzt ausgegliedert! Da kommt außerdem nur das Mantra, jeder ohne Arbeit ist selber schuld an seiner Situation, weil Arbeit gäbe es genug, man müsse sich einfach nur ausreichend bewerben usw. Rechnen wir mal: 4 Millionen ohne sozialversicherungspflichtige Anstellung, diese 4 Millionen schreiben nun - sagen wir 5 Bewerbungen pro Monat, macht pro Jahr 240 Millionen Bewerbungsanschreiben. Aber, die Arbeitgeber sind leider, leider händeringend auf der Suche nach Fachkräften - wenn man so händeringend sucht, dass sich die Finger dabei verknoten, kann man natürlich nicht die Bewerbungsmappen durchsehen. Vielleicht sollten die beim Personalwesen jemand einstellen, der für sie von Morgens bis Abends die Hände ringt, dann hätten sie vielleicht mal endlich wieder zeit jemand einzustellen.