Stadtwerke im Kohlerausch

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Verehrte Freitags-Community,

dies ist mein erster Blog für den Freitag, den ich meiner Wahlheimat widmen möchte.

Ich finde den Gedanken beschämend, dass die innovative, wissenschaftsgeprägte und hochgelobte Lichtstadt Jena nun in die Geschichte eingehen will mit der Beteiligung an einem vorsintflutlichen Projekt, nämlich einem Kohlekraftwerk.

Es klingt eher wie ein schlechter Witz, doch....

"Dabei sind Stadtwerke eigentlich den Bürger/innen ihrer Städte verpflichtet. Und die wollen keinen Strom aus gefährlicher Atom- oder klimaschädlicher Kohlekraft! Mit einem Jahresausstoß von über vier Millionen Tonnen CO2 - etwa so viel, wie die gesamte Stadt Nürnberg - wäre das geplante Kraftwerk ein wahrer Klimakiller!"

Das klingt dann schon beängstigend real und veranlasst mich dazu, Sie und Euch zu bitten, bei Campact mit zu unterzeichenen, damit dieses riesige Kohlekraftwerk in Krefeld NICHT gebaut wird.

Und weil die Kollegen von "Campact - Demokratie in Aktion" die aktive Bürgerbeteiligung mit ein paar Klicks mundgerecht aufbereiten und damit eine Steilvorlage zum Mitmachen geben, verweise ich auf folgendem Link und gebe zu, dass obiges Zitat natürlich auch von Campact ist.

Unterzeichnen Sie unseren Appell an die Stadtwerke!

"Unsere Chancen stehen gut, den Klimakiller zu verhindern: In den letzten Monaten wurde ein Kohlekraftwerk nach dem anderen aufgegeben. Selbst einige der großen Energiekonzerne ziehen wegen der andauernden Proteste und wirtschaftlicher Risiken ihre Kohlepläne zurück. Nun dürfen nicht ausgerechnet Stadtwerke als kommunale Unternehmen mit dem Geld der Menschen aus der Region weiter auf die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung setzen!

Für jede Unterschrift unter den Appell drucken wir je eine Postkarte an die Chefs der wichtigsten Stadtwerke des Konsortiums, welches das Kohlekraftwerk bauen möchte. Die Karten wollen wir auf einer Tour durch die beteiligten Städte ab Ende März im Rahmen von öffentlichen Aktionen übergeben. Versenden auch Sie unsere Karten. (...)

Im Mai soll die Entscheidung fallen, ob Flensburg, Jena, Fulda, Ulm, Moers, Soest und die Region um Aachen künftig mit schmutzigem Kohlestrom versorgt werden – oder die Stadtwerke in eine klimafreundliche Energieversorgung investieren"

Ich möchte hiermit Campact danken, die mich überhaupt darauf aufmerksam gemacht haben und bitte alle Leser diesen Aufruf und bestenfalls auch weitere Aktionen von diesen grossartigen Vorreitern der Basisdemokratie zu unterstützen!

Dankeschön für Ihre/Eure Aufmerksamkeit !

Es grüßt

Weitblick


00:12 25.02.2011
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Weitblick

Ohne Liebe ist alles nichts.
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