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RE: 1998: Krieg dem Tollpatsch | 12.09.2018 | 10:05

Da wurde schon viel gesagt, in diesen 2 Kommentaren. Sprachentwicklung soll und muss es sicher geben, aber das vielfache Verdammen in dem Artikel hat noch nicht aufgezeigt, wie es stattdessen besser gehen soll.

In vielen Lebensbereichen sollen gerne wenige - oder keine - strengen Regeln gelten, aber bei Buchstaben und Zahlen wär's schon nett, zu wissen, ob richtig oder falsch. Fällt demnächst 3 x 4 = 10 auch unter flexible Anpassung an das Neue...? Schwer, zu dem gerade Schreiben/Lesen lernenden Kind: "Ich kann dir nicht sagen, ob das richtig oder falsch geschrieben ist."

Klar, das Telephon oder das Photo ist so gut wie weg (auch als Gegenstand, aber ich schweife ab...), bei der Filosofie rollt es mir noch die Fußnägel hoch. Wie ist damit umzugehen? Dann gibt es eben maßvolle Schritte der Anpassung, in sich vollständig logisch können diese möglicherweise nicht sein.

Und wenn die Neuerungen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschneiden, dann sind sie schlecht. Punkt. "Wie viele Menschen leben?", das ist ein weites Feld. Wenn aber eigentlich gemeint war "Wieviele Menschen leben?", kann ich das nach heutigen Regeln nicht mehr schriftlich unterscheidar ausdrücken. Also ab in die Tonne damit, und an diesem Punkt, ja, bewährt weiter so schreiben, dass es allen nützt.

Für völlig aus der Luft gegriffene Substantivierungen sehe ich persönlich keinen Nutzen, nur Grusel. Im Freitag war es zwischenzeitlich mal angekommen, dass es seit langem / vor kurzem heißt, aktuell scheint es wieder rückwärts zu gehen... Der/die "xx-jährige" behält auch hartnäckig das große J mittendrin. Dass bis ans Ende der Zeile geschrieben wird und dann buchstäblich irgendwo getrennt, haben wir sicher dem Ersatz der Setzer/Setzerinnen durch PCs zu verdanken, deshalb kommt es zu unglaublichen Worttrennungen wie "Ob-ama", "ext-rem" oder - bisheriges Schmerzmaximum - "sch-reiben" !!

Aber auf mich hört ja keiner.

(So enden vermutlich einige Kommentare auf dem Rechtschreib-Schlachtfeld.)

RE: Abinote | 01.06.2018 | 12:53

Wer damals allen Ernstes "Ab-itur" getrennt oder "Albtraum" geschrieben hätte (wie die Druckausgabe des "Freitags"), der/die... OK, hätte schon noch das Zeugnis bekommen, aber vom Lehrkörper für Deutsch verbal eins auf die Mütze.

RE: Der Blaue Punkt sorgt für Unfrieden | 27.06.2017 | 09:22

"Finger weg vom Peace-Zeichen!"

Richtig. Stilfragen und angeblich veraltete Logos schon wieder wichtiger behandelt als das nach wie vor überlebenswichtige Anliegen - schöne neue Zeit.

"durch die ein oder andere Schirn-Ausstellung"

Durch die ein Ausstellung? Nicht vielleicht durch die eine Ausstellung? Ein grusliger Fehler, der inzwischen massenhaft verbreitet ist.

So. Bisschen Stilkritik darf ja sein.

RE: Grusel, Sex, Politspektakel | 27.06.2017 | 09:15

Kritik der Form: Wer schlechten Stil bei Parteien dokumentiert, den sollte es bei Sprachblasen wie "dass sie Parlament nicht kann" eigentlich schütteln. Aber vielleicht kommt der Untertitel nicht vom Autor.

RE: Die Truppe ist nicht zu retten! | 15.05.2017 | 08:31

Danke für diese Entgegnung. Bei beiden Texten von Herrn Busche (leider noch nicht um Kommentieren freigeschaltet) dachte ich "Aua!". Linke und Demokraten sollen in die Armee, damit es dort ein bisschen menschlicher wird? Sollten nicht Linke und Demokraten mal in ihrer Geschichte kramen und die Armee (egal wo) Schritt für Schritt immer kleiner machen, bis sie eines Tages weg ist? Anstatt Leute von zuhause zum Dienst wegzuholen? Den technischen Kram, die Fahrzeuge etc. kann man noch für Hilfsaufgaben umrüsten. Längst vergessen, welche Partei traut sich das als Fernziel noch im entferntesten anzusprechen?

Ansonsten - zu den unappetitlichen Vorkommnissen bei der Truppe könnte man auch zynisch sagen: Was erwartet ihr denn? Schikanieren, Nazikram, Rituale - "it's the army, stupid!"

RE: Wissen, was sie tun | 20.01.2017 | 11:48

Rezession ist das, was die Wirtschaft gelegentlich tut.

Rezensionen schreibt man über Bücher, Filme usw.

Noch mehr Klugsch.... ? Im Kommentar fehlen 4 Kommas und die rosarote Brille braucht nur ein kleines R.

Aber sonst: ja, ich habe auch nach der Kernaussage des Textes gesucht.

RE: Wie beat ist das denn? | 26.04.2016 | 10:51

Aber warum begibt sich der Autor bei so einer fundierten Kritik mit seiner Überschrift im "wie xyz ist das denn"-Format auf das sprachliche Kellerniveau (der nicht mehr ganz jungen Erwachsenen, die *früher* mal kritischen Diskurspop hörten und heute alles mögliche "geil" finden) ? Oder habe ich die ironie nicht verstanden...?

RE: Im Keller | 05.08.2015 | 22:52

Die Kritik am unterirdischen Niveau in Ehren, ja, so ist es. Aber warum ausgerechnet soll nach einem "Gesundsparen" das Niveau steigen ? In finanzgeschrumpfter ARD & Co. mit noch mehr Praktikanten und Unterbezahlten anstelle der Kritischen alter Schule (sind noch welche übrig?) soll es besser werden, und ausgerechnet die gut gepflegten Archive mit dem ganzen überholten Kram erhalten bleiben ? Wo hat das zuletzt funktioniert ? Und Vorsicht, Querfront: Gegen die "überbezahlten Staatsmedien" machen aktuell die sächsischen ##GIDAs Stimmung mit einem Volksbegehren gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

RE: Serbien schließt Auslandsrundfunk | 22.07.2015 | 20:57

Schön, dass die - inzwischen eher Freak- - Meinung von den grenzüberschreitenden, mit einfacher hausüblicher Technik kostenlos erhältlichen Radiowellen auch hier ein paar Fürsprecher auf den Plan ruft. Ob's was nützt...? Die Deutsche Welle jedenfalls existiert ja im "richtigen" Radio ebensowenig mehr wie viele andere Sender. An anderen Orten wird auch kritisiert, dass der Deutschlandfunk seine - unbeabsichtigt zum Teil grenzüberschreitenden - Mittelwellensender zum Jahresende abschaltet:

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1148722

RE: Auch Obama muss jetzt liefern | 22.07.2015 | 20:51

Machen Sie jetzt ernsthaft auch den FDP-Blödsprech mit, dass X jetzt "liefern muss" ? Leider hat ja auch das Unwort vom Gr##it inzwischen in die normalen Artikeltexte beim Freitag Einzug gehalten. Brr!