Vlado Weltweit

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RE: Grund-und-Boden-Revolution | 03.01.2019 | 11:01

Im Artikel steht viel, durchaus Interessantes, zur Geschichte des Wohnens in Wien, aber leider nur relativ wenig zu den aktuellen Maßnahmen der "rot-grünen" Regierung. Das konkreteste ist wohl: "Vorrangig bei Aufwidmungen zu Bauland sollen zwei Drittel der entstehenden Wohnungen für den mietzinsbegrenzten, geförderten Wohnbau reserviert werden." Dabei wird im Artikel auch Andrej Holm zitiert, der an anderer Stelle sagte "sozialer Wohnungsbau ist Wirtschaftsförderung mit sozialer Zwischennutzung"...

Auch wird im Artikel behauptet, die (derzeit) einzige Möglichkeit, das Wohnen sozialer zu gestalten, seien erträgliche Mietpreise per Dekret. Dabei gibt es gerade in Deutschland 2019 mit der neu zu gestaltenden Grundsteuer eine ganz andere Möglichkeit: eine Bodenwertsteuer! Damit würden zwar die Mieten nicht unbedingt günstiger, aber die Gewinne aus den Mieten gingen an die Gemeinschaft, statt an private Bodenbesitzer, und damit ließen sich alle möglichen anderen Steuern (vor allem Mehrwert- und Einkommensteuer) senken, sowie gezielt Bedürftige förden, z.B. durch Mietzuschüsse - oder man könnte sogar direkt allen die kostenpflichtige Bodennutzung in Maßen ermöglichen, über ein bedingungsloses Grundeinkommen.