walteranamur

Walter HelblingNeugieriger Grenzgänger zwischen den Kulturen, sozialkritisch, dank Rentnerstatus Zeit für alles, was mich interessiert.
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RE: Klinik am Limit | 16.02.2020 | 08:25

Danke für den sehr gut recherchierten Beitrag. Inzwischen muss man bereits wieder nachberichten:

Eine vermeintliche Einigung, nämlich tatsächlich in Tarifverhandlungen einzutreten, führte zum Abbruch des Streikes.

Keine 24 Stunden später ließ AMEOS jedoch verlauten, es sei nie davon die Rede gewesen, dass mit den Gewerkschaften über Tarifverträge verhandelt würde.

Es ist eine ganz makabre Rolle, welche dieser Konzern im Gesundheitswesen spielt, denn letztlich geht es um Profitoptimierung für amerikanische Anleger und dies auf Kosten der Patienten, des Personals und nicht zuletzt der Krankenkassen.

RE: Wir sind nur Kanonenfutter | 23.09.2019 | 20:11

Natürlich ist dieses Schweigen oder die Gesprächsverweigerung Schwäche. WÄRE es eine Stärke, dann könnte ja eine AfD unmöglich in dem Maße wachsen, wie das in den letzten 5 Jahren stattgefunden hat.

Was aber dazu kommt: Die Dauermobilisierung GEGEN rechts von oben nach unten, hat sich abgenützt. Mit ein Grund ist sicherlich die Tatsache, dass jeder Bürger erkennt, dass es dieses Nurschwarzweiß in der Realität eben nicht gibt.

RE: Entvölkerung als Nährboden rechter Politik | 30.06.2018 | 06:45

Bestes Beispiel Fußball-WM-Deutschland..... :-)

RE: Entvölkerung als Nährboden rechter Politik | 30.06.2018 | 06:40

Ja, ich finde dieser lesenswerte Beitrag bringt die Problematik auf den Punkt. Egal ob West oder Ost (dort aber auf Grund der massiven Abwanderung nach der Wende noch intensiver) : Die Bevölkerung des ländlichen Raumes fühlt sich durch Gebiets- und Kommunalreformen vernachlässigt und entmündigt. Dies manifestiert sich immer wieder bei Abstimmungen in Verbands- und Einhgeitsgemeinden, bei denen die Interessen der einzelnen Ortsteile oder Verbandsgemeindemitglieder durch die Interessenlage der anderen Ortsteile überstimmt werden. Es bestehen also ganz klare Verlustängste (Abbau von Infrastrukturen, keine Präsenz der öffentlichen Verantwortungsträger, fehlende Polizeipräsenz, immer stärkere Ausünnung der Infrstruktur, immer weitere Wege für ärztliche Versorgung, Schule etc.) Man kann dies alles politisches Vakuum nennen, welches dann locker mit populistischen Forderungen aufgegefüllt wird, auch wenn sich in der Sache überhaupt nichts ändert.

RE: Ein Fiasko mit Ansage | 23.08.2017 | 18:40

Investitionsstau alleine an Schulen wird auf über 30 Mia € beziffert. Das ist natürlich ein hübsches Impulsprogramm..... Schafft Auftragspolster auf Jahre...

RE: Ein Fiasko mit Ansage | 23.08.2017 | 12:04

Dann muss man sich bewusst werden, wer das steuert. Beispiel Deutschland: Wenn die OECD über Jahre mangelnde Bildungsausgaben und sträfliche Vernachläßigung des Einsatzes neuer Technologien an die Adresse der Bundesregierung kritisiert, dann müsste man Ihre These möglicherweise umformulieren: Bundesregierung fördert geistige (und materielle!) Armut und betreibt seit Jahren Volksvertreibung aus dem ländlichen Raum. Nicht aus Geldnot, sondern weil sie die zur Verfügung stehenden Mittel nach anderen Prioritäten einsetzt...

RE: Ein Fiasko mit Ansage | 23.08.2017 | 11:45

Ist denn die öffentliche Hand arm, beispielsweise der Bund? Irgendwer sagte mal:" Das alles ist nicht eine Frage des Geldes, dieses ist im Überfluss vorhanden. Die Frage ist vielmehr: Wofür wird es ausgegeben?" Heinrich Geißler bringt das noch deutlicher auf den Punkt.

RE: Ein Fiasko mit Ansage | 23.08.2017 | 09:27

Vielleicht deswegen, weil sie einfach das gemacht haben, was von ihnen verlangt wurde? Man könnte dasselbe Thema am Beispiel Gebietsreform aufgleisen. Absolut sinnfreie bundesweite Aktion. ARD hat das gut auf den Punkt gebracht. Hier ein Film

RE: Weggesperrt, aber nicht unsichtbar | 19.08.2017 | 08:40

Ja, hier soll eine Zeitung mundtot gemacht werden. ...und die freie Welt schaut zu. Genau so wie der Hungerstreik von Nuriye Gülmen und Semih Özakca, zweier Akademiker, welche entlassen wurden, weil sie einen Friedensappell unterzeichnet haben. Genau so wie Ahmet Sik, einer der harten Invetigativ-Journalisten der Türkei. Sein Buch die Armee des Imam deckte auf, wie die Gülen-Bewegung (damals mit Unterstützung der AKP) den Staat unterwanderte. Dafür kam er vor Gericht. Jetzt steht er wieder da, denn die jetzige Regierung wirft ihm Nähe zur Gülen-Bewegung vor. All das wird in Deutschland geschluckt, um die Beziehungen zur Türkei "nicht unnötig zu strapazieren".

RE: Der türkische Obama | 27.07.2017 | 09:13

Ich teile die Meinung von @Sikkimoto. Kilicdaroglu ist wahrlich keine Alternative. Diese CHP ist seit Jahren mit internen Machtkämpfen vollständig ausgelastet und irgendwie wird man den Eindruck nicht los, auch hier gehe es in erster Linie um den Stuhl des Vorsitzenden. Leider ist es so.

Der Einzige, der Erdogan rhetorisch, vor allem aber politisch das Wasser reichen kann, heißt Selahattin Demirtas. Der sitzt aber seit Monaten im Gefängnis. Erdogan weiß weshalb....