wasvon

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Gezielter Enthauptungsschlag | 06.01.2020 | 22:04

@Desperado

"In der vorliegenden Kommentarstrecke findet sich reichlich Information, viel Spekulation, vielleicht auch Desinformation - das Angebot ist jedenfalls groß genug, um sich auf der Grundlage einer mehr oder weniger ausgereiften Lebenserfahrung ein Bild von der Lage zu machen.

Ein erklecklicher Anteil der Kommentare beschäftigt sich hingegen mit Eitelkeiten und Zänkereien; nichts Ungewöhnliches, völlig menschlich, aber nicht zielführend."

@Desperado

Da kann ich Ihnen zumeist beipflichten. Ich bin auf der Suche nach "reichlich Information". Simpel und trocken. Treffe aber leider sehr viel Ihrer festgestellten "Eitelkeiten und Zänkereien" fest. Schade. Schade um die Zeit der Schreibenden und um meine. Wie sollen die Chefs in Politik, Weltwirtschaft und Militär Fairness und Frieden gebacken kriegen, wenn bereits in diesem Forum derart agiert wird?

Insofern möchte ich stellvertretend Richard Zietz für seine Mühe, in ganzen und verständlichen Sätzen seine Sicht der Dinge darzulegen danken. Und ebenso stellvertretend möchte ich denkzone8 bitten, seine informationsarmen, sonderbar abstrahierten Darbietungen mit elliptischen Metaphern und wohl auch Metaebenen (m.E., pseudoliterarische verunstaltet), zu vereinfachen, klar auszuformulieren und den Gehalt/Inhalt voranzustellen.

Mit den besten Wünschen für alle Foristen hier zum neuen Jahr.

RE: Von der Utopie zur Expertokratie | 28.12.2015 | 23:37

Ein spannender Artikel zu einem wohl inspirierenden Buch zu einem wichtigen Thema. Utopien sind wichtig. Allen gebührt grossen Dank für ihre Arbeit.

Allerdings hat mich das Gewicht dieser "Experten" erschreckt, auch hier wieder eine Elite. Das beisst sich mit meinem Anarchismus. "Experten" sind auch nur Menschen mit all ihren Macken, Vorlieben, Defiziten, Ängsten, Projektionen...Der gemittete und unverzerrte "Experte" dürfte ohne besondere Massnahmen, bspw. Änderungen bei grundsätzlichen gesellschaftlichen Werten oder des Wirtschaftssystems, eher die Ausnahme bleiben. Auch ich bin Experte in einigen Dingen und komme zum Schluss, dass trotz Expertise gerade das Abschätzen der Wirkung von Massnahmen in der Zukunft eben auch sehr abhängig ist von meinem "Temprament" und den oben erwähnten Faktoren (Macken, Vorlieben, Defiziten, Ängsten, Projektionen).

Und dann stellt sich die Frage, wie und durch welche Ausbildung, welchen Werdegang werden Menschen zu Experten? Da ist Lobbyismus das kleinste Problem. In der Schweiz bspw. besteht das Problem, dass die Finanzmarktregulierung allesamt von Leuten besetzt ist, die früher in den (Gross-)Banken eine hohe Position inne hatten. So fragen sich da kritische Stimmen, ob das mit der Regulierung der alten KameradInnen wirklich funktioniert (und so einiges deutet daraufhin, dass dem nicht so ist)? Das mit den Experten dünkt mich eine antiquierte und romantisierte Vorstellung vom unabhängigen, verqueren, wahrheitssuchenden, schlechtgekleideten und -frisierten Uniprofessor, in seinem Fachgebiet suhlend, der nur uneigennüztig die Wahrheit, das Wohl der Menscheit und den Fortschritt möchte.

Ausserdem dünkt mich das Buch, wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, in der Analyse der Zeit hinten nach.....wurden nicht gerade in Italien "Experten" in der Regierung installiert, teilweise ohne demokratische Legitimation? Bzw. machen nicht gerade "Experten" von Weltbank bis EZB einigen Regierungen in Europa Vorschriften, wie sie ihre Finanzen wieder ins Lot kriegen sollen? Sind die tauglich?

Ich sehe in der Auslotung der stärkeren Gewichtung von "Experten" den materialistischen-deterministischen Wunsch einer berechenbaren und logisch steuerbaren Welt...was ja teilweise auch wünschbar wäre...sind es doch der Geld- und Ego-/Machtwahnsinn (Stichwort Narzismus) an den Spitzen von Politik, Wirtschaft, etc. die den Verstand und das Herz vernebeln.

RE: Stolz und Verantwortung | 14.02.2015 | 14:35

"Doch damit riskiert Tsipras den Bruch mit der EU und Griechenlands Geldgebern."

tsipras ist nur konsequent und er wurde ja dafür gewählt, gegen die finanzdiktatur anzutreten. alle parteien (ezb, troika, merkel) drohten vorgängig damit, dass es nur das weiterso oder einen bruch mit finanzieller erdrosselung gäbe. fragt sich jetzt, wer denn wirklich den bruch riskiert.

RE: Das Kuckucksei | 03.04.2013 | 22:37

wunderbar! eine dichte von informationen und recherche wie selten im freitag. bitte weiter so.

RE: Der „Freitag“ muss sparen | 28.12.2012 | 23:45

ps: präziser statt "gefühle" - "befindlichkeiten"

RE: Der „Freitag“ muss sparen | 28.12.2012 | 23:40

einen eindruck: lese täglich in 2-8 deutschen und schweizerischen medien. am liebsten klar links. mein eindruck vom freitag: viel meinung, erlebnisse und gefühle von schreiberInnen und wenig profunde recherche. jedenfalls wirkt's auf mich so. und das mit dem "meinungsmedium" - schlicht arrogant und unnötig.