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RE: Warum keine Sonntagsfrage zur grössten Partei | 28.08.2013 | 23:35

Festzustellen, ob und inwieweit die "Nichtwähler-Partei" tatsächlich eine große Partei ist, ließe sich relativ leicht ermitteln: Gründen Sie die "Protestpartei" mit einem einfachen Statut:

1. Alle Abgeordneten erhalten nur 2x den Hartz IV Satz aus den Diäten, der Rest wird gemeinnützigen Zwecken gespendet.

2. Dafür brauchen die dann aber auch nicht viel tun, außer anwesend zu sein und automatisch immer so abzustimmen, dass die Regierung instabil wird. D.h. z.B. beliebige Gesetzesinitiative x: Wird dagegen gestimmt, bei Mißtrauensvoten u.ä. entsprechend nicht das Vertrauen ausgesprochen. Niemals werden irgendwelche Koalitionen eingegangen oder Inhalte vertreten. Alles zielt automatisiert auf das Blockieren. Und folgend auf das Erreichen von Neuwahlen.

Stellt diese Partei dann eine ernstzunehmende Größenordnung im Parlament, würde es sehr schnell zu Neuwahlen kommen und die etablierten Parteien wären nicht mehr in der Lage, "einfach so weiterzumachen".

Dann hätten die "überzeugten" Nicht-Wähler einen Grund, zur Wahl zu gehen und die Möglichkeit, sich von den "faulen" u.ä. abzugrenzen.

RE: Mit Wachstum aus der Krise? | 12.02.2013 | 12:57

Der Artikelinhalt ist natürlich nur naives Geplapper, aber die Kommentare, insbesondere der 1., haben es in sich und mich sehr gefreut.

Mein persönlicher Lösungsvorschlag:

1. Es ist unumgänglich, zu akzeptieren, dass die Menschheit nichts weiter als eine Ansammlung asozialer, egoistischer, parasitärer, krankheitserregender Kreaturen ist und man selber dazu gehört und genau so eine Kreatur ist. Nach meiner Erfahrung finden das auch geschätzte 96 bis 99,8 % in Wirklichkeit ganz in Ordnung so, auch wenn es nur die Dümmsten direkt zugeben würden. Eine weitere (in der Natur ja weitverbreitete) Eigenschaft dieser Kreaturen ist ein sehr gut entwickeltes Mimikri-System, was vor allem aber nicht ausschließlich dazu dient, sein wahres Wesen gegenüber anderen Kreaturen (manchmal sogar vor sich selbst) zu verschleiern.

2. Diese Eigenschaften lassen sich nutzen, um Dinge nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Das vor ein paar hundert Jahren erfundene "Checks and Balances"-System in der Politik ist dafür ein Beispiel. Leider unvollständig und veraltet: Durch das (der menschlichen Natur sicher sehr genehme) kapitalistische System hochgespülte und mittlerweile hochkonzentriert mächtige Einzelkreaturen bzw. kleine Gruppen konnten es korrumpieren und können es weiterhin in immer krasserem und destruktiverem Maße.

3. Die Hoffnung, dass diese Pest "Menschheit" bzw. der einzelne Krankheitserreger sich zu etwas besseren mutieren / evolvieren könnte, sollte erst dann sterben, wenn die Menschheit auch wirklich ausgestorben ist. Zugegeben ist das reine artegoistische Ideologie, aber nunja, ich gehöre halt auch dazu.

4. Ein Weg zu dieser möglichen Evolution könnte sich finden lassen, indem wir Strukturen schaffen, die die aktuelle Überlebenskrise des Wirts (ich meine mal ganz pauschal damit unseren Planeten und alles was sich darauf und darin befindet), dem seine Parasiten halt zu sehr zugesetzt haben, lösen.

