wahr

spex 03 - 06 | zu-zeiten.de 07 - 12 | banjo seit 09 | laermpolitik.de seit 12 | mandoline seit 12 | radiostoneFM.de seit 19
wahr
RE: Der vergessene König des Chicago Blues | 08.04.2013 | 19:34

Danke für die informationsreiche Würdigung, Popkontext. Mir war ebenfalls nicht klar, dass Waters gerade seinen 100sten hatte. Dass dieses Jubiläum nicht in den einschlägigen Musik-Mags abgefeiert wird, wobei diese doch sonst eigentlich genau anhand solcher Jubiläen immer wieder ihren immer gleichen Rockgeschichtskanon aufkochen, wundert mich allerdings auch. Vielleicht fehlt einfach die entsprechende 12-CD-Box zum Jubiläum?

Ich glaube jedenfalls eher nicht an eine bewusste Exklusion Waters aus dem Kanon aus rassistischen oder anderen diskriminierenden Gründen. Nach meinem Gefühl haben gerade auch die Blueser, die sich seit mittlerweile auch schon einigen Jahrzehnten fernab der Klischees am Blues entlängschräng(t)en - Pussy Galore, Jon Spencer Blues Explosion, Black Keys, Beasts Of Bourbon, etc. - die schwarzen Blues-Ahnen immer lobgepriesen.

Ich vermute wirklich eher, dass die enge Verknüpfung des Outputs kanonisierender Musikmags an die Veröffentlichungsroutinen der Plattenindustrie dafür verantwortlich ist, dass nicht über Waters berichtet wird. Oder aber die Artikel kommen noch in den nächsten Ausgaben. Ich werd's aber nicht nachprüfen können, denn dem letzten Mag dieser Art, das ich in den letzten Jahren noch die Treue gehalten habe - MOJO - habe ich aus Überdrüssigkeit jetzt doch endlich das Abo gekündigt.

RE: Warum dürfen Männer Tiere nicht süß finden? | 29.03.2013 | 23:54

Schließe mich meinem Vorschreiber an (außer das mit den Kaninchen) und beantworte die in der Headline gestellte Frage folgendermaßen: Männer dürfen Tiere süß finden. Nach meinem Kenntnisstand habe ich eine Aberkennung der Männlichkeit dadurch nie erfahren. Ich halte eine Männlichkeit, die Tiere nicht süß finden darf, auch nicht für erstrebenswert.

RE: Der Preis ist lauwarm | 29.03.2013 | 12:35

Danke. Ein ähnlicher Text stand auch in der SZ. Und auch dort wurde der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ als relativ unabhängige Alternative genannt. Vielleicht sollte man dann auch entsprechend über die Problematik und lachhafte Absurdität des "Echos" und anderer zweifelhafter Preise (wie z.B. den "Red Dot"-Designpreis) berichten, wenn mal wieder eine 'gute' Preisverleihung der "Schallplattenkritik" ansteht und eben nicht die des Echos.

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 24.02.2013 | 13:53

Und er ist ja eben sehr klug und sensibel was Ästhetik betrifft - deshalb mein Eindruck. Wenn er das nicht wäre würde ich gar nicht in Zweifel ziehen, dass er das Ernst meint - so wirkt es aber für mich wie ein großes "F... You".

Macht sich denn wirklich jemand die Mühe, Leute (Produzent, Musiker, Viedeoproduzent, Coverdesigner) zusammenzutrommeln, Geld in die Hand zu nehmen und ein Album zu schreiben und aufzunehmen - auf das niemand wirklich gewartet hat - nur um "Fuck You!" zu sagen?

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 24.02.2013 | 10:21

Das Kevin Ayers Album hatte ich nur am Rande wahrgenommen in der ganzen Flut - muss ich mir unbedingt mal richtog anhören.

Zum Beispiel: "Cold Shoulders", passt auch vom Text her (Alter und Reflektion)

<iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/q8h8UxWtIWU?feature=player_detailpage" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

Oder "Wide Awake"

<iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/pxDkW2gCcl0?feature=player_detailpage" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 24.02.2013 | 00:29

Es ist aber sicher schwieriger, von einem Image wie Bowies elgant die Kurve zu kriegen ins Alterswerk, als z.B. für einen Springsteen, der einfach nur entspannter wird.

Ja, dass das bei Bowie schwieriger sein kann, kann ich mir auch gut vorstellen. Da ich unrecherchiert davon ausgehe, dass die Familie Bowie/Abdulmajid mittlerweile finanziell doch ausgesorgt haben dürfte, hege ich die entfernte Hoffnung, er kriegt die Kurve zum selbstreflexiven Alterswerk ohne doppelten Boden doch noch.

Vielleicht ja beim übernächsten Album, 2022 oder so - man kann ja mittlerweile bei Folgealben betagterer Musiker durchaus wieder in Jahrzehnten rechnen (siehe Swans, My Bloody Valentine, auch Kevin Ayers [RIP] fällt mir da ein - der hatte auf seinem letzten Album "The Unfairground" übrigens tatsächlich mindestens eine handvoll Lieder drauf, die Bowie gut gestanden hätten, die ihm aber seit Jahrzehnten nicht annähernd von dieser Qualität eingefallen sind, was natürlich dann doch wieder gegen einen späten "guten" Bowie spricht).

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 23.02.2013 | 23:59

Danke! Genau, da war doch was. Ich grub es aus meiner Erinnerung aus, ohne genau zu wissen, was eigentlich. Irgendwie war die Bubblegum-Folk-Gotik des sehr frühen Bowie doch ganz lustig.

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 23.02.2013 | 19:56

oops, hinter "one-hit-wonder" sollte ein ";-)" stehen.

RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 23.02.2013 | 15:59

edit: Friedhofsparty? Wieso komme ich eigentlich auf Friedhofsparty?