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RE: Vinyl-Nerds auf Jagd | 01.09.2020 | 19:35

Enttäuschend, wenn man sich auf einen neuen Kommentar freut und dann feststellen muss, dass nur Rechtschreibfehler bekrittelt werden.

RE: Vinyl-Nerds auf Jagd | 29.08.2020 | 09:18

Hallo goedzak. Liebe Grüße zurück!

RE: Vinyl-Nerds auf Jagd | 29.08.2020 | 07:37

Danke für den Text. Als es in meiner Stadt noch einen regulären Plattenladen mit Neuerscheinungen gab, hätte man mich an allen Tagen dort antreffen können, außer am Record Store Day.

Dass 2019 "erstmals seit 30 Jahren mehr Vinyl-LPs als CDs verkauft" wurden, kann allerdings kaum stimmen. Laut Deutscher Musikindustrie wurden 2019 40 Millionen CD-Alben verkauft. Demgegenüber stehen 3,4 Millionen Vinyl-LPs, also noch nicht mal ein Zehntel davon.

RE: Er wandert noch | 08.10.2013 | 16:34

Für den Musikhörer ist der Greil Marcus genau so obsolet wie es der Herr Ranicki für Bücherleser war.

Ich glaube, da fehlt was. Ich darf doch behilflich sein:

Für den Musikhörer Ethelbert Grabenhorst ist der Greil Marcus genau so obsolet wie es der Herr Ranicki für den Bücherleser Ethelbert Grabenhorst war.

RE: Er wandert noch | 08.10.2013 | 16:28

Nun ja, es geht ja um Schriften, die Greil Marcus über Bob Dylan verfasst hat. Insofern kann ich nichts Verwerfliches daran finden, wenn Dylan dann auch als Foto in diesem Freitag-Text auftaucht, der sich darum dreht, dass Greil Marcus über Dylan...

Man hätte natürlich auch einfach den Umschlag des Buches hier abdrucken können. Auf dem ist allerdings auch nicht Greil Marcus abgebildet, sondern ... genau.

RE: Vinyl in drei Schichten | 19.04.2013 | 16:43

Tut mir leid für Sie, dass Sie so ein Super-Duper-Plattenspielerteil Ihr Eigen nennen. Dann können Sie nämlich leider nicht in den vollen Genuss der 39 Clocks kommen: "This record can be played on any stereo record player., but best reproduction is guaranteered on the cheepest equipment. Best judgement of any record can be made by reproducing it at minimal technical expense" (Technischer Hinweis auf der Rückseite der 'Blades In Your Masquerade'-LP von den 39 Clocks).

:-)

Schönes Wochenende Ihnen und danke für Ihren Kommentar.

RE: Vinyl in drei Schichten | 18.04.2013 | 18:23

Puh, das sind ja riesige Absatztrennräume geworden. Sorry.

RE: Vinyl in drei Schichten | 18.04.2013 | 18:22

Wie so oft im kulturellen Leben, ist auch der Kauf von Vinyl in diesen doch recht praktischen digitalen Zeiten (für mich) vollkommen irrational. Was keine Kritik ist. Ich kaufe ja selber seit einigen Jahren wieder Vinyl, wenn ich die Wahl habe. Daher kann ich auch mit den vernünftigen Gründen, die Vinyl-Fans oft angeben (oder besser vorschieben?), einfach nicht so viel anfangen:

Dem Argument der "unbegrenzten Haltbarkeit" stehen in meinem Regal dutzende verhunzte, knisternde und knackende Platten entgegen. Ok, wenn man pfleglich mit den Platten umgeht, dann passiert nichts damit (außer man legt sie gerne in Gesellschaft auf, und außer man kauft Vinyl aus Jamaika – die sind schon von Anfang an vollendet verknistert). Aber Platten gehören meiner Ansicht nach benutzt und mit Nutzungsspuren bedeckt. Das gilt natürlich besonders fürs Cover. Aber ich finde, man sollte auch dem Vinyl seine Benutzung ansehen dürfen.