5. Eine mögliche Strukturänderung könnte gemäß einer Idee von mir eine Art "Checks and Balances" im Wirtschaftssystem sein. Marginale Ansätze dazu gab es, die aber scheiterten. In der Realität, also abseits absurder Mythen, verliert David gegen Goliath halt so gut wie immer und diese Ansätze kamen ausschließlich aus der Richtung der Davids und gegen die Goliaths. Was aber, wenn wir den Goliaths (also den Superreichen, den € 500+ Millionen "Ultra high net worth individuals", den besonders potenten und virulenten Krankheitserregern) ein neues Spielzeug geben? Die machen sowieso den ganzen Tag nichts anderes, als dumme (zur Zeit noch für alle andern und alles andere i.d.R. überaus schädliche) Spielchen zu spielen. Wie könnte ein Spiel aussehen, dass diese Typen befriedigt und insgesamt nützlich ist? Vielleicht so:

Wir geben ihnen einen neuen MARKT (ja das wird diese asozialen Früchtchen bestimmt aufhorchen lassen). Dieser Markt dreht sich um die Reduktion ihrer Macht und destruktiven Aktivitäten. Man kann sich das so vorstellen:

a) Es wird auf den global entscheidenden vorhandenen Märkten jeweils ein Gesetz mit Verfassungsrang eingeführt, dass grundsätzlich ein Höchstlimit für erlaubte Vermögenswerte pro natürlicher und juristischer Person einführt. Dieses Limit sollte anfangs SEHR HOCH angesetzt sein, da sich solch ein Gesetz sonst gegen die Goliaths natürlich niemals etablieren liesse. Sagen wir mal, die 10 reichsten Personen / Konzerne besitzen ein Vermögen i.H. von durchschnittlich € 800 Milliarden, dann sollte das Limit darüber oder maximalst nur leicht darunter liegen.

b) In diesem Gesetz wird weiter festgelegt, dass dieses Höchstlimit pro Jahr um einen bestimmten Prozentsatz gesenkt wird und Vermögen, welches über dem Limit liegt, zum größten Teil demjenigen zugesprochen wird, der erfolgreich und als Erster den Nachweis über die Übertretung erbringt. Dies muß gerichtlich festgestellt werden, denn es wird natürlich eine Menge Palaver geben, wie Vermögen zu bewerten ist, ob das Schwarzgeld zu der betroffenen Person / Firma gehört, ob die Scheinfirma zu dem Konzern gehört oder nicht etc. pp.

Entsprechende Infrastruktur muß dafür geschaffen werden (Gerichte mit entsprechendem Know-How, vll. in Zusammenarbeit mit aktuellen Kartellämtern).

Ein Teil der einzuziehenden (und an den erfolgreichen Kläger weiterzuleitenden) Vermögenswerte kann wie üblich für soziale und umweltorientierte Projekte abgezweigt werden.

Das Gesetz kann ausgweitet werden, sodass es möglich ist, erhebliche Vermögenswerte einem Konzern / einer Person "wegzuklagen", wenn sie asozial oder umweltschädlich agiert. Auch hier auf einer 1st comes / 1st served-Basis.

Sollte sowas erfolgreich in die Wege geleitet werden können, würde sich dieses System sicher auch stabil halten, denn es wird sehr bald ähnlich mächtige, d.h. reiche, Institutionen geben, die ihre Vermögen damit machen, den zu reichen und zu asozialen es wegzunehmen. Die werden z.B. genau wie die jetzigen Superreichen die Parlamente und Regierungen unterwandern und korrumpieren, um zu verhindern, dass ihre Einnahmequellen von den klassischen Machteliten beschnitten werden. Klassische Machtzentren werden sich aber ebenfalls hier engagieren, um ihre Konkurrenz nicht zu stark werden zu lassen oder genau eben die "Neuen" nicht zu groß werden zu lassen.

Durch die jährliche Limitverringung wird mit der Zeit die Basis der am Wirtschaftssystem teilnehmenden (und nicht nur wie jetzt ausgebeuteten) Kreaturen immer breiter. Die Machtkonzentration verteilt und verschiebt sich entsprechend. Die aus dem eigenen Artegoismus stammende "Vernunft" hat eine echte Chance, Bedingungen für "Nachhaltigkeit und Balance" zu schaffen, statt nur zu utopisieren.

Klingt für mich irgendwie kompliziert und einfach zugleich. Sind irgendwo Denkfehler?