RE: „Gender raus! Oder ich werd zum Nazi!“ | 13.05.2020 | 16:50

Wann verstehen diese Freaks endlich, dass sich kein normaldenkender Mensch einer Bewegung anschließen will, für die man/frau* zunächst ein Proseminar in Queerfeminismus belegen muss? Der Text liest sich so, als wäre hier jemand neidisch darauf, dass sich eine Protestbewegung mit ganz normalen Leuten gebildet hat. Es gibt durchaus berechtigte Fragen und Anliegen, die auf diesen Demos artikuliert werden. Wenn die Linke sie ins Lächerliche zieht u auch noch mit Gegendemos reagiert, kommt die Unterwanderung von rechts ganz automatisch.

RE: Bizarre Blüten | 01.05.2020 | 15:24

Ich hoffe sehr, dass es nur vorübergehend ist. Doch Leute wie Lauterbach schwören uns ja auf mindestens zwei Jahre ein.

Ich befürchte, dass viele Maßnahmen, wie zum Beispiel der Mund-Nasen-Schutz, "nach Corona" beibehalten werden, wenn nicht gesetzlich, dann durch gesellschaftlichen Druck. Irgendwelche Keime und Bakterien fliegen schließlich immer rum, man kann nie vorsichtig genug sein. Ich finde diese Aussicht erschreckend bis dystopisch.

RE: Bizarre Blüten | 01.05.2020 | 14:23

"Herr Augstein fürchtet ein „Zeitalter der totalen Medizin“ und deutet „seelische, soziale und wirtschaftliche Verwüstungen“ an"

Haben Sie die Bilder aus Dubai gesehen, wo behelmte und bewaffnete Sicherheitskräfte den Eintritt zu Gebäuden mit Wärmebildkameras kontrollieren - also, ob jemand erhöhte Körpertemperatur hat?

Es sind beängstigende Bilder und ich glaube das meint Augstein mit der totalen Medizin. Nun sind wir derzeit weit von solchen Auswüchsen entfernt, aber der Trend geht ja eindeutig in diese Richtung. Ich finde es verstörend, wenn ich Kassiererinnen sehe, die hinter einer Plexiglasscheibe sitzen und auch noch einen Plexiglasschirm vor dem Gesicht tragen.

Es mag Ausnahmesituationen geben, wo all das gerechtfertigt ist, um einen akuten, lokalen Ausbruch des Virus einzudämmen. Aber momentan in Deutschland kommt es mir unangemessen vor.

RE: Radikal gewinnt | 23.02.2020 | 12:33

Mit Verlaub, aber das ist glatt gelogen. Sanders war schon in den 60er Jahren ein Friedensaktivist, der den Vietnamkrieg abgelehnt und den Wehrdienst verweigert hat, wie aus diesen beiden Artikeln hervorgeht:https://abcnews.go.com/Politics/bernie-sanders-applied-conscientious-objector-status-vietnam-campaign/story?id=33434041

https://www.washingtonpost.com/politics/bernie-sanders-on-frontline-for-veterans/2013/04/14/d97c9830-9e04-11e2-a941-a19bce7af755_story.html

Er hat im Repräsentantenhaus schon gegen den ersten Golfkrieg 1991 gestimmt und dann natürlich auch gegen Irakkrieg 2003, das ist nun wirklich belegt. Sogar in diesem Sanders-kritischen Artikel wird dieser Fakt nicht bestritten:

"Unlike Biden and Hillary Clinton, Sanders voted against the final bill to authorize Bush to use military force and warned that it would be a "blank check" for war."

https://www.nbcnews.com/politics/2020-election/sanders-opposition-iraq-war-was-more-complicated-he-presents-n1137541

RE: Gebt ihnen Asyl | 20.06.2019 | 13:50

Die einfachste Lösung wäre, die "Rebellen" in Idlib geben unter UN-Aufsicht ihre Waffen ab und dürfen dann nach Saudi-Arabien oder in die Emirate abziehen. Der Westen könnte diese mit ihm verbündeten Länder sicher dazu bewegen, sie aufzunehmen. Dann kann die syrische Armee ohne Blutvergießen in Idlib einmarschieren und die territoriale Intregrität Syriens wieder herstellen.