Es ist schön, wenn eine Vinylplatte sauber klingt, aber sie darf eben auch mal Gebrauchsspuren aufnehmen, daher empfehle ich keinen übertrieben peniblen Umgang mit ihnen. Ein zartes Knistern zeigt, dass einen die Platte im alltäglichen Leben begleitet, mit all einen Unwägbarkeiten und Unvorsichtigkeiten. Das Cover darf auch gerne mal mit Verve aus dem Regal gezogen und auf Fußboden verteilt werden. Plattencover gehören angegrabbelt, Ecken dürfen gerne angestoßen werden, man darf ruhig sehen, wo das Preischild abgerissen wurde. Sie gehören in keine Extra-Schutzhülle aus Kunststoff. Plattencover dürfen gerne Cut-Outs haben. Ich nehme auch Second-Hand-Billigpressungen ohne Murren in Kauf, außer sie werden als „in sehr gutem Zustand“ gepriesen und knistern in Wirklichkeit wie Lagerfeuer. Aber ansonsten muss es nicht das 180g-Virgin-Vinyl sein. Das ist sowieso nochmal so ein Punkt: Vinyl verbaucht doch total viel Erdöl! Das müsste total umweltschädlich sein. Und Virgin-Vinyl ist ja noch nicht mal recycled. Faustregel: Je mehr Wert der Plattenkäufer auf hohe Pressqualität legt, desto mehr tritt die eigentliche Musik in den Hintergrund. Gefragt wird dann nicht nach der Musik selbst, sondern nur danach, wie sie aufnahme- und presstechnisch „klingt“.

Zu den „überragenden Klangeigenschaften“: Es gibt auch Tests, wo so HiFi-Vinyl-Typen die klangliche Qualitiät von Vinyl, CD und MP3 beurteilen sollten und im Blindversuch versagten. Der Höreindruck ist eben nicht nur der Klang, wie er zum Ohr kommt, sondern auch die Summe der eigenen individuellen Erwartungen und kulturellen Prägungen: Das was da ist, das was man selbst hinzuaddiert und das, was man selbst subtrahiert. Legt jemand in Anwesenheit des Hörers eine Vinyl-Platte auf, die Musik kommt aber dann tatsächlich heimlich von einem MP3-File, wird’s der Vinyl-Fan wahrscheinlich besser finden, als wenn nur jemand den MP3-Player startet (keine Ahnung, ob das mal untersucht wurde). Ganz zu Anfang der CD-Zeit klangen CDs allerdings wirklich schlimm: Keine Bässe, überscharfe Höhen. Letzteres gibt es zwar ab und an immer noch, aber ist doch in meinen Ohren merklich seltener geworden.

Ob jetzt was digital und parallel analog aufgenommen wurde, oder nur digital, oder nur analog, oder wie auch immer, ist mir nicht wichtig. Der Klang ist es nicht unbedingt, was mich zum Vinyl zieht. Das Körperliche ist es (und meine kulturelle Prägung davon natürlich). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mich Musik mehr anspricht, wenn sie einen physikalischen Körper hat. Das kann in Form einer Platte sein oder in Form eines Musikinstruments (also selbst etwas spielen). Bei CDs verschwindet die Körperlichkeit insofern, als auch der CD-Körper im CD-Schlitz verschwindet und alle Trackinformationen nur noch indirekt über ein Display zu sehen sind). Bei MP3s ist schon gar kein Körper mehr vorhanden. Trotzdem nutze ich MP3 gerne, weil es so praktisch für unterwegs ist. Deswegen ist die momentan ideale Kombination von Trägermedien das Vinyl mit beigefügtem Downloadcode.

Und eben wenn's geht, im Plattenladen kaufen. Mail-Order muss aber auch sein. Da sitzen nämlich oft ebenso nette Leute und reißen sich für wenig Geld den Arsch auf wie im Laden nebenan (falls es denn noch einen gibt).

Diese Irrationalität beim Vinylkauf ist es meiner Vemutung nach übrigens auch, die Vinylkäufer für Plattenlabel paradoxerweise zu so einer verlässlichen, gut berechenbaren Größe machen, denn sie lassen sich von rationalen Gründen von ihrem Fetisch nicht abbringen. Ich hatte mal die Idee, ein Plattenlabel zu gründen, wo in die Vinylscheibe nur ein nicht abspielbares, schön gestaltetes Etching eingefräst ist. Die Musik wäre nur über den beigelegten Downloadcode zu hören. Man hätte dann eben trotzdem etwas Körperliches in der Hand, zu dem man einfach die MP3-Files abspielt. Ich glaube, sowas könnte durchaus Erfolg haben (natürlich ohne damit wirklich Geld zu versienen).

RE: Der vergessene König des Chicago Blues | 08.04.2013 | 23:37

Dann trotzdem die Frage, wei aktiv die überhaupt sind.

vermutlich nicht sehr aktiv: "Website updated: 1/29/10"

RE: Der vergessene König des Chicago Blues | 08.04.2013 | 23:03

Auf muddywaters.com, der "Official Muddy Waters Website" wird sein Geburtsdatum übrigens mit dem 4. April 1915 angegeben. Demnach wäre der 100ste Geburtstag erst in 2 Jahren zu feiern. Hast du da andere Informationen, Popkontext?