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RE: Der seltsame Abgang des Mr. Jones | 23.02.2013 | 15:58

Ich teile die Einschätzung, dass Bowie nach 1980 (also nach "Scary Monsters") nichts (mich) Bewegendes mehr zustande gebracht hat. Wenn man bedenkt, dass Bowies künstlerisch relevante Karriere eitgentlich nur von 1970 bis 1980 ging (ich lasse mal das ganz frühe Werk mit dem lachenden Gnom und der Friedhofsparty weg), kann man eigentlich fast von einem One-Hit-Wonder sprechen.

Wiewohl ich nie Fan genug war, um mich jetzt über seine Marketingstrategie zum neuen Album aufzuregen. Soll er doch ne App machen. Früher gab's halt das Album zur Tour, die Tour zum Album, dann das Buch zur Tour, heute eben die App zum Album. wer sich zum Dappen machen will ... (sorry für das Wortspiel). Insgesamt riecht die Verzahnung von Verkaufsstrategie (Videolounge, App) und Thema des neuen Albums (Berlin, Vergangenheit, kreativste Phase) schon ein wenig zu klever nach Auswaiden des eigenen Mythos. Ich lass mich andererseits aber durchaus auch auf einen selbstreflexiblen Bowie ein, falsch er es doch schaffen sollte, dabei den 16-Tonnen-Klotz namens Pop-Überbau zu überwinden.

RE: Sag mir, wo du stehst | 22.02.2013 | 13:51

Dass Sie als Brite Leuten den Tod an den Hals wünschen, macht Ihre offensichtlich bevorzugte Art des Konfliktumgangs weder besser noch schlechter.

RE: Sag mir, wo du stehst | 20.02.2013 | 23:08

Das Problem mit den Bands lässt sich sehr einfach lösen: Gebt Ihnen schnelle Autos.! Und wenn das nicht reicht, eine Allee in Brandenburg mit vielen alten Bäumen als Teststrecke. Den Rest besorgen die Jungs dann selbst.

jemandem den tod an den hals zu wünschen, ist auch nicht besser als heimatverbrämte deutschtümelei des rechten rands. umso mehr schätze ich das klare und sachliche statement von vision.

RE: The Guns Of Schwaben | 13.02.2013 | 15:29

Danke für den Text.

Irgendwie ging "Bullenschweine" bei mir immer als Punk-Folklore durch, nie als Handlungsanweisung. Höchstens als Zeitdokument. Ich verstehe nicht, warum das heutzutage nach über drei Jahrzehnten noch jemanden aufregt.

RE: Ganz sicher nicht nichts | 03.02.2013 | 13:26

Ein sehr erhellender, fundierter Beitrag. Danke, DvW!

RE: Loud’n’Proud | 31.01.2013 | 16:43

Danke für den interessanten Artikel.

Wenn es vor dem Fenster der Wackener mit mehr als 70 Dezibel dröhnt, fließt Geld an soziale Einrichtungen.

Wenn man den Presse-Bohai bedenkt, den die Klage der Anwohner ausgelöst hat, erstaunt mich doch die recht schnelle und preiswerte außergerichtliche Einigung: Es fließen bei Verletzung der Lärmauflagen sage und schreibe 1000 Euro an soziale Einrichtungen. Sooo schlimm scheinen die Anwohner den Lärm also nicht empfunden zu haben. Gut so.

Einen – sagen wir mal – interessanten Aspekt des Lärmpegels auf Festivals hat dabei ausgerechnet der Leiter des zuständigen Ordnungsamts aufgezeigt: In Roskilde seien im Jahr 2000 Menschen gestorben, weil das Publikum in Massen zur Bühne gedrängt hätte. Hinten war es zu leise.

Ich las in der SZ, dass der Zusammenhang von geringer Lautstärke und den Todesfällen in Roskilde längst widerlegt ist.

RE: Schwärmereien | 30.01.2013 | 23:49

Ich wähle die Coverversion, die kommt nämlich nicht so hemdsärmelig daher.

was die Frage aufwirft, warum die Dominanz heterosexueller Klischees im omnipräsenten Thema der Liebe von LGBT-Personen so penetrant für die eigene Szene adaptiert wird.

Penetrant adaptiert? Vielleicht gefällt ihnen einfach der Song. Sie haben ihm schön das männlich Gepresste genommen. Dafür gebührt ihnen mein Dank.

aber ihre Stimmen sind schlichtweg furchtbar.

nee, das sind sie schlichtweg nicht. sie pressen nicht, wo man auch singen kann. das täte springsteen auch ganz gut. ich find's sehr gelungen.

RE: Der Lärm (2) für 2013 | 30.01.2013 | 23:21

(gefreut hat mich übrigens die Erinnerung an Caravanserei, ich hatte ganz vergessen, daß es diese Platte gibt).

Danke fürs Feedback. Ja, ich hatte nicht nur vergessen, dass es die Platte gibt, ich hatte auch jahrzehntelang vergessen, dass es die Band gibt. :-)

RE: Der Lärm (2) für 2013 | 30.01.2013 | 23:17

Danke für diesen gelungenen Beitrag. Es ist immer interessant, zu lesen, wofür sich andere an guter Musik Interessierte, erwärmen und erfreuen können.

Gerne. Danke auch für die Rückmeldung. Mich interessiert es bei anderen auch immer, was sie gerne (oder auch nicht so gerne) hören. Besonders, wenn nicht nur auf Youtube/Soundcloud verlinkt wird, sondern die eigene Wahl auch kommentiert wird.

... U.a. Fand ich da was von Howlin' Wolf und Muddy Waters, den Urvätern des Blues.

Das kann ich gut verstehen. Den Howlin'-Wolf-Anfall bekomme ich auch in unregelmäßigen Abständen.

RE: Der Lärm (2) für 2013 | 30.01.2013 | 23:12

Danke für dein Interesse. :-)

Alte Männer hin oder her, Aktualität wird eh überschätzt bzw. heuzutage in Millisekunden gemessen. Die White Stripes waren übrigens so ziemlich die einzigen, die ebenfalls mal ein Marimbaphon im Stile Captain Beefhearts (s.o. bei Daniel Higgs) einsetzten. Kein Wunder, ist Jack White doch sowieso Beefheart-Fan.