Natürlich ist klar, dass der Westen - mit Merkel, Maas, von der Leyen und den Grünen vorneweg - sich darauf nie einlassen wird. Zu sehr und zu lange hat man Assad als Inkarnation des Bösen schlechthin verteufelt, als dass man ihn jetzt als Verhandlungspartner oder gar als Kriegsgewinner anerkennen könnte. Man braucht die "Rebellen" in Idlib, um dieses Narrativ weiter zu erzählen, um Angriffe der Syrer zu provozieren, die dann von unseren Leitmedien mit widerlicher Doppelmoral nach allen Regeln der PR-Kunst ausgeschlachtet werden.

Was für ein Trauerspiel der deutschen Außenpolitik, die nicht die geringste Perspektive zur Lösung dieser Tragödie anzubieten hat.

RE: Ey, Leute, forget it | 15.03.2019 | 21:47

Bonasera, Bonasera, what have I ever done to make you treat me so disrespectfully?

RE: Ohne Sahra wird alles … | 14.03.2019 | 19:01

Am 9.3. war für die breite Öffentlichkeit noch gar nichts vorhersehbar, dieser Umfragewert sagt also auch gar nichts darüber aus, wie sich Wagenknechts Rückzug auswirken wird.

Sahra Wagenknecht ist die größte Hoffnungsträgerin der Linken in Deutschland seit Willy Brandt und man muss sich wünschen, dass sie wieder gesund wird und mit neuen Elan eine politische Plattform findet, in der sie nicht gemobbt und von kurzsichtigen Hyper-Moralisten entmachtet wird.

RE: Ey, Leute, forget it | 14.03.2019 | 18:41

// Dürfen wir mal fragen, welchen Text Sie eigentlich gelesen haben? Entgeht Ihnen die Bedeutung der Invektiven, oder welches kognitive Problem haben Sie? //

Er macht sich ein bisschen über die Bewegung lustig, das hätte nicht sein müssen. Er schreibt aber auch von der "vitalen und aktiven Lust zur aktiven Teilnahme", der "grenzenlosen Mitmachbereitschaft". Finde ich jetzt nicht sehr beleidigend. Es kommt rüber, dass "Aufstehen" ein ganz anderes Publikum anzieht, eben eher die Abgehängten, als die sonst üblichen Verdächtigen aus dem kosmopolitisch-linksliberalen Milieu.

RE: Ey, Leute, forget it | 07.03.2019 | 21:31

Dann noch mal kurz zurück zum Artikel: Der Text ist eigentlich ganz okay und erhellend, wenn da nicht diese Überschrift wäre: "Ey Leute forget it" suggeriert natürlich sofort, dass die Bewegung am Ende ist. Der Kontext des Zitats ist aber in Wirklichkeit ein ganz anderer und bezieht sich gar nicht auf Aufstehen, wie man dann beim Lesen des Artikels feststellt.

Der Autor hat leider der Versuchung nicht widerstehen können, dieses zugegeben starke Zitat als Überschrift zu verwenden und dabei in Kauf genommen, den Inhalt des Artikels zumindest teilweise zu verfälschen. Denn so schlecht war die Stimmung bei dem Treffen in Dortmund ja gar nicht. Steht zumindest in dem Text.

RE: Es sind doch nur Sternchen | 26.02.2019 | 00:10

Tja, und genauso so fängt es an: Zeitungsartikel, Journalismus sollen also frei von Sprachästhetik sein? Guter Journalismus zeichnet sich mindestens so sehr durch einen gelungenen Stil aus wie durch gute Recherche. Letztere ist natürlich unabdingbar, sonst sind wir bei Relotius. Dennoch: Es gibt vielfach fließende Übergänge zwischen Journalismus und Literatur und wenn Sie den Journalismus schon mal so nebenbei fürs Gendern vereinnahmen, bestätigt das leider meine schlimmsten Befürchtungen.