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RE: Die Apokalypse findet nicht statt | 13.02.2020 | 10:20

Guter, inhaltlich aber gruseliger Bericht!

Nebenschauplatz: Gibt es eigentlich noch eine Redaktion, die alle Artikel auf z.Z. gräßliche Schreib- und Trennfehler prüft?

"Doch damit ist es wohl erst mal Essig." ---> erstmal

"so was lernt man während einer Seuche" ---> sowas

"fünfundzwanzig Mal" ---> fünfundzwanzigmal

RE: Wir klopften auf Trabbis | 13.11.2019 | 09:47

Sehr schöner Text, den jede/r in Ruhe zu Ende lesen sollte, vor dem Aufregen über "Fernsehen schlimmer als Schießbefehl".

Aber für das "mal einen Zaun für ein paar Jahre hingestellt" werden Sie wieder auf die Mappe kriegen, au weia. Weltpolitisch/historisch als Einordnung voll in Ordnung, aber für die einzelnen, die damals/heute wegen einer Staatsgrenze (welche auch immer) sterben, natürlich nicht. Als Konsequenz aus 1945 relativ normal war diese Aufteilung, da halte ich mich an die Quellen, die mein Gegengewicht zum Fahnenmeer ab 1989/90 waren - Titanic, W. Droste, Radio 100 aus Berlin etc. (aus dem Kopf zitiert: "es gibt wenig unappetitlicheres als die Vorstellung einer sog. Wiedervereinigung - noch mehr Deutsche, und alle auf einem Haufen")

Zur Demut aufrufen nach 1989, das haben schon welche gemacht - aber die wurden weggegrölt, Deutschland her, keine Experimente. Nörgler, Zweifler - "hinter dem Kohl steht das Geld, das ist unsere einzige Chance" - so war die Stimmung in der Masse.

Übrigens, kleine Richtigstellung: Das DDR-Fernsehen in den 80ern gab es sehr wohl in Farbe, es wurde nur in den meisten West-TV-Geräten an einer Platine gespart. "Bei uns war nicht alles grau!" Jedenfalls, wenn der Smog sich verzogen hatte.

RE: Unten ohne | 18.10.2019 | 16:41

Nehmen Sie auch Bilder als Vorschläge an?

RE: Träume von Jamaika | 11.10.2019 | 09:11

"hat bisher passabel geliefert"

Danke für diese klare Zusammenfassung zu der Partei!

Aber schreiben Sie doch bitte den ekligen FDP-Sprech vom "Liefern" in Anführungszeichen oder besser gar nicht... der stammt nämlich aus diesem Hause und hat sich seither überall breitgemacht.

RE: Einer aus der Zerstörerklasse | 21.05.2019 | 09:25

OT: "Es ist so weit"

Nein, es ist soweit - das ist ziemlich das Gegenteil von "so weit", sonst wäre ja noch viel Zeit. Bitte mal den Kollegen (m/w) in der Endkontrolle weiterleiten ;-)

Wir schreiben richtig: "soweit", "sowas", "wieviele", sonst lässt sich das jeweils nicht mehr geschrieben ausdrücken, was früher mal ohne probleme ging.

RE: Was ist hier schon gerecht? | 13.02.2019 | 14:49

Vielen Dank, Frau Baureithel, für diese Argumente- und Faktensammlung insbesondere aus den Nachbarländern - auf dem Niveau der ZDF-"Anstalt"!

Nur eins tat weh beim Lesen: "einBEzahlen" von Rentenbeiträgen....

RE: Die App ist der Feind | 12.11.2018 | 08:42

"Die Bourgeoisie, heute bizarrerweise Arbeitgeber genannt,"

Danke für diese in vielen Texten überfällige Klarstellung dieser Verdrehung, der wir auf keinem Behördenformular entkommen können.

RE: 1998: Krieg dem Tollpatsch | 12.09.2018 | 10:05

Da wurde schon viel gesagt, in diesen 2 Kommentaren. Sprachentwicklung soll und muss es sicher geben, aber das vielfache Verdammen in dem Artikel hat noch nicht aufgezeigt, wie es stattdessen besser gehen soll.

In vielen Lebensbereichen sollen gerne wenige - oder keine - strengen Regeln gelten, aber bei Buchstaben und Zahlen wär's schon nett, zu wissen, ob richtig oder falsch. Fällt demnächst 3 x 4 = 10 auch unter flexible Anpassung an das Neue...? Schwer, zu dem gerade Schreiben/Lesen lernenden Kind: "Ich kann dir nicht sagen, ob das richtig oder falsch geschrieben ist."

Klar, das Telephon oder das Photo ist so gut wie weg (auch als Gegenstand, aber ich schweife ab...), bei der Filosofie rollt es mir noch die Fußnägel hoch. Wie ist damit umzugehen? Dann gibt es eben maßvolle Schritte der Anpassung, in sich vollständig logisch können diese möglicherweise nicht sein.

Und wenn die Neuerungen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschneiden, dann sind sie schlecht. Punkt. "Wie viele Menschen leben?", das ist ein weites Feld. Wenn aber eigentlich gemeint war "Wieviele Menschen leben?", kann ich das nach heutigen Regeln nicht mehr schriftlich unterscheidar ausdrücken. Also ab in die Tonne damit, und an diesem Punkt, ja, bewährt weiter so schreiben, dass es allen nützt.

Für völlig aus der Luft gegriffene Substantivierungen sehe ich persönlich keinen Nutzen, nur Grusel. Im Freitag war es zwischenzeitlich mal angekommen, dass es seit langem / vor kurzem heißt, aktuell scheint es wieder rückwärts zu gehen... Der/die "xx-jährige" behält auch hartnäckig das große J mittendrin. Dass bis ans Ende der Zeile geschrieben wird und dann buchstäblich irgendwo getrennt, haben wir sicher dem Ersatz der Setzer/Setzerinnen durch PCs zu verdanken, deshalb kommt es zu unglaublichen Worttrennungen wie "Ob-ama", "ext-rem" oder - bisheriges Schmerzmaximum - "sch-reiben" !!

Aber auf mich hört ja keiner.

(So enden vermutlich einige Kommentare auf dem Rechtschreib-Schlachtfeld.)

RE: Abinote | 01.06.2018 | 12:53

Wer damals allen Ernstes "Ab-itur" getrennt oder "Albtraum" geschrieben hätte (wie die Druckausgabe des "Freitags"), der/die... OK, hätte schon noch das Zeugnis bekommen, aber vom Lehrkörper für Deutsch verbal eins auf die Mütze.

RE: Der Blaue Punkt sorgt für Unfrieden | 27.06.2017 | 09:22

"Finger weg vom Peace-Zeichen!"

Richtig. Stilfragen und angeblich veraltete Logos schon wieder wichtiger behandelt als das nach wie vor überlebenswichtige Anliegen - schöne neue Zeit.

"durch die ein oder andere Schirn-Ausstellung"

Durch die ein Ausstellung? Nicht vielleicht durch die eine Ausstellung? Ein grusliger Fehler, der inzwischen massenhaft verbreitet ist.

So. Bisschen Stilkritik darf ja sein.